Rezension zu „Feel Again“ von Mona Kasten

Feel again
Autorin: Mona Kasten
Erschienen am: 26.05.2017
Verlag: Lyx
Genre: New Adult
Umfang: 480 Seiten
Preis: 12,00 € (broschiert)
Mehr Infos hier.

die-autorin
Mona Kasten wurde 1992 in Norddeutschland geboren und ist dort auch immer noch zu Hause. Wenn sie ausnahmsweise mal nicht in der Uni sitzt (oder vielleicht gerade dann), denkt sie sich Geschichten aus, in denen junge Protagonisten große und kleine Probleme bewältigen müssen. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Katzen sowie unendlich vielen Büchern, liebt Koffein in jeglicher Form, lange Waldspaziergänge und Tage, an denen sie nur schreiben kann. Die Autorin freut sich immer, von ihren Lesern auf Twitter zu hören (@MonaKasten). Weitere Informationen unter: www.monakasten.de
Quelle

inhalt
Er sollte nur ein Projekt sein – doch ihr Herz hat andere Pläne.

Sawyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen.

meine-meinung
Die ersten beiden Teile der Again-Reihe (Begin Again, Trust Again) fand ich okay, aber nicht atemberaubend. Typisch New Adult, irgendwie. Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch, als ich mich endlich an den finalen Band herangewagt habe. Umso mehr wurde ich überrascht!

Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht. Die taffe, sarkastische Sawyer mochte ich sofort. Ihre Sprüche fand ich klasse und ihr Stil gefiel mir ausgesprochen gut. Ich hatte sofort ein Bild zu ihr im Kopf. Endlich einmal eine etwas andere Protagonistin, die nicht den üblichen Schüchternes-Mädchen-Klischees entspricht. Zwar hat auch Sawyer ihr Päckchen zu tragen und in der Vergangenheit schlimme Dinge durchgemacht, doch ihre Geschichte erschien mir weitaus spannender und glaubwürdiger als die von Allie (Begin Again) und Dawn (Trust Again).
Und dann ist da noch Isaac: der unsichere Nerd. Ich liebe Nerds! Und auch bei ihm steckt so viel mehr hinter den bunten Klamotten, den verstrubbelten Haaren und seiner ausgeprägten Schüchternheit. Isaac muss man einfach lieben, es geht gar nicht anders.

Es hat mir so viel Freude bereitet, die Geschichte der beiden scheinbar nicht zusammenpassenden Protagonisten zu lesen und Stück für Stück mitzuerleben, wie sich Sawyer und Isaac zueinander hingezogen fühlen. Die Entwicklung war genau nach meinem Geschmack und im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden konnte ich keine unnötigen Längen feststellen. So macht New Adult Spaß!

Das Buch glänzt nicht nur durch eine außergewöhnliche Lovestory, sondern vor allem durch viele liebevolle Details. Sei es Sawyers Liebe zur Fotographie, die einen großen Platz einnimmt oder Isaacs herzliche Großfamilie, genauso wie die Freundschaft zwischen Sawyer und Dawn oder Gian und Isaac – alles wird so liebevoll und authentisch beschrieben, dass ich mich stets gefühlt habe, als wäre ich mittendrin im idyllischen Woodshill.

Natürlich gibt es – wie bei allen NA-Geschichten – eine schlimme Vergangenheit, die aufgearbeitet werden muss. Sawyers Hintergrundgeschichte hat mir sehr gut gefallen, sie war dramatisch, aber dabei stets stimmig und nicht total übertrieben. Wie sich ihre Vergangenheit in ihre Gegenwart einfügt und sie Stück für Stück lernt, Gefühle zuzulassen, hat mich komplett überzeugt.

Es gibt einige erotische Szenen, die auch durchaus detailliert beschrieben werden. Dabei wirkt der Sex im Buch aber nie ordinär oder fremdschäm-furchtbar. Der Autorin hat in diesem Buch ein Händchen für geschmackvolle Liebesszenen bewiesen.

