Rezension zu „Wie die Luft zum Atmen“ von Brittainy C. Cherry

Wie die Luft
Autorin: Brittainy C. Cherry
Übersetzerin: Katja Bendels
Erschienen am: 13.01.2017
Verlag: Lyx
Genre: New Adult / Drama
Umfang: 368 Seiten
Preis: 14,00 € (broschiert)
Mehr Infos hier.

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Brittainy C. Cherrys erste große Liebe war die Literatur. Sie hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creative Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane. Sie lebt mit ihrer Familie in Milwaukee, Wisconsin. Quelle

inhalt

Er küsste mich, als würde er ertrinken. Er küsste mich, als wäre ich für ihn, wie die Luft zum Atmen.

Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.

meine-meinung

Nachdem mir „Verliebt in Mr. Daniels“ im letzten Jahr so gut gefallen hatte, war schnell klar, dass ich auch an der Romance-Elements-Reihe nicht vorbeikommen würde. Allein vom Cover her hätte ich wohl nicht zu dem Buch gegriffen, denn bärtige Bad-Boys gibt es momentan wahrlich genug auf deutschen Buchdeckeln, auch wenn ich sagen muss, dass das Model wunderbar zur Geschichte passt.

Als die jung verwitwete Elizabeth in ihren Heimatort Meadows Creek zurückkehrt, fällt ihr der Neuanfang zunächst schwer. Ein Jahr ist es her, seitdem ihr Mann Steven ums Leben kam und ihres mit in Stücke riss. Nur ihrer kleinen Tochter Emma hat Liz es zu verdanken, dass sie noch nicht vollends zerbrochen ist. Während sie versucht, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken, zieht nebenan der geheimnisvolle Tristan Cole ein. Sein Ruf eilt im voraus: Ein Monster soll er sein, ein A*** und ein Ungeheuer. Als Liz seinen Hund anfährt, könnte ihr erstes Aufeinandertreffen nicht schlechter verlaufen. Tristan tut alles, um ihr zu beweisen, dass die Gerüchte über ihn wahr sind. Und dennoch wagt Liz einen Blick hinter seine Fassade. Sein wildes Äußeres, die sturmumtosten Augen und seine abweisende Art hindern sie nicht daran, die Verletzlichkeit hinter Tristan Cole zu erkennen. Denn auch er kämpft mit seinem Schicksal, das mehr ist, als ein Mensch ertragen kann.

Was beginnt wie die Geschichte eines typischen Bad Boys, der mit seiner Vergangenheit fertig werden muss, entwickelt sich schnell zu so viel mehr. Echter Schmerz, tiefe Wunden, Schuldgefühle und rohe Narben verbinden Liz und Tristan auf ganz besondere Weise. Ganz langsam kommen die beiden sich näher, tasten sich Stück für Stück vorwärts, um nicht an den Scherben ihrer gebrochenen Herzen kaputt zu gehen. Die Geschichte wird ebenso feinfühlig wie derb erzählt. Detaillierte Sexszene wechseln sich mit starken Emotionen ab. Diese Story wird niemals langweilig. Während die beiden Protagonisten es ganz langsam schaffen, ihre Herzen füreinander zu öffnen, zeichnet sich aber schon die nächste Katastrophe am Horizont ab.
Gerade im letzten Viertel entwickelt sich die Geschichte zu einem regelrechten Psychothriller. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und hatte gleichzeitig Angst vor dem Ende. Zu sehr waren mir die Figuren bereits ans Herz gewachsen, um sie wieder gehen zu lassen.

Neben Tristan und Liz haben sich auch die Nebenfiguren in mein Herz geschlichen. Sei es die kleine lebensfrohe Emma, Tristans treuer Hund Zeus oder Liz‘ beste Freundin Faye, die immer einen ordinären Spruch auf Lager hat – sie alle machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem und tragen einen wichtigen Teil zur Geschichte bei.

Die Autorin schreibt so authentisch über die Liebe und den Schmerz, dass ich beim Lesen alles nachfühlen konnte. Mehrmals habe ich ein paar Tränen vergossen, auch wenn das sonst nicht meine Art ist. Ich liebe dramatische Liebesgeschichten und bin von diesem Buch rundum überzeugt.

Zum Ende möchte ich noch gar nicht so viel verraten, außer, dass mir diese Art Finale normalerweise etwas gegen den Strich geht. Aber hier passt es zur Geschichte und den Protagonisten, deshalb finde ich die Auflösung in diesem Falle völlig okay.

5 Sterne
Von mir gibt es deshalb die volle Punktzahl.

fazit
„Wie die Luft zum Atmen“ hat mich tief berührt. Gleichermaßen roh und einfühlsam erzählt Brittainy C. Cherry die Geschichte von Liz und Tristan, die lernen müssen, die Scherben ihrer gebrochenen Herzen zu heilen, um wieder atmen zu können. Dabei gelingt ihr der Spagat zwischen herzzerreißendem Drama und erotischer New-Adult-Geschichte auf wunderbare Art und Weise. Ein rundum wundervolles Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Ein Gedanke zu “Rezension zu „Wie die Luft zum Atmen“ von Brittainy C. Cherry

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