Rezension zu „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“ von Sabine Schoder

Sowas passiert nur Idioten
Autorin: Sabine Schoder
Erscheinungsdatum: 21.09.2017
Verlag: Fischer
Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Drama
Umfang: 368 Seiten
Preis: 12,99 € (broschiert)
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die-autorin

SABINE SCHODER, Jahrgang 1982, hat Graphikdesign in Wien studiert und sich dort Hals über kopf verliebt. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Vorarlberg und widmet sich nach dem Erfolg ihres Jugendromans ›Liebe ist was für Idioten. Wie mich.‹ hauptberuflich dem Schreiben. Quelle

inhalt

Viki und Jay sind das absolute Traumpaar, das auch nach Monaten noch auf Wolke sieben schwebt. Endlich ist alles gut, endlich hat Viki jemanden gefunden, dem sie vertrauen kann, der ohne Wenn und Aber zu ihr steht. Doch dann findet Viki heraus, dass Jay sich nachmittags heimlich duscht. Das tut doch nur jemand, der etwas zu verbergen hat. Oder?

Da ist etwas, das Jay ihr verschweigt. Etwas, das sich eiskalt in Vikis Herz bohrt.
Setzt er alles, was sie hatten, einfach so aufs Spiel?

meine-meinung

Sabine Schoders Debütroman „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ war mein absolutes Jahreshighlight 2015! Bereits nach diesem ersten Buch war mir klar, dass die Autorin ab sofort zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen gehört. Nachdem sie in diesem Frühjahr eine tolle Kurzgeschichte zu der Oetinger-Anthologie #herzleer beigesteuert hat, ist nun endlich die heißersehnte Fortsetzung ihres Debüts erschienen, auf das ich ungelogen sooo sehr hingefiebert habe.

Die Geschichte spielt drei Jahre nach dem Ende des ersten Buches. Viki und Jay haben sich zusammengerauft, leben gemeinsam in Vikis alter Wohnung, haben einen Hund und gehen ihrem Studium nach. Die beiden sind glücklich, doch als Jay anfängt, sich komisch zu verhalten, vermutet Viki etwas Schreckliches. Soviel verrät ja bereits der Klappentext. Auch ich war sehr gespannt darauf, was zwischen den beiden vorgefallen ist. Natürlich möchte ich nicht spoilern, deshalb sage ich nur: Die Autorin schafft es durch das gesamte Buch hindurch, den Leser auf falsche Fährten zu locken und so stets die Spannung aufrecht zu erhalten. Teilweise liest sich der Roman wie ein Krimi.

Das Besondere an diesem Band ist, dass er aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. Hauptsächlich kommen Viki und Jay zu Wort, aber diesmal erzählen auch ihre jeweils besten Freunde Mel und Dave, sowie einige andere Personen. Diese gelungenen Perspektivwechsel, zusammen mit den knackig kurzen Kapiteln haben mir richtig gut gefallen. An jedem Kapitelende wartet ein kleiner Cliffhanger, der das sofortige Weiterlesen fast unverzichtbar macht.

Und trotzdem habe ich dieses Buch bewusst in kleinen Happen verschlungen. Denn Sabine Schoders Geschichten sind nicht mit anderen Jugendbüchern vergleichbar. Die Autorin hat einen unglaublich starken und sehr bildhaften Schreibstil, der voller Metaphern und zitatwürdiger Sätze steckt. Diese Schreibe muss man einfach genießen. Ich habe viele Absätze mehrmals gelesen, sie mir nochmal auf der Zunge zergehen lassen und war schlichtweg begeistert. Jeder Satz ist ein Genuss, ohne dass die Geschichte jemals kitschig oder unnatürlich wirkt. Denn Schoders zweite große Stärke ist die Authentizität: seien es die Charaktere, ihre Vergangenheit, ihre Gefühle, Worte oder Taten – ich konnte mich stets mit Viki, Jay und ihren Freunden identifizieren und habe sie alle sehr ins Herz geschlossen.

Das Ende war genau nach meinem Geschmack. Gerade, als man denkt, jetzt kommt das große Happy End, folgt ein Schlag, mit dem niemand gerechnet hätte und alles wendet sich von Neuem. Da ist mir beim Lesen kurz das Herz stehen geblieben. Auch das ist Sabine Schoders Spezialität: Sie nimmt ihre Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und schmeißt sie an der höchsten Stelle einfach aus dem Sitz. So etwas liebe ich!

Ein ganz besonderes Schmankerl stellte für mich der Epilog dar. Ohne zu viel verraten zu wollen, möchte ich anmerken, dass ich ihn perfekt fand – so wie auch das gesamte Buch. Die lange Wartezeit hat sich definitiv mehr als gelohnt. Ich wünsche mir sehnlichst, dass die Autorin uns ganz bald wieder mit neuem Lesestoff versorgt.

