Rezension zu „Mitfahrer gesucht, Traummann gefunden“ von Kyra Groh

Mitfahrer gesucht

Autorin: Kyra Groh
Erscheinungsdatum: 06.11.2017 (E-Book) bzw. 01.12.2017 (Taschenbuch)
Verlag: Forever
Genre: Humorvoller Liebesroman
Umfang: ca. 400 Seiten
Preis: 4,99 € (E-Book), 17,00 € (Taschenbuch)
Leseprobe: hier
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die-autorin

Kyra Groh wurde 1990 in Seligenstadt am Main geboren. Nach einem kleinen Umweg über die Uni Gießen, verschlug es sie 2012 nach Frankfurt, wo sie Trambahnen, Apfelwein und Supermärkte, die bis Mitternacht geöffnet haben, zu schätzen lernte. Sie behauptet gerne, neben dem Schreiben keine weiteren Talente zu haben – daher veröffentlicht sie nicht nur seit einigen Jahren humorvolle Liebesromane, sondern treibt auch hauptberuflich als Texterin ihr Unwesen. Sie hat eine Schwäche für gutes Essen, Instagram und Bilder von gutem Essen auf Instagram. Außerdem liebt sie Schachtelsätze, Erdnussbutter, Netflix und – aus Gründen, die ihr selbst manchmal schleierhaft sind – Sport.

Quelle

inhalt

Beim nächsten Traummann links abbiegen, bitte!

492 Kilometer. So weit ist es von Hamburg nach Frankfurt und eigentlich steht Romys exakt kalkulierter Fahrt wirklich nichts im Wege. Nur, dass sie sich ihren Opel Corsa ungeplant mit einem Möbel-Designer und einem Hund teilen muss, der so groß ist wie ein Kalb, und dass dieser fast einen Haufen auf die Rückbank gesetzt hätte. Der Hund, nicht der Designer. Leon. Dass dieser ziemlich attraktiv ist und wahnsinnig charmant kommt noch dazu. Doof, dass Romy eigentlich mit Flo zusammen ist. Und doof, dass Leon ihr eine Woche später im Meeting als neuer Kollege gegenüber sitzt. Manche nennen sowas Schicksal, Romy nennt es einen verdammt fiesen Zufall, der ihren wohldurchdachten Plan vom Leben ganz schön ins Wanken geraten lässt.

meine-meinung

Nachdem mir bereits die ersten drei Bücher von Kyra Groh wahnsinnig gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf ihr viertes Buch. Das E-Book war zur Veröffentlichung für unschlagbar günstige 0,99 € im Angebot und ist somit schnurstracks auf meinen Kindle gewandert.

Innerhalb weniger Seiten wurde ich direkt in die Geschichte hineingesogen. Die liebevoll gestalteten Charaktere sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die alles durchplanende, manchmal unfreiwillig komische, aber genauso schlagfertige Romy, der attraktive Leon und sein Hund Dexter haben mich um den Finger gewickelt. Zwischen den beiden stimmt nicht nur die Chemie, es sprühen auch wie verrückt die Funken. Sie auf ihrer 5-stündigen Autofahrt und darüber hinaus zu begleiten, hat mir sehr viel Freude bereitet. Auch die Nebencharaktere waren sehr unterhaltsam. Da sind zum Beispiel Romys Chef, der ein verrücktes Marketing-Denglisch spricht und abgefahrene Klamotten trägt, oder ihr introvertierter Nerd-Kollege Pierre-Holger, die der Geschichte den gewissen Pepp verleihen.

Ich habe nie behauptet, Beziehungen zu verstehen. Im Gegenteil. Die Liebe macht mir Angst. (43%)

Ich liebe Dreiecksgeschichten, also habe ich Romys Gefühlschaos, ihre Gedanken und Taten stets gut nachvollziehen können. Hier geht es nicht darum, eine Beziehung zu retten, zu von vornherein zum Scheitern verurteilt ist oder sich besonders moralisch zu verhalten, sondern um die Frage: Was verdammt nochmal mache ich, wenn ich den Mann meines Lebens treffe – zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt? Ein spannendes Thema, dessen Umsetzung wunderbar gelungen ist.

