Rezension zu „Digby #01“ von Stephanie Tromly

Digby

Autorin: Stephanie Tromly

Erscheinungsdatum: 22.02.2016

Veröffentlicht bei: Oetinger

Genre: Jugendbuch / Krimi

Umfang: 316 Seiten

ISBN: 978-3789148095

Preis: 14,99 €

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Stephanie Tromly wurde in Manila geboren, wuchs in Hongkong auf und war nach ihrem Universitätsabschluss als Drehbuchautorin in Los Angeles tätig. Derzeit lebt sie mit ihrem Mann und kleinen Sohn in Winnipeg. „Digby #01“ ist ihr erstes Jugendbuch.

Klappentext:

„Also … Was ist Plan B?“, fragte ich.
„Es gibt keinen Plan B“, sagte Digby.

Dass man bei Digby mit allem rechnen muss, war Zoe von dem Moment an klar, als sie seine Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr, dass sie mit ihm von einer gefährlichen Situation in die nächste schlittern würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester, die vor acht Jahren entführt wurde, aufzuklären. Wie er es allerdings genau anstellt, dass Zoe sich immer wieder für seine privaten Ermittlungen einspannen lässt? Keine Ahnung. Nur eines weiß sie sicher: Ein Plan B wäre jetzt gerade wirklich, wirklich gut …

Erschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby.

Meine Meinung:

Aufmerksam wurde ich auf Digby durch die Verlagsvorschau von Oetinger. Als ich mir die Leseprobe bei Vorablesen.de angeschaut habe und die Möglichkeit bekam, das Buch zu gewinnen, musste ich einfach zuschlagen. Es gibt wenige Bücher, bei denen ich nach den ersten 30 Seiten schon weiß, dass sie 5 Sterne bekommen, aber Digby war definitiv eines davon!
Philip Digby ist der wahrscheinlich außergewöhnlichste Protagonist, der mir im Jugendbuch je begegnet ist. Er trägt stets einen schwarzen, zu großen Anzug, hat immer Hunger, führt ein Notizheft mit sich herum und besticht Obdachlose in der Stadt mit Zigaretten und Keksen, damit sie ihm Informationen zukommen lassen. Es ist ein Genie, ein Nerd und ein wahrhaft guter Freund.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Zoe erzählt und setzt ein, als sie mit ihrer frisch geschiedenen Mutter in die Kleinstadt River Heights umzieht und eines Tages Digby vor ihrer Haustür auftaucht und sie für seine Ermittlungen um die Selfies bittet, die sie frühmorgens immer von sich macht. Allein der Anfang des Buches ist schon der Knaller:

„Am Anfang mochte ich Digby erstmal nicht, klar. Das geht allen so. Er ist unverschämt, akzeptiert kein Nein und behandelt alle wie ein Buch, das er schon gelesen hat und von dem er weiß, wie es ausgeht, während man selber noch keine Ahnung hat.“ (S. 5)

Das Buch ist sehr dialoglastig. Geschätzt würde ich sagen, dass ca. 80 % der Geschichte aus wörtlicher Rede besteht. Und die hat es in sich. Sarkastische Wortgefechte, Wortwitze und schnelle Schlagabtausche werden pausenlos abgefeuert und treiben die turbulente Handlung in atemberaubenden Tempo voran. Mein Freund meinte, dass er mich noch nie so viel hat lachen sehen bei einem Buch. Das sagt eigentlich alles.
Für diejenigen unter euch, die keine Krimis mögen, sich aber trotzdem für Digby interessieren: es gibt keine Leichen und es wird auch kein Mord aufgeklärt. Das ungleiche Trio, bestehend aus dem heldenhaft schönen Griechen Henry, dem nerdigen Digby und der düster drein blickenden Zoe, versucht einem verschwundenen Mädchen auf die Spur zu kommen. Digby glaubt, dass es bei diesem Fall eine Verbindung zu seiner verschollenen Schwester gibt. Die drei kommen in die absurdesten Situationen und erhalten Hilfe von den komischsten Gestalten. Herumschlagen müssen sie sich z. B. mit der netten, kinderhordenden Weltuntergangssekte von nebenan, dem 12-jährige Physikgenie und der Chearleaderzicke  der Schule. Alle samt total durchgeknallte und verrückt-lustige Charaktere. Ganz nebenbei erfährt man auch nochwas über den alltäglichen Highschool-Wahnsinn an amerikanischen Schulen.
Das Buch hat mich total überzeugt. Einziges Manko: durch das rasante Erzähltempo und meine schnell entfachte Sucht musste ich manche Stellen nochmal nachlesen, weil ich gar nicht so schnell hinterher gekommen bin. Man muss sich wirklich konzentrieren, wird dafür aber mit einer rasanten und rundum tollen Story belohnt.
Für „Digby #01“ vergebe ich volle Punktzahl und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, auf die das Ende des Buches hoffen lässt.

5 Sterne
Fazit:

Rasant, witzig, abgedreht – das ist Digby. Ehe man so richtig versteht, wie das passieren konnte, steckt man auch schon mitten drin in dieser wunderbaren Geschichte und kann nicht mehr aufhören zu lesen.

5 Gedanken zu “Rezension zu „Digby #01“ von Stephanie Tromly

  1. Klingt total interessant! Tja, was soll ich mehr sagen… klingt super witzig und abwechslungsreich zu den typischen anderen Büchern.

    LG
    Josepha

    PS: Im ersten Moment dacht ich, die auf dem Cover wäre DagiBee haha 😉

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