Rezension zu „Water & Air“ von Laura Kneidl

Water & Air
Autorin: Laura Kneidl
Erscheinungsdatum: 03.03.2017
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendfantasy / Dystopie
Umfang: 480 Seiten
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
Mehr Infos hier.

 

die-autorin

Laura Kneidl schreibt Romane über unverfrorene Dämonen, rebellische Jäger, stilsichere Vampire und uniformierte Luftgeborene. Sie wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles Übernatürliche. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Buchprojekt zu arbeiten, seitdem wird ihr Alltag von Büchern, Katzen, Pinterest und Magie begleitet. Quelle

inhalt
Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

meine-meinung
Nachdem mir Light & Darkness so gut gefallen hatte, war mir schnell klar, dass ich auch das neue Buch von Laura Kneidl unbedingt lesen musste.  Ein paar Wochen lag das Buch auf meinem SUB, bis ich es nach diversen Leserunden- und Reziexemplaren endlich in die Hand nehmen konnte.

Laura Kneidl hat ein außergewöhnliches Setting geschaffen, das mich vom ersten Moment an fasziniert hat. Sei es die Wasserkolonie, aus der Kenzie stammt, die von Genügsamkeit und strengen Regeln geprägt ist und denen sich die junge Protagonistin nicht unterordnen kann oder die Luftkolonie, die einen riesigen schwebenden Glaswürfel darstellt – die Schauplätze in diesem Buch sind gleichermaßen beeindruckend, einzigartig und gut durchdacht. Die Geschichte spielt in einer zerstörten Zukunftswelt, in der der Menschheit nach dem rasanten Anstieg des Meeresspiegels nichts anderes übrig blieb, als diese neuen Lebensräume zu erschließen. Welche Technik alldem zugrunde liegt bleibt offen – ist aber für den Verlauf der Geschichte nicht maßgeblich.

Kenzie ist eine Protagonistin, die genau weiß, was sie will – und was sie nicht will. Weil sie in ihrer Meereskolonie keine Zukunft sieht, beschließt sie die Flucht nach vorn und verlässt ihr Elternhaus und ihre Freunde Hals über Kopf, um fortan in der Luftkolonie zu leben. Kenzie ist eine mutige 18-Jährige, die sich keine Illusionen darüber macht, dass auch das Leben im Würfel nicht nur gute Seiten hat. Als Flüchtige wird sie nicht gerade mit offenen Armen begrüßt und muss mit der Ablehnung und Skepsis der Einwohner klar kommen. Zum Glück trifft sie auf Callum, der sie bei sich aufnimmt und für sie stark macht. Seine Motive sind nicht so heldenhaft, wie Kenzie anfangs vermutet – doch gerade die Hintergrundgeschichte um Callum fand ich äußerst interessant. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Romanze, auch wenn sie unter keinem guten Stern zu stehen scheint: mysteriöse Mordfälle, für die Kenzie verantwortlich gemacht wird, sowie Raub und Aufstände erschüttern den Frieden in der Luftkolonie.

Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Sie sind gut ausgearbeitet und bringen ihre eigenen Geschichten mit sich. Auch die Nebencharaktere spielen wichtige Rollen und bleiben keinesfalls blass. Trotzdem gibt es Kritikpunkte: die Verwicklungen um Callums Mutter waren von Anfang an allzu offensichtlich und auch das Motiv des Bösewichts war mir zu einfach gestrickt. Ebenso die Auflösung der Geschehnisse am Ende – nach wochenlangen zermürbenden Ermittlungen, die nirgendwo hingeführt haben, wird der Mörder zu schnell und zu einfach überführt und ebenso schnell zur Strecke gebracht. Zwar fand ich die Krimi-Elemente des Romans insgesamt gut, nur leider nicht überzeugend umgesetzt.