5 Sterne
Für diese wundervolle Geschichte gibt es von mir die volle Punktzahl.

fazit
„Feel Again“ von Mona Kasten hat alles, was einen guten New-Adult-Roman ausmacht. Ausgefallene Protagonisten überzeugen mit einer tollen Liebesgeschichte, die nicht den gängigen Klischees entspricht. Viele liebevoll eingearbeitete Details und sympathische Nebenfiguren machen das Buch zu etwas ganz Besonderem. Ich habe die Geschichte um die rockige, verschlossene Sawyer und den schüchternen Isaac geliebt und möchte sie euch unbedingt weiterempfehlen.

Rezension zu „Romina – Tochter der Liebe“ von Annie Laine

Romina
Autorin: Annie Laine
Erscheinungsdatum: 28.07.2017
Veröffentlicht bei: Dark Diamonds
Genre: Romantasy
Umfang: 395 Seiten
Preis: 4,99 € (E-Book only)
Mehr Infos hier.

die-autorin

Annie Laine wurde im schönen Osthessen geboren. Nach dem Realschulabschluss führt sie ihr Leben zunächst in ganz verschiedene Richtungen. Sie schließt eine Ausbildung ab und arbeitet ein halbes Jahr auf der Kanareninsel Teneriffa, findet aber nicht ihre Passion darin. Das zieht sie schließlich zurück zu den Büchern. Während sie tagsüber Buchhandel/Verlagswirtschaft studiert, verbringt sie ihre Nächte mit dem Schreiben eigener Texte und betreibt einen Bücherblog.  Quelle

inhalt

Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen

Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann…
meine-meinung

Als die 18-jährige Romina, Tochter des Liebesgottes Eros, vom Olymp auf die Erde verbannt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Ganz auf sich allein gestellt muss sie sich in einer Welt zurechtfinden, die ihr fremd ist. Zum Glück trifft sie Devin, den liebevollen und attraktiven Studenten, der sie spontan bei sich aufnimmt und auf den Spitznamen „Romy“ tauft.
Während Romina verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, um zurück nach Hause gehen zu können und endlich eine richtige Göttin zu werden, entwickelt Devin Gefühle für seinen ungewöhnlichen Gast. Es dauert nicht lange, bis er begreift, dass er kein gewöhnliches Mädchen bei sich aufgenommen hat, sondern eine stolze, wenn auch etwas verpeilte Halbgöttin.

Der Debütroman von Annie Laine verbindet die griechische Mythologie mit einer modernen, zuckersüßen Lovestory. Das ist ein wirklich spannender Mix. Dabei bleibt der Heldin wirklich nichts erspart: sie wird hintergangen, belogen, mit falschen Hoffnungen gelockt und obendrein muss sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben mit ihren eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht, als auf den Olymp zurückzukehren, begreift Romy langsam, was es heißt, zu lieben. Egal, wie sehr sie sich gegen ihre eigenen Gefühle wehrt, gegen die Kraft der Liebe ist auch eine Liebesgöttin machtlos.

Die Geschichte spielt im Winter in Toledo, einer Stadt im Osten der USA. Romys Schicksal ist eng an diesen Ort gebunden. Und auch Devins Weg hat ihn nicht zufällig nach Toledo geführt. Während langsam alle Fäden dort zusammenlaufen, beginnt Romina im Laufe der Geschichte zu verstehen, dass ihr Lebensweg schon lange vor ihrer Geburt von den Schicksalsgöttinnen geplant wurde. Nichtmal der Tod ihrer Mutter kann an ihrer Bestimmung etwas ändern.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und frisch. Die knapp 400 Seiten lassen sich recht schnell weglesen. Besonders gut haben mir die Dialoge und der Humor in der Geschichte gefallen. Auch an Dramatik wird, vor allem in den letzten Kapiteln, nicht gespart. Die Geschichte besticht durch viele liebevolle Details und Überlegungen. So fand ich z. B. Romys Liebespfeile sehr interessant und auch die Beschreibung des Olymp hat mir sehr gut gefallen. Man spürt, wie viel Herzblut die Autorin in ihr Erstlingswerk gesteckt hat.

