Rezension zu „This new world“ von Laura Newman

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Autorin: Laura Newman

Erschienen: 03.03.2017

Verlegt über Books on Demand

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction

Umfang: 392 Seiten

Preis: 12,99 € (Taschenbuch), 21,99  € (gebunden), 2,99 € (E-Book)

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Die unter Pseudonym schreibende Laura Newman war lange als Mediengestalterin tätig, bevor sie sich ihren Traum vom Schreiben erfüllte. 2013 erschien ihr erstes Buch im Selbstverlag. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Jugendbücher in verschiedenen Genres. Laura Newman ist ein echtes Multitalent, denn vom Buchsatz über das Cover, bis hin zu Buchtrailer und zur Vermarktung nimmt sie alles selbst in die Hand.
Mehr über Laura erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite, ihrem Internetauftritt und ihrem Youtube-Kanal.

inhalt
Zoe ist im letzten Highschool-Jahr, als ihre Welt auf einmal kopfsteht.
Menschen benehmen sich seltsam. Unvorstellbare Dinge geschehen. Im Fernsehen und Internet ist von unerklärlichen Anomalien die Rede. Und spätestens als ihre Eltern plötzlich diese ganz erstaunlichen Dinge tun können, ist Zoe klar:
Diese Welt wird sich verändern.

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Zoe lebt mit ihrer Familie in der amerikanischen Kleinstadt Rigby. Sie befindet sich im letzten Jahr der Highschool, plant und genießt ihr Leben. Sie gehört zu den beliebtesten Mädchen der Schule, ist mit dem Footballstar Coben zusammen und feuert ihn als Cheerleaderin an. Mit ihrer besten Freundin Dilan wohnt sie seit Kindertagen Tür an Tür. Kurzum: ihr Leben ist perfekt! Bis eines Tages ein Meteorit in der Erdumlaufbahn auftaucht und sich alles ändert. Plötzlich entdecken immer mehr Menschen seltsame, superheldenmäßige Fähigkeiten an sich. Vom Fliegen über das Unsichtbar-Werden, dem Zerstören von Dingen mit Gedankenkraft oder der Gestaltwandlung ist alles dabei. Zunächst nehmen die Menschen an, sie wären von einer Art Krankheit befallen und das öffentliche Leben steht nahezu still, doch nach und nach kehrt Normalität ein. Willkommen in dieser schönen neuen Welt, in der jeder etwas mehr oder weniger Besonderes kann.

Auch Zoe entdeckt ihre Gabe, wenn auch etwas später als die anderen. Während der Zeit, in der sie auf das Auftauchen ihrer Fähigkeit wartet, beginnt sie allmählich an ihrem perfekten Leben zu zweifeln. Liebt sie ihren Freund wirklich? Haben ihre beste Freundin und sie überhaupt noch Gemeinsamkeiten? Und warum fühlt sie sich plötzlich zu dem Außenseiter der Schule, Josh, hingezogen?

Dieser Roman verbindet eine spannend erzählte Science-Fiction-Story mit den üblichen Problemen einer Highschool-Schülerin. Zwischen ihrer fliegenden Mama, ihrer Avatar-blauen Freundin und ihrem feuerkontrollierendem Freund lernt Zoe eine Menge über sich selbst und das Leben, das sie führen möchte.

Die Sprache ist angenehm locker und leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin und obwohl die Geschichte nicht durch knallharte Action oder atemlose Spannung besticht, sondern eher gemächlich erzählt wird, kann man kaum aufhören zu lesen.

This new world ist der erste Teil einer geplanten Dilogie. Gegen Ende häufen sich schlimme Zwischenfälle in Zoes Leben und langsam wird klar: die schönen neuen Fähigkeiten sind keineswegs ungefährlich. Das Ende ist durchaus dramatisch, dennoch kam es für mich zu abrupt. Für meinen Geschmack hätte das Buch mit einem schockierenden Knaller enden sollen, der den Leser kopfschüttelnd und atemlos zurücklässt. Leider fiel der Abschluss von Band eins eher unspektakulär aus. Schade.

4 Sterne
Für This new world vergebe ich 4 Sterne.

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Mit ihrem Science-Fiction-Jugendbuch This new world beweist Self-Publisher-Autorin Laura Newman einmal mehr, dass sie zu den Besten ihres Fachs gehört. Story, Charaktere und Erzählstil überzeugen auf ganzer Linie und machen es nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl die Geschichte eher gemächlich voranschreitet, hält die Autorin ihre Leser stets bei der Stange und offenbart fortlaufend neue, schockierende Geheimnisse in dieser schönen, neuen Welt. Science-Fiction trifft hier auf typische Highschool-Probleme und schafft es so, ein unkonventionelles Szenario in den Alltag der Schülerin Zoe zu integrieren. Einzig das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem: Lesen lohnt sich!

