Rezension zu „Noah“ von Sebastian Fitzek

noah

Autor: Sebastian Fitzek

Veröffentlicht am: 18.12.2014

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Thriller

Umfang: 558 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

Der Autor:

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem Hörfunk-Volontariat und einem Studium der Rechtswissenschaften, arbeitete der im Urheberrecht promovierte Jurist mehrere Jahre als Chefredakteur und Programmdirektor verschiedener Radiostationen bis er Anfang 2000 damit begann, eine Geschichte aufzuschreiben, die ihm schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukte. Heraus kam sein Debüt „Die Therapie“, das trotz einer Kleinstauflage und ohne jegliches Marketing ausschließlich durch Mundpropaganda zu dem Überraschungserfolg des Jahres wurde. Seitdem schreibt er erfolgreich Thriller und Psychothriller und zählt zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Quelle

Inhalt:

Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalenVerschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht …

Meine Meinung:

Das E-Book zu Noah gab es vor kurzem auf Amazon im Angebot. Nachdem ich von Maaraavillosa darauf aufmerksam gemacht wurde, musste es sofort auf meinem Kindle einziehen. Sebastian Fitzek zählt zu meinen absoluten Lieblingsautoren. Noch nie hat mich eines seiner Bücher enttäuscht. Umso gespannter war ich auf Noah, einen etwas anderen Fitzek-Thriller.

Der gedächtnislose Noah irrt mit dem obdachlosen Oskar durch das winterliche Berlin, alles was er bei sich trägt, ist eine Tätowierung, der er seinen Namen verdankt. Als er in der Zeitung auf ein Bild stößt, das ihm bekannt vorkommt, zögert er nicht lange und wählt die angegebene Rufnummer. So kommt Noah mit der amerikanischen Journalistin Celine in Kontakt, die ihm sofort ein teures Hotelzimmer reserviert, um ihn zu treffen. Doch dieses Treffen findet nie statt – jedenfalls nicht so, wie geplant. Kaum im Hotel angekommen, wird Noah von schrecklichen Flashbacks heimgesucht und erinnert sich an einzelne Szenen aus seiner jüngsten Vergangenheit. Verstörende Szenen. Und als wäre das noch nicht genug, dauert es nicht lange, bis ein Killer auftaucht, der ihn loswerden soll. Eine atemlose Hetzjagd gegen den unbekannten Feind beginnt, während Noah sich langsam an immer mehr Details erinnert.

Die Geschichte wird wie ein Puzzle vor dem Leser ausgebreitet. Die Szenen, in denen es um Noah geht, wechseln sich mit anderen ab, in denen auf verschiedene, wichtige Personen eingegangen wird. Schnell wird klar, dass es in diesem Buch um mehr geht, als nur einen normalen Thriller. Und so ist Noah nicht einfach nur ein Unterhaltungsroman, sondern ein nachdenklich stimmendes Buch mit einer ernsten und sehr wichtigen Message. Nach und nach kommen immer mehr verstörende Details ans Licht. Besonders einprägsam war die Geschichte einer jungen Mutter, die im Slum um das Überleben ihres Babys kämpft und bereit ist, alles zu opfern, um ihren Sohn zu retten.

Fitzek schafft es spielend, den Leser zu fesseln. Man will immer weiterlesen und das Rätsel um Noah und seine Verwicklung in das größte und abstoßendste Projekt der Menschheitsgeschichte lüften.
Dieses Buch ist anders, als andere Fitzek-Romane. Es stellt politische und moralische Fragen in den Vordergrund, die nicht einfach zu beantworten sind. Der Leser wird zum Nachdenken und Mitdenken angeregt. Er wird für Probleme sensibilisiert, die ihm vorher vielleicht gar nicht bewusst waren. Noah ist ein Buch, das auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.

Und trotzdem gefallen mir Fitzeks Psychothriller besser. Ich mag die Beziehungstaten, die Verbindungen zwischen Menschen, die sich nahe stehen. An Noah las ich nahezu eine Woche, was vorher bei Fitzek noch nie der Fall war. Normalerweise inhaliere ich seine Romane innerhalb von wenigen Lesestunden. Hier war das anders.

Von mir gibt es dennoch 4 Sterne.

4 Sterne

Fazit:

Noah ist ein etwas anderer Fitzek. Dieses Buch wirft Fragen auf, die den Leser noch lange beschäftigen und nicht einfach zu beantworten sind. Wie alle seine Bücher steht auch dieser Thriller für atemlosen Spannung und Gänsehaut-Momente. Ich persönlich mag seine Psychothriller etwas lieber, dennoch kann ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

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