Rezension zu „Götterfunke – Liebe mich nicht“ von Marah Woolf

Götterfunke
Autorin: Marah Woolf

Erschienen am: 20.02.2017

Verlag: Dressler

Genre: Jugendbuch, Fantasy

Umfang: 464 Seiten

Preis: 18,99 €

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die-autorin
Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich 2011 mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans einen großen Traum. Ihre Bücher wie die FederLeicht-, die MondLicht- und die BookLess-Saga haben sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million mal verkauft. Quelle

 

inhalt
„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?“ Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. „Liebe mich nicht.“

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

meine-meinung
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Die begeisterten Rezensionen vieler Blogger, das wundervolle Cover, die schöne und hochwertige Gestaltung des Buches – all das hat mich mega neugierig gemacht. Als ich das Buch endlich aus der Bibliothek mit nach Hause nehmen konnte, war ich überglücklich und habe mich voller Tatendrang auf die Seiten gestürzt, nur um … ja was eigentlich? Enttäuscht zu sein trifft es nicht richtig, aber meine Erwartungen wurden auch nicht erfüllt. Woran lag’s?

Die Grundidee klang sehr vielversprechend. Prometheus, der seine Sterblichkeit zurückerlangen will, kehrt in Gestalt eines attraktiven Jugendlichen alle 100 Jahre auf die Erde zurück, um eine Frau zu finden, die ihm widersteht. Als Setting wurde ein entlegenes Feriencamp in den Rocky Mountains gewählt. Jess ist eine tolle Protagonistin, die alles mitbringt, was ich mir von einer modernen, jungen Frau wünsche. Doch trotz dieser guten Grundvoraussetzungen ist der Funke einfach nicht übergesprungen.

Bis zur Hälfte des Buches habe ich mich unfassbar abgequält. Mehr als zwei Kapitel am Stück konnte ich nicht lesen, dann musste ich das Buch weglegen. Am Ende habe ich über zwei Wochen gebraucht, um die Geschichte zu beenden – unverhältnismäßig lange für meine Verhältnisse. Ich hatte das Gefühl, das einfach nichts passiert und habe mehrmals mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Erst nach der Hälfte nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf und das langwierige Vorgeplänkel der Charaktervorstellungen, Hintergrundinfos und Freizeitaktivitäten im Camp hat endlich ein Ende. Doch dann kam die nächste Schwierigkeit: Je mehr ich über die Götter und ihre Beziehungen zueinander erfahren habe, desto schwieriger konnte ich die ganzen Informationen auseinanderhalten. Zunächst habe ich gedacht, dass die griechische Mythologie vielleicht einfach nicht mein Ding ist, dabei fand ich die Legenden doch eigentlich ganz interessant. Das eigentlich Blöde dabei: Am Ende des Buches gibt es ausführliche Informationen zu allen Göttern, Titanen, Legenden und Schauplätzen. Sogar ein Stammbaum ist beigefügt, der durchaus hilfreich ist – wenn man ihn denn nicht erst, so wie ich, fast am Schluss entdeckt. Ein Hinweis am Anfang des Buch, z.B. ein Inhaltsverzeichnis, wäre hier Gold wert gewesen.

Die Geschichte selbst hat mich grundlegend ganz gut unterhalten. Zwar gibt es keine unvorhersehbaren Wendungen oder Wow-Effekte, aber das hat mich kaum gestört. Es werden einige Klischees bedient, zum Beispiel in Bezug auf Caydens alias Prometheus‘ Wirkung auf Frauen, aber auch das war in Ordnung. Selbst als Jess‘ beste Freundin sich als verwöhnte Ziege entpuppt, der ein kurzer Flirt mehr bedeutet als jahrelange Freundschaft, hat das gut zur Geschichte gepasst. Soll’s schon gegeben haben, gerade in dem Alter. Generell würde ich das Buch eher jüngeren Mädchen ans Herz legen, ich  selbst fühlte mich ein wenig aus der Geschichte herausgewachsen.

Obwohl ich die Zusammenhänge später besser verstanden und das Ende dann auch am Stück verschlungen habe, vermute ich, dass dieses Buch keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen wird. Ob ich die Reihe überhaupt weiterverfolgen werde, steht in den Sternen. Ich tippe mal eher auf Nein. Dennoch bin ich froh darüber, dem Buch eine Chance gegeben zu haben. Nachdem ich von Finian Blue Summers (Self Publishing) ziemlich enttäuscht war, habe ich mich nun doch sehr über den flüssigen Schreibstil gefreut, bei dem sich Autorin meiner Meinung nach deutlich verbessert hat. Man spürt natürlich, dass hier ein großer Verlag im Rücken sitzt, der alles daran setzt, das Buch bestmöglich zu verkaufen, und das hat mir sehr gefallen. Qualitativ dürfte Götterfunke nicht mit Woolfs selbstpublizierten Büchern zu vergleichen sein.

