Rezension zu „For Good“ von Ava Reed

for good

Autorin: Ava Reed

Erscheinungsdatum: 29.11.2015

Veröffentlicht bei: Booklover Verlag

Genre: Drama / Liebe

Umfang: 237 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) bzw. 2,99 € (E-Book)

ISBN: 978-3981755039

Die Autorin:

Die unter dem Pseudonym schreibende Ava Reed, Jahrgang 1987, lebt in Frankfurt am Main, wo sie vor kurzem ihr Lehramtsstudium beendete. Schon während ihrer Kindheit hat sie das Schreiben für sich entdeckt. Mit „Spiegelsplitter“ veröffentlichte sie 2015 ihren ersten Roman bei Carlsen-Impress. Sie hat sich auf romantisch-fantastische Geschichten spezialisiert.

Klappentext:

For Good
Like always

Was würdest du tun, wenn Du das verlierst, was Deinem Leben einen Sinn gab? Das, was Du mehr als alles andere auf dieser Welt geliebt hast. Würdest Du aufgeben?

Nach dem Tod ihrer großen Liebe Ben beginnt Charlie in Trauer zu versinken. Immer wieder erinnert sie sich an die vergangenen Zeiten, in denen sie ihn kennen- und lieben lernte. Doch der Verlust droht sie zu ersticken und blind zu machen für das, was das Leben ausmacht. Charlie zieht sich völlig zurück und beginnt zu verstehen, dass nichts je wieder so sein wird wie es einmal war.

Meine Meinung:

Ich habe mich für die Printversion des schmalen Büchleins entschieden und es an einem Tag gelesen. Der neu gegründete Booklover-Verlag hat sich auf dramatische, romantische und erotische Geschichten spezialisiert, die man für kleines Geld als E-Book erstehen kann. Die Printversion wird über Amazon als Print-On-Demand vertrieben, was ich vorher nicht wusste, doch die Qualität des Buches konnte mich positiv überraschen. Vom Buchsatz über die Schriftgröße lässt sich auch das gedruckte Buch angenehm lesen und von der merkwürdigen Schriftart für die Kapitelkapitelüberschriften und der diletantischen Formatierung der Seitenzahlen mal abgesehen, ist dies eines der wenigen POD-Bücher, die sich angenehm lesen lassen.
Die Geschichte wird aus Charlies Sicht erzählt und setzt fünf Wochen nach Bens Tod ein. Die Kapitel wechseln zwischen den Erinnerungen an die gemeinsame Zeit – vom ersten Treffen bis zu Bens plötzlichem Tod – und der Gegenwart hin und her. Besonders gefallen haben mir die kurzen Gedichte, die den Gegenwarts-Kapiteln vorangestellt sind und von Trauer, Liebe und Sehnsucht erzählen. Sie verleihen Charlies düsteren Gedanken und ihrem tief empfundenen Schmerz eine besondere Tiefe.
Über das Alter der Protagonisten wird zwar nichts verraten, doch sie müssten ungefähr Mitte zwanzig sein, sodass ich das Buch eher dem Genre „Junge Erwachsene“ als dem Jugendbuch zuordnen würde.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ava Reed formuliert treffend und trifft den Leser mitten im Herz. Die Themen Trauer und Tod werden in all ihren dunklen, hoffnungslosen und schmerzhaften Facetten gut abgebildet. Dazwischen sorgen Charlies Erinnerungen an die glücklichen Zeiten für Aufheiterung, Hoffnung und Nostalgie.
Der Schreibstil hat mich ein wenig an Nicholas Sparks erinnert. Die Protagonisten gehen extrem höflich miteinander um, die Dialoge – gerade in der Kennenlernzeit – kommen für mich nicht wirklich authentisch rüber, sondern wirken sehr überlegt und steif. Auch habe ich mich gefragt, warum zwei junge Menschen, die sich auf dem Unicampus begegnen, siezen? Der Roman spielt im englischsprachigen Raum (ist wohl gerade Mode bei deutschen Autoren), warum siezen sie sich da überhaupt? Manche Formulierungen kamen etwas holprig daher, ab und an sind Zeitformen durcheinander geraten, was bei mir für kurzes Stirnrunzeln sorgte. Aber insgesamt bin ich der Meinung, dass Ava Reed wirklich toll schreibt und ein großes Talent für das Erzählen romantischer Geschichten hat. Ich glaube, dass sie sich in ihrem Schreibstil noch steigern kann und wird – und darauf freue ich mich.
Das Ende war für mich zwar vorhersehbar, aber das schmälert das gelungene, hoffnungsvolle Ende der Geschichte nicht. Bei dramatischen Liebesgeschichten muss man eben auch mit einigen Klischees rechnen.
Wem „P. S. ich liebe dich“ gefallen hat, der sollte sich auch „For Good“ nicht entgehen lassen.
Ein besonderes Schmankerl ist das Zusatzkapitel am Ende, das die Kennenlerngeschichte zwischen Charlie und Ben aus seiner Sicht erzählt. Als persönliches Highlight empfand ich neben den vielen tollen Gedichten übrigens auch die persönliche Playlist der Autorin am Buchende. Wer – wie ich – auf traurige Songs steht, wird sie lieben!
Für diese traurige, aber gleichzeitig schöne Geschichte vergebe ich 3,5 Sterne.

3_1_2 Sterne
Fazit:

Ein kurzweiliges Lesevergnügen für melancholische Stunden. Wer traurige Liebesgeschichten mag, sollte hier zugreifen und die Taschentücher parat halten.

Ein Gedanke zu “Rezension zu „For Good“ von Ava Reed

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