Rezension zu „In der Liebe ist die Hölle los“ von Benne Schröder

Bildschirmfoto 2017-06-11 um 13.38.04
Autor: Benne Schröder
Erscheinungsdatum: 24.04.2017
Verlag: Lyx
Genre: Humorvolle Fantasy
Umfang: 400 Seiten
Reihe: Catalea Morgenstern ; 1
Preis: 10,00 € (Taschenbuch)
Mehr Infos hier.

bildschirmfoto-2016-12-04-um-14-01-11
Benne Schröder moderiert seit 2006 für Radiosender in ganz Deutschland, viele Jahre auch für 1LIVE, Europas einflussreichste junge Radiomarke mit täglich über 4 Millionen Hörern. Bücher mag er am liebsten, wenn sie jemand vorliest, aber für seinen Debütroman hat er selbst zur Feder gegriffen. Der gebürtige Bochumer lebt mit Hund Matti und ohne Führerschein in Köln und München. Quelle
inhalt
Catalea Morgenstern will eigentlich nur eins: so wenig wie möglich mit ihrer Familie zu tun haben. Denn ihr Vater ist der Teufel und die Hölle seine Firma. Als dann aber ihr Freund wegen ihrer ständigen Geheimniskrämerei Schluss macht, muss Catalea einsehen, dass sie sich ihrer Bestimmung vielleicht doch nicht entziehen kann. Widerwillig steigt sie in das Familienunternehmen ein, doch schon ihr erster Auftrag geht gewaltig schief – und sofort ist die halbe Hölle hinter ihr her. Mithilfe des teuflisch gutaussehenden Totenanwalts Timur gelingt ihr die Flucht, und plötzlich ist nicht nur Cataleas Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr –

meine-meinung
Die Tochter des Teufels hat keinen Bock auf ihren Job. Nur äußerst widerwillig erledigt sie ihre Arbeit und befördert frisch Verstorbene ins Dunkel. Mit ihrem Vater und seinen dekadenten Angestellten würde sie am liebsten gar nichts zu tun haben. Viel lieber möchte sie als ganz normale junge Frau im Diesseits leben und ihre Ruhe haben. Doch als ihr der Mord an einem hochrangigen Dunklen angehangen wird, steht ihr Leben plötzlich Kopf und Catalea sieht sich einer ganzen Reihe von Gefahren gegenüber, gegen die sie als einfaches Halbblut nicht viel ausrichten kann. Zum Glück ist Timur zur Stelle, der geheimnisvolle Totenanwalt, der sie verstecken und ihr bei der Flucht vor den Feinden helfen soll. Nur leider ist dieser respektlose, arrogante Arsch nicht gerade die Gesellschaft, die Catalea sich gewünscht hätte …

Die Geschichte wird aus Cataleas Sicht erzählt. Die junge Frau lebt ihren Sarkasmus in vollen Zügen aus und hat immer den ein oder anderen lockeren Spruch auf Lager, mit dem sie ihre Umgebung zur Weißglut treibt. Vor allem die Wortgefechte zwischen ihr und Timur haben mich sehr gut unterhalten. Überhaupt lebt der Roman von seinen herrlich komischen Dialogen.
In kurzen Einschüben erfährt der Leser durch das „Handbuch der Toten“, wie es nach dem Tod in der Hölle so zugeht. Und wer hätte das gedacht: Alles ganz schön bürokratisch und verworren da unten! Im Vergleich dazu kann der berühmte Passagierschein A 38 aus Asterix erobert Rom einpacken. Gerade diese Stellen im Buch haben mich auch herrlich zum Lachen gebracht. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen! Da scheint die Fantasie des Autors schier grenzenlos zu sein.

Die Story selbst ist ein wilder Ritt durch das Diesseits und das Dunkel. In einer Mischung aus humorvoller Liebesgeschichte und junger Erwachsenenfantasy mit Krimi-Elementen begleiten wir Catalea und Timur quer durch Europa und lernen einige skurrile Weggefährten kennen. Jede Nebenfigur ist ordentlich ausgearbeitet und bleibt im Gedächtnis haften. Von der ein oder anderen hätte ich mir sogar mehr Hintergrundinfos gewünscht – aber vielleicht kommt das noch im zweiten Band.
Auch die ungewöhnliche Liebesgeschichte, die sich langsam und gut nachvollziehbar entwickelt, konnte mich überzeugen. Doch leider wies der Roman im Mittelteil einige Längen auf, die ich beim Lesen als anstrengend empfand. Und auch wenn mir der Schreibstil insgesamt gut gefallen hat, hätte ich mir weniger Wortwiederholungen (in der ersten Hälfte) gewünscht. So richtig Spannung nimmt die Geschichte auch erst im letzten Viertel auf, da flogen die Seiten nur so dahin. Das hätte gerne auch schon früher passieren können.

Bereits im November soll die Fortsetzung „Zum Teufel mit der Liebe“ erscheinen. Ob ich den Folgeband lesen werde, lasse ich mir an dieser Stelle noch offen. Der erste Band ist aber in sich abgeschlossen. Es steht dem also Leser frei, sich danach erneut in Cataleas Welt zu begeben, gezwungen ist er dazu nicht.

4 SterneVon mir gibt es 4 Sterne.

fazit
„In der Liebe ist die Hölle los“ ist der turbulente Auftakt einer zweibändigen humorvollen Fantasyreihe. Die Tochter des Teufels muss sich gegen einen Feind in den eigenen Reihen behaupten, der ihr einen Mord anhängen will. Auf dem Weg zu ihrer Bestimmung flüchtet sie quer durch Europa, entfacht ihre übernatürlichen Kräfte und macht ganz nebenbei noch ihre große Liebe klar.
Der Roman lebt vor allem durch witzige Dialoge, schräge Charaktere und ein wahres Potpourri an fantastischen Ideen. Bereits im November geht Cataleas Geschichte weiter. Wer humorvolle Erwachsenenfantasy sucht, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

_______________________________________________________________________________________
Vielen Dank an den Lyx-Verlag und Lovelybooks für den Gewinn aus der Leserunde!

MerkenMerken

MerkenMerken

Ein Gedanke zu “Rezension zu „In der Liebe ist die Hölle los“ von Benne Schröder

  1. Pingback: Mein Lesemonat Juni | Nicoles Bibliothek

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s