Rezension zu „Maybe Someday“ von Colleen Hoover

Maybe Someday

Autorin: Colleen Hoover

Erscheinungsdatum: 18.03.2016

Veröffentlicht bei: dtv

Genre: Junge Erwachsene / Liebe

Umfang: 427 Seiten + Bonusmaterial online

ISBN: 978-3423740180

Preis: 12,95 €

Mehr Infos: hier 
Die Autorin:

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

Inhalt:

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.

Meine Meinung:

Gott, was habe ich mich auf das neue Buch von Colleen Hoover gefreut! Ich habe dem Erscheinungstermin richtig entgegengefiebert und mich riesig gefreut, als ich die Möglichkeit bekam, das Buch vorab zu lesen. An dieser Stelle: Vielen Dank an dtv!

Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht so richtig mitreißen konnte. Vielleicht hatte ich nach dem grandiosen „Love & Confess“ zu hohe Erwartungen an die neue Geschichte meiner Lieblingsautorin.

Wie immer ist das Buch wunderbar geschrieben. Colleen Hoover schreibt einfach, benutzt oft kurze Sätze und gerne Wiederholungen. Ihre Bücher lesen sich flüssig und schnell und die Seiten fliegen nur so dahin. Zum ersten Mal hat es mich bei diesem Buch allerdings gestört, dass mehrere Sätze nacheinander mit „Ich“ oder „Er“ beginnen. Das hätte man auch schöner lösen können. Aber wahrscheinlich bin ich hier wieder überkritisch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Sydney und Ridge erzählt. Wieder einmal wartet einer der beiden Protagonisten mit einem Geheimnis auf, von dem die Leser (und der zweite Prota) am Anfang nichts geahnt haben. Solche Überraschungen gefallen mir gut. Die Kapitel sind kurz und knackig, genauso wie ich es mag.

Sydney wird dem Leser als taffes Mädchen präsentiert. Von Freund und bester Freundin betrogen und hintergangen? Egal, da steh ich drüber! Ich mochte sie von Anfang an sehr, umso mehr hat es mich verwundert, dass sie am Ende des Buches doch recht schüchtern und unsicher rüberkam. Es wollte nicht so richtig zu der Sydney passen, die die restlichen 90 % des Buches ausmacht.
Ridge kommt anfangs als der typische Musiker daher – gut aussehend, in sich gekehrt, ein bisschen arrogant. Sydney ist die erste Person, der er seine Geschichte anvertraut. Die beiden bauen eine ganz besondere Verbindung zueinander auf, die der Leser auch deutlich spüren kann. Trotzdem scheint eine gemeinsame Zukunft aussichtslos. Hin- und her gerissen zwischen ihren tiefen Gefühlen, gegen die sie aus verschiedenen Gründen anzukämpfen versuchen, und ihrem Gewissen entwickeln beide eine schier unstillbare Sehnsucht zueinander. Wie immer konnte mich das Buch vor allem auf der Gefühlsebene überzeugen, weil ich mich stets in die Gedanken und Gefühle der beiden hinein versetzen konnte. „Maybe Someday“ ist ein Buch zum Mit-Leiden, Mit-Schmachten und Mit-Weinen.

Dennoch muss ich leider sagen, dass diese Geschichte für meinen Geschmack zu kitschig daher kam. Ab der Hälfte des Buches ist in gefühlt jedem zweiten Satz „mein Herz“ zu lesen. „Mein Herz zerbricht“, „mein Herz hier“, „mein Herz da“, das war mir einfach zu viel. Auch fand ich, dass einige Szenen unnötig in die Länge gezogen wurden und im gesamten Buch, trotz des erheblichen Umfangs, relativ wenig passiert. Sehr schade.
Das Ende und die Auflösung des Konfliktes waren vorauszusehen, aber natürlich war es das Ende, das die Leserinnen sich wünschen, deshalb fand ich es total okay. Kurz vor Schluss sind mir sogar ein paar Tränchen in die Augen geschossen, obwohl ich nur sehr selten so emotional werde, wenn es um Bücher geht. Von daher: Alles richtig gemacht, Frau Hoover!
Generell muss ich sagen, dass ich mit Geschichten über Musiker / Rockstars relativ wenig anfangen kann. Zwar ist diese Geschichte aufgrund von Ridges „Geheimnis“ total anders, aber die im Buch enthaltenen Songtexte konnten mich nicht überzeugen. So ging es mir schon in der Will & Layken Reihe mit den Poetry Slam Texten. Das ist einfach nicht meins und sowas gefällt mir nicht. Da kommt schon ein gewisser Fremdschämfaktor bei mir auf. Aber das ist sicher Geschmackssache.

Obwohl mir „Maybe Someday“ weniger gefallen hat als z. B. „Love & Confess“ ist es ein lesenswertes Buch, wenn man eine nette, sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte für Zwischendurch sucht und nichts gegen eine gehörige Portion Kitsch einzuwenden hat. Von Colleen Hoover bin ich jedoch Besseres gewohnt. Aufgrund der überschaubaren Handlung, der vorauszusehenden Auflösung und dem hohen Schmachtanteil vergebe ich diesmal nur 3 Sterne. Dennoch freue ich mich sehr auf ihr nächstes Buch.

3 Sterne
Fazit:

„Maybe Someday“ ist eine nette Liebesgeschichte für Zwischendurch. Es mangelt weder an großen Gefühlen noch an inneren Gewissenskonflikten. Dennoch bin ich von der Autorin Besseres gewohnt und empfand die Geschichte insgesamt als zu kitschig und teilweise vorhersehbar.

 

5 Gedanken zu “Rezension zu „Maybe Someday“ von Colleen Hoover

  1. Pingback: Mein Lesemonat März | Nicoles Bibliothek

  2. Pingback: Rezension zu „Zurück ins Leben geliebt“ von Colleen Hoover | Nicoles Bibliothek

  3. Pingback: Gemeinsam Lesen #45: Sieben Nächte in Tokio | Nicoles Bibliothek

  4. Pingback: Rezension zu „Maybe Not“ von Colleen Hoover | Nicoles Bibliothek

  5. Pingback: Rezension zu „November 9“ von Colleen Hoover | Nicoles Bibliothek

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s