3 Sterne

Dennoch muss ich aufgrund der Langwierigkeit und meiner ganz persönlichen Probleme mit dem Buch einige Punkte abziehen und kann am Ende, mit allen zugedrückten Augen, nur 3 Sterne für Götterfunke vergeben.

fazit
„Götterfunke – Liebe mich nicht“ war einfach nicht mein Buch. Die Seiten haben sich endlos gezogen, die Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern und die Götterthematik mitsamt ihren Legenden und Verwicklungen wollte sich einfach nicht in meinem Gedächtnis behalten lassen.
Für junge Leserinnen mit einem Faible für Mystik ist das Buch sicher ein Genuss, für mich war es leider eine Enttäuschung, deshalb gibt es an dieser Stelle keine Leseempfehlung.

Rezension zu „Digby #02 – Zu cool zum Sterben“ von Stephanie Tromly

Digby#2

Autorin: Stephanie Tromly

Veröffentlicht am: 20.03.2017

Verlag: Oetinger

Reihe: Digby #01: Tot ermittelt es sich schlecht (hier geht’s zur Rezi)
Digby #02: Zu cool zum Sterben

Genre: Jugendbuch / Krimi

Umfang: 317 Seiten

Preis: 14,99 € (gebunden), 11,99 € (E-Book)

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die-autorin

Stephanie Tromly, in Manila auf den Philippinen geboren, in Hongkong aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Universitätsabschluss als Drehbuchautorin in Los Angeles. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie in Winnipeg. Die sarkastisch, frisch und witzig erzählten Geschichten von Digby sind ihr erfolgreiches Debüt im Jugendbuch-Bereich.

inhalt

Die Ermittlungen gehen weiter! Monatelang kein Lebenszeichen und jetzt steht er wieder vor Zoes Tür: Digby. Zähneknirschend hilft sie ihm auch diesmal bei seinen Ermittlungen zum Verschwinden seiner kleinen Schwester Sally. Von jetzt auf gleich stecken beide mittendrin im reinsten Chaos. Aber Digby wäre nicht Digby, hätte er nicht bereits einen Plan. Zumindest so ungefähr. Außerdem läuft es ja sowieso nie genau nach Plan. Schon gar nicht zwischen ihm und Zoe.
Großartige Fortsetzung von Band 1: clever, smart und witzig, eine rasante, actionreiche Unterhaltung mit Niveau!

meine-meinung

Band 1 gehörte für mich zu den Highlights des Jahres 2016. Ich habe letzten Winter regelrecht an den Seiten geklebt, so unterhaltsam und spannend fand ich Digby und seine schrägen Ermittlungsmethoden. Deshalb habe ich mich riesig darüber gefreut, als ich den zweiten Band für eine Leserunde auf Lovelybooks gewonnen habe. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Fünf Monate sind vergangen, seitdem Digby Zoe geküsst und sich dann aus dem Staub gemacht hat. Kein Lebenszeichen hat er seitdem von sich gegeben. Zoes Leben ist mittlerweile weitergegangen. Sie hat sich gut in der Kleinstadt River Heights integriert, Freundinnen gefunden und ist mit dem angesagten Footballspieler Austin zusammen. Die Aufnahmetests für die Colleges stehen an und eigentlich hätte Zoe damit schon genug zu tun, doch dann steht plötzlich Digby vor ihrer Tür und das Chaos bricht wieder aus.

Während Zoe sich mit den alltäglichen Dramen des Highschoollebens auseinandergesetzt hat, war Digby unterwegs, um neuen Spuren im Fall seiner entführten Schwester Sally nachzugehen. Viele bekannte Nebencharaktere aus Band 1 tauchen wieder auf und werden mehr oder weniger freiwillig in die Ermittlungen des ungleichen Paares verwickelt. Obwohl sich alle sicher sind, dass Zoe und Digby mehr als nur Freundschaft verbindet, weigern die beiden sich zunächst, sich das einzugestehen. Stattdessen bandelt Digby mit der ebenso schrägen wie nervigen Bill an, während Zoe weiter an ihrem Traum einer ganz normalen Teenagerromanze mit Austin festhält.

Auf ihrer Suche nach Sally werden sie in einen weiteren Fall verwickelt, der eng mit ihrem Freundeskreis und der Highschool verknüpft ist. Mehr als einmal finden die beiden sich in lebensgefährlichen Situationen wieder, aus denen sie sich kreativ zu befreien wissen.