Ein paar kleine Ungereimtheiten sind mir beim Lesen aufgefallen, aber die fallen nicht ins Gewicht. Insgesamt ist die Geschichte sehr gut durchdacht und überrascht den Leser an der ein oder anderen Stelle durch unvorhergesehene Wendungen.
Rominas und Devins Geschichte zu verfolgen, auch wenn sie an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu süß oder zu sprunghaft war, hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Für mich hat dieses Buch alles, was einen gelungenen Debütroman ausmacht.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne.

fazit

„Romina – Tochter der Liebe“ verbindet die griechische Mythologie mit einer jugendlich-süßen Lovestory. Während die Heldin der Geschichte alles versucht, um ihren rechtmäßigen Platz im Olymp zurückerobern, muss sie bald feststellen, dass sie gegen ihre eigenen Gefühle nicht ankommt. Ihre Liebe, ihr Leben und ihr Schicksal sind ihr seit langer Zeit vorherbestimmt. Es macht großen Spaß Romina auf ihrem Weg zum Glück zu begleiten.

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Mein Lesemonat Juli

Im Juli habe ich vier Bücher gelesen. Damit bin ich ganz zufrieden, denn es standen noch einige andere Dinge an, sodass die Lesezeit ein wenig gelitten hat.

Wie haben mir die einzelnen Bücher gefallen? Um zur vollständigen Rezension zu gelangen, klicke bitte auf den Titel:

The One
von Maria Realf

The One
„The One“ ist ein berührender Roman über die zweite Chance für die erste Liebe. Vor dem Hintergrund einer großen Tragödie muss Lizzie sich zwischen ihrem bodenständigen Verlobten Josh und  ihrer Jugendliebe Alex, der ihr vor 10 Jahren das Herz gebrochen hat, entscheiden. Hier gibt es große Gefühle, spannende Wendungen und einen fesselnden Erzählstil. Romantisch, dramatisch und sehr empfehlenswert!

Und ewig schläft das Pubertier
von Jan Weiler

Pubertier

Die Pubertiere sind wieder los! Ob in der ersten Fahrstunde, beim Whats-App-Marathon oder während der ersten Annäherung an das andere Geschlecht – Jan Weiler nimmt uns schon zum dritten Mal mit in die Welt seiner Kinder Carla und Nick.
In den authentischen und teils skurrilen Alltagsgeschichten habe ich mich selbst wiedererkannt und herzhaft dabei gelacht. Wie auch die beiden Vorgänger lege ich diesen Band allen Teenagern, den von ihnen geplagten Eltern oder allen, die es mal werden wollen, wärmstens ans Herz.
Da wünscht man sich, dass die Jugend der beiden niemals endet und Jan Weiler niemals die Geschichten ausgehen. Wer nicht genug von den Pubertieren bekommt, hat übrigens die Möglichkeit, ihre Abenteuer ab sofort im Kino zu bestaunen.

Pearl – Liebe macht sterblich
von Julie Heiland

pearl

„Pearl“ ist ein toller romantischer Fantasyroman, der mich vor allem durch die Grundidee der Suchenden und ihrer Geschichte und das wundervolle Setting im Herzen Venedigs überzeugt hat. Große Gefühle treffen auf Spannung und unvorhersehbare Wendungen. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil ist das Buch für mich ein wahrer Lesegenuss gewesen. Allen Romantikern da draußen wärmstens empfohlen.

Genau mein Beutelschema
von Sebastian Lehmann

(Ohne Rezension)

Beutelschema

Merkwürdige Dinge geschehen in Berlin-Neukölln. Während Mark versucht, mit seinem langweiligen Leben klarzukommen, trifft er auf die hippe Christina. Obwohl sie zehn Jahre jünger ist, scheint sie das Leben viel besser zu durchschauen als er. Sie ist erfolgreicher, gebildeter und überhaupt viel zu gut für einen wie ihn. Oder hat ihre Liebe zwischen Szene-Kneipen, Hipster-Entführungen und der Medienkrise doch eine echte Chance?
Humorvoll, witzig und schräg – ein Buch aus dem Leben eines Berliner Hipsters.

topoderflop

Mein absolutes Monatshighlight war „The One“. Dieses Buch vereint eine romantische, dramatische Lovestory mit einer gelungenen Prise Humor. Die Story hat mir rundum gut gefallen. So muss moderne Chick-Lit sein! Und ist das Cover nicht traumhaft?

