Rezension zu „Blutwald“ von Julie Heiland

Blutwald

Autorin: Julie Heiland

Erscheinungsdatum: 24.09.2015

Veröffentlicht bei: Fischer Jugendbuch

Umfang: 416 Seiten (+ 1 Kapitel aus Band 3)

Genre: Jugendbuch / Fantasy

ISBN: 978-3841421098

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Julie Heiland hat Journalistik studiert. Parallel dazu hat sie eine Schauspiel- und Rhetorikausbildung absolviert und schon in einigen Fernsehfilmen mitgespielt. Julie Heiland, 1991 geboren, ist ein Multitalent. Ihre große Leidenschaft ist das Schreiben und hier ist sie ganz nah an ihren Leserinnen. Nach „Bannwald“ und „Blutwald“ ist „Sternenwald“ ihr dritter Roman. Quelle

Klappentext:

Halb Taurin, halb Leonin, weiß Robin dennoch, wohin sie gehört. Sie wird das schwere Erbe antreten und die Anführerin der Leonen werden. Doch wenn dein größter Fein dein Vater ist und er von dir verlangt zu morden – kannst du dann dein Schicksal tragen?

„Wir dürfen uns nicht mehr sehen“, waren seine letzten Worte. Und auch wenn Robin weiß, dass sie nur so ihrer beider Leben schützen können, scheint mit jedem Tag ihre Sehnsucht nach Emilian zu wachsen. Doch als Birkaras, der Anführer der Taurer, sie zwingt, ihren Stamm zu verlassen und einen unschuldigen Menschen zu töten, muss Robin eine Entscheidung treffen – eine Entscheidung auf Leben und Tod. Wird Emilian an ihrer Seite sein?

Meine Meinung:

Vorweg: „Blutwald“ ist der zweite Teil einer Trilogie. Meine Rezension zum ersten Band „Bannwald“ findet ihr hier.
Lange habe ich auf „Blutwald“ warten müssen. Als meine Bibliothek das Buch diese Woche dann endlich bekam, habe ich es sofort mitgenommen.
„Blutwald“ setzt dort ein, wo Bannwald geendet hat. Robin ist einsam, verunsichert und wütend. Ihr Stamm erkennt sie nicht als Anführerin an und sie selbst scheint sich immer mehr zu verlieren. Alles, was ihre Leonenkräfte ausgemacht hat, scheint von ihrer taurischen Seite überlagert zu werden. Der zweite Band beginnt sehr düster, was mir sehr gut gefallen hat.
Die erste Hälfte fand ich leider etwas langwierig. Es gab viele Wiederholungen, viele Was-wäre-wenn-Szenarien in Robins Kopf und die Geschichte kam nicht so richtig in Gang. Das ändert sich, als Robin gezwungen wird, in die Siedlung der Tauren zu ziehen. Ihr Vater, Birkaras, hat Großes vor mit ihr. Eine neue Figur, Melvin, taucht auf. Anfangs soll er Robin im Auge behalten, doch später spielt er eine wichtige Rolle in ihrem Leben.
Der Leser erfährt viel über Birkaras‘ Geheimnis, seine Kräfte und seine Vergangenheit. Mit jedem Tag, den Robin bei ihm lebt, wird er stärker und sie schwächer. Mir haben diesmal besonders die Kapitel aus Birkaras‘ Sicht gefallen. Sie sind eine spannende Abwechslung zum Rest der Geschichte, der aus Robins Perspektive geschildert wird.
Besonders die sehnsüchtige, noch immer unmöglich scheinende Liebe zwischen Robin und Emilian ging mir sehr ans Herz. Trotz Birkaras‘ Bestrebungen, die beiden voneinander fern zu halten, finden sie immer wieder einen Weg, sich zu sehen. Sie schwanken stets zwischen dem Kampf um ihre Liebe und Aufgabe. Es bleibt auf jeden Fall spannend.
Im Buch gibt es wieder einige brutale und düstere Szenen. Mir gefällt das gut, für zartbesaitete Leser ist es vielleicht nichts.

Lieblingszitate:

„Ich habe Angst, dass ich immer mehr zu einer von ihnen werde. Dass es eine Krankheit ist, die sich durch meinen Körper frisst. Was ist, wenn irgendwann nichts mehr von mir, der alten Robin, übrig ist?“ (S. 94)

„Vielleicht sollten wir es endlich einsehen, Robin. Vielleicht sind wir einfach dazu bestimmt, gemeinsam etwas zu bewegen, aber nicht dazu, glücklich zu sein.“ (S. 379)

Insgesamt fand ich den zweiten Band etwas schwächer als den ersten, was den vielen Wiederholungen, auch Wortwiederholungen am Anfang, geschuldet ist. Im weiteren Verlauf gab es einige vorhersehbare Wendungen, aber das hat den Lesegenuss für mich nicht getrübt. Der Schreibstil der Autorin ist für mich einzigartig und wunderbar. Die Seiten fliegen nur so dahin, die knappen Beschreibungen gefallen mir nach wie vor sehr gut. Einige Stilmittel, die sie benutzt, haben mich auch sehr begeistert, so entpuppt sich zum Beispiel ein Tagebuchauszug erst später als solcher, vorher hielt ich ihn für eine Szene aus Birkaras‘ Vergangenheit. Das sehr spannende, herzzereißende Ende spannt einen tollen Bogen zum Anfang des ersten Bandes. Ich bin mega neugierig auf das Ende der Geschichte. Zum Glück erscheint „Sternenwald“ schon am 25. Mai.

Für „Blutwald“ vergebe ich 4 Sterne und spreche eine dringende Leseempfehlung für diese tolle Reihe aus!

4 Sterne
Fazit:

Ein würdiger, spannender Nachfolger des ersten Bandes „Bannwald“. Die Geschichte um Robin, Emilian und das Schicksal der Leonen spitzt sich weiter zu. Das herzzereißende Finale macht süchtig nach Band drei!

2 Gedanken zu “Rezension zu „Blutwald“ von Julie Heiland

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