Gut zu wissen: Obwohl dieses Buch eine Fortsetzung von „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ ist, könnte man es auch unabhängig davon lesen. Die Geschichte spielt einige Jahre später. Durch viele kurze Einschübe werden dem Leser die Geschehnisse des ersten Bandes an den wichtigsten Stellen wieder ins Gedächtnis gerufen. Dabei fand ich es besonders spannend, diesmal viele Dinge aus Jays Perspektive zu erfahren. Wer Band eins nicht kennt, sollte also dennoch keine Probleme haben, der Geschichte zu folgen. Allerdings empfehle ich euch, beide Bücher zu lesen. Es lohnt sich!

5 Sterne
Von mir gibt es deshalb die volle Punktzahl.

fazit

Mit „So was passiert nur Idioten. Wie uns.“ hat Sabine Schoder es wieder geschafft, mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen. Drei Jahre nach dem Ende des ersten Buches müssen Viki und Jay erneut beweisen, dass ihre Beziehung nicht zum Scheitern verurteilt ist. Dabei kämpft vor allem Viki gegen ihre inneren Dämonen und ihre miese Vergangenheit an.
Neben den authentischen Charakteren haben mir vor allem die spannungsvollen kurzen Kapitel gefallen, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Das Beste am Buch ist jedoch der unvergleichbare bildhafte Schreibstil der Autorin, der voller zitatwürdiger Sätze und Metaphern steckt. Hier ist jeder Satz ein Genuss. Bitte ganz bald mehr davon!
Für mich eines des Highlights 2017!

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Rezension zu „Halb drei bei den Elefanten von Kyra Groh“

halb-drei
Autorin: Kyra Groh

Veröffentlicht am: 18.08.2014

Verlag: blanvalet

Genre: Junge Erwachsene / Liebe

Umfang: 480 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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die-autorin

Kyra Groh, geboren 1990, hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Sie lebt in Frankfurt, wo sie als Texterin arbeitet.

inhalt
Lieber Schmetterlinge im Bauch als Hummeln im Hintern

Die Zwillingsschwestern Max und Jo sind sich gar nicht ähnlich. Max hat nur die Gene abbekommen, die keinen interessieren … Sie ist rothaarig, klein – und ihre BHs sind von der Marke Zauberflöte: Zieht man sie aus, geht der ganze Zauber flöten. Sie ist auch klug und musikalisch – aber wen interessiert’s? Auch Moritz hat sein Päckchen zu tragen. Er ist klug, aber ohne Ausbildung, wäre gerne Fotograf, versauert aber als Fahrradkurier. Und er ist für jemanden verantwortlich – seinen vierjährigen Sohn … Doch als sich Max und Moritz um halb drei bei den Elefanten im Opel Zoo treffen, ändert sich ihr Leben für immer …

meine-meinung

Nachdem ich von Tage zum Sternepflücken so begeistert war, habe ich mir vorgenommen, die anderen Bücher der Autorin schnell nachzuholen. Und natürlich wurde ich nicht enttäuscht!

Die Geschichte von Max und Moritz hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Kyra Groh versteht es wie kaum eine andere deutsche Autorin, eine moderne Liebesgeschichte in locker-luftiger, sehr sympathischer und humorvoller Weise zu erzählen. Die fast 500 Seiten sind an mir vorbeigerauscht wie nix.

Max, eigentlich Maxime, ist eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie ist unangepasst, meistens schlecht gelaunt, hat einen 1-A-Musikgeschmack und versteckt ihre Selbstzweifel meist hinter ihrem ausgeprägten Sarkasmus. Ihre ungleiche Zwillingsschwester Jo(sephine) liebt sie über alles, auch wenn sie sie insgeheim um ihre Schönheit und Beliebtheit beneidet. Und dann wäre da noch Jonas, in den Max seit vielen Jahren heimlich verliebt ist. Doch Jonas, Marke selbstzufriedener Hobby-Musiker, ist viel zu beschäftigt, um das zu merken. Und so verbindet die beiden eine innige Freundschaft, auch wenn Max sich so viel mehr wünscht. Doch wie soll man es anstellen, dass der beste Kumpel die Frau in dir sieht, wenn eure Freundschaft eher in die Kategorie „gute Kumpels zum Biertrinken und Zocken“ fällt und er außerdem auf den Typ Tussi steht?
Ich konnte mich wunderbar in Max hineinversetzen und habe sie für ihren Charakter und ihre Einstellung geliebt.
Und Moritz … hach … so einen Mann wünscht sich insgeheim wohl jede Frau. Er ist aufrichtig, ehrlich, sagt, was er denkt und fühlt und verhält sich so liebevoll und vorbildlich, dass ich ihn sofort toll fand.