Auch der Ausflug ins Reich der Pubertiere hat mir wieder wahnsinnig gut gefallen und mich oft zum Lachen gebracht.

„Pearl“ fand ich gut, aber leider nicht so gut wie die Bannwald-Reihe der Autorin. Doch das schöne Setting im Herzen Venedigs hat es mir angetan. Mehr noch als die eigentliche Liebesgeschichte.

Ein wenig enttäuscht war ich von „Genau mein Beutelschema“. Obwohl der Roman kurzweilig, witzig und schräg ist, habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Was will der Autor mir mit diesem Buch eigentlich sagen? Nun, ich weiß es immer noch nicht. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig.

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Was habt ihr im Juli gelesen? Kennt ihr eines meiner gelesenen Bücher? Ich stöbere gerne bei euch, wenn ihr mir den Link zu eurem Monatsrückblick hinterlasst 🙂

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Gemeinsam Lesen #79 – Romina. Tochter der Liebe

Heute mache ich zum 79. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

gemeinsam-lesen

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Romina – Tochter der Liebe“ von Annie Laine und bin aktuell bei 37%.

romina

Inhalt:

**Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen**

Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann…

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

So ungern ich es zugab, Psyche hatte recht.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich lese den Debütroman von Annie Laine im Rahmen einer Leserunde auf Facebook. Ich war seeehr gespannt auf dieses Buch, habe ich seine Entstehungsgeschichte doch von Anfang an über die sozialen Netzwerke mitverfolgt. Und nun ist es endlich erschienen!

Mir gefällt der lockere, jugendliche Schreibstil. Das Buch liest sich wahnsinnig schnell weg, das finde ich toll. Die Verbindung von griechischer Mythologie und moderner Liebesgeschichte ist auch sehr spannend. Ich bin gespannt, wie sich die Story weiterhin entwickelt.

Ist es für dich spannend oder eher langweilig Autoren zu treffen? 

Ich finde es immer wieder spannend. Deshalb besuche ich auch gerne Autorenlesungen oder die Buchmessen. Die einzelnen Werdegänge faszinieren mich sehr und bis jetzt war noch kein unsympathischer Autor dabei.
Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft die Gelegenheit haben werde, tolle Autoren und ihre Lesungen zu besuchen.

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Was lest ihr gerade? Ich bin gespannt auf eure Beiträge und schaue gerne bei euch vorbei 🙂

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Rezension zu „Pearl – Liebe macht sterblich“ von Julie Heiland

pearl
Autorin: Julie Heiland
Erscheinungsdatum: 24.05.2017
Verlag: Fischer Jugendbuch
Genre: Jugendbuch / Liebe / Fantasy
Umfang: 352 Seiten
Preis: 16,99 € (gebunden)
Mehr Infos hier.

die-autorin

Julie Heiland hat Journalistik studiert. Parallel dazu hat sie eine Schauspiel- und Rhetorikausbildung absolviert und schon in einigen Fernsehfilmen mitgespielt. Julie Heiland ist 1991 geboren und lebt in der Nähe von München. Nach der Trilogie »Bannwald«, »Blutwald« und »Sternenwald« ist »Pearl« ihr vierter Roman. Quelle

inhalt

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.

„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?

meine-meinung
Nachdem mir die Bannwald-Trilogie der Autorin so wahnsinnig gut gefallen hat, war schnell klar, dass ich auch „Pearl“ unbedingt lesen musste.

Die Grundidee hat mich sofort angesprochen: Pearl ist 200 Jahre alt. Sie starb als junge Erwachsene, bevor sie Liebe erfahren hat. Seither ist sie dazu verdammt, ewig zu leben – bis sie die wahre Liebe findet. Doch das ist nicht so einfach. Küsst sie den Falschen, entzieht sie ihm seine Gefühle und verdammt ihn dazu, sein Leben ohne Glück und Liebe fortzusetzen. Aus diesem Grund werden die Suchenden gejagt. Weil sie selbst ein kurzweiliges Glücksgefühl aus diesem Gefühlsraub ziehen können, stellen sie eine Bedrohung für die Menschheit dar und sollen auf barbarische Weise aus dem Weg geschafft werden.
Dabei wünscht sich Pearl nichts sehnlicher, als diese unstillbare Sehnsucht endlich hinter sich zu lassen und erlöst zu werden – oder zu sterben.

