Rezension zu „Tage zum Sternepflücken“ von Kyra Groh

Tage zum Sternepflücken


Autorin:
Kyra Groh

Erscheinungsdatum: 14.03.2016

Veröffentlicht bei: Blanvalet

Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Musik

Umfang: 480 Seiten (ink. Leseprobe)

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier

 

Die Autorin:

Kyra Groh, geboren 1990, hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Sie lebt in Frankfurt, wo sie als Texterin arbeitet.


Inhalt:

Liebe ist ein bisschen wie Jazz: Manchmal muss man eben improvisieren …

Layla studiert Musik und ist daran gewöhnt, die zweite Geige zu spielen. Oder vielmehr: das zweite Saxofon. Ihrer Meinung nach liegt es an dem ihr fehlenden Rampensau-Gen. Sie spielt auch in Orchestern, unterrichtet in einer Schule und arbeitet für ihren fahrigen Professor. Hinzu kommen noch ihre Familie – u.a. ihre Mutter, die hauptberuflich Glücksseminare gibt – und Freunde, die sie auf Trapp halten. Für die Liebe bleibt dabei nur wenig Zeit. Bis sie eines feuchtfröhlichen Abends in Julius‘ Bett stolpert – und am nächsten Morgen feststellen muss, dass sie wieder mal nur die Zweitbesetzung ist …


Meine Meinung:

Ich bin durch Instagram auf das Buch aufmerksam geworden und dachte: Mensch, das klingt gut, das muss ich auch lesen! Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Kyra Groh hat einen locker-leichten Schreibstil, der genau die richtige Mischung aus Emotion und Humor beinhaltet. Die Geschichte, die sie rund um Layla und Julius gestrickt hat, hat mir sehr gut gefallen. An vielen Stellen gibt es musikalisches Wissen, das in den Text hinein gewoben wird. Zeitlich erstreckt sich die Geschichte über ungefähr ein halbes Jahr, genau den Zeitraum, in dem das Musical Sweeney Todd an Laylas Privatuni auf die Beine gestellt wird.
Beim Vorsingen für die Hauptrolle stolpert der gutaussehende, aufstrebende YouTube-Star und Gitarrenstudent Julius in Laylas Leben und verdreht ihr gehörig den Kopf. Der Klappentext verrät ja schon, dass die beiden miteinander im Bett landen, aber leider entwickelt sich daraus nicht die von Layla erhoffte große Liebesgeschichte.Als Layla erfährt, dass Julius vergeben ist, ist sie erstmal stocksauer. Seit der unglücklichen Ben-Geschichte wollte sie schließlich nichts mehr mit selbstverliebten Musikern anfangen. Doch Julius ist nicht Ben und obwohl man ihn im ersten Moment dafür hassen möchte, dass er seine Freundin betrügt und Layla Hoffnungen macht, kann man sich bald nicht mehr gegen seinen Charme wehren und verliebt sich zusammen mit Layla in ihn. Ich konnte seine Beweggründe sogar nachvollziehen. Wer allerdings die moralische Keule ganz hoch hält, sollte von dem Buch lieber die Finger lassen. Alle anderen dürfen sich jedoch gerne hineinstürzen in diese turbulente Geschichte, die sich bald irgendwo zwischen Freundschaft und Affäre einpendelt.

Das Buch wird durch viele liebenswerte Nebencharaktere und unzählige witzige Sprüche aufgelockert. Der locker-leichte Erzählton hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Kyra Groh ist ein großes Talent und über ihre witzigen Wortkreationen musste ich mehr als einmal herzhaft lachen. Wer moderne Unterhaltungsromane für junge Frauen sucht, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich freue mich schon darauf, die anderen Bücher der Autorin zu lesen.

Leider empfand ich das Ende als etwas zu einfach gestrickt, da hätte ich mir mehr Initiative und Kämpferwillen von Julius gewünscht. Trotzem ist es natürlich das einzig richtige Ende für den hoffnungslos verzückten Laylius-Shipper. Auch hätte ich mich über einen Bezug zum Buchtitel im Text gefreut, doch der kam leider nicht. Nichtsdestotrotz ist „Tage zum Sternepflücken“ ein toller Roman, der von mir verdiente 4,5 Sterne bekommt.

4 1_2 Sterne

Fazit:

„Tage zum Sternepflücken“ ist ein wundervoller, moderner Liebesroman mit viel musikalischem Hintergrund, der in einem locker-leicht-humorvollen Ton erzählt wird. Mir hat die turbulente Liebesgeschichte um Layla und Julius sehr gefallen, deshalb möchte ich sie euch unbedingt ans Herz legen.

4 Gedanken zu “Rezension zu „Tage zum Sternepflücken“ von Kyra Groh

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