Wie auch in Band 1 schafft es die Autorin spielend leicht, die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, was vor allem dem schrägen Humor und dem sarkastischen Schlagabtausch zwischen den Protagonisten geschuldet ist. Dennoch ist mir aufgefallen, dass ich – im Gegensatz zum ersten Band – nicht so oft gelacht habe.
Auch hat mich diesmal der Buchsatz sehr gestört. Da das Buch zu einem Großteil aus Dialogen besteht, die Absätze jedoch nicht eingerückt sind, fiel es mir manchmal schwer, zu erkennen, wer gerade redet. Da hätte ich mir vom Verlag ein übersichtlicheres Layout gewünscht.

Ingesamt kann Digby #02 locker mit Band 1 mithalten und hat mich auch ebenso gut unterhalten. Vor allem das Ende mit Aussicht auf einen weiteren Band, in dem hoffentlich der Entführungsfall Sally gelöst wird, lässt mich erwartungsvoll zurück. Ich würde mir sehr wünschen, nicht so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

4 1_2 Sterne
Für diese rundum gelungene Fortsetzung vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
Digby #02 – Zu cool zum Sterben ist die rundum gelungene Fortsetzung des starken ersten Bandes, der im letzten Jahr zu meinen Highlights gezählt hat. Schrullige Charaktere treffen auf spannende Kriminalfälle, die mit unkonventionellen Mitteln gelöst werden. Die witzigen Wortgefechte zwischen Digby und Zoe haben mich wieder einmal sehr gut unterhalten. Nach dem vielversprechenden Ende freue ich mich bereits jetzt wahnsinnig auf den nächsten Band.

Rezension zu „This new world“ von Laura Newman

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Autorin: Laura Newman

Erschienen: 03.03.2017

Verlegt über Books on Demand

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction

Umfang: 392 Seiten

Preis: 12,99 € (Taschenbuch), 21,99  € (gebunden), 2,99 € (E-Book)

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die-autorin

Die unter Pseudonym schreibende Laura Newman war lange als Mediengestalterin tätig, bevor sie sich ihren Traum vom Schreiben erfüllte. 2013 erschien ihr erstes Buch im Selbstverlag. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Jugendbücher in verschiedenen Genres. Laura Newman ist ein echtes Multitalent, denn vom Buchsatz über das Cover, bis hin zu Buchtrailer und zur Vermarktung nimmt sie alles selbst in die Hand.
Mehr über Laura erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite, ihrem Internetauftritt und ihrem Youtube-Kanal.

inhalt
Zoe ist im letzten Highschool-Jahr, als ihre Welt auf einmal kopfsteht.
Menschen benehmen sich seltsam. Unvorstellbare Dinge geschehen. Im Fernsehen und Internet ist von unerklärlichen Anomalien die Rede. Und spätestens als ihre Eltern plötzlich diese ganz erstaunlichen Dinge tun können, ist Zoe klar:
Diese Welt wird sich verändern.

meine-meinung
Zoe lebt mit ihrer Familie in der amerikanischen Kleinstadt Rigby. Sie befindet sich im letzten Jahr der Highschool, plant und genießt ihr Leben. Sie gehört zu den beliebtesten Mädchen der Schule, ist mit dem Footballstar Coben zusammen und feuert ihn als Cheerleaderin an. Mit ihrer besten Freundin Dilan wohnt sie seit Kindertagen Tür an Tür. Kurzum: ihr Leben ist perfekt! Bis eines Tages ein Meteorit in der Erdumlaufbahn auftaucht und sich alles ändert. Plötzlich entdecken immer mehr Menschen seltsame, superheldenmäßige Fähigkeiten an sich. Vom Fliegen über das Unsichtbar-Werden, dem Zerstören von Dingen mit Gedankenkraft oder der Gestaltwandlung ist alles dabei. Zunächst nehmen die Menschen an, sie wären von einer Art Krankheit befallen und das öffentliche Leben steht nahezu still, doch nach und nach kehrt Normalität ein. Willkommen in dieser schönen neuen Welt, in der jeder etwas mehr oder weniger Besonderes kann.

Auch Zoe entdeckt ihre Gabe, wenn auch etwas später als die anderen. Während der Zeit, in der sie auf das Auftauchen ihrer Fähigkeit wartet, beginnt sie allmählich an ihrem perfekten Leben zu zweifeln. Liebt sie ihren Freund wirklich? Haben ihre beste Freundin und sie überhaupt noch Gemeinsamkeiten? Und warum fühlt sie sich plötzlich zu dem Außenseiter der Schule, Josh, hingezogen?

Dieser Roman verbindet eine spannend erzählte Science-Fiction-Story mit den üblichen Problemen einer Highschool-Schülerin. Zwischen ihrer fliegenden Mama, ihrer Avatar-blauen Freundin und ihrem feuerkontrollierendem Freund lernt Zoe eine Menge über sich selbst und das Leben, das sie führen möchte.

Die Sprache ist angenehm locker und leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin und obwohl die Geschichte nicht durch knallharte Action oder atemlose Spannung besticht, sondern eher gemächlich erzählt wird, kann man kaum aufhören zu lesen.