Neben den beiden Hauptcharakteren haben mir auch die Nebenfiguren sehr gut gefallen, allen voran Max‘ Schwester Jo und Moritz‘ Sohn Liam. Die Geschichte wird mit so viel Liebe zum Detail und Hingabe erzählt, ohne jemals langatmig zu werden.
Was mir besonders gut gefällt: Das Buch endet nicht an dem Punkt, an dem die beiden „sich kriegen“, sondern thematisiert auch den Alltag der Beziehung, die Probleme, Herausforderungen und Ängste von Max. Und dann gibt es da noch etwas, dass Moritz Max verschwiegen hat und ihr Glück gefährdet …
Die aufgegriffenen Motive haben mich rundherum überzeugt. Diese Geschichte hätte so auch im wirklichen Leben passieren können. Jeder kann sich in die Handlungen der beteiligten Personen hineinversetzen und das macht das Buch so authentisch und wertvoll. 
Ich habe auf jeder Seite mit Max gefühlt, hatte Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, habe dümlich vor mich hingegrinst und gekichert und noch so vieles Mehr.
Dieses Buch, das ich zum Glück noch vor dem Jahreswechsel beenden konnte, zählt zu meinen absoluten Highlights in 2016. Jetzt fehlt mir nur noch Kyras Debütroman Pinguine lieben nur einmal, der aber schon in meinem Regal auf mich wartet.

5 Sterne

Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung und volle Punktzahl.

fazit
Halb drei bei den Elefanten ist ein moderner Liebesroman ganz nach meinem Geschmack. Authentische Protagonisten mit Ecken und Kanten, eine tolle Story ohne Kitsch, dafür aber mit gepfeffertem Humor und ganz viel Herzklopfen machen diesen Roman von Kyra Groh zu einem meiner Highlights in 2016. Unbedingt lesen!

Rezension zu „Santa’s Baby“ von Kira Gembri

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Autorin: Kira Gembri

Veröffentlicht am: 30.11.2013

Veröffentlicht über: CreateSpace

Genre: Weihnachten / Liebe / Erotik

Umfang: 200 Seiten

Preis: 2,99 € (E-Book), 7,99 € (Taschenbuch)

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Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes Kind von insgesamt fünf Geschwistern in Wien geboren. Dort schloss sie das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft mit dem Master ab und dort lebt sie auch weiterhin. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Tandem, spielt Cello, hält ihren Kater von Dummheiten ab und taucht liebend gerne in Schmökern ab. Ihre größte Leidenschaft aber gilt dem Schreiben von humorvollen und romantischen Geschichten.

inhalt

Lara ist alleinerziehende Mutter, Angestellte in einer Buchhandlung und darüber hinaus vor allen Dingen eins: ein riesengroßer Weihnachtsmuffel. Ausgerechnet sie lernt im Supermarkt einen Weihnachtsmann kennen, der ihre Gefühle bald Achterbahn fahren lässt. Unter dem falschen Bart und der roten Mütze steckt nämlich Finn, Besitzer des absolut unverschämtesten Grinsens und ein Weihnachtsfan durch und durch. Lara hat aus ihrer letzten gescheiterten Beziehung gelernt, in ihr Schlafzimmer und erst recht in ihr Herz keinen Mann mehr zu lassen – aber gilt das auch für einen Weihnachtsmann mit blaugrünen Augen …?

Ein humorvoller Kurzroman in 24 Kapiteln über eine prickelnde Liebe zur Weihnachtszeit.

meine-meinung

Ich habe das E-Book vor kurzem zum Schnäppchenpreis von 0,99 € gekauft. Auf die Geschichte habe ich mich schon sehr gefreut, eigentlich wollte ich sie schon letztes Jahr lesen. Kira Gembri gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und konnte mich bisher noch mit jedem Buch überzeugen.

Die Geschichte wird aus Laras Sicht erzählt. Als alleinerziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter findet sie sich oftmals zwischen dem Studium und ihrem Nebenjob in stressigen Situationen wieder. Vom Weihnachtsrummel hält sie nicht viel und auch Männer haben in ihrem Leben lange keine Rolle mehr gespielt – bis Finn auftaucht, der im Supermarkt als Weihnachtsmann jobbt. Und diesen Weihnachtsmann muss man einfach lieben! So unbeschwert und locker, wie er auf Lara zugeht und alles daran setzt, ihr Herz für sich zu gewinnen, ist er ein toller männlicher Protagonist mit Herz-Schmelz-Garantie. Aber er beweist auch viel Humor, Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen. Der perfekte Mann also! Aber bis Lara das erkennt, ist es noch ein langer Weg.

Kiras Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und sehr humorvoll. Die Geschichte lebt durch viele liebevolle Details und ich konnte mehr als einmal herzhaft lachen. Laras Handlungen konnte ich stets nachvollziehen, auch wenn ich sie manchmal schütteln wollte, um ihr die Augen zu öffnen. Aber ohne ein bisschen Hin und Her kommt eben keine spannende Liebesgeschichte aus. Bei all ihren Sorgen und Ängsten hatte Lara  nur das Wohl ihrer kleinen, bezaubernden Tochter im Sinn, deshalb verzeihe ich ihr manchmal übereifriges Urteil gerne. Nele ist so ein goldiges Kind, man muss sie einfach lieben.