Es ist komisch, wie sehr man sich an Dinge, die einen stören, gewöhnen. Und ehe man sichs versieht, gehören sie zum Leben dazu, und man redet sich ein, dass es richtig so ist. (65%)

Neben dem Grundthema haben mir vor allem die tollen und schlagfertigen Dialoge gefallen. Dank der kurzen Kapitel (die mit herrlich witzigen Überschriften ausgestattet sind), hat mich das E-Book nicht nur bestens unterhalten, sondern wurde förmlich von mir inhaliert. Außerdem habe ich zahlreiche kluge Sätze markiert, die so viel Wahrheit beinhalten, dass ich mich jetzt schon darauf freue, sie später wieder anzusehen.

Du warst nicht geplant. Du bist einfach passiert. (93%)

Besonders hervorheben möchte ich das Ende der Geschichte. Hier wurde nichts kitschig überzeichnet, sondern alle Konflikte sehr angenehm aufgelöst. Als ich das Buch beendete, hatte ich das Gefühl, dass es genauso im echten Leben hätte passiert sein können. Und diese Bücher mag ich am liebsten. Also, liebe Kyra: wieder alles absolut richtig gemacht!

5 Sterne

Und deshalb vergebe ich 5 Sterne.

fazit

Mit ihrem vierten Roman legt Kyra Groh eine humorvolle Liebesgeschichte vor, die mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen hat. Die toll ausgearbeiteten Charaktere und schlagfertigen Dialoge haben dieses Buch zu einem wahren Lesegenuss gemacht. Ich habe das E-Book förmlich inhaliert. Die Autorin versteht es wie keine Zweite, mit Worten zu spielen und einen Text zu erschaffen, der nicht nur berührend, witzig und herzerwärmend, sondern auch absolut genial geschrieben ist.

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Rezension zu „Without Merit“ von Colleen Hoover

Without Merit

Erscheinungsdatum: 03.10.2017
Verlag: Atria Books
Genre: Young Adult
Umfang: 384 Seiten
Sprache: Englisch
Preis: 13,12 € (Taschenbuch), 17,71 € (Hardcover), 5,37 € (E-Book)
Mehr Infos hier.

die-autorin

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

inhalt

The Voss family is anything but normal. They live in a repurposed church, newly baptized Dollar Voss. The once cancer-stricken mother lives in the basement, the father is married to the mother’s former nurse, the little half-brother isn’t allowed to do or eat anything fun, and the eldest siblings are irritatingly perfect. Then, there’s Merit.

Merit Voss collects trophies she hasn’t earned and secrets her family forces her to keep. While browsing the local antiques shop for her next trophy, she finds Sagan. His wit and unapologetic idealism disarm and spark renewed life into her—until she discovers that he’s completely unavailable. Merit retreats deeper into herself, watching her family from the sidelines, when she learns a secret that no trophy in the world can fix.

Fed up with the lies, Merit decides to shatter the happy family illusion that she’s never been a part of before leaving them behind for good. When her escape plan fails, Merit is forced to deal with the staggering consequences of telling the truth and losing the one boy she loves.

meine-meinung

Colleen Hoover zählt zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Fast alle ihre Bücher habe ich geliebt. Auf ihren neuen Roman war ich sehr gespannt und habe ihn mir deshalb in der günstigen Kindle-Version gekauft.

„Without Merit“ ist kein typischer Hoover-Liebesroman, so viel wird schnell klar. Die Protagonistin ist ziemlich jung (17) und lebt in einer unkonventionellen Familie. Jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse, die zu hüten Merit leid ist. In der Kleinstadt, in der die Voss-Family lebt, kursieren die wildesten Gerüchte über die schräge Sippe – die meisten davon sind leider wahr. Merit fühlt sich missverstanden und ungeliebt. Während sie denkt, dass es normal ist, ein zorniger, leicht reizbarer Teenager zu sein, der die Schule schwänzt, muss sie bald erkennen, dass ihre eigenen Probleme tiefer liegen.
Als sie den attraktiven Sagan kennenlernt, der sie – dank einer Verwechslung – bei ihrem ersten Treffen schier um den Verstand küsst, scheint sich ihre dunkle Welt kurz aufzuhellen. Doch dann erkennt Merit, dass sie Sagan nicht haben kann und sinkt immer tiefer im Strudel ihrer persönlichen Probleme …