 

 

 

 

 

Rezension zu „Echo Boy“ von Matt Haig

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Autor: Matt Haig

Veröffentlicht am: 09.12.2016

Verlag: dtv

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction

Umfang: 398 Seiten

Preis: 11,95 € (Taschenbuch)

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Matt Haiggeboren 1975 in Sheffield, hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Quelle

inhalt

»Vor zwei Wochen wurden meine Eltern getötet. Seitdem hat sich alles verändert. Absolut alles. Das Einzige, was immer noch wahr ist: Ich bin immer noch ich. Ein Mensch namens Audrey Castle.«

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel.

Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr…

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Auf Echo Boy aufmerksam geworden bin ich durch Nicole von Trallafittibooks, die das Buch als eine der Ersten in den Händen halten durfte. Ich mag Science-Fiction und außergewöhnliche Liebesgeschichten und habe mich sofort in das traumhaft schöne Cover verliebt. Deshalb habe ich nicht lange gezögert und mir Echo Boy in der Buchhandlung meines Vertrauens bestellt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Daniel erzählt, die ihre Erinnerungen in einem Gedanken-Buch, einer Art Tagebuch, festgehalten haben. Sie erzählen in der Vergangenheitsform und geben hier und da kleine Hinweise darauf, was später passiert. Audreys Perspektive ist häufiger vertreten, aber Daniels fand ich am interessantesten.

Audrey ist erst 15 Jahre alt, als sie ihre Eltern durch eine defekte Haushalts-Echo verliert. Ihr Vater war der größte Gegner ihres Onkels Alex Castle, dem Castle Industries gehört, eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Echo-Produktion. Als Audrey mangels Alternativen bei ihrem Onkel leben muss, findet sie sich in ihrem persönlichen Albtraum wieder: das Haus voller Echos, ihr zehnjähriger Cousin ist ein sadistischer Psychopath und ihr Onkel hat zwei Gesichter. Er spannt sie für seine Zwecke ein und das macht Audrey Angst. Und dann ist da noch der Echo Daniel. Dieser Echo ist anders alle anderen. Er hat wache Augen, stellt Fragen und widersetzt sich den Befehlen seines Herrn. Bald erkennt Audrey, dass er sie beschützen will und Gefühle empfinden kann. Und auch Audrey, die sich in ihrem Leben nichts sehnlicher gewünscht hat als einen realen Freund, fühlt sich zu Daniel hingezogen. Doch als ihr Onkel herausfindet, dass seine Nicht ihm mehr Ärger als Nutzen bringt und Daniel für ihn wertlos ist, steht plötzlich beider Leben auf dem Spiel.

Der Roman spielt im Jahr 2115. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Weite Teile der Erde wurden durch Klimakatastrophen verändert, heutige Metropolen existieren nicht mehr bzw. wurden neu errichtet. Die Zahl der Menschen ist rasant gestiegen und mit ihnen die ihrer vielen Helfer – den sogenannten Echos. Maschinen, die menschlich aussehen und aus künstlichem Fleisch und Blut hergestellt wurden, einzig und allein, um den Menschen zu dienen. Künstlich ist auch die treffende Bezeichnung für den Alltag im Jahr 2115. Ausflüge, Unterricht, Urlaub, Spiele und Treffen – alles spielt sich in einer virtuellen Realität ab, die mittels sogenannter Pods besucht wird.
Die Menschheit ist in Arm und Reich geteilt. Nur wenige können sich Echos überhaupt leisten. Polizei, Armee und Sicherheitskräfte wurden durch Echos und ältere Roboter-Modelle ersetzt. Es existieren gefährliche Waffen, die ihr Ziel in Antimaterie umwandeln und somit vollkommen auslöschen können.
Matt Haig hat eine erschreckende Welt geschaffen. Und doch kann man sich spielend leicht in diese Zukunft hineinversetzen, denn sie könnte so oder so ähnlich tatsächlich eintreten. Viele Anzeichen aus unserem heutigen Alltag sprechen bereits dafür.

