Rezension zu „Calendar Girl – Berührt“ von Audrey Carlan

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Autorin: Audrey Carlan

Erscheinungsdatum: 12.08.2016

Veröffentlicht bei: Ullstein

Genre: Erotik

Umfang: 416 Seiten

Reihe: 

Calendar Girl #1 – Verführt
Calendar Girl #2 – Berührt
Calendar Girl #3 – Begehrt (erscheint am 30.09.2016)
Calendar Girl #4 – Ersehnt (erscheint am 18.11.2016)

Mehr Infos hier


Die Autorin:

Audrey Carlan schreibt mit Leidenschaft heiße Unterhaltung. Ihre Romane veröffentlichte sie zunächst als Selfpublisherin und begeisterte damit eine immer größere Fangemeinde, bis Waterhouse Press sie unter Vertrag nahm. Ihre Serie »Calendar Girl« stürmte die Bestsellerlisten von USA Today und der New York Times und wird als das neue »Shades of Grey« gehandelt. Audrey Carlan lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Kalifornien. Quelle


Inhalt:

»Warum fühlst du dich allein, wenn du gerade einen Auftrag hast?«, fragte er. Ich kuschelte mich in seine Arme. »Ich schlafe nicht mit all meinen Kunden, Alec.«

Jeder Monat bringt Mia Saunders ihrem Ziel näher, eine Million Dollar für die Rettung ihres Vaters aufzutreiben. Im April ist sie die Begleiterin eines Baseball-Stars, der mehr von ihr will, als im Vertrag steht. Der Bad Boy ist hartnäckig – und höllisch sexy. Im Mai schmelzen Mias gute Vorsätze unter der Sonne Hawaiis dahin – mit dem Samoaner Tai Niko verbindet sie mehr als die gemeinsame Lust. Der Juni bringt einen spannenden Job in Washington D.C., aber auch Gefahr …


Meine Meinung:

War ich vom ersten Band der Reihe noch ganz angetan, nahm meine Begeisterung in Band 2 sehr schnell ab. In Mias Leben dreht sich alles nur um das Eine und es scheint, als ob die Gute mittlerweile geradezu sexbesessen wäre. Jeder Mann, der ihr über den Weg läuft und halbwegs gut aussieht, landet in ihrem Bett – oder wahlweise landet sie auch mal auf der Motorhaube. Zwar versucht der Klappentext etwas Tiefe zu vermitteln, doch leider konnte ich im Buch davon nicht viel entdecken. All diese schönen Landschaftsbeschreibungen oder Mias soziale Ader wirkten auf mich wie lieblos eingestreutes, schmückendes Beiwerk, wenn gerade mal kein Koitus stattfand. Von Hilfsorganisationen über Verkupplungsaktionen bis hin zu einer kleinen Nebenstory über Mias jüngere Schwester Maddy waren viele gute Ansätze dabei, nichts wirkte jedoch auf mich so, als ob Mia wirklich dahinter stehen würde. Viel mehr sah es danach aus, als ob die Autorin ein paar „Lückenfüller“ gesucht hätte, um nicht eine Sexszene an die nächste zu reihen.
In allen drei Geschichten des zweiten Bandes spielt Mia die Kupplerin und das war mir eindeutig zu viel des Guten.

Der absolute Tiefpunkt der Story bestand darin, als Mias beste Freundin Ginelle (die sie übrigens ganz charmant unter Hurenschlampe in ihrem Handy abgespeichert hat) mit nach Hawaii reiste und sich schön mit dem Bruder von Mias aktuellem Opfer Tai vergnügte. Spätestens da drehte sich alles nur noch um lauter Dinge, die ich hier alle wegpiepen müsste, weil sie in ihrer wörtlichen Umschreibung einfach nur geschmacklos sind. Diese Szenen sollten wahrscheinlich auf den Leser wirken, als handelte es sich um zwei emanzipierte Frauen, die sich nehmen, was sie wollen, doch auf mich wirken die beiden Freundinnen einfach nur dumm wie Stroh.

Ich kann den Hype um die Reihe dennoch nachvollziehen und muss zugeben, dass ich trotz aller Kritik auch wissen wollte, wie es nach Band 1 weiter geht. Vor allem die Liebesbeziehung zu Wes, Mias erstem Kunden, interessiert mich sehr und ich würde nur zu gerne wissen, ob die beiden am Ende des Jahres ein Paar werden. Aber die völlig flache Handlung, Worte und Bezeichnungen, die an Stumpfsinnigkeit und Niveaulosigkeit nicht mehr zu unterbieten sind, sowie die halbherzig ausgebauten Nebenstränge der Story machen es mir schwer, überhaupt den Willen aufzubringen, um weiterzulesen.

Außerdem finde ich es sehr gefährlich, dieses Buch in die Hände von Teenagern zu geben, die Mias Abartigkeiten total begeistert in sich aufsaugen. Ich halte das für sehr bedenklich und würde als Bibliothekarin dringend davon abraten, diese Bücher an junge Mädchen weiterzugeben, die vielleicht noch nicht dazu in der Lage sind, diese gesammelten Eskapaden mit der Realität in Einklang zu bringen. Wer diese Reihe in die Hände nimmt, sollte die emotionale Reife besitzen, um zu erkennen, dass die dargebotenen Abenteuer im Leben einer jungen Frau keineswegs erstrebenswert sind, um glücklich zu werden oder zu sich selbst zu finden.

Insgesamt vergebe ich für Calendar Girl – Berührt 2,5 Sterne.

2 1_2 Sterne
Fazit:

Fans von Erotikromanen sollen Mia und ihr Year of Sex selbst beurteilen. Persönlich habe ich mich dazu entschieden, die Reihe nach Band 2 nicht weiter zu verfolgen, weil die Geschichten immer flacher und niveauloser wurden. Von mir gibt es diesmal keine Leseempfehlung.

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Ich bedanke mich bei Netgalley und den Ullstein-Buchverlagen für die Bereitstellung des E-Books.

6 Gedanken zu “Rezension zu „Calendar Girl – Berührt“ von Audrey Carlan

  1. Huhu,
    juhu, ich bin nicht die Einzige, die nicht hin und weg von der Geschichte ist.
    Ich werde zwar Teil 2 noch eine Chance geben, aber ich denke, dann werde ich auch aussteigen. Denn so wie du es schilderst, wird es ja nicht gerade besser…
    Viele Grüße
    Jasmin

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  2. Pingback: Mein Lesemonat September | Nicoles Bibliothek

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