Ich bin ohne Erwartungen an das Buch herangegangen, wusste nicht einmal, worum es überhaupt geht. Aus den Posts der Autorin hatte ich noch in Erinnerung, dass es ein jüngeres Young-Adult-Buch ist und ließ mich überraschen.
Hoovers große Stärke ist es, tiefe, herzzerreißende Liebesromane zu schreiben, die den Leser emotional mitnehmen. So zählen zu meinen Lieblingsbüchern z. B. „It ends with us“, „November 9“ und „Love & Confess“. Auf eine solche Liebesgeschichte wartet man hier vergeblich. Im Mittelpunkt steht ein Teenager, der neben den ganz normalen Problemen des Alltags auch mit seiner verrückten Familie klar kommen muss. Die Liebesgeschichte zwischen Merit und Sagan passiert nur am Rande und geht kaum in die Tiefe. Das hat mich sehr enttäuscht.

Mich persönlich konnte der neueste Hoover-Roman emotional leider nicht fesseln. Zwar habe ich die Geschichte gerne gelesen und wollte auch wissen, wie es weitergeht, aber mir fehlte einfach die Verbindung zu Merit. Alle angesprochenen Geheimnisse, die jeder in ihrer Familie mit sich herumträgt, bleiben an der Oberfläche. Nicht mal Merits persönliche Probleme gehen in die Tiefe. Eine schwere Krankheit wird anhand einer Internet-Checkliste diagnostiziert. Der Syrien-Konflikt wird von einem traumatisierten Flüchtling auf Kindergarten-Niveau erklärt. Mit dem Thema Tattoos geht die Autorin wieder einmal sehr leichtfertig um. Ein lebenslanges Tattoo? Klar, wird spontan und ohne, dass die Tätowierte das Motiv vorher gesehen hat, gestochen. Da konnte ich nur den Kopf schütteln.

Gut gefallen haben mir hingegen die Plottwists und die Auflösungen am Ende, dank derer ich mit jedem Mitglied der Familie Voss versöhnt auseinander gehen konnte. Auch die Dialoge konnten mich überzeugen.
Doch insgesamt wird mir das Buch wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Dafür blieben Charaktere und Handlung einfach zu blass. Stellenweise hatte ich das Gefühl, als ob die Autorin einfach ein paar aktuelle politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen und irgendwie in ihre Jugendstory einbauen wollte. Doch dabei blieb die Emotion leider auf der Strecke.
3 Sterne

Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

fazit

Von „Without Merit“ hatte ich mir leider mehr erhofft. So toll und ungewöhnlich die Grundidee und das Setting waren, so blass blieben leider die Charaktere und ihre persönlichen Hintergründe. Weder zu Merit noch zu ihren Familienangehörigen konnte ich eine Bindung aufbauen. Viele Themen werden nur oberflächlich angekratzt, sodass es mir persönlich an Emotionen fehlte.
Für Fans der Autorin sicher interessant, aber ansonsten kein Muss.

Rezension zu „No Return 2 – Versteckte Liebe“ von Jennifer Wolf

No return2
Autorin: Jennifer Wolf
Erschienen am: 03.08.2017
Verlag: Impress
Genre: Gay Romance
Umfang: 231 Seiten
Preis: 3,99 € (E-Book only)
Mehr Infos hier.

Reihe: No Return
  Band 1: Geheime Gefühle
 Band 2: Versteckte Liebe

die-autorin

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

inhalt

Der zweite und finale Band der Rockstar-Romance über die Bandboys in Love!

Nach einer anstrengenden Europa-Tournee mit seiner Boyband WrongTurn kann sich Tony endlich für eine Weile zurückziehen und eine Ruhepause einlegen. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn seine Gedanken kreisen unaufhörlich um seinen besten Freund Drew. So sehr er sich auch bemüht, er kann ihn einfach nicht vergessen. Aber seine Entscheidung steht fest … oder?​

meine-meinung

Durch Jennifer Wolfs „Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten“ (meine Rezension) bin ich erst auf das Genre Gay Romance aufmerksam geworden. Nie hätte ich gedacht, dass ich Liebesgeschichten über Männer gerne lesen würde, doch die gefühlvolle Herangehensweise der Autorin in ihrer Jahreszeiten-Reihe hat mich eines Besseren belehrt.
Nachdem mir auch der Reihenauftakt zu „No Return“ im Sommer gut gefallen hatte, wollte ich die Reihe nun gerne mit dem finalen zweiten Band beenden.