Neben der wunderbar weihnachtlichen Stimmung, die der Kurzroman vermittelt, spielt auch Erotik eine große Rolle. Das hatte ich anfangs überhaupt nicht erwartet, auch wenn in der Beschreibung „prickelnde Liebe“ steht. Trotzdem war ich überrascht über die detaillierten Szenen zwischen Lara und Finn, aber im positiven Sinne. Kira Gembri schreibt sehr geschmackvoll und durchaus prickelnd. Besonders schön fand ich es, dass es eben nicht nur auf eine Bettgeschichte hinausläuft und vor allem von Finns Seite viel mehr kommt.

Insgesamt passt dieser wundervolle Roman bestens in die Adventszeit und ich wünsche mir ganz viele Leserinnen dafür. Ein kleiner Kritikpunkt wäre das Cover, das mich persönlich leider überhaupt nicht anspricht. Wäre der Roman nicht von Kira Gembri, hätte ich ihn allein schon wegen seines Äußeren nicht gekauft. Aber in meine Bewertung fließt nur der Inhalt ein.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine große Empfehlung.

fazit

Santa’s Baby ist ein wundervoller Kurzroman, der perfekt in die Adventszeit passt. Wie immer konnte mich Kira Gembri auch mit ihrer Weihnachtsgeschichte absolut überzeugen. Das Buch besticht durch sympathische Charaktere, die auch mal Schwäche zeigen, viele liebevolle Details und einen tollen Humor. Außerdem kommt auch geschmackvolle Erotik nicht zu kurz. Als Einstimmung für das Weihnachtsfest und auch darüber hinaus absolut empfehlenswert!

Rezension zu „It ends with us“ von Colleen Hoover

It ends with us


Autorin:
Colleen Hoover

Veröffentlicht am: 02.08.2016

Veröffentlicht bei: Simon & Schuster

Sprache: Englisch

Genre: Young Adult / Romance / Drama

Umfang: 384 Seiten

Preis: 11,10 € (Taschenbuch), 9,90 € (E-Book)


Die Autorin:

Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie ›Weil ich Layken liebe‹ als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book – und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. ›Weil ich Layken liebe‹ landete noch vor ›50 Shades of Grey‹ auf der New-York-Times-Bestsellerliste!
Mittlerweile hat sie drei Romane publiziert, die alle Bestseller wurden. 2014 erscheint bei dtv der Folgeband ›Weil ich Will liebe‹.
Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.


Inhalt:

SOMETIMES THE ONE WHO LOVES YOU IS THE ONE WHO HURTS YOU THE MOST.

Lily hasn’t always had it easy, but that’s never stopped her from working hard for the life she wants. She’s come a long way from the small town in Maine where she grew up – she graduated from college, moved to Boston, and started her own business. So when she feels a spark with a gorgeous neurosurgeon named Ryle Kincaid, everything in Lily’s life suddenly seems almost too good to be true. Ryle is assertive, stubborn, maybe even a little arrogant. He’s also sensitive, brilliant, and has a total soft spot for Lily, but Ryle’s complete aversion to relationships is disturbing.

As questions about her new relationship overwhelm her, so do thoughts of Atlas Corrigan – her first love and a link to the past she left behind. He was her kindred spirit, her protector. When Atlas suddenly reappears, everything Lily has built with Ryle is threatened.


Meine Meinung:

Keinem anderen Buch habe ich dieses Jahr so sehr entgegengefiebert wie „It ends with us“. Die Autorin, die vorher schon kräftig Werbung gemacht und Leseexemplare verlost hat, sagt selbst, dies ist ihr persönlichstes Buch, das sie am meisten Kraft und Nerven gekostet hat. Mehr als einmal stand sie kurz davor, den Plot zu ändern, Handlungen zurückzunehmen oder die Geschichte gar abzubrechen.
Jeder, der das Glück hatte, das Buch im Vorfeld zu lesen, ist der Meinung, dass dies ihr bestes Buch sei.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lily Bloom, die eine schwierige Kindheit hinter sich hat und trotz ihrer Arbeit in einer renommierten Marketingagentur nur einen Wunsch hat: ihren eigenen Blumenladen zu eröffnen. Lily ist eine clevere, taffe Protagonistin, die eine innere Stärke mitbringt, die ich im Young-Adult-Bereich bisher nur selten gefunden habe. Sie arbeitet hart für ihre Träume und als es soweit ist und sie ihren Blumenladen eröffnet, scheint sie am Ziel angekommen zu sein. Ihre angestellte Allysa wird zu ihrer besten Freundin und deren Bruder Ryle beginnt einen ganz besonderen Platz in Lilys Leben einzunehmen. Ryle, der erfolgreiche Neurochirurg, der eigentlich keine Zeit und Lust auf eine feste Beziehung hat, verliebt sich Hals über Kopf in Lily und wirft seine bisherigen Überzeugungen über Bord, um sich auf eine Beziehung zu ihr einlassen. Von diesem Punkt in ihrem Leben scheint alles nur noch bergauf zu gehen. Lily könnte nicht glücklicher sein. Doch als Atlas, ihre Jugendliebe, plötzlich in ihrem Leben auftaucht, und ihre alten Gefühle für ihn zurückkehren, steht alles auf dem Spiel, wofür sie so hart gekämpft hat. Obwohl Lily nur Ryle will, lässt Atlas sie nicht mehr los. Sie beginnt damit, ihre alten Tagebuchaufzeichnungen zu lesen und plötzlich ist alles wieder da, was sie und Atlas einst verband …

