Rezension zu „Ein geschenkter Anfang“ von Lorraine Fouchet

geschenkter anfang
Autorin: Lorraine Fouchet

Erschienen am: 17.03.2017

Verlag: Atlantik

Genre: Familienroman

Umfang: 368 Seiten

Preis: 20 € (gebunden), 15,99 € (E-Book), 19,99 € (Hörbuch)

Mehr Infos hier.

die-autorin

Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von Ein geschenkter Anfang.

inhalt

»Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens – Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

meine-meinung

Dieses wundervolle Buch habe ich bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle!

Ein geschenkter Anfang ist mein erstes Buch aus dem Atlantik-Verlag, aber es wird bestimmt nicht das letzte sein. Unter dem unscheinbaren Schutzumschlag verbirgt sich eine berührende und ganz besondere Familiengeschichte, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Lou, Mittelpunkt der Familie, liebende Mutter, Ehefrau und Großmutter, ist tot. Mit nur Ende fünfzig erliegt sie der tückischen Krankheit Alzheimer, die ihr nach und nach ihre Erinnerungen und ihren Lebenswillen nahm. Sie hinterlässt ihren Mann Jo, Kardiologe im Ruhestunde, ihre zwei Kinder Cyrian und Sarah, sowie die Enkeltöchter Pomme und Charlotte.
Lou und ihr Mann leben auf Groix, einer kleinen Insel vor der französischen Küste, auf der jeder jeden kennt und immer etwas los ist. Mit ihrer liebenswürdigen und mütterlichen Art hat sie die Familie stets zusammengehalten und doch war ihr klar, dass ihre Kinder nicht glücklich waren. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und lebt vor sich hin. Die Beziehung der Kinder zu ihrem Workaholic-Vater Jo ist schwierig. Nach Lous Tod droht die Familie zu zerbrechen. Um das zu verhindern, überträgt Lou ihrem Mann eine Aufgabe, die er in zwei Monaten lösen soll. Als Belohnung erhält er einen letzten Brief seiner großen Liebe.

Die Geschichte wird einer zarten, leicht poetischen Sprache erzählt. In kurzen Kapiteln kommen über einen Zeitraum von zwei Monaten alle wichtigen Personen zu Wort und schildern die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Auch die weniger wichtigen Nebenfiguren erhalten eine Stimme und vermitteln so ein rundum gelungenes Bild um Jo und seine Bemühungen, an den letzten Brief seiner Frau zu gelangen.
Obwohl Lou gestorben ist, steht sie noch lange im Mittelpunkt der Gespräche und Gedanken ihrer Lieben. Auch sie bringt ihre Gefühle zum Ausdruck, vom „Ort, an den wir alle einmal gehen“.

Die Geschichte spielt um die Zeit vor und nach Weihnachten. Gerade jetzt ist es besonders schwer für Jo, den Verlust seiner geliebten Frau zu verkraften. Doch er setzt alles daran, ihre letzte Aufgabe zu erfüllen und seine Kinder wieder glücklich zu sehen.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Mädchen Pomme und Charlotte (10 und 9 Jahre alt). Die ungleichen Halbschwestern lernen erst langsam, was es heißt, eine Familie zu sein und füreinander einzustehen.

Durch die wundervolle Sprache und einige dramatische Ereignisse fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Gleichzeitig habe ich mir gewünscht, dass es noch lange nicht zu Ende ist.

5 Sterne
Für dieses wundervolle Buch gibt es von mir volle fünf Sterne.

fazit
Ein geschenkter Anfang von Lorraine Fouchet ist die berührende Geschichte um die verstorbene Lou und ihren Plan, ihre Familie nach ihrem Tod wieder zusammenzuführen. In einer zarten, leicht poetischen Sprache wird der Leser auf die Insel Groix entführt und von ihrer rauen Schönheit verzaubert. Durch zahlreiche Perspektivwechsel und dramatische Entwicklungen fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Hier wartet eine ganz besondere, sehr berührende Familiengeschichte auf euch! Unbedingt lesen!

 

 

 

 

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