Wer eine tiefe Liebesgeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Echo Boy ist in erste Linie ein rasant erzählter, spannungsgeladener Science-Ficiton-Roman, der Fragen aufwirft und zum Mitdenken anregt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen ebenso wie die Frage nach Schuld und Unschuld. Audrey und Daniel nehmen uns mit in eine Welt, die gleichermaßen faszinierend und schockierend ist. Ich kann mir Echo Boy sehr gut als Film vorstellen und hoffe, dass der Roman eines Tages tatsächlich verfilmt werden wird.

Echo Boy bietet Denkanstöße und setzt sich mit moralischen Fragen auseinander, die jeder Leser für sich selbst beantworten muss. Viele Szenen enthalten psychische und physische Gewalt, sie halten dem Leser einen Spiegel vor und fordern ihn zum Hinterfragen des eigenen Verhaltens auf.
Matt Haig beschenkt den Leser vor allem in Form von Daniels Gedanken mit vielen kleinen und großen Lebensweisheiten. Am liebsten hätte ich mir pausenlos Notizen gemacht und Zitate herausgeschrieben. Dieses Buch steckt voller Schätze, die in Worte verpackt wurden.

4 1_2 Sterne

Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

fazit

Echo Boy ist so viel mehr als nur ein spannungsgeladenes Science-Fiction-Jugendbuch. Der Autor entführt uns in die gleichermaßen erschreckende und faszinierende Welt des Jahres 2115, in der die 15-jährige Audrey und der einzigartige Echo Daniel um ihr Überleben kämpfen. Auf der Flucht vor einem übermächtigen Feind lernen die beiden ungleichen Protagonisten, wofür es sich zu leben lohnt, wenn die eigene Freiheit auf dem Spiel steht.
Diese Geschichte steckt voller kleiner und großer Lebensweisheiten. Ich hätte mir am liebsten pausenlos Zitate herausgeschrieben, damit ich sie immer wieder lesen und verinnerlichen kann. Nicht nur für Science-Fiction-Leser eine wahre Bereicherung!

Rezension zu „Der letzte Stern“ von Rick Yancey

Letzte Stern
Autor: Rick Yancey

Erscheinungsdatum: 03.10.2016

Veröffentlicht bei: Goldmann

Genre: Jugendbuch / Sciene-Fiction / Dystopie

Reihe:

Die 5. Welle – Band 1
Das unendliche Meer – Band 2
Der letzte Stern – Band 3

Umfang: 383 Seiten

Preis: 16,99 € (Hardcover)

Mehr Infos: hier

 

Der Autor:

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. Quelle

Inhalt:

Sie kamen, um uns zu vernichten: die ‚Anderen‘, eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen …


Meine Meinung:

Wie ihr vielleicht wisst, war ich von den ersten beiden Teilen der Reihe hellauf begeistert. Selten habe ich eine so intelligente, rasant erzählte Dystopie gelesen, bei der einfach alles gestimmt hat: vom unglaublich tollen, teils poetischen Schreibstil des Autors über die Hauptperson (Cassie) bis hin zu einer in der Rahmenhandlung eingebetteten, überzeugenden Liebesgeschichte, hat mich diese Reihe in diesem Jahr einfach umgehauen. Endlich ist Band 3 erschienen und ich habe mich wahnsinnig gefreut, als ich das Buch schon einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in den Händen halten konnte. Innerhalb von zwei Tagen habe ich den Inhalt verschlungen, um am Ende … ja was eigentlich? Zufrieden zu sein? Oder enttäuscht? Irgendetwas dazwischen ist es letztendlich geworden. Auf jeden Fall konnte mich der dritte und finale Band dieser außergewöhnlichen Reihe nicht so sehr überzeugen, wie seine zwei Vorgänger.

Wurde Band eins noch hauptsächlich aus Cassies Sicht erzählt, haben sich in Band zwei schon mehrere Erzählperspektiven entfaltet. In „Der letzte Stern“ spielt Cassie nun sogar eine eher untergeordnete Rolle. Stattdessen kommen diesmal fast alle wichtigen Protagonisten zu fast gleichen Anteilen zu Wort und sogar einige Nebencharaktere werden großzügig in den Handlungsverlauf integriert. Gleichzeitig wird die Geschichte so rasant erzählt, dass sich das Buch innerhalb weniger Stunden wegliest. Trotzdem ist es mir dieses Mal sehr schwer gefallen, einen Zugang zur Geschichte zu bekommen. Es hat fast bis zur Hälfte des Buches gedauert, bis ich richtig „drin“ war. Und das keineswegs, weil die Geschichte schlecht wäre, sondern einfach, weil in den Vorgängerbänden so viele wichtige Dinge passieren, die ich einfach wieder vergessen hatte. Deshalb mein Tipp an alle, die die Reihe noch nicht kennen und sie gerne lesen würden: Lest sie am Stück. Genau das habe ich mir auch für einen Re-Read vorgenommen, den ich garantiert irgendwann machen werde, denn diese Reihe verdient einfach die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Leser.