Was erst einmal nach einer typischen Lovestory klingt, ist so viel mehr als das. Lily, Atlas und Ryle mussten in ihren jungen Leben schon so viel Schlimmes erleben und hinter sich lassen. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, das sie auch in der Gegenwart belastet. Colleen Hoover greift sehr ernste Themen auf, die in diesem Genre selten behandelt werden. Ich will nicht zu viel über die Umstände und Entwicklungen verraten, sondern nur so viel sagen, dass die Geschehnisse mich mehr als mitgenommen haben. Was die Autorin mit einfachen sprachlichen Mitteln beim Lesen in mir ausgelöst hat, ist unglaublich. Dieses Buch hat mich, mehr als jedes andere in diesem Jahr, lieben und leiden lassen. Dabei blieben die Handlungen und Gedanken von Lily, die sich in einem wahren Albtraum wiederfindet, stets authentisch und nachvollziehbar. Je näher das Ende der Geschichte kam, umso schwerer wurde mir das Herz. Dieses Buch ist keine leichte Kost und in so vielerlei Hinsicht anders als ihre vorherigen Bücher.

Bei den letzten Kapiteln sind meine Tränen nur so geflossen und obwohl ich gemeinsam mit Lily hin- und hergerissen war, wie sie sich am Ende entscheiden soll, hat mich das Ende gleichermaßen überrascht und glücklich gemacht. Aber auch traurig. Spätestens an dem Punkt der Geschichte, als mir der Bezug zum Titel klar wurde, musste ich mir selbst eingestehen, dass mich das Buch emotional tief berührt hat.

Lieblingszitate:

This is just human nature, healing an old wound to prepare for a fresh new layer. (Pos. 1754-1755)

All humans make mistakes. What determines a person’s character aren’t the mistakes we make. It’s how we take those mistakes and turn them into lessons rather than excuses. (Pos. 2474-2475)

Just because someone hurts you doesn’t mean you can simply stop loving them. It’s not a person’s actions that hurt the most. It’s the love. (Pos. 4021-4022)

Ich habe noch viel mehr tolle Zitate im Text markiert, aber die solltet ihr selbst entdecken. Nachdem ich mit dem Buch fertig war, musste ich dringend über den Inhalt reden, so sehr hat es mich beschäftigt. „It ends with us“ wird mich definitiv nicht mehr so schnell loslassen. Für mich bis jetzt das absolute Jahreshighlight und endlich ein Colleen-Hoover-Buch, das mich wieder so richtig überzeugen konnte. 

Fazit:

Selten hat mich eine Geschichte so sehr aufgewühlt und emotional berührt wie „It ends with us“. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und sollte unbedingt auf eurem Reader oder im Bücherregal einziehen. Die Geschichte wird euch noch lange begleiten und vielleicht nie wieder loslassen. Lest dieses Buch!

 

 

Rezension zu „Verliebt in Mr. Daniels“ von Brittainy C. Cherry

verliebt mr daniels

Autorin: Brittainy C. Cherry

Erscheinungsdatum: 04.05.2016

Veröffentlicht bei: Lyx Egmont

Genre: Junge Erwachsene / Liebe

Umfang: 374 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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Die Autorin: 

Brittainy C. Cherrys erste große Liebe war die Literatur. Sie hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creative Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane. Sie lebt mit ihrer Familie in Milwaukee, Wisconsin. Quelle

Inhalt:

Unsere Liebe verboten zu nennen ist einfach. Einfacher, als zu erkennen, dass wir vom ersten Moment an Seelenverwandte waren. Ich denke, wir sind beides: verbotene Seelenverwandte. Ich hatte nicht vor, mich in ihn zu verlieben, als ich nach Wisconsin kam. Ich hatte weder geplant, in Joes Bar zu stolpern, noch mich Hals über Kopf in Daniels Musik zu verlieren. Ich hatte ja keine Ahnung, dass allein seine Stimme all meine Sorgen wenigstens für einen kurzen Moment vertreiben könnte. Ich wusste nicht, dass sich so das Glück anfühlt. Unsere Liebe war mehr als nur Leidenschaft. Es ging um Familie. Um Verlust. Um das Gefühl, wieder lebendig zu sein. Unsere Liebe war verrückt und schmerzhaft. Sie bestand aus Lachen und Weinen. Sie war wie wir. Und allein deshalb werde ich es niemals bereuen, dass ich mich in meinen Lehrer Mr Daniels verliebt habe!