Gemeinsam mit ihren Freunden Damien und Alexa lebt sie seit 3 Jahren in Venedig und sucht dort nach der wahren Liebe. Der Schauplatz wird so lebendig und detailliert beschrieben, als wäre man dort. Obwohl die Stadt mich eigentlich nicht reizt, habe ich mich in den engen Gassen, den prunkvollen Palazzi und auf den zahlreichen Wasserstraßen sofort wohl gefühlt. Hier ist der Autorin eine richtig tolle Umgebungsbeschreibung gelungen. Man taucht ein in diese ungewöhnliche Stadt und möchte nicht mehr gehen.

Als Pearl auf Noah trifft, spürt sie zum ersten Mal in ihrem langen Leben so etwas wie Glück. Doch Noah birgt ein Geheimnis. Er ist gefährlich und undurchschaubar. Außerdem arbeitet er mit einem Mann namens Hubertus zusammen, der Pearl und ihren Freunden nach dem Leben trachtet.
Die Geschichte wird vorwiegend aus Pearls Sicht erzählt. Aber auch Hubertus kommt in kurzen Kapiteleinschüben zu Wort. Er ist der typische böse Gegenspieler, während Pearl das nicht ganz so typische „Gute“ in der Geschichte verkörpert. Obwohl Hubertus‘ Verhalten nicht besonders überraschend war, konnte ich es doch durch seine tragische Hintergrundgeschichte nachvollziehen.

Im Zentrum der Geschichte steht die Sehnsucht nach der einen, großen Liebe. Mir gefällt die Vorstellung, dass zwei Menschen ausschließlich füreinander geschaffen sind. Der romantische Aspekt kommt hier definitiv nicht zu kurz und lässt die Herzen der Leser/innen höher schlagen.
Auch die Idee der Suchenden und ihre jeweiligen Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Ich habe die Szenen beim Lesen wie in einem Film vor meinem inneren Auge ablaufen sehen und könnte mir das Buch sehr gut verfilmt vorstellen.

Julie Heilands Schreibstil ist jugendlich und flüssig. Obwohl das Buch für mich leider einige Längen aufwies, wollte ich stets wissen, wie es weitergeht. Vor allem gegen Ende spitzen sich die Geschehnisse noch einmal auf dramatische Weise zu.
Dennoch muss ich sagen, dass mir der Schreibstil in der Bannwald-Trilogie noch besser gefallen hat. Er war weniger jugendlich, ich empfand ihn sogar als poetischer. Natürlich spielt Pearl in einer ganz anderen Welt, doch in diesem Punkt war ich leider etwas enttäuscht bzw. hatte vielleicht einfach zu viel erwartet. Nichtsdestotrotz gehört Julie Heiland für mich jetzt schon zu den besten deutschen (Nachwuchs)-Romantasy-Autorinnen und ich bin sehr gespannt, was sie als Nächstes schreibt.

4 SterneVon mir gibt es vier Sterne.

fazit

„Pearl“ ist ein toller romantischer Fantasyroman, der mich vor allem durch die Grundidee der Suchenden und ihrer Geschichte und das wundervolle Setting im Herzen Venedigs überzeugt hat. Große Gefühle treffen auf Spannung und unvorhersehbare Wendungen. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil ist das Buch für mich ein wahrer Lesegenuss gewesen. Allen Romantikern da draußen wärmstens empfohlen.