Insgesamt habe ich verhältnismäßig lange an dem Buch gelesen. Vor allem der Mittelteil hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Zwar gab es einige Plottwists, die mir gefallen, mich aber nicht wirklich überrascht haben.
Positiv möchte ich die Liebesgeschichte zwischen Kenzie und Callum hervorheben. Sie entwickelt sich in einem angemessenen Tempo, ist authentisch und für das Alter der Protagonisten sehr erwachsen. Ohne Kitsch oder übertriebene Romantik entspricht diese junge Liebe genau meinen Vorstellungen.

Die Geschichte wird durch einen personalen Erzähler aus Kenzies Sicht erzählt. Dabei werden ihre Gedanken und Gefühle stets gut nachvollziehbar dargestellt. Laura Kneidl schreibt routiniert, leicht und sehr angenehm. Dafür gibt es nochmal einen dicken Pluspunkt.

3_1_2 Sterne
Durch einige kleine Schwächen muss ich dem Buch anderthalb Sterne abziehen, dennoch überwiegt der positive Gesamteindruck der Geschichte, die mir vor allem dank der außergewöhnlichen Schauplätze und der tollen Protagonistin noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

fazit
„Water & Air“ besticht durch außergewöhnlich fantasievolle Schauplätze, die mich beim Lesen tief beeindruckt haben. Die junge Protagonistin Kenzie zeichnet sich durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit aus, mit der sie nicht nur für sich selbst, sondern für ein ganzes Volk kämpft. Es gilt nicht nur ein ungerechtes Gesellschaftssystem zu stürzen, sondern auch einen Mörder zu finden, dessen Taten Kenzie angehangen werden. Unterstützung erfährt sie durch den attraktiven Callum, der ihr loyal zur Seite steht und sich als echter Bookboyfriend erweist. Durch die überzeugende Lovestory, die fantasievolle Zukunftswelt und eingeflochtene Krimi-Elemente ist Laura Kneidl ein wunderbares Jugendbuch gelungen, das auch trotz kleiner Schwächen absolut lesenswert ist.

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Rezension zu „Water & Air“ von Laura Kneidl

Water & Air
Autorin: Laura Kneidl
Erscheinungsdatum: 03.03.2017
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendfantasy / Dystopie
Umfang: 480 Seiten
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
Mehr Infos hier.

 

die-autorin

Laura Kneidl schreibt Romane über unverfrorene Dämonen, rebellische Jäger, stilsichere Vampire und uniformierte Luftgeborene. Sie wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles Übernatürliche. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Buchprojekt zu arbeiten, seitdem wird ihr Alltag von Büchern, Katzen, Pinterest und Magie begleitet. Quelle

inhalt
Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.

meine-meinung
Nachdem mir Light & Darkness so gut gefallen hatte, war mir schnell klar, dass ich auch das neue Buch von Laura Kneidl unbedingt lesen musste.  Ein paar Wochen lag das Buch auf meinem SUB, bis ich es nach diversen Leserunden- und Reziexemplaren endlich in die Hand nehmen konnte.

Laura Kneidl hat ein außergewöhnliches Setting geschaffen, das mich vom ersten Moment an fasziniert hat. Sei es die Wasserkolonie, aus der Kenzie stammt, die von Genügsamkeit und strengen Regeln geprägt ist und denen sich die junge Protagonistin nicht unterordnen kann oder die Luftkolonie, die einen riesigen schwebenden Glaswürfel darstellt – die Schauplätze in diesem Buch sind gleichermaßen beeindruckend, einzigartig und gut durchdacht. Die Geschichte spielt in einer zerstörten Zukunftswelt, in der der Menschheit nach dem rasanten Anstieg des Meeresspiegels nichts anderes übrig blieb, als diese neuen Lebensräume zu erschließen. Welche Technik alldem zugrunde liegt bleibt offen – ist aber für den Verlauf der Geschichte nicht maßgeblich.