Meine Meinung:

Ich bin durch die Facebook-Gruppe „Zeilenspringer“ auf das Buch aufmerksam geworden. Ganz viele Mädels haben davon geschwärmt und so habe ich mich anstecken lassen und es sofort in meiner Buchhandlung bestellt.

Ashyln Jennings ist 19 Jahre alt, als ihre Zwillingsschwester Gabrielle an Leukämie stirbt. Ihre Mutter kommt mit der Situation nicht klar und schickt Ashlyn zu ihrem Vater, der in einem anderen Bundesstaat wohnt und zu dem sie so gut wie keinen Kontakt hatte. Mit ihrem Schmerz und ihrem Kummer allein gelassen macht sie sich auf den Weg in ihr neues Zuhause und muss feststellen, dass ihr Dad mittlerweile eine eigene Familie hat – und Ashlyn gar nicht zu brauchen scheint.
Bereits auf der Reise in ihr neues Leben lernt Asyhlyn den gut aussehenden Daniel kennen, der sie spontan zu seinem Kontakt in eine Bar einlädt. Ashyln folgt seiner Einladung und die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Ihre gemeinsame Liebe zu Büchern, insbesondere Shakespeare, und all das Schlimme, dass sie in ihrer Vergangenheit erlebt haben, lässt eine tiefe Verbindung entstehen, die weit über eine normale Teenager-Liebelei hinausgeht.
Doch als Ashlyn sich an ihrer neuen Highschool in Daniels Englischkurs wiederfindet, scheint der Traum von einer gemeinsamen Zukunft geplatzt zu sein.

Die Geschichte wird aus Ashlyns und Daniels Sicht erzählt. Jedem neuen Kapitel ist ein Zitat von Daniels Band „Romeos Quest“ vorangestellt. Bereits am Anfang wird deutlich, wie viel Schmerz und Leid die beiden in ihrem jungen Leben schon erleben mussten. Als sie aufeinander treffen, scheint es eine Fügung des Schicksals zu sein, doch mit dem Schulalltag wird schnell deutlich, dass diese Liebe nicht sein darf.
Nun deutet ja bereits der Klappentext an, dass die beiden sich nicht lange gegen ihre Gefühle wehren können und so beginnt eine heimlich Affäre, die immer intensiver wird, je mehr Zeit Ashlyn und Daniel miteinander verbringen. Dabei steht die große Liebe zwischen ihnen im Vordergrund. Mehr als einmal müssen sie an ihrer Beziehung zweifeln und stehen kurz vor der Trennung. Die Autorin schafft es, die zerrissenen Gefühle, die Dramatik und den Tiefgang dieser besonderer Beziehung auf jeder Seite spürbar werden zu lassen. Diese Liebe ist genauso intensiv wie verboten – und trotzdem absolut richtig.

Mir hat vor allem gut gefallen, dass es keine typische „Verbotene-Liebe“-Story ist, bei der der Reiz des Verbotenen im Vordergrund steht, sondern wirklich die tiefe Liebe von Ashlyn und Daniel. Im Laufe der Geschichte müssen sie weitere gemeinsame Schicksalsschläge überwinden und ihre Liebe unter Beweis stellen.
Die vielen kleinen Details machen diese Geschichte so liebenswert: z. B. spielt Daniel in einer Band, die von Shakepeares Stücken inspiriert. Auch die Familiengeschichte rund um Ashlyn und ihren Vater mitsamt seiner neuen Familie hat mir gut gefallen. Die Nebenfiguren habe ich sehr ins Herz geschlossen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig und trotzdem poetisch. Auch die Erotikszenen wirken nicht übertrieben oder anstößig.

Insgesamt habe ich das Buch absolut genossen. Die Geschichte hat mich keine Sekunde gelangweilt, sondern gut unterhalten und mitfiebern, -lieben und -trauern lassen. So muss eine Liebesgeschichte sein!
Einziger Kritikpunkt: Das Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack. Was ich damit meine, müsst ihr aber selbst herausfinden. Für die hoffnungslosen Happy-End-süchtigen Romantiker unter euch ist es vielleicht genau das Richtige. Für mich hätte nicht so dick aufgetragen werden müssen.
Dennoch ist das Buch einfach rundum wundervoll und verdient daher 4,5 Sterne und eine dringende Leseempfehlung.

4 1_2 Sterne

Fazit:

„Verliebt in Mr. Daniels“ war ganz anders und viel besser, als ich erwartet hatte. Diese intensive, sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte geht weit über eine verbotene Schüler-Lehrer-Affäre hinaus und trifft mitten ins Herz. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann es euch nur wärmstens empfehlen.

Rezension zu „Wir beide in Schwarz-Weiß“ von Kira Gembri

Wir beide in
Autorin: Kira Gembri

Erscheinungsdatum: 08.06.2016

Veröffentlicht über: CreateSpace

Umfang: ca. 300 Seiten

Genre: Junge Erwachsene

Preis: 2,99 € (E-Book)

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Die Autorin:

Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater – einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat – hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.

