Rezension zu „This is not a love story“ von Holly Bourne

Autorin: Holly Bournethis is not a love story

Erscheinungsdatum: 01.04.2014

Veröffentlicht bei: dtv

Umfang: 511 Seiten

Genre: Jugendbuch

ISBN: 978-3423715850

Preis: 9,95 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Holly Bourne, 1986 in England geboren, studierte Journalismus an der University of Sheffield. Sie arbeitete einige Jahre lang erfolgreich als Journalistin. Mit den Wünschen und Sehnsüchten von Jugendlichen kennt sie sich gut aus, da sie seit Jahren auf einer Ratgeber-Webseite Beziehungstipps für junge Leute gibt. Holly Bourne lebt zurzeit in London, träumt aber von einem Haus im Grünen. ›This is not a love story‹ ist ihr erster Roman. Quelle

Klappentext:

Was die große Liebe mit dir machen kann

An die wahre Liebe hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen – und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein … Ist diese Liebe zu groß für sie?

Die eine, die große Liebe, so elektrisierend, dass es wehtut!

Meine Meinung:

Das wunderschöne, romantische Cover in zarten Pastelltönen hat mich in der Buchhandlung sofort angesprochen, deswegen musste es mit.
Der Klappentext verrät schon einiges, aber nicht zu viel und hat mich gleich neugierig gemacht. Ich stehe einfach total auf große, schwierige Liebesgeschichten. Die Idee hinter diesem Buch ist etwas Besonderes und für mich ganz Neues: Eine geheime Organisation forscht nach Seelenverwandten. Menschen, die wirklich und wahrhaftig füreinander bestimmt sind und die sich aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz gefunden haben. Was die Paare nicht wissen: ihre Liebe ist gefährlich, denn immer wenn sie sich nahe kommen, passiert ein Unglück. Angefangen von Schlechtwetterkapriolen bis hin zu Erdbeben – je näher sich die unwissenden Paare kommen, desto schlimmer wird es.
Nachdem sich Penny und Noah endlich gefunden haben, merken sie zwar schnell, dass in ihrer Kleinstadt immer dann etwas Schlimmes passiert, wenn sie zusammen sind, doch sie haben natürlich keine Ahnung, dass sie dafür verantwortlich sind. Ihre Liebe wird immer stärker und inniger. Die Szenen sind toll beschrieben, als Leser kann man förmlich fühlen, wie die Funken sprühen.
Die Geschichte wird größtenteils aus der Ich-Perspektive von Penny in der Vergangenheitsform erzählt. In einigen kurzen Einschüben erfährt man etwas über die beiden Forscher Dr. Anita Beaumont und ihren Gehilfen Rain, die die beiden von Amerika aus beobachten und erforschen. Während die beiden sich langsam immer näher kommen, hält Anita beharrlich daran fest, Penny und Noah weiter zu beobachten, bevor es zum Eingriff kommt. Denn eines scheint unvermeidlich: die Seelenverwandten müssen getrennt werden, bevor es zu spät ist, sonst könnte ein Unglück von ungeahntem Ausmaß geschehen. Anita hat ihre eigenen Gründe dafür, warum sie das Geschehen so lange beobachtet – bis es fast zu spät ist. Leider erfährt der Leser über die Vergangenheit der Ärztin und ihre speziellen Beweggründe nicht viel, was ich sehr schade finde.
Der Schreibstil ist angenehm jugendlich und leicht. Trotz des Umfangs von 500 Seiten lässt sich das Buch schnell weglesen. Was mich jedoch sehr gestört hat, waren viele Äußerungen der Protagonistin Penny. Sie ist eine sarkastische, freche, unabhängige Rotzgöre, schön und gut. Aber wie sich ausdrückt, hat mich in der ersten Hälfte des Buches dermaßen genervt (z. B. „Du machst Aa auf mein Herz“, „verdammte Hacke“, „schwurbelig“, „Seufz“, „Stöhn“ usw.). Es gibt viel Gefluche, was mich an sich gar nicht mal so sehr stört, aber die Wortwahl irritiert mich doch sehr. Vielleicht liegt’s an der Übersetzung und im Original ist das alles jugendgerechter, aber ich kenne niemanden, der sich so komisch ausdrückt wie Penny.
Da der Schreibstil ansonsten toll war, habe ich noch ein paar Zitate herausgesucht, die mir gut gefallen haben:

