Rezension zu „Will & Will“ von John Green und David Levithan

will
Autoren: John Green & David Levithan

Erscheinungsdatum: 09.09.2013

Veröffentlicht bei: cbt

Genre: Jugendbuch

Umfang: 378 Seiten

ISBN: 978-3570308851

Preis: 8,99 €

Mehr Infos: hier

Die Autoren:

David Levithan wurde NICHT in Frankreich oder Milwaukee geboren, hat weder in Harvard noch in Oxford studiert, und er lebt auch nicht in Manhattan, sondern auf der anderen Seite des Hudson River, in New Jersey. Gemeinsam mit Rachel Cohn hat er u.a. „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“ und „Naomi & Ely – Die Freundschaft, die Liebe und alles dazwischen“geschrieben. Sein preisgekrönter Roman „Noahs Kuss… und plötzlich ist alles anders“ hat in den USA mittlerweile Kultstatus.

Corine-Preisträger John Green schrieb die preisgekrönten Bestseller »Eine wie Alaska« und »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«. David Levithan ist der Autor des Bestsellers »Nick & Norah«, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. »Will & Will«, der erste gemeinsame Roman der beiden, stand auf der New York Times-Bestsellerliste und wurde unter die Top Ten der romantischsten Bücher des Jahres gewählt. Quelle

Klappentext:

Nur wer wagt – kann Liebe gewinnen

Sie heißen beide Will Grayson, wohnen beide in Chicago, sind beide siebzehn und tragen neben demselben Namen und demselben Alter dasselbe Problem mit sich herum: Aus lauter Angst, das Ding mit der Liebe zu versemmeln, lassen sie sich auf Romantisches gar nicht erst ein. Der eine Will zögert seit Wochen, sich selbst das einzugestehen, was für alle anderen offensichtlich ist: dass er nämlich bis über beide Ohren in seine wunderbare Mitschülerin Jane verliebt ist. Der andere Will flüchtet sich lieber in seine dubiose Online-Beziehung zu einem gewissen Isaac, anstatt sich im real life vor seinen Freunden zu outen. Doch alles ändert sich, als Will & Will eines Abends ganz zufällig aufeinandertreffen …

Meine Meinung:

Von John-Green-Büchern wurde ich bisher noch nie enttäuscht und auch „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan hat mir gut gefallen. Klar also, dass ich in der Buchhandlung zuschlagen musste, als ich „Will & Will“ vor ein paar Wochen zum ersten Mal sah.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Will’s erzählt. Die Kapitel sind durch die besondere Schreibweise des einen Wills, der alles klein schreibt, auch gut voneinander abgegrenzt. Trotzdem hatte ich anfangs Probleme, in die Geschichte hineinzufinden und die Freundeskreise und Familien den beiden verschiedenen Wills zuzuordnen. Dazu muss ich aber fairerweise sagen, dass es nicht am Buch selbst liegen muss, sondern dass die letzte Woche für mich einfach scheiße war. Aber als der Einstieg dann geglückt war, konnte ich richtig in das Buch eintauchen.
Wie immer schafft John Green es, viel Humor in die Geschichte zu integrieren und kuriose Begegnungen mit liebenswert-nerdigen Protagonisten und einer Prise Lebensweisheiten zu verbinden.
Bei der Übersetzung scheinen ein paar Formulierungen gelitten zu haben (wer sagt z.B. „Doofmann?“) und manche Sätze haben gar komplett ihren Sinn verloren. Echt schade. Deshalb lege ich euch ans Herz – sofern ihr euch das zutraut – das Buch am besten im englischen Original zu lesen.
Schillerndste Persönlichkeit des Buches ist der riesenhafte Tiny Cooper, der für beide Wills eine ganz entscheidende Schlüsselrolle spielt – und dem womöglich lieber das gesamte Buch gewidmet worden wäre. Neben ihm bleiben alle anderen Charaktere einfach blass.
Generell habe ich mir von der Idee mit den zwei Will Graysons, die durch Zufall aufeinandertreffen und durch Tiny einen gemeinsamen Bezugspunkt entwickeln, etwas anderes vorgestellt. Die beiden Wills treffen sich an genau zwei Punkten der Geschichte „in echt“, ansonsten haben sie nicht viel miteinander zu tun – bis auf die ähnlichen Probleme, die schon im Klappentext angesprochen werden. Dafür werden viele Dinge angesprochen, mit denen sich Teenagern gut identifizieren können und das reißt die Qualität der Geschichte für mich dann doch wieder raus.

Lieblingszitate:

glückshormone werden in mir ausgeschüttet. mein gehirn ist überschwemmt von entzücken. liebe ist eine solche droge. (S. 88)

wenn etwas zerbricht, dann ist es nicht das zerbrechen, was verhindert, dass sich alles wieder fügt. es liegt daran, dass ein stück verloren gegangen ist, und sei es noch so winzig – die beiden verbliebenen stücke passen einfach nicht mehr zueinander, egal was man versucht. (S. 215-216)

ich sag ihm andauernd, dass ich nicht sicher bin, ob die gesetze aus „sex and the city“ auch bei uns gelten, wo es weder sex noch eine city gibt. aber dann schaut er mich immer an, als würde ich mit pfeilen auf all die herzförmigen luftballons in seiner seele zielen, deshalb halte ich schnell die klappe. (S. 279)

ich würde ja gern mit ihm in seiner musical-märchen-welt leben, wo hexen wie maura mit einem beherzten wort besiegt werden und die waldbewohner alle glücklich sind, wenn die zwei schwulen jungs am ende hand in hand über die blumenwiese gehen. (…) vielleicht werde ich ihr eines tages einen besuch abstatten, aber ich hab da so meine zweifel. solche welten neigen nicht gerade dazu, einem versager wie mir ein visum auszustellen. (S. 296)

Wer John Green und / oder David Levithan mag und mit zwei Skeptikern in Sache Liebe mitfiebern, -leiden und -lachen will, der sollte bei „Will & Will“ zugreifen, am besten jedoch im englischen Original.
Von mir gibt’s leider nur 3 Sterne, denn für mich persönlich war es leider Greens schwächstes Buch.

3 Sterne
Fazit:

Kurzweilige Geschichte über zwei Jungen, die die gleichen Probleme und Ängste mit sich herumtragen, aber dennoch grundverschieden sind. Konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

2 Gedanken zu “Rezension zu „Will & Will“ von John Green und David Levithan

  1. Pingback: Mein Lesemonat Dezember | Nicoles Bibliothek

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