Über Rick Yanceys einzigartigen Schreibstil habe ich schon in meinen Rezis zu den ersten beiden Bänden geschwärmt. Daran hat sich zum Glück nicht viel geändert. Seine bildgewaltige Sprache, die reich an Metaphern ist, hat mir mehr als einmal eine Gänsehaut über die Arme gejagt. Vor allem zum Ende hin entfaltet er sein volles erzählerisches Talent vor dem großen Finale.
Da wären wir auch gleich beim nächsten Thema: das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Meine Emotionen haben sich irgendwo zwischen Schock, Fassungslosigkeit und Kopfschütteln bewegt. Und trotzdem bin ich mit dem Ende einverstanden und habe es schlussendlich akzeptiert. Falls ihr das Buch schon gelesen habt, bin ich sehr gespannt darauf, wie ihr die Auflösung findet.

Nun zu meinen Kritikpunkten: 

Insgesamt fehlte mir hier die Vertiefung der Liebesgeschichte zwischen Cassie und Evan. Seit dem ersten Band ist diese leider total untergegangen und wird sogar von Cassie selbst als fast schon belanglos hingestellt. Das fand ich total schade und hat mir im Herzen weh getan.
Von Cassie selbst gab es auch nicht viel zu lesen. Zu sehr wurde auf die anderen Charaktere eingegangen, die zwar alle wichtig sind, aber für meinen Geschmack zu sehr im Fokus standen.
Die Geschichte um Ringer und die damit verbundenen Entwicklungen am Ende waren mir too much. Natürlich sollte all das die Hoffnung für die kleine Gruppe der Überlebenden und die Menschheit an sich symbolisieren, aber ich habe einfach nicht verstanden, warum ausgerechnet sie ihr Happy End kriegt und andere, für mich wichtigere Personen, nicht.
Aber natürlich sind genau das die Enden, die ich liebe und die mir im Gedächtnis bleiben. Ich bin da wohl selbst zwiegespalten, aber gerade bei dieser Reihe hätte ich mir doch einen anderen Ausgang gewünscht.
Das Ende ist sehr offen gehalten. Das lässt Raum für weitere Stories, vielleicht ein Spin-Off zu Evan? Ich würde es mir jedenfalls wünschen.

 

Trotz meiner Kritikpunkte überwiegt der positive Gesamteindruck des Buches. Die dreibändige Reihe zählt zu meinen Highlights des Jahres 2016. Daran ändert auch der etwas schwächere letzte Band nichts.

Von mir gibt es diesmal 4 Sterne.

4 Sterne
Fazit:

Eine der besten dystopischen Jugendbuch-Reihen ist nun zu ihrem Abschluss gekommen. Obwohl mich „Der letzte Stern“ nicht so begeistert zurücklässt, wie seine zwei Vorgängerbände, ist dem Autor mit dem finalen Band insgesamt ein würdiger Abschluss gelungen. Vor allem der bildgewaltige, einzigartige Schreibstil macht diese Bücher zu etwas ganz Besonderem. Die rasant erzählte Geschichte ist bis zum Schluss spannend, aber leider lässt mich das Ende etwas enttäuscht zurück.
Nichtsdestotrotz zählt „Die 5 .Welle“ zu meinen absoluten Highlights des Jahres 2016.

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Ich bedanke mich recht herzlich beim Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Rezension zu „Das unendliche Meer“ von Rick Yancey

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Autor: Rick Yancey

Veröffentlicht am: 30.03.2015

Veröffentlicht bei: Goldmann

Genre: Science Fiction / Dystopie

Reihe: Die 5. Welle, Band 2

Umfang: 352 Seiten

Preis: 16,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier

Der Autor:

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. Quelle

Inhalt:

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen…

Meine Meinung:

Wie ihr vielleicht wisst, hat mich der erste Band der Reihe total umgehauen. Zur Erinnerung: hier findet ihr noch einmal meine Rezi.
Schnell musste die Fortsetzung her, doch gelesen habe ich sie erst, nachdem ich mir vor ein paar Tagen die Verfilmung des ersten Buches angesehen habe. Die mir, nebenbei bemerkt, ganz gut gefallen hat (ich sag nur: Evan <3), aber nicht annähernd an das Buch herankommt.