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Rezension zu „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler

Pubertier
Autor: Jan Weiler
Erscheinungsdatum: 03.07.2017
Verlag: Piper
Genre: Humor
Umfang: 176 Seiten
Preis: 14,00 €

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Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt’s nicht!« gehört zu den erfolgreichsten Büchern der vergangenen Jahrzehnte. Es folgten unter anderem: »Antonio im Wunderland« (2005), »Mein Leben als Mensch« (2009), »Das Pubertier« (2014), »Kühn hat zu tun« (2015) und »Im Reich der Pubertiere« (2016). Jan Weiler verfasst zudem Hörspiele und Hörbücher, die er auch selber spricht. Jan Weiler lebt bei München. Quelle

inhalt

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers!

meine-meinung

Die Pubertiere sind wieder da! Nachdem mir der Vorgänger „Im Reich der Pubertiere“ Lachtränen in die Augen getrieben hat, war ich sehr gespannt auf die neuen Abenteuer aus dem Hause Weiler.

Carla ist mittlerweile 17, hat einen festen Freund und einen ausgeprägten Kommunikationsdrang – nur leider nicht ihren Eltern gegenüber. Dafür klebt sie förmlich an ihrem Smartphone fest und verschickt am Tag gefühlte 5.000 Whats-App-Nachrichten, selbst wenn der Empfänger neben ihr sitzt.
Nick ist 13, schläft oft und viel, und wenn man ihn doch mal zu Gesicht bekommt, liegt meistens etwas im Argen. Zum Beispiel die neue Abo-Falle, die exklusive Premiumfotos leichtbekleideter Damen verspricht. Wie die auf sein Smartphone kommt? Natürlich, weil es neben dem ebenfalls infizierten Handy des besten Kumpels lag. Kenn doch jeder, diese spontane Handy-zu-Handy-Übertragung 😀

Die neuesten Geschichten der Pubertiere haben mich wieder verlässlich zum Lachen gebracht. In manchen Dingen erkannte ich mich sogar selbst wieder. Ob das jetzt gut ist? Auf jeden Fall ist es sehr authentisch, wenn der Vater von den ersten Fahrstunden der Tochter erzählt. Plötzlich wird der eigene Fahrstil kritisiert und die Tochter mutiert selbst zur Fahrlehrerin. Hach ja, kommt mir alles noch sehr bekannt vor.

Je älter die Kinder werden, desto mehr muss der Papa erkennen: Langsam gibt es nicht mehr viel, das er ihnen noch beibringen kann. Beim Abistoff der Tochter ist er raus – zu lange her. Selbst beim Berufsberatungstag an der Schule interessiert sich niemand für den Beruf des Journalisten. Stattdessen gibt Papa Weiler den drei Schülern, die sich zu ihm verirren, anderweitige Life-Hack-Tipps. Überhaupt beschreibt der Autor sich als völlig tiefenentspannt im Umgang mit seinen Pubertieren. So einen Papa wünscht sich jeder Teenager (auch wenn er es nicht zugeben würde, weil Eltern ja meistens trotzdem peinlich sind).

Der schmale Band kommt als Hardcover mit praktischem Lesebändchen daher. Das kleine Format liegt gut in der Hand und lässt sich prima transportieren. Die insgesamt 27 kurzen Geschichten können zwischendurch, vor dem Schlafengehen oder unterwegs verschlungen werden. Wie auch bei den beiden Vorgängern „Das Pubertier“ und „Im Reich der Pubertiere“ hat der Berliner Illustrator Till Hafenbrak tolle Grafiken gezaubert.

4 Sterne

Von mir gibt es vier Sterne.

fazit

Die Pubertiere sind wieder los! Ob in der ersten Fahrstunde, beim Whats-App-Marathon oder während der ersten Annäherung an das andere Geschlecht – Jan Weiler nimmt uns schon zum dritten Mal mit in die Welt seiner Kinder Carla und Nick.
In den authentischen und teils skurrilen Alltagsgeschichten habe ich mich selbst wiedererkannt und herzhaft dabei gelacht. Wie auch die beiden Vorgänger lege ich diesen Band allen Teenagern, den von ihnen geplagten Eltern oder allen, die es mal werden wollen, wärmstens ans Herz.
Da wünscht man sich, dass die Jugend der beiden niemals endet und Jan Weiler niemals die Geschichten ausgehen. Wer nicht genug von den Pubertieren bekommt, hat übrigens die Möglichkeit, ihre Abenteuer ab sofort im Kino zu bestaunen.