This new world ist der erste Teil einer geplanten Dilogie. Gegen Ende häufen sich schlimme Zwischenfälle in Zoes Leben und langsam wird klar: die schönen neuen Fähigkeiten sind keineswegs ungefährlich. Das Ende ist durchaus dramatisch, dennoch kam es für mich zu abrupt. Für meinen Geschmack hätte das Buch mit einem schockierenden Knaller enden sollen, der den Leser kopfschüttelnd und atemlos zurücklässt. Leider fiel der Abschluss von Band eins eher unspektakulär aus. Schade.

4 Sterne
Für This new world vergebe ich 4 Sterne.

fazit

Mit ihrem Science-Fiction-Jugendbuch This new world beweist Self-Publisher-Autorin Laura Newman einmal mehr, dass sie zu den Besten ihres Fachs gehört. Story, Charaktere und Erzählstil überzeugen auf ganzer Linie und machen es nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl die Geschichte eher gemächlich voranschreitet, hält die Autorin ihre Leser stets bei der Stange und offenbart fortlaufend neue, schockierende Geheimnisse in dieser schönen, neuen Welt. Science-Fiction trifft hier auf typische Highschool-Probleme und schafft es so, ein unkonventionelles Szenario in den Alltag der Schülerin Zoe zu integrieren. Einzig das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem: Lesen lohnt sich!

 

 

 

 

 

Rezension zu „Überlieben in 10 Schritten“ von Rachel McIntyre

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Autorin: Rachel McIntyre

Erschienen am: 18.01.2017

Verlag: Magellan

Genre: Jugendbuch

Umfang: 304 Seiten

Preis: 17,00 € (gebunden)

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die-autorin

Rachel McIntyre ist in einem Haus voller Bücher aufgewachsen und ihre Leidenschaft für Sprache gibt sie nun als Lehrerin weiter. Sie weiß, dass Jugendliche gute Geschichten lieben – Geschichten, die ihnen dabei helfen, mit den täglichen Herausforderungen ihres Lebens umzugehen. Rachel McIntyre lebt in Nordengland. Nach Sternschnuppenstunden ist Überlieben in 10 Schritten ihr zweiter Roman.

inhalt

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

meine-meinung
Ich habe das Buch im Rahmen einer Buchverlosung auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank an den Magellan-Verlag und Lovelybooks für den Gewinn!

Nachdem ihr langjähriger Freund und ihre einzig wahre Liebe Matt mit seiner Mutter nach Spanien gezogen ist, hat Daisy genug vom Trübsal-Blasen. Ein Neuanfang muss her. Daisy will weg von ihrer alten Schule, wo sie alles an die gemeinsame Zeit mit Matt erinnert. Sie freut sich auf das College und das damit verbundene, aufregende Studentenleben. Von Jungs hat sie die Nase voll und von ihrem alten Leben sowieso.
Doch am College angekommen, stellt sie schnell fest, dass die schöne, heile Welt aus den Hochglanzprospekten so gar nicht der Realität entspricht: Cliquenbildung, Zickenkrieg, langweilige Schulstunden – alles genau wie vorher. Nur sie steht ohne ihre Freundinnen da und muss sich an den neuen Alltag gewöhnen. Als dann auch noch der filmstarmäßig gutaussehende Toby in ihrem Kurs auftaucht und sich ausgerechnet für sie interessiert, steht Daisys Welt plötzlich Kopf.

Daisy ist eine wahnsinnig tolle Protagonistin. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ein sehr lockeres Mundwerk. Über ihre eigensinnigen Wortkreationen musste ich mehr als einmal herzhaft lachen. Der Roman quilt schier über vor herrlich schrägem und pechschwarzem Humor, Sarkasmus und flotten Sprüchen. Da haben die beiden Übersetzerinnen ganze Arbeit geleistet. So liebe ich das!
Inmitten ihres behüteten Elternhauses, der Hochzeitsagentur ihrer noch immer schwer verliebten Eltern und ihrer beiden besten Freundinnen, hat Daisy alles, was sie braucht – bis auf Matt, der ihr immer noch schrecklich fehlt. Da kommt Toby gerade recht. Ein Date oder zwei können ja nicht schaden. Immerhin hat ihr Ex auch schon längst eine bildschöne neue Freundin. Warum also nicht die Vergangenheit für ein paar Stunden vergessen? Doch Toby will mehr von Daisy. Innerhalb kurzer Zeit fährt er die schweren Beziehungsgeschütze auf und weicht kaum mehr von ihrer Seite. Blind vor Glück sieht Daisy nicht, dass ihr neuer Schwarm nicht nur gute Seiten hat. Wird sie sich voll und ganz auf ihn einlassen? Oder rennt Daisy am Ende in ihr Verderben?