„Versteckte Liebe“ setzt nahtlos dort an, wo „Geheime Gefühle aufgehört hatte. Tony und Drew haben sich voneinander entfernt. Missverständnisse, die eigenen Ängste und vor allem die äußeren Umstände stehen ihrer Liebe im Weg. Vor allem der sensible Tony muss erst lernen, seine Homosexualität zu akzeptieren. Dazu nimmt er sich eine Auszeit und verlässt die Band, seine Freunde und seine große Liebe, um zu sich selbst zu finden.

Der Einstieg in die Geschichte verlief bei mir etwas holprig. Ich musste mir die Geschehnisse des ersten Bandes und die Rollen der verschiedenen Nebencharaktere erst wieder ins Gedächtnis rufen, bevor ich richtig hineingekommen bin. Da wäre eine kurze Wiederholung sicher hilfreich gewesen, doch es klappte auch ohne.

Ohne dass sie es wollen, verletzten sich Tony und Drew gegenseitig, nähern sich an und gehen dann wieder auf Abstand. Ihre Liebe steht auf unsicheren Füßen und wird vor allem durch das Management der Band erschwert. Beide Jungs leiden und mit ihnen der Leser. Die Auszeit, die Tony sich nimmt, empfand ich als angemessene Lösung, um mit sich ins Reine zu kommen. Er lernt nicht nur, sich selbst zu akzeptieren, sondern erfährt zum ersten Mal seit seinem Outing auch, was es heißt, eine Familie zu haben. Gerade dieser Nebenstrang hat mir sehr gut gefallen.

Jennifer Wolfs Schreibstil ist wie immer einfach gehalten, aber dafür sehr gefühlvoll. Da die Geschichte aus Tonys Sicht erzählt wird, bekommt man einen sehr guten Einblick in seine Gedanken und Gefühle. Seine Unsicherheit wird oftmals durch „…“ in Dialogen und Gedanken widergespiegelt. An manchen Stellen war es jedoch etwas too much für mich hat meinen Lesefluss gestört.

Leider konnte sich der durchweg positive Gesamteindruck des ersten Bandes nicht ganz bei Band zwei fortsetzen. Nachdem die beiden sich wieder annähern, hagelt es nur so obszöne Sprüche ihrer Bandkollegen. Zwar passt diese Derbheit sicher zu den Charakteren der Jungs, doch für mich haben die vielen expliziten Ausdrücke und Beschreibungen das Gefühlvolle und Romantische an der Geschichte einfach zerstört. Manche Dinge wollte ich als (weibliche heterosexuelle) Leserin auch gar nicht so genau wissen.

Insgesamt wurde der Konflikt mit dem Management ganz gut gelöst. Die Geschichte bekommt das Ende, das sie verdient hat, auch wenn es für meinen Geschmack wieder etwas zu kitschig ausfiel. Auch da wäre weniger mehr gewesen, aber die Hardcore-Anton-Fans wird es sicher gefreut haben.

3 Sterne
Insgesamt vergebe ich 3 Sterne.

fazit

„Versteckte Gefühle“ bildet einen soliden Abschlussband der Gay-Romance-Dilogie „No Return“. Auch wenn das Finale für mich nicht an den ersten Band herankommt, so hat mir die Geschichte um den schüchternen Tony und seinen Schwarm und Bandkollegen Drew insgesamt gut gefallen. Fans des Genres werden sicher nicht enttäuscht, für alle anderen Ermessenssache.

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Rezension zu „Wovon du träumst“ von Kira Gembri

Wovon du träumst
Autorin: Kira Gembri
Veröffentlicht: August 2017
Genre: Jugendbuch
Umfang: 328 Seiten
Preis: 3,99 €
(momentan E-Book only, erscheint im November 2017 im Arena-Verlag, Preisänderung für die E-Book-Ausgabe vorbehalten)
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die-autorin

Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade Tandem fährt, Cello spielt, ihrem Kater – einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat – hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.