Kenzie ist eine Protagonistin, die genau weiß, was sie will – und was sie nicht will. Weil sie in ihrer Meereskolonie keine Zukunft sieht, beschließt sie die Flucht nach vorn und verlässt ihr Elternhaus und ihre Freunde Hals über Kopf, um fortan in der Luftkolonie zu leben. Kenzie ist eine mutige 18-Jährige, die sich keine Illusionen darüber macht, dass auch das Leben im Würfel nicht nur gute Seiten hat. Als Flüchtige wird sie nicht gerade mit offenen Armen begrüßt und muss mit der Ablehnung und Skepsis der Einwohner klar kommen. Zum Glück trifft sie auf Callum, der sie bei sich aufnimmt und für sie stark macht. Seine Motive sind nicht so heldenhaft, wie Kenzie anfangs vermutet – doch gerade die Hintergrundgeschichte um Callum fand ich äußerst interessant. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Romanze, auch wenn sie unter keinem guten Stern zu stehen scheint: mysteriöse Mordfälle, für die Kenzie verantwortlich gemacht wird, sowie Raub und Aufstände erschüttern den Frieden in der Luftkolonie.

Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Sie sind gut ausgearbeitet und bringen ihre eigenen Geschichten mit sich. Auch die Nebencharaktere spielen wichtige Rollen und bleiben keinesfalls blass. Trotzdem gibt es Kritikpunkte: die Verwicklungen um Callums Mutter waren von Anfang an allzu offensichtlich und auch das Motiv des Bösewichts war mir zu einfach gestrickt. Ebenso die Auflösung der Geschehnisse am Ende – nach wochenlangen zermürbenden Ermittlungen, die nirgendwo hingeführt haben, wird der Mörder zu schnell und zu einfach überführt und ebenso schnell zur Strecke gebracht. Zwar fand ich die Krimi-Elemente des Romans insgesamt gut, nur leider nicht überzeugend umgesetzt.

Insgesamt habe ich verhältnismäßig lange an dem Buch gelesen. Vor allem der Mittelteil hat sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Zwar gab es einige Plottwists, die mir gefallen, mich aber nicht wirklich überrascht haben.
Positiv möchte ich die Liebesgeschichte zwischen Kenzie und Callum hervorheben. Sie entwickelt sich in einem angemessenen Tempo, ist authentisch und für das Alter der Protagonisten sehr erwachsen. Ohne Kitsch oder übertriebene Romantik entspricht diese junge Liebe genau meinen Vorstellungen.

Die Geschichte wird durch einen personalen Erzähler aus Kenzies Sicht erzählt. Dabei werden ihre Gedanken und Gefühle stets gut nachvollziehbar dargestellt. Laura Kneidl schreibt routiniert, leicht und sehr angenehm. Dafür gibt es nochmal einen dicken Pluspunkt.

3_1_2 Sterne
Durch einige kleine Schwächen muss ich dem Buch anderthalb Sterne abziehen, dennoch überwiegt der positive Gesamteindruck der Geschichte, die mir vor allem dank der außergewöhnlichen Schauplätze und der tollen Protagonistin noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

fazit
„Water & Air“ besticht durch außergewöhnlich fantasievolle Schauplätze, die mich beim Lesen tief beeindruckt haben. Die junge Protagonistin Kenzie zeichnet sich durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit aus, mit der sie nicht nur für sich selbst, sondern für ein ganzes Volk kämpft. Es gilt nicht nur ein ungerechtes Gesellschaftssystem zu stürzen, sondern auch einen Mörder zu finden, dessen Taten Kenzie angehangen werden. Unterstützung erfährt sie durch den attraktiven Callum, der ihr loyal zur Seite steht und sich als echter Bookboyfriend erweist. Durch die überzeugende Lovestory, die fantasievolle Zukunftswelt und eingeflochtene Krimi-Elemente ist Laura Kneidl ein wunderbares Jugendbuch gelungen, das auch trotz kleiner Schwächen absolut lesenswert ist.