Neben der lockeren Liebesgeschichte, die sich rasant entwickelt, spielen auch Werte wie Freundschaft und Familienzusammenhalt eine wichtige Rolle in diesem Buch. Vor allem die enge Bindung zwischen den drei Freundinnen und ihre 10 „goldenen Regeln“ für alle Lebenslagen fand ich super.
Alle Charaktere waren liebevoll ausgearbeitet und man schließt sie schnell ins Herz.
Durch den herrlichen Humor und viele unvorhergesehene Wendungen wird die Geschichte nie langweilig. Die knapp 300 Seiten fliegen vobei wie nix. Neben dem absolut hochwertigen Print finde ich vor allem die Umschlag- und Buchdeckelgestaltung sehr süß. Dieses Buch spricht einfach alle Sinne an!

Was anfangs als locker-witziges Jugendbuch daherkommt, offenbart schnell seine Stärken: ernste Themen, gut verpackt in einer leichten Sprache, und ein offenes Ende ganz nach meinem Geschmack haben dieses Buch zu einem tollen Lesegenuss für mich gemacht. Überlieben in 10 Schritten war mein erstes Buch aus dem Magellan-Verlag, aber es wird definitiv nicht das letzte sein!

5 Sterne
Für dieses wunderbare Buch vergebe ich 5 Sterne.

fazit
Überlieben in 10 Schritten ist ein Jugendbuch ganz nach meinem Geschmack. Die ausgeflippte Protagonistin Daisy, die ihr Herz auf der Zunge trägt und dem Liebeskummer den Kampf ansagt, hat mich wunderbar unterhalten. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere, spannende Wendungen und die humorvolle Sprache haben dieses Buch zu einem echten Pageturner gemacht. Ein ganz besonderes Buch – von innen und von außen. Ein absoluter Geheimtipp.

Rezension zu „P.S. I still love you“ von Jenny Han

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Autorin: Jenny Han

Erschienen am: 30.01.2017

Verlag: Hanser

Genre: Jugendbuch

Umfang: 336 Seiten

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

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die-autorin

Jenny Han, 1980 geboren, lebt in Brooklyn, New York. Der Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2009 mit ihrer Sommer-Trilogie; die Bestseller-Reihe wurde in 24 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschien 2011 der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde, 2012 folgten  Ohne dich kein Sommer und  Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt „Zitronensüß“ erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. Zusammen mit der Autorin Siobhan Vivian veröffentlichte Han außerdem die Trilogie  Auge um Auge(2013),  Feuer und Flamme (2014) und  Asche zu Asche (2015). Auch sie stand sofort nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste. Han gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. 2016 folgte mit  To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. Im Frühjahr 2017 erscheint mit  P.S. I still love you die Fortsetzung dieser Geschichte. Im Frühjahr 2018 folgt mit „Always and forever, Lara Jean“ der Abschluss der Reihe. Quelle

inhalt
Die 16-jährige Lara Jean hatte nie ernsthaft vor, sich in den gut aussehenden Peter zu verlieben. Ihre Beziehung sollte nur vorgetäuscht sein, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen. Aber dann werden die beiden tatsächlich ein Paar?–?auf einer Skifreizeit der Schule küssen sie sich überraschend. Dass sie zusammen im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Und dass sich John auf Laras letzten Liebesbrief meldet, macht das Chaos perfekt – denn kann man in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein? Die charmante Fortsetzung des Bestsellers „To all the Boys I`ve loved before“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Liebeskummer.

meine-meinung

Völlig überraschend erreichte mich Anfang Februar eine süße Geschenkbox aus dem Hanser-Verlag. Gemeinsam mit Lovelybooks wurden Leser/innen des ersten Teils der Reihe, To all the boys I’ve loved before, ausgewählt, die sich exklusiv über den ganz frisch erschienenen zweiten Band, sowie einem süßen Notizblock für eigene Liebesbriefe und einige Goodies freuen durften. Gerade, weil diese süße Überraschung völlig unerwartet bei mir ankam, habe ich mich riesig darüber gefreut. Vielen lieben Dank an den Verlag und Lovelybooks!

Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der erste aufhört. Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und Lara Jean hat Liebeskummer. Was als Fake-Beziehung zwischen ihr und dem Schulschönling Peter Kavinsky begann, um seine Exfreundin Genevieve eifersüchtig zu machen, wuchs den beiden schnell über den Kopf, als ihre Gefühle tiefer gingen.
Gleich zu Beginn der Geschichte nähern sich Lara Jean und Peter wieder an und wollen es diesmal „richtig“ machen: keine Fake-Beziehung mehr, aber ein paar Regeln müssen her. So versprechen die beiden sich z. B., immer ehrlich zu sein und einander nicht das Herz zu brechen.