inhalt
Emilia führt eine Liste von besonderen Träumen: Sie möchte Klavierspielen lernen, ein Konzert besuchen oder einfach nur wissen, wie der Regen klingt. Hinter jedem dieser Punkte steckt für sie jedoch eine große Herausforderung, denn Emilia ist nahezu taub. Dass der Zufall sie ausgerechnet auf Nick treffen lässt, erscheint ihr wie ein schlechter Scherz. Schließlich zeigt der Junge mit dem schiefen Grinsen viel mehr Interesse an Partys als an Musik. Doch während Emilia ihren Träumen nachjagt, begegnen sich die beiden immer wieder – und wie es scheint, sind Nicks laute und Emilias stille Welt gar nicht so weit voneinander entfernt …

meine-meinung
Kira Gembris neuer Roman entführt uns in eine Welt voll scheinbarer Gegensätze. Die gehörlose Emilia trifft auf den Stargeiger Nick. Seine Kindheit verbrachte er in vollen Konzertsälen und wurde als Wunderkind der Klassik gefeiert. Emilia hingegen wünscht sich nichts sehnlicher, als Musik als solche wahrnehmen zu können. Es gibt eine Operation, die es ihr ermöglichen würde, zu hören, doch die Risiken sind hoch. Ganz abgesehen davon, dass ihre Eltern, ebenfalls gehörlos, wenig Verständnis für ihren Wunsch zeigen. Emilia versteckt ihre Gehörlosigkeit vor ihrer Umwelt und gibt sich lieber als hörend aus. Sie kann Lippenlesen und ist auch selbst nicht auf den Mund gefallen. Flapsige Sprüche sind dank einer ausgiebigen Sprachtherapie in ihrer Kindheit kein Problem für sie. Doch ihre Gehörlosigkeit lässt sich nicht immer verbergen. Mehr als einmal gerät sie im Alltag in schwierige Situationen. Und auf einmal ist da Nick, der attraktive Junge mit dem schiefen Grinsen und dem zerzausten schwarzen Haar. Als er im Affekt eines ihrer teuren Hörgeräte zerstört, fühlt er sich dazu verpflichtet, Emilia bei der Abarbeitung ihrer Wünsche-Liste zu unterstützen. Doch aus reinem Pflichtgefühl wird bald mehr …

Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Freundschaft. Stück für Stück bauen sie ihre Vorurteile, die sie anfangs gegeneinander hegten, ab. Je näher sich Emilia und Nick kennenlernen, desto mehr begreifen sie, dass ihre Welten doch nicht so weit voneinander entfernt sie, wie sie anfangs dachten. Der vermeintliche Aufreißer und Partyhengst entpuppt sich bald als echter Freund, auf den sich Emilia immer verlassen kann. Und auch sie ist für ihn da, als er ihre Hilfe braucht, um zu erkennen, was er wirklich will. Beide unterstützen sich dabei, ihre Träume zu verwirklichen und gehen dabei über ihre Grenzen hinaus.

„Wovon du träumst“ besticht, wie auch Kira Gembris andere Bücher, durch einen tollen flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil. Nicht umsonst zählt sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Sie schreibt so grandios, dass die knapp 300 Seiten auf dem Kindle nur so verfliegen. Die angenehm kurzen Kapitel lassen keine Langeweile aufkommen, genauso, wie ich es mag. Auch an humorvollen Dialogen fehlt es nicht. Flapsige Wortgefechte und schlagfertige Sprüche haben mich oftmals zum Lachen gebracht. Trotz des ernsten Themas ist dieser Roman ein absolutes Wohlfühlbuch mit Seufz- und Schmachtgarantie.
Auch Emilias Gehörlosigkeit und ihr damit verbundener innerer Konflikt, der sie zwischen ihren eigenen Wünschen und den Erwartungen ihrer Familie hin- und her taumeln lässt, wird sehr gut beschrieben. Hier merkt man, dass die Autorin intensiv recherchiert hat und in der Lage ist, dieses Thema behutsam und für die Zielgruppe interessant im Jugendbuch umzusetzen.

