Rezension zu „Tagwind – der Bewahrer der Jahreszeiten“

Tagwind
Autorin: Jennifer Wolf

Erscheinungsdatum: 02.06.2016

Veröffentlicht bei: Impress

Genre: Liebe / Märchen

Reihe: Die Geschichten der Jahreszeiten

Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten

Spin-Off: Götterkind – Die Tochter der Jahreszeiten (ab Oktober 2016)

Umfang: ca. 244 Seiten

Preis: 3,99 € (E-Book)

Mehr Infos: hier

Die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Quelle

Inhalt:

Yannis Tagwind zählt nicht nur zu den attraktivsten Junggesellen Hemeras, sondern ist auch mit Abstand der warmherzigste und liebenswerteste Mann, der jemals unter der Göttin Gaia gelebt hat. Mit einer bewundernswerten Fürsorglichkeit kümmert er sich neben seinen Geschwistern auch um das jüngste Götterkind der Jahreszeiten und würde sofort sein Leben für seine Familie geben. Während diese darauf hofft, dass er sich bald eine Frau sucht, gehört sein Herz jedoch jemandem, den er nicht lieben darf. Nicht nur trennen die beiden ganze Welten an gelebter Zeit, auch ist die Person dafür bekannt, niemandem jemals ihre Liebe geschenkt zu haben. Doch Yannis könnte den Lauf der gesamten Erdengeschichte ändern…

Meine Meinung:

Bereits am Ende von „Nachtblüte“ hat sich angedeutet, worum es in „Tagwind“ gehen wird und wer Sols Herz erobern soll. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich den finalen Band überhaupt lesen soll, da diese Art von Liebesgeschichte eigentlich nicht meinen Geschmack trifft. Am Ende bin ich sehr froh darüber, das Buch gelesen zu haben. Warum? Lest selbst:

Die vierte und letzte Band der Geschichten der Jahreszeiten von Jennifer Wolf konnte mich wieder von Anfang an in seinen Bann ziehen. Der märchenhaft schöne Schreibstil beschreibt die Welt von Hemera so wunderbar, dass ich mich fühlte, als wäre ich dort. Ich konnte mir alle Schauplätze bildlich vorstellen und habe jeden einzelnen Charakter lieb gewonnen.

Im Vorgänger entscheidet sich der Sommergott Sol auf der Erde zu bleiben, um seiner Enkelin Ilea die Möglichkeit zu geben, mit ihrer großen Liebe, dem Frühlingsgott Aviv, in Gaias Welt glücklich zu werden. Das Leben als Mensch ist neu für ihn und auch seine Gefühle, die in eine Richtung gehen, mit der er niemals gerechnet hätte, verwirren ihn anfangs.
Wie in den ersten drei Bänden der Reihe muss auch in „Tagwind“ um die Liebe gekämpft werden. Nichts wird den Liebenden geschenkt und es gibt viele dramatische Szenen und Konflikte, die dem Leser sehr ans Herz gehen. Das Leid und Unglück der Protagonisten ist dabei richtig spürbar und ich musste auch einige Tränchen verdrücken.

Die Botschaft, die im Vordergrund der Geschichte steht, könnte leider nicht aktueller sein: Jede Liebe ist heilig. Obwohl „Tagwind“ in einer fantastischen Welt spielt, hat die Autorin es geschafft, die Konflikte und Ängste, die mit dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte verbunden sind, greifbar und authentisch darzustellen. Die Liebe zwischen Sol und demjenigen, nach dem sein Herz sich sehnt, könnte nicht tiefer, sehnsüchtiger und reiner sein und doch ist sie stets von Zweifeln, Neid und Missgunst begleitet.
Auch der Wert der Familie spielt eine große Rolle im Buch. Wer selbst Kinder hat oder aus einer großen Familie kommt, wird sich im turbulenten Geschehen des Hauses Tagwind sicher wie Zuhause fühlen.

Ich würde euch empfehlen, zuerst die Vorgängerbände „Morgentau“, „Abendsonne“ und „Nachtblüte“ zu lesen, bevor ihr „Tagwind“ zur Hand nehmt. Da ich mit einigen der vielen Namen durcheinander gekommen bin, würde ich euch außerdem dazu raten, die vier Geschichten direkt nacheinander zu lesen. Ein E-Bundle mit allen vier Bänden ist bereits erhältlich auch die Taschenbuchausgaben werden, aufgrund des großen Erfolges der Reihe, nach und nach erscheinen. Zu meiner großen Freude wird es außerdem ein Spin-Off mit dem Titel „Götterkind“ geben, das am 06.10.2016 erscheinen soll. So fällt der Abschied aus Hemera doch gleich viel leichter.
Einen kleinen Kritikpunkt muss ich für einige falsch gesetzte oder fehlende Kommas aussprechen, die den Lesefluss leider erschweren.
Ansonsten ist „Tagwind“ für mich nach dem Reihenauftakt „Morgentau“ der beste Band der Reihe.

Für diese wundervolle Geschichte vergebe ich 4,5 Sterne.

4 1_2 Sterne

Fazit:

Auch der letzte Band um die Jahreszeitengötter konnte mich voll und ganz überzeugen. Der wunderschöne Schreibstil versetzt den Leser in die Welt Hemeras, wo es diesmal um die Liebe des Sommergottes Sol zu kämpfen gilt. Selten habe ich eine so zarte, reine und intensive Liebesgeschichte gelesen.
Lasst euch diese märchenhafte Reihe nicht entgehen und haltet die Taschentücher bereit.

 

3 Gedanken zu “Rezension zu „Tagwind – der Bewahrer der Jahreszeiten“

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