Rezension zu „Leons Erbe“ von Michael Theißen

Leons Erbe

Autor: Michael Theißen

Erscheinungsdatum: 02.05.2016

Veröffentlicht bei: Bastei Entertainment

Genre: Krimi

Umfang: 232 Seiten

Preis: 5,99 € (E-Book)

Mehr Infos hier


Der Autor:

Michael Theißen, Jahrgang 1986, lebt in der Nähe von Mönchengladbach. Er hat Sozialwissenschaften in Köln studiert. In seiner Freizeit ist er als Handballschiedsrichter aktiv. „Leons Erbe“ ist sein Debütroman.

Inhalt:

Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet …

Meine Meinung:

Das E-Book wurde mir vor einigen Wochen vom Autor angeboten, der auf meinen Blog aufmerksam geworden ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei Autor und Verlag für die Bereitstellung des E-Books bedanken.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Katja in der Vergangenheitsform erzählt. Katja, die zunächst in ihrer Trauer gefangen ist und es ablehnt, gemeinsam mit ihrem Mann nach dem Unfallfahrer zu suchen, entwickelt sich im Laufe der Story zu einer mutigen und unerschrockenen Frau, die alles daran setzt, den Tod ihres Sohnes aufzuklären. Dabei findet sie viele unangenehme Dinge über ihre Familie heraus, die es zu verdauen gilt.

Der Schreibstil ist spannungsgeladen, temporeich und düster. Viele gut eingesetzte Stilmittel sorgen dafür, dass man sehr schnell weiterlesen und unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Dennoch finde ich den persönlichen Schreibstil des Autors ausbaufähig. Vor allem bei den Dialogen erschienen mir manche Stellen etwas holprig.
Die Kapitel sind sehr kurz und enden alle mit einem spannenden Cliffhanger.

Vor allem am Anfang der Geschichte sammelt Katja Hinweise wie Puzzlestücke, von denen lange nicht klar ist, wie sie zusammenhängen. Der Leser hat hier vielfältige Möglichkeiten, den Tathergang selbst zu konstruieren. Beim Finden dieser Hinweise hängt viel vom Zufall ab. Das ist einerseits Katjas Glück, war mir bei der Menge dann aber doch etwas zu viel des Guten.

Leider hatte ich den Eindruck, dass der Spannungsbogen zum Ende hin etwas abflaut, weshalb ich gar nicht mehr so sehr motiviert war, das Ende zu lesen. Dieses wurde dann auch sehr zügig aufgeklärt. Die Auflösung selbst hat mir gut gefallen, weil sie anders war, als erwartet, aber hier fehlten mir leider die Emotionen, die eine solche Offenbarung zwangsläufig mit sich bringen müsste.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne. Übrigens wird „Leons Erbe“ ab 11.07.2016 auch als Taschenbuch (Preis 12,90 €) erscheinen.

3_1_2 Sterne

Fazit:

Krimifans, die eine temporeiche Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen und spannenden Cliffhangern zum günstigen Preis für den E-Reader suchen, können bei „Leons Erbe“ ruhigen Gewissens zuschlagen.

Ein Gedanke zu “Rezension zu „Leons Erbe“ von Michael Theißen

  1. Pingback: Mein Lesemonat Juli | Nicoles Bibliothek

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