Umso erfreuter bin ich darüber, dass auch „Das unendliche Meer“ mich wieder voll und ganz mitreißen konnte.
Yancey hat einen unverwechselbaren Schreibstil: komplex, tiefgründig, bildgewaltig und reich an Metaphern. Seine Bücher kann man nicht mal eben so weglesen, man muss sich konzentrieren und voll und ganz darauf einlassen und ja: das kann auch schnell anstrengend werden, aber es lohnt sich so sehr.

Die Geschichte wird wieder aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt, vor allem Ringer kommt ausführlich zu Wort. Sie ist ein äußerst interessanter Charakter, vollkommen gegensätzlich zu Cassie, hart, in sich gekehrt, lächelt nie, kämpft wie eine Maschine und lässt keine Emotion erahnen. Je mehr ich über sie erfahren habe, desto mehr ist sie mir ans Herz gewachsen. Ringer (eigentlich Marika) muss in diesem Band viel durchmachen, der Hauptteil der Geschichte dreht sich um sie und so scheint sie eine zweite Hauptprotagonistin geworden zu sein. Ich verrate nicht, was sie durchmachen muss, aber es hat mich wieder überrascht, mitgerissen und zu einer unvorhergesehenen Wendung geführt. Am Ende scheint sie der Schlüssel zu sein, der im Finale benötigt wird, um die Geschichte enden zu lassen. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt.

Auch in diesem Band wird es wieder brutal, es gibt viele Kampfszenen und noch mehr Verletzungen – so, wie es sich für ein Endzeit-Epos gehört. Von einigen Dingen war ich geschockt und das will schon was heißen, schließlich bin ich durchaus auch Thriller und Psychothriller gewöhnt.

Von meinem heißgeliebten Evan gab es diesmal nicht so viel zu lesen, wie ich es mir gewünscht hätte, aber man erfährt viel über seine Vergangenheit und seine Rolle in der Geschichte. Ich denke, dass er vor allem im letzten Band noch eine wichtige und entscheidende Rolle spielen wird, zusammen mit Cassie und Ringer.

Insgesamt habe ich das Buch wieder innerhalb von nur zwei Tagen aufgesogen und das bedeutet ja wohl, dass Herr Yancey wieder alles richtig gemacht hat. Ich habe jedenfalls nichts zu meckern, deshalb gibt es volle Punktzahl.

5 Sterne
Fazit:

„Das unendliche Meer“ ist die rundum gelungene, furiose Fortsetzung von „Die 5. Welle“ und steht dem grandiosen ersten Band in nichts nach. Die Geschichte geht düster, brutal und rasant weiter und spitzt sich in Richtung des großen Finales zu, das ich kaum noch erwarten kann. Wenn ihr Science Fiction / Dystopien mögt, solltet ihr euch die Bücher nicht entgehen lassen.

Rezension zu „Die 5. Welle“ von Rick Yancey

5. welle
Autor: Rick Yancey

Erscheinungsdatum: 11.01.2016 (Filmausgabe des Taschenbuches)

Veröffentlicht bei: Goldmann

Genre: Jugendbuch / Dystopie / Science-Fiction

Umfang: 479 Seiten + Leseprobe aus Band 2

ISBN: 978-3442482801

Preis: 9,99 €

Mehr Infos: hier

 

Der Autor:

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. Quelle

Inhalt:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Cassie hat seit der Ankunft der Anderen fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie vor dem Tod. Aber kann sie ihm trauen? Sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält …

Meine Meinung:

Was. Für. Ein. Buch. Leute, ich bin immer noch total geflasht.
Normalerweise kann ich mich nicht besonders für Science-Fiction und Alien-Geschichten begeistern, aber „Die 5. Welle“ ist so grandios, dass ich die Fortsetzung „Das unendliche Meer“ am liebsten sofort verschlingen will.

Die 16-jährige Protagonistin Cassie ist eine kleine Rotzgöre, eine Kratzbürste, die auf die harte Tour lernen muss, sich allein zurechtzufinden und zu überleben. Die ersten vier Wellen haben ihr alles genommen, aber sie haben sie auch abgehärtet. Auf sich allein gestellt versucht sie, ihren kleinen Bruder Sammy zu finden, dem sie ein Versprechen gegeben hat, als die Soldaten die Kinder mitnahmen und später alle anderen töteten.