Inhalt:

Als Alex auf die quirlige Kunststudentin Kris trifft, glaubt er, seine Seelenverwandte gefunden zu haben. Denn auch Kris liebt die Herausforderung und den Nervenkitzel, besonders die Performancekunst hat es ihr angetan. Mit Kunst hat Alex zwar überhaupt nichts am Hut, aber für Kris würde er so ziemlich alles riskieren … selbst wenn er sich damit in große Gefahr bringt.

Meine Meinung:

Bereits zum dritten Mal durfte ich Teil einer Vorableserunde zu Kiras Romanen sein.
Es gibt nur wenige Autorinnen, deren neues Buch ich lesen würde, ohne zu wissen, worum es darin geht, aber Kira Gembri ist eine von ihnen. Ihre Bücher beinhalten genau die richtige Mischung aus Romantik, Drama, Tiefgang und Humor. Und so wurde ich auch von ihrem neuesten Buch, einer Art Fortsetzung von „Wenn du dich traust“ nicht enttäuscht. Die beiden Bücher kann man aber unabhängig voneinander lesen.

Die quirlige Kunststudentin Kristina und Jays (Protagonist aus „Wenn du dich traust“) Mitbewohner Alex treffen in dieser Geschichte aufeinander – und sind zuerst einmal weit entfernt davon, sich ineinander zu verlieben. Solche Anfänge mag ich ja persönlich am liebsten. Die Umstände führen sie zusammen und bald fühlen sie sich füreinander verantwortlich. Ihre beginnende Beziehung geht weit über eine gewöhnliche Teenie-Liebesgeschichte hinaus, denn neben dem Kampf mit ihren persönlichen Problemen müssen die beiden lernen, sich aufeinander einzulassen – und das ist nicht immer einfach.

Kris und Alex erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht. Das Buch bietet wieder genau das richtige Verhältnis zwischen Humor und Tiefgang. Auch an flapsigen Sprüchen und einer gehörigen Portion Sarkasmus mangelt es nicht. Es wird auch mal geflucht – davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen, denn insgesamt wirkt das Buch durch die verwendete Jugendsprache sehr authentisch.

Die Geschichte um Alex und Kris ist ein Auf und Ab, ein Extrem der Gefühle. Der leichte Schreibstil federt die schwere Themen gekonnt ab und sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Neben den aufgegriffenen Themen sind vor allem die Dialoge Kira Gembris Stärke und ich liebe es, über die Anspielungen und Sprüche der Protagonisten zu lachen.

Lieblingszitate:

„Ich bin ein Typ, der zu beschränkt ist, um deine Kunst zu kapieren. Jemand, bei dem du dich wunderst, wenn er dir was über Van Gogh oder die Sterne oder so einen Scheiß erzählen kann. Und jemand, den du mit Vorsicht genießt … weil du nicht sicher bist, ob das mit ihm ein Spaß wird, oder ein riesengroßer Fehler.“ (Alex, Pos. 1330 – 1132)

„Du bist verrückt, wenn du mich für so oberflächlich hälst. Verrückt, wenn du glaubst, du könntest mir Angst einjagen. Und vor allem bist du total verrückt zu denken, dass du mich so einfach loswirst!“ (Kris, Pos. 1608 – 1609)

„Erst süß, dann prätentiös und jetzt infantil? Boah, nirgendwo wird so hart gedisst wie in der Welt der bildenden Künste.“ (Pos. 2807 – 2808)

Beim letzten Zitat ist übrigens Flocke beteiligt, der dritte männliche WG-Mitbewohner, den man schon in „Wenn du dich traust“ ins Herz schließen konnte. Überhaupt macht es viel Freude,  die lieb gewonnenen Charaktere Lea und Jay wieder anzutreffen.

Insgesamt fällt „Wir beide in Schwarz-Weiß“ etwas ernster aus als die anderen Bücher von Kira Gembri. Die schweren Themen stehen mehr mit Mittelpunkt, dennoch kommen auch die Romantik und der Humor nicht zu kurz.
Für dieses rundum gelungene Buch vergebe ich volle fünf Sterne.

5 Sterne
Fazit:

„Wir beide in Schwarz-Weiß“ ist die perfekte Mischung aus Romantik, Humor und Tiefgang. Wie jedes Buch von Kira Gembri liest es sich locker und flüssig und glänzt mit authentischen, außergewöhnlichen Charakteren, die gemeinsam heftige Krisen bestreiten müssen.
Das Hardcover erscheint im Herbst im Arena-Verlag. Schlagt zu, solange das E-Book mit diesem wunderschönen Cover noch so günstig zu bekommen ist.