„Ich spürte sehr wohl, dass ich mich gerade verliebte – oder mich nach ihm verzehrte oder was auch immer. Mir war, als sei mein Zynismus ein altes Brot, auf dem ich so lange herumgekaut hatte, bis es in meinem Mund trügerisch süß geworden war.“ (S. 147)

„Ich glaube, uns beiden war bewusst, dass wir an der Schwelle zu etwas ganz Ungewöhnlichem standen. Etwas Beständigem, etwas, das ganz anders war als die üblichen Teenager-Wegwerf-Beziehungen.“ (S. 188)

„Es ist einfach nicht so gedacht, dass man mit siebzehn seinen Seelengefährten trifft. Und bis vergangene Woche hatte ich ja noch nicht mal an sowas geglaubt. Doch jetzt wusste ich ganz hundertprozentig, dass es richtig war.“ (S. 274)

„… und außerdem, was auch immer passiert, du kannst dir ganz sicher sein, dass dich jemand liebt. Ohne Wenn und Aber. (…) Und das ist letztlich das Einzige, worauf es im Leben wirklich ankommt, oder?“ (S. 401)

Was mich auch gestört hat, war die Klischeehaftigkeit der Liebesgeschichte, nachdem sie einmal richtig ins Rollen gekommen ist. Noah ist natürlich perfekt: absolut umwerfend, zuvorkommend, stinkreich, spielt in einer erfolgreichen Band, führt Penny ins Theater aus, kauft ihr ein teures Kleid, verzehrt sich fast vor Sehnsucht nach ihr, würde aber ihr zuliebe wahrscheinlich noch bis zum Sanktnimmerleinstag auf den ersten Sex warten. Und nachdem die beiden sich einmal „Ich liebe dich“ gesagt haben, sagen sie es dauernd. Das war mir einfach too much.
Auf das Ende war ich dann richtig neugierig, denn da wurde es wirklich spannend. Können die beiden zusammen bleiben oder werden sie tatsächlich auf ewig von Anitas Organisation getrennt, um weitere Gefahren zu vermeiden? Ich will nichts verraten, aber ich kann sagen, dass mir das Ende gut gefallen hat. Etwas überraschend und anders als erwartet, aber ich war damit zufrieden.

Durch die merkwürdige Jugendsprache und einige Klischees muss ich leider zwei Sterne abziehen. Es ist ein ungewöhnliches Buch, nicht schlecht, aber auch kein unbedingtes Must-Read.

3 Sterne

Fazit:

Eine große Teenagerliebesgeschichte gepaart mit einer interessanten Hintergrundidee. Gefühlvoll und romantisch, auch wenn sie leider nicht ohne einige Klischees und Übertreibungen auskommt. Ich würde das Buch eher für jüngere Mädchen empfehlen.

2 Gedanken zu “Rezension zu „This is not a love story“ von Holly Bourne

  1. Pingback: Mein Lesemonat November | Nicoles Bibliothek

  2. Ich finde dieses Buch absolut toll ! Hab es in der Bücherei entdeckt und War direkt gefesselt! Ich liebe solche Bücher. Liebesgeschichten halt aber egal wie kitschig die auch sind, ich liebe sie! Und This is not a Lovestory is jetzt mein Lieblingsbuch:) ich hab nix auszusetzen. Ich würde mir gerne einen zweiten Teil wünschen, da das Ende auch relativ offen war! In zweiten Band könnte ea ja darum gehen dass die beiden dass versuchen zu bekämpfen und das schaffen und doch zusammen bleiben können, weil ich die beiden so niedlich finde ! Also Hoffnung auf einen zweiten Teil! !!

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