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Rezension zu „Das Juwel – Der schwarze Schlüssel“ von Amy Ewing

Schwarze_Schlüssel
Autorin: Amy Ewing

Übersetzerin: Andrea Fischer

Veröffentlicht am: 27.04.2017

Verlag: Fischer Jugendbuch

Genre: Jugendbuch / Fantasy / Dystopie

Reihe: Das Juwel

Band 1: Die Gabe
Band 2: Die weiße Rose
Band 3: Der schwarze Schlüssel

Umfang: 400 Seiten

Preis: 18,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier.

die-autorin
Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem.
Bei FISCHER FJB erschienen die drei Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, ›Die Gabe‹, ›Die Weiße Rose‹ und ›Der Schwarze Schlüssel‹ die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren. Quelle

inhalt

Violet Lasting kehrt ins Juwel zurück – die Entscheidung.

Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

meine-meinung
Nachdem der zweite Band schon ein paar Monate zurückliegt, fiel mir der Einstieg in die Geschichte leider schwer. Zwar werden am Anfang die wichtigsten Ereignisse wiederholt und die Hauptpersonen noch einmal genauer beschrieben, aber dennoch konnte ich bis zum Schluss die vier Gründungshäuser nicht auseinanderhalten. Auch einige der zahlreichen Nebenfiguren habe ich ständig verwechselt. Schuld daran sind u. a.  Namensähnlichkeiten (z. B. Cora und Coral).

Leider hatte ich beim Lesen auch nicht das dringende Bedürfnisse, unbedingt wissen zu wollen, wie die Geschichte endet. Stattdessen nahm ich es hin, dass die Vorbereitungen und Pläne zum Niederschlag des Adels mehr oder weniger vor sich hinplätscherten und Violet ihr eigenes Ding durchzog – gegen den Rat ihrer Freunde.
Als sie schließlich tatsächlich ins Haus am See zurückkehrt, um ihre Schwester zu retten, wurde es zum Glück wieder einigermaßen spannend. Hinter den Kulissen erfährt der Leser viel Neues und teilweise auch Schockierendes. In veränderter Gestalt arbeitet Violet fortan als Kammerzofe, während der Tag der Auktion unweigerlich näher rückt.
Mir kam es so vor, als wenn bis zu diesem Tag sehr wenig geschieht. Zwar werden einige Geheimnisse aufgedeckt, aber für meinen Geschmack wurde sich auch viel mit Nebensächlichkeiten aufgehalten. Fast wirkte es so, als müsste der dritte Band noch ein wenig in die Länge gezogen werden.

Das Finale selbst hat mich nicht enttäuscht. Es kommt zum großen Kampf, auf den ich seit dem zweiten Band gewartet habe. Wie es sich für einen Befreiungsschlag gehört, fließt viel Blut – sowohl auf der Seite der Verbündeten, als auch auf Seiten der Gegner. Einige Mädchen bekommen ihre Rache, andere fallen im Kampf. Auch eine wichtige Hauptfigur verlässt uns, wofür Violet sich selbst die Schuld gibt. Aber keine große Geschichte kommt ohne Opfer aus.

Insgesamt konnte mich der Finalband leider nicht wirklich mitreißen, was ich sehr schade fand, vor allem, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hatte.

3_1_2 SterneVon mir gibt es 3,5 Sterne.

fazit
Als Finalband kommt „Der schwarze Schlüssel“ leider etwas unspektakulär und auch vorhersehbar daher. Die letzten Geheimnisse werden gelüftet, bevor der große Showdown startet. Bis zum Ende des Buches passiert für meinen Geschmack leider zu wenig, stattdessen hält sich die Autorin mit Nebensächlichkeiten auf.
Insgesamt bildet das Buch einen soliden Abschluss der Reihe, die so vielversprechend begonnen hatte, aber schlussendlich kein Must-Read ist.