Peter und Lara Jean sind ein tolles Paar. Obwohl Kavinsky in seiner Vergangenheit reichlich Erfahrungen mit Mädchen gesammelt hat, respektiert er Lara Jeans Unschuld und setzt sie niemals unter Druck. Ihre Liebe wächst langsam, aber die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist stets spürbar. Es könnte alles so schön sein, würde da nicht plötzlich ein Video im Internet auftauchen, dass die beiden in scheinbar eindeutiger Pose im Whirlpool zeigt. Schnell hat Lara Jean den „Schlampen-Stempel“ weg, während Peter als großer Macker gefeiert wird. Das junge Mädchen muss lernen, was es heißt, angefeindet und herabgewürdigt zu werden. Doch Peter setzt sich heldenhaft ein, um ihre Ehre zu retten. Überhaupt ist Peter ein Junge, wie ihn sich jedes Mädchen nur wünschen kann. Zwar hat auch er seine kleine Macken (ein bisschen selbstgefällig und eitel ist er z. B.), dennoch tut er alles, um Lara Jean zu beweisen, wie viel sie ihm bedeutet. Doch als seine Exfreundin Genevieve, die gleichzeitig Lara Jeans ex-beste Freundin ist, seine Nähe sucht, droht die junge Liebe auseinander zu brechen.
Und dann ist da noch der gut aussehende John, in den Lara Jean früher verliebt war. Eine harmlose Brieffreundschaft zwischen den beiden entwickelt sich bald zu einer ausgewachsenen Schwärmerei …

Dieses Buch hat alles zu bieten, was junge Mädchen sich von einem Jugendliebesroman wünschen können: Schmetterlinge, die erste große Liebe, der erste Krach, Liebeskummer, Intrigen und noch viel mehr warten darauf, der Leserin sämtliche Gefühle zwischen zuckersüßen Hach-Momenten und betrübtem Seufzen samt Herzschmerz zu bereiten. Da die Geschichte auch im zweiten Teil noch sehr unschuldig bleibt, kann die Reihe bedenkenlos bereits ab 12 Jahren empfohlen werden.

Neben den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe spielen auch Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt innerhalb der Familie, Verantwortungsbewusstsein und Moral eine große Rolle. Es ist einfach zauberhaft, die enge Verbindung zwischen den drei Song-Mädels und ihrem alleinerziehenden Vater zu erleben. Vor allem die 10-jährige Kitty hat es mir wieder besonders angetan. Die kleine Schwester von Lara Jean ist ein besonders aufgewecktes Mädchen, das gerne die Fäden in die Hand nimmt, um den Menschen, die sie liebt, einen kleinen Schubs in die richtige Richtung zu geben.
Sehr gut gefallen hat mir auch John, der vor allem ab der Hälfte des Buches eine wichtige Rolle spielt. Mit seiner liebenswürdigen, aufopferungsvollen Art hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. Aber ob auch er es sein wird, für den Lara Jean sich am Ende entscheidet? Nun, das müsst ihr selbst herausfinden.

Gut zu wissen: 2018 soll der finale Band der Reihe, Always and forever, Lara Jean, erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt, wie die junge Protagonistin, die mir beim Lesen so sehr ans Herz gewachsen ist, sich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben machen wird.

4 1_2 Sterne
Für P.S. I still love you vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
P.S. I still love you ist der zweite Band der Lara-Jean-Reihe, in der die 16-jährige Protagonistin sich zwischen Schule und Familie mit den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe auseinandersetzen muss. Die liebenswerten Charaktere machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Lesegenuss. Durch die vermittelten Werte, wie z. B. Familienzusammenhalt, soziales Engagement und Freundschaft, kann die unschuldig-süße Geschichte bereits für junge Mädchen empfohlen werden.

Rezension zu „Echo Boy“ von Matt Haig

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Autor: Matt Haig

Veröffentlicht am: 09.12.2016

Verlag: dtv

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction

Umfang: 398 Seiten

Preis: 11,95 € (Taschenbuch)

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Matt Haiggeboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Quelle

inhalt

»Vor zwei Wochen wurden meine Eltern getötet. Seitdem hat sich alles verändert. Absolut alles. Das Einzige, was immer noch wahr ist: Ich bin immer noch ich. Ein Mensch namens Audrey Castle.«

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr…

meine-meinung
Auf Echo Boy aufmerksam geworden bin ich durch Nicole von Trallafittibooks, die das Buch als eine der Ersten in den Händen halten durfte. Ich mag Science-Fiction und außergewöhnliche Liebesgeschichten und habe mich sofort in das traumhaft schöne Cover verliebt. Deshalb habe ich nicht lange gezögert und mir Echo Boy in der Buchhandlung meines Vertrauens bestellt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Daniel erzählt, die ihre Erinnerungen in einem Gedanken-Buch, einer Art Tagebuch, festgehalten haben. Sie erzählen in der Vergangenheitsform und geben hier und da kleine Hinweise darauf, was später passiert. Audreys Perspektive ist häufiger vertreten, aber Daniels fand ich am interessantesten.