Als Cassie nach einem Angriff angeschossen im Schneesturm versinkt, ist sie so gut wie tot, als der Farmersjunge Evan sie rettet. Er ist der einzige Mensch, dem sie seit langem begegnet ist, doch kann sie ihm trauen? Obwohl sie sich wünscht, es zu können, bringen ihre nagenden Zweifel die Fassade seiner Geschichte zum Bröckeln. Dennoch ist er der Einzige, der ihr helfen kann, ihren Bruder zu retten.
Ich habe mich sofort mit Cassie angefreundet. Sie eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack: stark, entschlossen, mutig. Gerade ihre Schwächen verleihen ihr Authentizität. Cassies sarkastische Bemerkungen in den ausweglosesten Situationen haben mich oft zum Lachen gebracht. So muss eine überzeugende Protagonistin sein, wenn sie die Welt retten soll! Um ihren Bruder zu retten, würde sie alles tun. Genauso wie Evan für sie. Er ist ihre Rettung und sie seine.

Das Buch ist in 12 Abschnitte geteilt, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Cassie erzählt überwiegend, aber auch ihr kleiner Bruder Sammy, der zum Alienkiller ausgebildete Soldat Ben (und gleichzeitig Cassies Highschoolliebe) und Evan kommen zu Wort. Ganz kurze Kapitel sorgen für packende Spannung. Wie in einem Spielfilm erfährt der Leser Stück für Stück was es mit der Alieninvasion und ihrem Plan, die Menschheit auszurotten, auf sich hat. Jeder Aspekt der Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten beleuchtet, bis sich das Gesamtbild wie ein Puzzle zusammensetzt.

Die Sprache ist jugendlich und authentisch, oftmals wird der Leser direkt angesprochen. Mir haben besonders die Kapitel aus Cassies Sicht sehr gefallen, was natürlich auch an Evan liegen könnte, für den ich, zugegebenermaßen, eine ziemliche Schwäche habe 😀 Zwischen den beiden entwickelt sie eine zarte Romanze, die stetig zwischen Misstrauen und Abhängigkeit schwankt. Kann mir bitte jemand Evan zum Mitnehmen einpacken? Dass er Geheimnisse hat, ist von Anfang an klar und obwohl es den Leser nicht wirklich überrascht, als diese aufgedeckt werden. Trotzdem ist die Geschichte nie langweilig. Vor allem das furiose Finale ist an Spannung und Action kaum zu überbieten. Atemlos bin ich durch die Seiten geflogen, während mein Herz gehämmert hat und ich fast schon gebetet habe, dass alles gut ausgeht. Aber natürlich bleibt Vieles offen, schließlich geht es in Band 2 „Das unendliche Meer“ weiter. Ich hoffe, dass ich die Fortsetzung ganz schnell lesen kann, denn ich will unbedingt wissen, was als Nächstes passiert. Auch auf die Filmumsetzung des ersten Bandes bin ich gespannt. Zwar glaube ich nicht, dass die Protagonistin so toll rüberkommt wie im Buch, dennoch muss ich mir die DVD kaufen, wenn sie im Sommer erscheint. Allein schon wegen Evan, haha! Habt ihr den Film schon gesehen?
„Die 5. Welle“ ist auf drei Teile angelegt. Der zweite Band „Das unendliche Meer“ ist schon auf deutsch erschienen, der dritte und letzte Teil „The final Star“ erscheint im Mai auf Englisch.

Mein Lieblingszitat:

Vielleicht bin ich die Letzte, aber ich bin diejenige, die noch da ist. Ich bin diejenige, die dem gesichtslosen Jäger im Wald auf einem verlassenen Highway gegenübertreten wird. (…) Denn wenn ich die Letzte bin, dann bin ich die Menschheit. Und wenn das der letzte Krieg der Menschheit ist, dann bin ich das Schlachtfeld. (Cassie, S. 123)

Bei diesem Buch hat der Autor alles richtig gemacht. Für „Die 5. Welle“ vergebe ich deshalb die volle Punktzahl.

5 Sterne

Fazit:

„Die 5. Welle“ ist der packende Reihenauftakt eines dystopischen Sci-Fi-Abenteuers voller Action und Spannung. Dieser Pageturner überzeugt auf allen Ebenen. Unbedingt lesen!