Rezension zu „Perfect – Willst du die perfekte Welt?“ von Cecelia Ahern

perfect
Autorin: Cecelia Ahern

Veröffentlicht am: 17.11.2016

Verlag: FJB

Genre: Jugendbuch / Dystopie

Umfang: 480 Seiten

Preis: 18,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier

die-autorin

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman ›Für immer vielleicht‹ wurde fürs Kino verfilmt. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.

inhalt

Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.

meine-meinung
Nachdem der erste Teil der Dilogie Flawed mich gefesselt hat, habe ich sofort mit dem zweiten Band weitergemacht.
Celestine befindet sich auf der Flucht, Richter Crevan sucht nach ihr und kommt ihrem Versteck dabei immer näher. Der zweite Band netzt nahtlos an das Ende des ersten an. Er beginnt ruhig, nimmt aber bald Fahrt auf.
In kurzen Rückblenden werden die Geschehnisse aus dem ersten Band aufgegriffen, die es dem Leser erleichtern, wieder in die Geschichte hineinzukommen. Mir waren die Wiederholungen fast ein bisschen zu viel, aber wer eine längere Pause zwischen den Büchern hatte, wird sie zu schätzen wissen.

Die Geschichte entwickelt sich rasant weiter. Celestine flüchtet von einem Ort zum nächsten, nirgends kann sie sich sicher fühlen. Endlich findet ihr Verbündeter Carrick sie und bringt sie zu einem geheimen Zufluchtsort, an dem viele Fehlerhafte leben und arbeiten. Doch so liebevoll sie von den meisten Menschen dort aufgenommen wird, ist sie doch nicht bei jedem willkommen und so findet sie sich schon bald in einer Falle wieder. Langsam erkennt Celestine, dass sie kämpfen muss, wenn sie sich nicht den Rest ihres Lebens auf der Flucht befinden will.

Gemeinsam mit Carrick, einigen alten Bekannten aus dem ersten Band und neuen Verbündeten aus dem zweiten Teil, beginnt sie, einen Plan auszuhecken, der ihr und den anderen Fehlerhaften zur Freiheit verhelfen soll. Doch es läuft nicht alles wie geplant und so wird die Protagonistin wie ein Spielball ihrer übermächtigen Gegner und Verbündeten hin und her geworfen.
Es passiert viel im zweiten Band und nicht alles war für mich immer nachvollziehbar. Zwar werden alle offenen Fragen zu einem zufriedenstellenden Ende zusammengeführt, doch blieben mir manche Handlungsweisen von Celestine unverständlich (z.B. ihre Selbstverstümmelung).

Die von mir erhoffte Liebesgeschichte zwischen Celestine und Carrick entwickelt sich ganz nach meinem Geschmack und auch wenn die beiden sehr gegensätzlich sind und ihre junge Liebe oftmals wackelig wirkt, so bin ich sehr glücklich über diese Beziehung. Aber auch Celestines Jugendliebe Art spielt im zweiten Band eine wichtige Rolle und muss sich beweisen.

4 1_2 Sterne

Mit viel Action und unvorhergesehenen Wendungen schaffte die Autorin es auch mit Perfect, mich bis zum Ende zu fesseln. Die Reihe überzeugt mich voll und ganz, deshalb gibt es von mir wieder 4,5 Sterne für dieses tolle Finale.

fazit
Perfect – Willst du die perfekte Welt? ist ein gelungener, atemloser Abschluss einer ganz besonderen Dystopie. In Band 2 geht es rasant weiter und Celestine muss sich entscheiden, wie ihr Schicksal aussehen soll. Mit Hilfe von alten und neuen Verbündeten schafft sie es, sich selbst treu zu bleiben und ein zufriedenstellendes Ende herbeizuführen.