Rezension zu „The One“ von Maria Realf

The One
Autorin: Maria Realf
Erscheinungsdatum: 23.06.2017
Verlag: Rowohlt Taschenbuch-Verlag
Genre: Liebesroman
Umfang: 384 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Mehr Infos hier.

die-autorin

Maria Realf ist Journalistin und hat für einige der größten britischen Frauenmagazine gearbeitet, u. a. Cosmopolitan, Cosmopolitan Bride, Fabulous, Marie Claire, Now und You & Your Wedding. Derzeit schreibt sie für das You-Magazin der Mail on Sunday. Sie hat die Romanschule der Agentur Curtis Brown absolviert, wie vor ihr bereits Jo Harper, Nicholas Searle u.v.m. Quelle

inhalt

Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet.

Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat – und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker …

meine-meinung

Verliebt habe mich als Erstes in dieses wunderschöne Cover. Ich bin normalerweise nicht so coverfanatisch, aber die Farben und die Gestaltung springen einfach ins Auge und ich könnte das Buch stundenlang anschauen.
Geschichte über die erste große Liebe, die gescheitert ist und später eine neue Chance bekommt, reizen mich generell sehr. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen!

Die Geschichte wird durch einen personalen Erzähler aus Lizzies Sicht wiedergegeben. Sie beginnt drei Monate vor ihrer Hochzeit mit dem verlässlichen, bodenständigen Sportlehrer Josh. Die beiden sind seit mehreren Jahren ein Paar, haben eine gemeinsame Wohnung und leben in einer stabilen Beziehung. An Josh weiß man, was man hat. Er ist einer von den „Guten“ und trotzdem bekam ich beim Lesen schnell den Eindruck, dass er vielleicht nicht genug für Lizzie ist.

Die Hochzeitsvorbereitungen wechseln sich mit Kapiteln aus der Vergangenheit ab. Man erfährt, wie Lizzie ihre erste große Liebe Alex kennengelernt hat. Da ihre Beziehung in größeren Zeitsprüngen erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck von der tiefen und innigen Verbundenheit zwischen den beiden.
Als er kurz vor der Hochzeit überraschend wieder in Lizzies Leben auftaucht und den Kontakt zu ihr sucht, steht ihre Welt zunächst Kopf. Zehn Jahre ist es her, seitdem er sie Hals über Kopf verlassen und ihr Herz gebrochen hat. Und plötzlich gibt es da etwas, das er ihr unbedingt sagen muss.

Mir hat vor allem dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefallen. Nach und nach erfährt man, was damals vorgefallen und warum Alex verschwunden ist. Obwohl man ihn für sein Verhalten hassen möchte, so kann man es doch nachvollziehen. Die beiden verbringen wieder viel Zeit miteinander und versuchen, ihre alten Wunden zu heilen. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Josh und ihrer Loyalität gegenüber Alex findet sich Lizzie bald in einer Zwickmühle wieder. Kann sie Josh wirklich heiraten? Und ist es vielleicht doch mehr als Freundschaft, was sie und Alex heute verbindet?

Der Klappentext verspricht einen berührenden Roman und den bekommt der Leser auch geboten. Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden. Gegen Ende des Buches wird es sehr emotional und dramatisch. Das letzte Viertel des Buches spielt ausschließlich in der Gegenwart, kurz vor der Hochzeit, und hier passiert sehr viel. Man liebt und leidet mit Lizzie und wünscht und hofft mit Alex. Am Ende bekommt die Geschichte genau das Finale, das sie verdient.

5 Sterne

Mir hat das Buch rundum gut gefallen. Von mir gibt es fünf verdiente Sterne.

fazit

„The One“ ist ein berührender Roman über die zweite Chance für die erste Liebe. Vor dem Hintergrund einer großen Tragödie muss Lizzie sich zwischen ihrem bodenständigen Verlobten Josh und  ihrer Jugendliebe Alex, der ihr vor 10 Jahren das Herz gebrochen hat, entscheiden. Hier gibt es große Gefühle, spannende Wendungen und einen fesselnden Erzählstil. Romantisch, dramatisch und sehr empfehlenswert!