Audrey ist erst 15 Jahre alt, als sie ihre Eltern durch eine defekte Haushalts-Echo verliert. Ihr Vater war der größte Gegner ihres Onkels Alex Castle, dem Castle Industries gehört, eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Echo-Produktion. Als Audrey mangels Alternativen bei ihrem Onkel leben muss, findet sie sich in ihrem persönlichen Albtraum wieder: das Haus voller Echos, ihr zehnjähriger Cousin ist ein sadistischer Psychopath und ihr Onkel hat zwei Gesichter. Er spannt sie für seine Zwecke ein und das macht Audrey Angst. Und dann ist da noch der Echo Daniel. Dieser Echo ist anders alle anderen. Er hat wache Augen, stellt Fragen und widersetzt sich den Befehlen seines Herrn. Bald erkennt Audrey, dass er sie beschützen will und Gefühle empfinden kann. Und auch Audrey, die sich in ihrem Leben nichts sehnlicher gewünscht hat als einen realen Freund, fühlt sich zu Daniel hingezogen. Doch als ihr Onkel herausfindet, dass seine Nicht ihm mehr Ärger als Nutzen bringt und Daniel für ihn wertlos ist, steht plötzlich beider Leben auf dem Spiel.

Der Roman spielt im Jahr 2115. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Weite Teile der Erde wurden durch Klimakatastrophen verändert, heutige Metropolen existieren nicht mehr bzw. wurden neu errichtet. Die Zahl der Menschen ist rasant gestiegen und mit ihnen die ihrer vielen Helfer – den sogenannten Echos. Maschinen, die menschlich aussehen und aus künstlichem Fleisch und Blut hergestellt wurden, einzig und allein, um den Menschen zu dienen. Künstlich ist auch die treffende Bezeichnung für den Alltag im Jahr 2115. Ausflüge, Unterricht, Urlaub, Spiele und Treffen – alles spielt sich in einer virtuellen Realität ab, die mittels sogenannter Pods besucht wird.
Die Menschheit ist in Arm und Reich geteilt. Nur wenige können sich Echos überhaupt leisten. Polizei, Armee und Sicherheitskräfte wurden durch Echos und ältere Roboter-Modelle ersetzt. Es existieren gefährliche Waffen, die ihr Ziel in Antimaterie umwandeln und somit vollkommen auslöschen können.
Matt Haig hat eine erschreckende Welt geschaffen. Und doch kann man sich spielend leicht in diese Zukunft hineinversetzen, denn sie könnte so oder so ähnlich tatsächlich eintreten. Viele Anzeichen aus unserem heutigen Alltag sprechen bereits dafür.

Wer eine tiefe Liebesgeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Echo Boy ist in erste Linie ein rasant erzählter, spannungsgeladener Science-Ficiton-Roman, der Fragen aufwirft und zum Mitdenken anregt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen ebenso wie die Frage nach Schuld und Unschuld. Audrey und Daniel nehmen uns mit in eine Welt, die gleichermaßen faszinierend und schockierend ist. Ich kann mir Echo Boy sehr gut als Film vorstellen und hoffe, dass der Roman eines Tages tatsächlich verfilmt werden wird.

Echo Boy bietet Denkanstöße und setzt sich mit moralischen Fragen auseinander, die jeder Leser für sich selbst beantworten muss. Viele Szenen enthalten psychische und physische Gewalt, sie halten dem Leser einen Spiegel vor und fordern ihn zum Hinterfragen des eigenen Verhaltens auf.
Matt Haig beschenkt den Leser vor allem in Form von Daniels Gedanken mit vielen kleinen und großen Lebensweisheiten. Am liebsten hätte ich mir pausenlos Notizen gemacht und Zitate herausgeschrieben. Dieses Buch steckt voller Schätze, die in Worte verpackt wurden.

4 1_2 Sterne

Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

fazit

Echo Boy ist so viel mehr als nur ein spannungsgeladenes Science-Fiction-Jugendbuch. Der Autor entführt uns in die gleichermaßen erschreckende und faszinierende Welt des Jahres 2115, in der die 15-jährige Audrey und der einzigartige Echo Daniel um ihr Überleben kämpfen. Auf der Flucht vor einem übermächtigen Feind lernen die beiden ungleichen Protagonisten, wofür es sich zu leben lohnt, wenn die eigene Freiheit auf dem Spiel steht.
Diese Geschichte steckt voller kleiner und großer Lebensweisheiten. Ich hätte mir am liebsten pausenlos Zitate herausgeschrieben, damit ich sie immer wieder lesen und verinnerlichen kann. Nicht nur für Science-Fiction-Leser eine wahre Bereicherung!