Rezension zu „Flawed“ von Cecelia Ahern

flawed

Autorin: Cecelia Ahern

Erscheinungsdatum: 29.09.2016

Veröffentlicht bei: FJB

Genre: Dystopie

Umfang: 480 Seiten

Preis: 18,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier.


die-autorin

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman ›Für immer vielleicht‹ wurde fürs Kino verfilmt. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.

inhalt

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

meine-meinung

Celestine lebt in einer verstörenden Zukunftswelt, in der eine Einrichtung namens „Die Gilde“ über das moralische Fehlverhalten der Menschen urteilt. Wer einen Fehler macht, wird bestraft, gebrandmarkt und fortan von der Gesellschaft ausgeschlossen. Fehlerhafte müssen sich strengen Kontrollen unterziehen und auf jeden Luxus verzichten.
Celestine hat diese Entscheidungen nie infrage gestellt. Als feste Freundin von Art, dessen Vater der Anführer der Gilde ist, glaubt sie fest an das System – bis ihre Nachbarin abgeführt und verurteil wird, weil sie ihrer todkranken Mutter im Ausland Sterbehilfe geleistet hat. Langsam beginnt sie, Fragen zu stellen: Ist es wirklich verwerflich, einer Sterbenden ihren letzten Wunsch zu erfüllen, um ihrem Leid ein Ende zu setzen?
Als Celestine mitbekommt, wie die verurteilte Nachbarin aufgrund ihrer Ausgrenzung langsam den Verstand verliert und ihre Tochter von ihren Mitschülern gemieden und drangsaliert wird, bröckelt ihr Vertrauen in die Gilde.
Und dann begeht sie selbst einen großen Fehler. Nur wenige Sekunden sind ausschlaggebend, um Celestines perfektes Leben von jetzt auf gleich zu zerstören. Von der beliebten Musterschülerin mit der aussichtsreifen Zukunft zur gebrandmarkten Fehlerhaften, an der die Gilde ein Exempel statuieren will, ist es nur ein kurzer Weg. Fortan erlebt Celestine, was es heißt, der Willkür boshafter Menschen ausgesetzt zu sein, die Fehlerhafte wie Menschen zweiter Klasse behandeln und ihren Frust an ihnen auslassen. Nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie ist in Gefahr, denn Richter Crevan – Anführer der Gilde – ist noch lange nicht am Ende mit seiner Bestrafung für die junge Frau. Als auch ihr Freund Art und ihre Schwester Juniper sich gegen Celestine zu wenden scheinen, bricht ihre Welt vollends zusammen.

Flawed beginnt sehr ruhig. Der Leser erhält einen umfangreichen Einblick in Celestines perfektes Leben, in dem ihr alle Türen offen stehen. Nach und nach geschehen immer mehr Dinge, die ihre Überzeugungen ins Wanken geraten lassen und Celestine gegen ihren Willen zum Aushängeschild einer Revolte gegen die Gilde werden lassen.
Dabei ist sie keineswegs von Anfang an die entschlossene Kämpferin, sondern muss erst lernen, wer sie ist und was sie wirklich will. Gerade weil sie zufällig zwischen die Fronten gerät, wirkt diese Geschichte so authentisch und bedrohlich. Man leidet mit der Protagonistin mit und möchte sie oftmals davor bewahren, blindlings in ihr Verderben zu rennen.
Einige Geschehnisse sind zwar vorhersehbar, aber dennoch verstörend. Die Autorin schafft es, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

Ich habe Flawed, vor allem ab der Mitte, geradezu verschlungen und nach dem Ende von Band 1 sofort mit Perfect, dem zweiten und letzten Teil der Reihe, weitergemacht. Nun muss Celestine sich als Kämpferin gegen einen übermächtigen Feind behaupten. Gleichzeitig bin ich gespannt auf die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen ihr und ihrem Verbündeten Carrick andeutet.

4 1_2 Sterne

Für Flawed – Wie perfekt willst du sein? vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit

Flawed von Cecelia Ahern ist der erste Teil einer dystopischen Dilogie, die interessante Fragen aufwirft und bis zum Ende Spannung erzeugen kann. Die junge Protagonistin Celestine gerät eher zufällig zwischen die Fronten und muss ihren Platz im Leben erst finden. Man leidet mit ihr und hofft, dass sie es schafft, die Gilde zu stürzen. Wer Dystopien mag und auch vor Gewalt in Büchern nicht zurückschreckt, dem lege ich diese Reihe ans Herz.