Mir hat „Wovon du träumst“ sehr gut gefallen. Als kleines Schmankerl gibt es auch ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus Kiras anderen Büchern. Da wären zum einen Flocke („Wenn du dich traust), der sich als wahrer Kumpel für Emilia und Nick erweist und immer für ein kleines Schmunzeln im Mundwinkel sorgt und die flippige Kris („Wir beide in Schwarz-Weiß„), die vorübergehend mit Emilia zusammenwohnt. Aber auch ohne Kiras andere Bücher zu kennen, kann man sich voll und ganz auf „Wovon du träumst“ freuen, da alle Bücher in sich abgeschlossen sind und unabhängig voneinander gelesen werden können.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne. Trotz dessen, dass ich das Buch wahnsinnig toll fand, muss ich leider einen kleinen Abzug machen, da ich beim Lesen einfach gemerkt habe, dass mir „Wenn du dich traust“ und Ein Teil von uns etwas besser gefallen haben. Die beiden Geschichten konnten mich insgesamt mehr mitreißen.

fazit
Kira Gembri hat es wieder geschafft: In „Wovon du träumst“ schafft sie eine Welt voll scheinbarer Gegensätze und entspinnt daraus eine tolle, mitreißende Story.
Als die gehörlose Emilia auf den Stargeiger Nick trifft, prallen Welten aufeinander. Und doch entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Verbundenheit, die sie füreinander einstehen lässt. Mit gewohntem Humor und dank tiefgründiger Recherche schafft es die Autorin, das Thema Gehörlosigkeit spannend und behutsam in ihrem neuen Jugendroman zu verarbeiten. Dank ihres wunderbar bildhaften und locker-flüssigen Schreibstils ist das Buch viel zu schnell zu Ende.
Wieder ein rundum gelungener Kira-Gembri-Roman. Absolute Empfehlung!

Rezension zu „Romina – Tochter der Liebe“ von Annie Laine

Romina
Autorin: Annie Laine
Erscheinungsdatum: 28.07.2017
Veröffentlicht bei: Dark Diamonds
Genre: Romantasy
Umfang: 395 Seiten
Preis: 4,99 € (E-Book only)
Mehr Infos hier.

die-autorin

Annie Laine wurde im schönen Osthessen geboren. Nach dem Realschulabschluss führt sie ihr Leben zunächst in ganz verschiedene Richtungen. Sie schließt eine Ausbildung ab und arbeitet ein halbes Jahr auf der Kanareninsel Teneriffa, findet aber nicht ihre Passion darin. Das zieht sie schließlich zurück zu den Büchern. Während sie tagsüber Buchhandel/Verlagswirtschaft studiert, verbringt sie ihre Nächte mit dem Schreiben eigener Texte und betreibt einen Bücherblog.  Quelle

inhalt

Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen

Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann…
meine-meinung

Als die 18-jährige Romina, Tochter des Liebesgottes Eros, vom Olymp auf die Erde verbannt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Ganz auf sich allein gestellt muss sie sich in einer Welt zurechtfinden, die ihr fremd ist. Zum Glück trifft sie Devin, den liebevollen und attraktiven Studenten, der sie spontan bei sich aufnimmt und auf den Spitznamen „Romy“ tauft.
Während Romina verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, um zurück nach Hause gehen zu können und endlich eine richtige Göttin zu werden, entwickelt Devin Gefühle für seinen ungewöhnlichen Gast. Es dauert nicht lange, bis er begreift, dass er kein gewöhnliches Mädchen bei sich aufgenommen hat, sondern eine stolze, wenn auch etwas verpeilte Halbgöttin.

Der Debütroman von Annie Laine verbindet die griechische Mythologie mit einer modernen, zuckersüßen Lovestory. Das ist ein wirklich spannender Mix. Dabei bleibt der Heldin wirklich nichts erspart: sie wird hintergangen, belogen, mit falschen Hoffnungen gelockt und obendrein muss sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben mit ihren eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht, als auf den Olymp zurückzukehren, begreift Romy langsam, was es heißt, zu lieben. Egal, wie sehr sie sich gegen ihre eigenen Gefühle wehrt, gegen die Kraft der Liebe ist auch eine Liebesgöttin machtlos.

