Rezension zu „Bob, der Streuner“ von James Bowen

bob-der-streuner

Autor: James Bowen

Erschienen: 2012

Veröffentlicht bei: Weltbild

Genre: Biographie / Tiere

Umfang: 251 Seiten

Inhalt:

James Bowen, Jahrgang 1979, wuchs in England und Australien auf. Als Jugendlicher rutschte er in die Drogenabhängigkeit ab und lebte lange Zeit als Obdachloser in London. Um sich über Wasser zu halten, verdiente er sein Geld als Straßenmusiker und schaffte es schließlich, an einem Drogenentzugsprogramm teilzunehmen. Im Frühjahr 2007 fand er einen zerzausten, herrenlosen Kater in seinem Wohnhaus und beschloss, ihn bei sich aufzunehmen. Bowen gab sein letztes Geld für Medikamente aus und pflegte den Streuner, den er Bob nannte, gesund. Der Kater wich ihm fortan nicht mehr von der Seite, folgte James auf Schritt und Tritt und begleitete ihn sogar täglich zur Arbeit. Das ungleiche Duo wurde schnell zum Touristenmagneten. Ihre Geschichte ist heute weltweit bekannt.

Meine Meinung:

Nun bin ich ja eigentlich kein allzu großer Katzenfreund (mehr), aber dieses Buch lag seit mittlerweile einem Jahr auf meinem SUB und schrie danach, endlich mal gelesen zu werden.
Die wahre Geschichte dieser außergewöhnlichen Freundschaft zwischen dem mittellosen Ex-Junkie und seinem klugen, anhänglichen Kater hat mich sehr berührt. Bob hat James gefunden und gerettet. Durch ihn musste er lernen, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur an sich selbst zu denken und durch Bob hat James es durch den Drogenentzug geschafft. Auch die dunklen Kapitel im Leben der beiden werden beleuchtet.
Die Geschichte wurde mit Hilfe eines Ghostwriters geschrieben, das war mir schon vorher klar, aber man merkt es leider auch beim Lesen. Einige Formulierungen waren sehr klischeehaft, einige Ausschmückungen zu blumig für meinen Geschmack. Insgesamt hat sich das Buch jedoch flüssig und locker lesen lassen.
Allzu viel Spannung sollte man jedoch nicht erwarten – es ist und bleibt eine schöne Geschichte über eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier, nicht mehr und auch nicht weniger. Ich persönlich fand vor allem James‘ Entwicklung sehr interessant und habe sehr gerne seinen Weg aus dem Obdachlosenmilieu und Drogensumpf mitverfolgt. Da die Geschichte von Bob mittlerweile weltweit bekannt ist, weiß man ja schon, dass sich alles zum Guten wenden wird.
Das Buch passt gut in die Adventszeit und ist mit knapp 250 Seiten auch schnell ausgelesen. Wer Tiergeschichten mag, kann ruhig zugreifen. Ich vergebe für „Bob, der Streuner“ 3 Sterne und eine Packung Leckerli 🙂

3 Sterne
Fazit:

Eine rührende Geschichte über einen ganz besonderen Kater, der seinem Freund durch die schwerste Zeit seines Lebens half und weltberühmt wurde. Meine Empfehlung für Katzenfreunde, allzu viel darf man jedoch nicht erwarten.

4 Gedanken zu “Rezension zu „Bob, der Streuner“ von James Bowen

  1. Huhu!

    Wie kann man denn nicht mehr eine Katzenfreundin sein? Ich dachte, sowas ist man oder man ist es nicht 😉 … Das Buch muss ja wirklich vor einem Jahr der totale Renner gewesen sein, ich weiß gar nicht, wie oft ich Messestände mit dem Cover drauf in den Buchhandlungen bei uns gesehen habe. Wusste aber nie, ob ich es lesen sollte, es klang alleine von der Geschichte her schon ein klein wenig kitschig …

    Liebe Grüße
    Maria

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    • Ich bin mit einer Katze aufgewachsen und das war die tollste Katze der Welt. Aber als ich versucht habe, eigene Katzen zu halten, ist das jedes Mal schief gegangen :-/ Mittlerweile finde ich Katzen als Haustiere sogar anstrengend, vor allem, wenn sie keine Freigänger sind.
      Ich habe seit vier Jahren einen Hund und bin nun ein Hundemensch 😀

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      • Mein Liebster hatte auch eine Katze, daher kann ich nachvollziehen, wenn die schreibst, sie sind anstrengend 😀 … Ich nannte sie für mich immer „Loki“, nach dem nordischen Gott der Bosheit und Streiche, weil sie zeitweise ganz schön gemein sein konnte, wenn ihr was nicht gepasst hat. Trotzdem fehlt sie mir jetzt ein bisschen, wo sie nicht mehr da ist, irgendwie gewöhnt man sich doch recht schnell an seine vierbeinigen Mitbewohner :).

        Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Mein Lesemonat November | Nicoles Bibliothek

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