Rezension zu „Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek

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Autor: Sebastian Fitzek

Erscheinungsdatum: 26.10.2015

Veröffentlicht bei: Lübbe

Genre: Thriller

Umfang: 432 Seiten

ISBN: 978-3785725450

Leseprobe: hier

Mehr Infos: hier

Der Autor:

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem Hörfunk-Volontariat und einem Studium der Rechtswissenschaften, arbeitete der im Urheberrecht promovierte Jurist mehrere Jahre als Chefredakteur und Programmdirektor verschiedener Radiostationen bis er Anfang 2000 damit begann, eine Geschichte aufzuschreiben, die ihm schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukte. Heraus kam sein Debüt „Die Therapie“, das trotz einer Kleinstauflage und ohne jegliches Marketing ausschließlich durch Mundpropaganda zu dem Überraschungserfolg des Jahres wurde.
Inhaltlich greift Fitzek in seinen Werken immer wieder Themen wie Kindesmisshandlung und Missbrauch auf, die ihn als Vater dreier Kinder besonders erschüttern und so sehr bewegen, dass er sich seine „eigenen Ängste von der Seele schreiben muss“.
Laut eigener Aussage sind alle seine Bücher Familiengeschichten, da das Böse wie das Gute seinen Ursprung in eben jener Familie hat. Dabei interessiert ihn weniger die Schilderung expliziter Gewalt als die Darstellung der psychologischen Folgen, die körperliche wie seelische Grausamkeit auf den Menschen hat. Quelle

Inhalt:

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß … im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.

Meine Meinung:

Sebastian Fitzek ist für mich einer der größten, wenn nicht sogar der größte deutsche Thrillerautor überhaupt. Bisher habe ich jedes seiner Bücher innerhalb weniger Tage verschlungen. Auch das Joshua-Profil hat meine Erwartungen nicht enttäuscht.

Worum geht’s?

Max Rohde ist ein mittelmäßig erfolgreicher Thrillerautor, der an die Erfolge seines Erstlingswerks „Die Blutschule“ einfach nicht anknüpfen kann. „Die Blutschule“? Klingelt das was? Fitzek hat das Buch tatsächlich unter dem Pseudonym Max Rohde geschrieben. Ein netter Marketing-Gag, wie ich finde. Wer es also mal mit Horror versuchen möchte, kann das Buch, aus dem im „Joshua-Profil“auch auszugsweise zitiert wird, wirklich lesen.
Max ist mit der Pilotin Kim verheiratet. Die beiden haben ein 10-jähriges Pflegekind, die sehr intetelligente Jola – Max‘ ganzer Stolz. Weil sein Bruder Cosmo jedoch ein vorbestrafter Pädophiler ist, dürfen er und Kim das Mädchen nicht adoptieren. Eines Tages erhält Max einen mysteriösen Anruf von einem unbekannten Mann, der nach einem Selbstmordversuch im Sterben liegt. Seine Nachricht: „Du darfst dich nicht strafbar machen.“ Als jedoch seine Tochter angegriffen und verletzt wird und kurz danach plötzlich das Jugendamt vor der Tür steht, um Jola ihren Eltern zurückzugeben, brennen bei Max sämtliche Sicherungen durch. Auf der Flucht vor dem Jugendamt werden die beiden in einen Unfall verwickelt. Als Max im Krankenhaus aufwacht, ist Jola verschwunden. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit …
Mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten. Fitzeks Bücher glänzen durch unvorsehbare Wendungen und die möchte ich euch schließlich nicht vorwegnehmen. Die Geschichte ist von der ersten Seite an unglaublich spannend. Immer mehr Hinweise kommen ans Licht, bis der Leser die ganze Tragweite der ungeheuerlichen Situation erfasst, in der Max gefangen ist.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen geschildert. Überwiegend erzählt Max, es kommen aber auch Jola, Max‘ Anwalt „Toffi“, Kim und die Gegenspieler zu Wort. Wie in einem Spielfilm werden dem Leser häppchenweise Hinweise geliefert, die die Handlung noch rasanter vorantreiben.

Insgesamt ist das „Joshua-Profil“ ein typischer Fitzek. Dennoch kann er nicht ganz mit seinen vorherigen Büchern mithalten. Mit fehlte die vollkommen überraschende Wendung am Schluss, wie ich sie z. B. aus „Der Nachtwandler“ oder „Passagier 23“ kenne. Die Auflösung war zwar gut gelungen, aber kam dennoch nicht aus heiterem Himmel. Auch konnte ich mir einige Kämpfe, die im Buch beschrieben werden, nicht wirklich bildlich vorstellen, was leider schade ist. Dennoch ist das Buch absolut lesenswert, spannend, nervenaufreibend und auch brutal.

Für „Das Joshua-Profil“ vergebe ich 4 Sterne.

4 Sterne

Fazit:

Solider, spannender Thriller in gewohnter Fitzek-Qualität. „Das Joshua-Profil“ ist zwar nicht sein allerbestes Buch, aber dennoch absolut lesenswert. Für eingefleischte Fans ein Muss!

7 Gedanken zu “Rezension zu „Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek

  1. Hallo 🙂 Da bin ich auch schon. Eine sehr schöne Rezi zu Joshua. Ich bin auch ein riesiger Fitzek-Fan, nur wenige Bücher fehlen mir noch und ich hab zum Geburtstag von meinem Schatz Karten bekommen für seine Jubiläumstour. Darauf freu ich mich schon wie Bolle. Mein letzten Bücher von ihm waren Passagier 23 und davor Noah. Das Joshua Profil liegt noch unberührt im Regel und wartet darauf gelesen zu werden. Die Blutschule fehlt mir auch noch. Hachmach, Fitzek ist einfach klasse. Wenn du ihn magst, kennst du doch auch sicher die Bücher von Tess Gerrittsen oder ? Ich liebe sie, über Tess bin ich überhaupt erst zum Genre Thriller gekommen.

    Ich trag mich gleich noch als Leserin ein. Vielleicht hast du Lust mich auch im Blog zu besuchen ? Vor einigen Tagen habe ich eine Rezi zu Achim Freudenbergs Debüt „Das Mädchen auf der anderen Seite“ geschrieben. Auch ein verdammt guter Thriller, vielleicht wäre der was für dich 😉

    liebe Grüße
    Sandra von http://www.sandraskreativelesezeit.blogspot.com

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    • Liebe Sandra,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich lese sonst eher weniger Thriller. Von Tess Gerritsen hab ich auch noch nichts gelesen. Aber ich mag Gillian Flynn (Gone Girl). Das Buch hat mich richtig gepackt! Das wartet auch noch „Cry Baby“ auf meinem SUB.
      Zu Fitzeks Jubiläumstour will ich auch 🙂 Leider hat der Vorberkauf für Erfurt noch nicht begonnen.
      Ich besuche deinen Blog auch gleich! 🙂
      Liebe Grüße

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    • Ja 🙂 Ich habe mir deine Rezi auch nochmal durchgelesen und kann dir nur Recht geben. Für mich hätte locker auch 40 Seiten vorher Schluss sein können. Das Nachwort hat definitiv auch nochmal einiges rausgerissen.

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  2. Pingback: Mein Lesemonat Februar | Nicoles Bibliothek

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