Die Geschichte spielt im Winter in Toledo, einer Stadt im Osten der USA. Romys Schicksal ist eng an diesen Ort gebunden. Und auch Devins Weg hat ihn nicht zufällig nach Toledo geführt. Während langsam alle Fäden dort zusammenlaufen, beginnt Romina im Laufe der Geschichte zu verstehen, dass ihr Lebensweg schon lange vor ihrer Geburt von den Schicksalsgöttinnen geplant wurde. Nichtmal der Tod ihrer Mutter kann an ihrer Bestimmung etwas ändern.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und frisch. Die knapp 400 Seiten lassen sich recht schnell weglesen. Besonders gut haben mir die Dialoge und der Humor in der Geschichte gefallen. Auch an Dramatik wird, vor allem in den letzten Kapiteln, nicht gespart. Die Geschichte besticht durch viele liebevolle Details und Überlegungen. So fand ich z. B. Romys Liebespfeile sehr interessant und auch die Beschreibung des Olymp hat mir sehr gut gefallen. Man spürt, wie viel Herzblut die Autorin in ihr Erstlingswerk gesteckt hat.

Ein paar kleine Ungereimtheiten sind mir beim Lesen aufgefallen, aber die fallen nicht ins Gewicht. Insgesamt ist die Geschichte sehr gut durchdacht und überrascht den Leser an der ein oder anderen Stelle durch unvorhergesehene Wendungen.
Rominas und Devins Geschichte zu verfolgen, auch wenn sie an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu süß oder zu sprunghaft war, hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Für mich hat dieses Buch alles, was einen gelungenen Debütroman ausmacht.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne.

fazit

„Romina – Tochter der Liebe“ verbindet die griechische Mythologie mit einer jugendlich-süßen Lovestory. Während die Heldin der Geschichte alles versucht, um ihren rechtmäßigen Platz im Olymp zurückerobern, muss sie bald feststellen, dass sie gegen ihre eigenen Gefühle nicht ankommt. Ihre Liebe, ihr Leben und ihr Schicksal sind ihr seit langer Zeit vorherbestimmt. Es macht großen Spaß Romina auf ihrem Weg zum Glück zu begleiten.

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Gemeinsam Lesen #61 – Let’s Play – Verspieltes Herz

Heute mache ich zum 61. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

Gemeinsam Lesen Logo

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade das E-Book „Let’s Play – Verspieltes Herz“ von Jennifer Wolf und bin momentan bei 20 %.

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Inhalt:

Die wahre Liebe kennt kein Game over …

Seit der 22-jährigen Helena Sorrento das Herz gebrochen wurde, weiß sie, dass die Liebe kein Spiel ist und dass das Herz ein Organ darstellt, das es ganz besonders zu schützen gilt. Alles, was sie ihren Gefühlen jetzt noch erlaubt, ist das Eintauchen in dramatische Liebesromane und der Nervenkitzel beim Zuschauen von Let’s Playern – Online-Gamern, die einen direkt in ihre Spieler-Welten mitnehmen. Wie Tausende anderer Frauen schwärmt sie dabei vor allem für den charmanten Let’s-Player Aiden, dessen Stimme alles in ihr zum Stillstehen bringt. Zu gerne würde sie wissen, welcher Mann sich hinter den humorvollen und doch stets so tiefsinnigen Kommentaren verbirgt – und warum er sich seinen Fans nie zeigt…

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Mein Herz will sich einfach nicht beruhigen.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Nachdem ich so viele gute Stimmen über das Buch gehört habe (z.B. von Anni), musste es unbedingt auf meinem Kindle einziehen.
Ich mag die Bücher von Jennifer Wolf, weil die Autorin es schafft, den Leser zu berühren und mit einfachen Mitteln große Geschichten zu erzählen.
Mit der Gamer-Szene hab ich persönlich nicht viel am Hut, aber dennoch finde ich es faszinierend, wie erfolgreich Gamer und anderer Vlogger auf YouTube werden können. Bisher wird die Geschichte sehr geradlinig erzählt. Ich befürchte, dass sie vorhersehbar sein könnte, aber ich lasse mich mal überraschen. Da ich ein großer Fan von überraschenden Plot-Twists bin, hoffe ich, dass da noch ein Knaller kommt.

Welche 5 Bücher haben die ersten Plätze auf deiner Wunschliste?

Meine Wunschliste ist nie besonders lang, aber Anfang des Jahres erscheinen viele tolle Titel. Hier kommen die ersten 5:

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Was lest ihr gerade? Welche Bücher stehen auf eurer Wunschliste?

Rezension zu „SnowFyre – Elfe aus Eis“ von Amy Erin Thyndal

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Autorin: Amy Erin Thyndal

Veröffentlicht am: 25.11.2016

Verlag: Dark Diamonds

Genre: Romantasy

Umfang: 316 Seiten

Preis: 4,99 € (E-Book only)

Mehr Infos hier.