Rezension zu „So geht Liebe“ von Katie Cotugno

so-geht-liebe
Autorin: Katie Cotugno

Erscheinungsdatum: 19.09.2016

Verlag: Heyne

Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Drama

Umfang: 320 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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die-autorin

Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit So geht Liebe ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Mann Tom, mit dem sie in Boston lebt. Quelle

inhalt

Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, um ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit sechzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie; es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit achtzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt – hofft sie zumindest …

meine-meinung

Durch die liebe Inka von Lebens(LeseLiebe)Lust bin ich vor ein paar Wochen auf dieses wundervolle Buch aufmerksam geworden. Ich war so neugierig auf diese Geschichte, die ihr so gut gefallen hat, dass sie mir das Buch nach dem Lesen zugeschickt hat

Reena und Sawyer sind seit ihrer Kindheit miteinander verbunden. Ihre Eltern führen ein gemeinsames Restaurant, in dem beide nach der Schule aushelfen. Reena ist schon so lange in Sawyer verliebt, dass sie glaubt, alles über ihn zu wissen. Doch dann kommt ihre beste Freundin mit ihm zusammen und alles verändert sich.
Später bekommt sie endlich ihre Chance bei ihm und könnte glücklicher nicht sein. Doch je länger die beiden zusammen sind und je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr muss Reena sich eingestehen, dass sie ein völlig falsches Bild von Sawyer hatte.

Dies ist die Geschichte einer jungen, verzweifelten Liebe, die tief und echt ist und doch niemals einfach. Sawyer hat viele Probleme, die die Beziehung gefährden. Er scheint das genaue Gegenteil der besonnenen, strebsamen Reena zu sein. Die beiden werden voneinander angezogen, wie die Motten vom Licht, doch ihre gemeinsame Vergangenheit schweißt sie ebenso zusammen, wie sie das junge Paar auseinander treibt. Als Reena mit 16 schwanger wird und Sawyer verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Von den Mitschülern gemieden, muss sie sich dem Spott der Kleinstadt aussetzen und mit der grenzenlosen Enttäuschung ihres streng gläubigen Vaters leben, der sie fortan nicht einmal mehr ansehen kann. Einsam, allein gelassen und vom Leben enttäuscht, wirft sie ihre sorgfältig ausgearbeiteten Reisepläne über den Haufen, um sich fortan um ihre kleine Tochter Hannah zu kümmern.

Zwei Jahre später scheint Reena in ihrem Alltag gefestigt zu sein: Sie kellnert nach wie vor im Restaurant ihres Vaters, besucht sogar einige Kurse am örtlichen College und hat in Aaron einen bodenständigen Freund gefunden, der sie liebt. Doch als Sawyer wie aus dem Nichts wieder in ihrem Leben auftaucht und von der gemeinsamen Tochter erfährt, ändert sich ihr Leben schlagartig.

Reena ist ein mutiger Charakter, mit dem ich mich sofort identifizieren konnte. Was sie durchmachen musste, ist hart und ungerecht und trotzdem hält sie stets den Kopf über Wasser und meistert ihr Leben mit beeindruckender Stärke.
Sawyer kommt anfangs als der typische, problembeladene Schulschönling daher, doch mit der Zeit blickt man durch seine raue Schale und lernt ihn durch Reenas Augen zu sehen. Er arbeitet hart an sich und seinen Fehlern, um diesmal alles besser zu machen.

Das Buch wird abwechselnd aus der Zeit vor der Schwangerschaft und in der Jetzt-Zeit, aus Reenas Sicht, erzählt. Nach und nach erfährt der Leser, wie diese beiden jungen Menschen zueinander fanden und sich doch wieder verloren, bis sie sich nach zwei Jahren Funkstille wieder gegenüber stehen.
„So geht Liebe“ könnte die Leser mit dem romantischen Cover und dem verspielten Titel ein wenig in die Irre führen. Hier geht es nicht um eine locker-luftige Romanze, sondern um echte Probleme und tiefe, verletzte Gefühle und gescheiterte Chancen.

Wer die Bücher von Colleen Hoover mag, sollte sich „So geht Liebe“ einmal genauer ansehen. Weniger kitschig, dafür sehr authentisch wird hier der Weg einer jungen Liebe unter schwierigen Umständen erzählt, die die Leserinnen direkt ins Herz trifft.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne für diese wundervolle Geschichte.

fazit

„So geht Liebe“ von Katie Cotugno erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die unter schwierigen Umständen gewachsen ist und sich viel zu früh verloren hat, bevor sie eine zweite Chance bekommt. Ernste Themen und echte Probleme machen dieses Buch zu einem bitter-süßen Lesevergnügen mit Herzschmerz-Garantie. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.