Rezension zu „Wir beide in Schwarz-Weiß“ von Kira Gembri

Wir beide in
Autorin: Kira Gembri

Erscheinungsdatum: 08.06.2016

Veröffentlicht über: CreateSpace

Umfang: ca. 300 Seiten

Genre: Junge Erwachsene

Preis: 2,99 € (E-Book)

Kaufen

Die Autorin:

Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater – einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat – hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.

Inhalt:

Als Alex auf die quirlige Kunststudentin Kris trifft, glaubt er, seine Seelenverwandte gefunden zu haben. Denn auch Kris liebt die Herausforderung und den Nervenkitzel, besonders die Performancekunst hat es ihr angetan. Mit Kunst hat Alex zwar überhaupt nichts am Hut, aber für Kris würde er so ziemlich alles riskieren … selbst wenn er sich damit in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:

Bereits zum dritten Mal durfte ich Teil einer Vorableserunde zu Kiras Romanen sein.
Es gibt nur wenige Autorinnen, deren neues Buch ich lesen würde, ohne zu wissen, worum es darin geht, aber Kira Gembri ist eine von ihnen. Ihre Bücher beinhalten genau die richtige Mischung aus Romantik, Drama, Tiefgang und Humor. Und so wurde ich auch von ihrem neuesten Buch, einer Art Fortsetzung von „Wenn du dich traust“ nicht enttäuscht. Die beiden Bücher kann man aber unabhängig voneinander lesen.

Die quirlige Kunststudentin Kristina und Jays (Protagonist aus „Wenn du dich traust“) Mitbewohner Alex treffen in dieser Geschichte aufeinander – und sind zuerst einmal weit entfernt davon, sich ineinander zu verlieben. Solche Anfänge mag ich ja persönlich am liebsten. Die Umstände führen sie zusammen und bald fühlen sie sich füreinander verantwortlich. Ihre beginnende Beziehung geht weit über eine gewöhnliche Teenie-Liebesgeschichte hinaus, denn neben dem Kampf mit ihren persönlichen Problemen müssen die beiden lernen, sich aufeinander einzulassen – und das ist nicht immer einfach.

Kris und Alex erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht. Das Buch bietet wieder genau das richtige Verhältnis zwischen Humor und Tiefgang. Auch an flapsigen Sprüchen und einer gehörigen Portion Sarkasmus mangelt es nicht. Es wird auch mal geflucht – davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen, denn insgesamt wirkt das Buch durch die verwendete Jugendsprache sehr authentisch.

Die Geschichte um Alex und Kris ist ein Auf und Ab, ein Extrem der Gefühle. Der leichte Schreibstil federt die schwere Themen gekonnt ab und sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Neben den aufgegriffenen Themen sind vor allem die Dialoge Kira Gembris Stärke und ich liebe es, über die Anspielungen und Sprüche der Protagonisten zu lachen.

Lieblingszitate:

„Ich bin ein Typ, der zu beschränkt ist, um deine Kunst zu kapieren. Jemand, bei dem du dich wunderst, wenn er dir was über Van Gogh oder die Sterne oder so einen Scheiß erzählen kann. Und jemand, den du mit Vorsicht genießt … weil du nicht sicher bist, ob das mit ihm ein Spaß wird, oder ein riesengroßer Fehler.“ (Alex, Pos. 1330 – 1132)

„Du bist verrückt, wenn du mich für so oberflächlich hälst. Verrückt, wenn du glaubst, du könntest mir Angst einjagen. Und vor allem bist du total verrückt zu denken, dass du mich so einfach loswirst!“ (Kris, Pos. 1608 – 1609)

„Erst süß, dann prätentiös und jetzt infantil? Boah, nirgendwo wird so hart gedisst wie in der Welt der bildenden Künste.“ (Pos. 2807 – 2808)

Beim letzten Zitat ist übrigens Flocke beteiligt, der dritte männliche WG-Mitbewohner, den man schon in „Wenn du dich traust“ ins Herz schließen konnte. Überhaupt macht es viel Freude,  die lieb gewonnenen Charaktere Lea und Jay wieder anzutreffen.

Insgesamt fällt „Wir beide in Schwarz-Weiß“ etwas ernster aus als die anderen Bücher von Kira Gembri. Die schweren Themen stehen mehr mit Mittelpunkt, dennoch kommen auch die Romantik und der Humor nicht zu kurz.
Für dieses rundum gelungene Buch vergebe ich volle fünf Sterne.

5 Sterne
Fazit:

„Wir beide in Schwarz-Weiß“ ist die perfekte Mischung aus Romantik, Humor und Tiefgang. Wie jedes Buch von Kira Gembri liest es sich locker und flüssig und glänzt mit authentischen, außergewöhnlichen Charakteren, die gemeinsam heftige Krisen bestreiten müssen.
Das Hardcover erscheint im Herbst im Arena-Verlag. Schlagt zu, solange das E-Book mit diesem wunderschönen Cover noch so günstig zu bekommen ist.

5 Gedanken zu “Rezension zu „Wir beide in Schwarz-Weiß“ von Kira Gembri

  1. Pingback: Mein Lesemonat Juni | Nicoles Bibliothek

  2. Pingback: Buchvorstellung / Blogtour zu Wir beide in Schwarz-Weiß

  3. Pingback: Rezension zu „Wovon du träumst“ von Kira Gembri | Nicoles Bibliothek

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s