 

die-autorin

Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen Studium, Sport, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe – ob in ihren Büchern oder in der echten Welt. Quelle

inhalt

Wie Feuer und Eis

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

meine-meinung

Ich habe das E-Book bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Auf die Geschichte aufmerksam geworden bin ich über die Facebook-Seite des neu gegründeten Carlsen-Imprints Dark Diamonds. Der neue Digitalverlag steht für erwachsenere und düstere Fantasy als sein Schwestern-Imprint Impress.

Dieses E-Book hat ein traumhaftes Äußeres bekommen, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Da hat der Grafiker ganze Arbeit geleistet. Ich wünsche mir viel mehr davon auf dem E-Book-Markt!

Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fyre und Ciel. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft, sie sind Erwählte und damit vom Schicksal füreinander vorbestimmt. Doch in Fyres Vergangenheit sind viele Dinge passiert, die ihr Herz zu Eis gefroren haben. Ciel hat sie bitter enttäuscht und ihr Herz gebrochen, seitdem trägt sie eine Maske zur Schau, die ihre wahren Gefühle verbirgt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren zunächst nicht ganz klar sind. Am meisten kommt Fyre zu Wort. Als Elfe ist ihr ein langes Leben beschieden, doch sie verhält sich ihrem jugendlichen Alter von 19 Jahren entsprechend. Ich denke, dass sich vor allem Leserinnen in diesem Alter für die Geschichte begeistern können. Nach außen hin gibt Fyre sich abgeklärt und emotionslos, doch wenn sie erzählt, beweist sie auch viel Humor und noch mehr Gefühl.
Der Schreibstil hat mir, vor allem am Anfang, gut gefallen. Er wird der märchenhaften Kulisse und dem fantastischen Setting gerecht. Leider haben mich im Verlauf der Geschichte einige Dialoge gestört, die zwar zum jungen Alter der Protagonistin passen, aber für meinen Geschmack schöner formuliert hätten sein können.
Neben Fyre kommt auch Ciel zu Wort, außerdem die Fee Luna und ihre Geisterkatze Skye. Letztere hat vor allem gegen Ende für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Bei ihr waren die humorigen Szenen gut aufgehoben, an anderer Stelle hätte ich mir weniger davon gewünscht.

Die Geschichte wimmelt nur so von tollen Ideen. Sei es die Rolle der Tiere und ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Besitzern oder die Bedeutung der Rosen auf Fyres Haut – all diese kleinen liebevollen Details machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Geschichte selbst fällt für mich eindeutig in den Romantasy-Bereich, mit einigen genreübergreifenden Elementen, z. B. bei der Aufklärung von Verbrechen im Elfenreich. Langweilig wurde mir beim Lesen jedenfalls nicht, aber atemlose Spannung und der unbedingte Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht, kamen leider auch nicht auf.

Nachdem ich von der Philosophie des neu gegründeten Verlags-Imprints erfahren hatte, hätte ich mir allerdings etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Die Liebesgeschichte bleibt sehr unschuldig, innere Monologe wiederholten sich dafür tausendfach und es gab mehr als genug Hin und Her zwischen Fyres Kopf und ihrem Herzen. Das wurde mir mit der Zeit wirklich viel zu viel.
Ein paar düstere Anklänge gab es, aber auch da hätte es ruhig mehr sein können.
So bleibt die Geschichte am Ende ein netter Ausflug in die Romantasy-Welt für mich, bei dem meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt werden konnten.

3_1_2 Sterne
Von mir bekommt SnowFyre – Elfe aus Eis deshalb 3,5 Sterne.

fazit

Fans von Romantasy-Romanen werden bei Snowfyre gut aufgehoben sein. Dieses optisch wunderschön verpackte E-Book besticht durch viele tolle Ideen und Liebe zum Detail. Die sehr jugendlich agierende Protagonistin Fyre muss man mögen, mit dem ewigen Hin und Her in Bezug auf ihre Gefühle zu ihrem Erwählten Ciel bin ich leider nicht gut klar gekommen. Dafür hat mich der tolle Schreibstil größtenteils überzeugen können und der gut platzierte Humor hat für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.