Rezension zu „Too late“ von Colleen Hoover

Too late

Autorin: Colleen Hoover

Veröffentlicht: nur über Wattpad

Fertiggestellt im April 2016

Sprache: Englisch

Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Drama

Umfang: 49 Kapitel

Lesen

Die Autorin:

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

Inhalt:

Sloan will go through hell and back for those she loves. And she does, every single day. After finding herself stuck in a relationship with the dangerous and morally corrupt Asa Jackson, Sloan will do whatever it takes to get by until she’s able to geht out.
Nothing will get in her way.
Nothing except Carter.

Sloan is the best thing to ever happen to Asa. And if you ask Asa, he’d say he’s the best thing that’s ever happened to Sloan. And he has no planing of letting her go; even if she doesn’t approve of his sinister lifestyle. But despite Sloan’s disapproval, Asa knows what it takes to keep what he wants, and he’ll do it. He knows what it needs to do to remain on top, and he does it.
Nothing will get in his way.
Nothing except Carter.

Meine Meinung:

„Too late“ ist eine kostenlose, 49-teilige Geschichte, die Bestsellerautorin Colleen Hoover für ihre Fans geschrieben und auf Wattpad veröffentlicht hat. Um die Geschichte lesen zu können, muss man auf Wattpad angemeldet sein. Wattpad kann über die normale Webansicht oder bequem per App genutzt werden.

Was war ich neugierig auf „Too late“. Nachdem mich das seichte, kitschige „Maybe someday“ ziemlich enttäuscht hat, hatte ich eigentlich gar keine großartigen Erwartungen an diese Wattpad-Story. Zumal Colleen Hoover seit 2012 immer mal wieder daran geschrieben hat, bis sie sie letzten Monat abschloss. Ich erwartete also eine „typische“ CoHo-Geschichte, romantisch, etwas dramatisch, mit Happy End und viel Herz.
Weit gefehlt!
Was die Frau hier geschrieben hat, ist absolut anders als all ihre anderen Bücher. Nicht umsonst warnt sie (den Wattpadregeln entsprechend):

Due to extreme graphic scenes and language, this read is recommended for mature audiences only.

Und das ist nicht übertrieben.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus den Perspektiven von Sloan, ihrem Freund Asa und dessen neuem Kumpel Carter erzählt. Bereits im ersten Kapitel wird deutlich, wie anders diese Geschichte ist. Sloan leidet unter ihrem Freund, mehr, als man sich zu Beginn überhaupt vorstellen kann.
Zum Inhalt will gar nicht so viel erzählen. Was ich verraten kann, ist, dass ich beim Lesen mehr als einmal den Kopf geschüttelt habe, mir der Mund offen stand, ich dachte „Das kann die Autorin doch nicht machen“, „Ist das ihr Ernst?“ und „Was für ein kranker Scheiß“. Denn das ist es, womit man die Beziehung zwischen Sloan und Asa zusammenfassen kann: kranker Scheiß. Asa brings the term „Badboy“ to the next level. Und das hat nichts mehr Attraktives an sich. Beim Lesen schwankte ich zwischen Hass, Mitgefühl und Ekel vor diesem Protagonisten.

Colleen Hoovers große Stärke ist es, Geschichten zu schreiben, die den Leser emotional fesseln. Und auch bei „Too late“ konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Für mich ist es ihre zweitbeste Geschichte nach „Love & Confess“, vor allem auch deshalb, weil sie so anders ist, als all ihre anderen Bücher. Düster, sexy, unerwartet, unvorhersehbar, krass. Vor allem mit Sloan kann man sich gut identifizieren. Ihre ausweglose Situation ist immer spürbar. Sie ist Asa ausgeliefert und man fiebert mit ihr mit, hofft auf ihre Rettung in Form von Carter, der nicht ist, was er vorgibt zu sein.
Einziges Manko für mich: Man erfährt wenig über den Hintergrund der Protagonisten, der über die eigentliche Handlung hinausgeht. Aber bei einer kostenfreien „Just-For-Fun-Story“ erwarte ich auch keine ausgeklügelten Charakterstudien.

Es ist kein Geheimnis, dass CoHo eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Mit dieser Geschichte beweist sie ein weiteres Mal, dass sie ein Händchen für die schweren Themen hat. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt ihre Protagonisten fluchen, ficken und leiden. Entschuldigt die derbe Ausdrucksweise, aber das ist genau die Sprache, in der die Geschichte geschrieben ist.

Das Ende ist mega spannend. Gerade, als ich dachte, das kann sie nicht bringen, ändert sich noch einmal alles und man sitzt einfach nur fassungslos vor dem (in meinem Fall) iPad. Leute, wenn ihr Colleen Hoover mögt und keine Scheu vor derber Sprache und krassem Inhalt habt, dann: Lest! Diese! Geschichte!
Aber Vorsicht: Schlaflose, durchgelesene Nächte sind inklusive.

Für mich ein voller Erfolg. Gerne mehr davon. Volle Punktzahl.

5 Sterne
Fazit:

Colleen Hoover zeigt sich in „Too late“ von einer völlig anderen Seite. Ich war absolut gefesselt von dieser krassen, kranken Story. CoHo ist und bleibt die Queen of emotions.