Rezension zu „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak

Autorin: Kristina Günak

Veröffentlicht am: 24.04.2017

Verlag: Lyx

Genre: Humor / Liebesroman

Umfang: 288 Seiten

Preis: 10,00 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

die-autorin
Kristina Günak wurde 1977 in Norddeutschland geboren. Nachdem sie jahrelang als Maklerin arbeitete, ist sie heute als Mediatorin und systemischer Coach tätig. 2011 erschien ihr erster Roman, und seither hat sie sich mit ihren humorvollen Büchern unter Liebesromanleserinnen einen Namen gemacht. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Kristina Steffan. Quelle

inhalt
Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben – und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim – und sich – abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält …

meine-meinung
Bea hat ein Problem: Sie kann einfach nicht Nein sagen. Um ihren kleinen Verlag zu retten, überträgt ihre Chefin ihr die Aufgabe, mit dem störrischen Newcomer-Autor Tim Bergmann auf Lesereise zu gehen. Weil der große Hoffnungsträger auf den Roderich-Literaturpreis es mit dem guten Benehmen nicht so genau nimmt und seine Interviewpartner und Kritiker gerne beleidigt, muss Bea den Anstandswauwau spielen und soll die Lesungsbesucher nebenbei dazu animieren, für den verschrobenen Autor abzustimmen. Denn ohne den Roderich-Preis, das steht leider fest, geht der kleine Königstein-Verlag den Bach runter.

Als Multi-Organisationstalent kümmert sich Bea um die Organisation der Lesereise und bekommt nebenbei noch allerlei andere Aufgaben aufgebrummt. Als sie Tim Bergmann schließlich zum ersten Mal persönlich gegenübersteht, erkennt sie, wie schlimm ihre Lage wirklich ist. Schlecht gelaunt, ungekämmt und mitten in einer Schreibkrise schüchtert der gut aussehende Autor sie ein. Doch schlussendlich bleibt den beiden nichts anders übrig, als sich zusammenzuraufen und die nächsten vier Wochen hinter sich zu bringen. Was beide nicht ahnen: Sie verbindet mehr, als sie für möglich halten.

Dies ist mein erstes Buch von Kristin Günak. Eine humorvolle Lovestory, die in der Buchbranche angesiedelt ist, klang sofort verlockend, deshalb musste ich das Buch unbedingt haben. Die knapp 300 Seiten ließen sich auch wirklich schnell weglesen.
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm. Auch der fein eingestreute Humor konnte mich überzeugen und wirkte keinesfalls überzogen, wie es manchmal der Fall bei Büchern dieses Genres ist. Die Vergangenheit der Protagonisten verleiht dem leichten Roman eine Tiefe, die ich nicht erwartet hätte.

Auch die Entwicklung der Liebesgeschichte geht langsam und glaubwürdig voran. Je mehr Tim seine harte Schale ablegt, umso leichter fällt es Bea, Vertrauen zu ihm zu fassen. Er ermutigt sie dazu, auch mal Nein zu sagen und für ihre Entscheidungen einzustehen. Genau so einen Mann hat die fleißige Arbeitsbiene, die noch nie zuvor verliebt war, gebraucht. Und auch, wenn er anfangs sehr klischeehaft rüberkommt, habe ich den ruppigen Autor schnell in mein Herz geschlossen.

4 Sterne
Von mir gibt es für diesen rundum gelungenen Roman vier Sterne.

fazit
„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ verbindet eine glaubwürdige Lovestory mit dem spannenden Hintergrund der Buchbranche. Dank des lockeren Schreibstils und des gut portionierten Humors habe ich das Buch sehr genossen. Wer sich eine Liebesgeschichte mit einem erwachsenen Badboy und einer überzeugenden Entwicklung wünscht, der sollte unbedingt einen Blick riskieren.

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