Rezension zu „P.S. I still love you“ von Jenny Han

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Autorin: Jenny Han

Erschienen am: 30.01.2017

Verlag: Hanser

Genre: Jugendbuch

Umfang: 336 Seiten

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

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die-autorin

Jenny Han, 1980 geboren, lebt in Brooklyn, New York. Der Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2009 mit ihrer Sommer-Trilogie; die Bestseller-Reihe wurde in 24 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschien 2011 der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde, 2012 folgten  Ohne dich kein Sommer und  Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt „Zitronensüß“ erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. Zusammen mit der Autorin Siobhan Vivian veröffentlichte Han außerdem die Trilogie  Auge um Auge(2013),  Feuer und Flamme (2014) und  Asche zu Asche (2015). Auch sie stand sofort nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste. Han gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. 2016 folgte mit  To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. Im Frühjahr 2017 erscheint mit  P.S. I still love you die Fortsetzung dieser Geschichte. Im Frühjahr 2018 folgt mit „Always and forever, Lara Jean“ der Abschluss der Reihe. Quelle

inhalt
Die 16-jährige Lara Jean hatte nie ernsthaft vor, sich in den gut aussehenden Peter zu verlieben. Ihre Beziehung sollte nur vorgetäuscht sein, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen. Aber dann werden die beiden tatsächlich ein Paar?–?auf einer Skifreizeit der Schule küssen sie sich überraschend. Dass sie zusammen im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Und dass sich John auf Laras letzten Liebesbrief meldet, macht das Chaos perfekt – denn kann man in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein? Die charmante Fortsetzung des Bestsellers „To all the Boys I`ve loved before“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Liebeskummer.

meine-meinung

Völlig überraschend erreichte mich Anfang Februar eine süße Geschenkbox aus dem Hanser-Verlag. Gemeinsam mit Lovelybooks wurden Leser/innen des ersten Teils der Reihe, To all the boys I’ve loved before, ausgewählt, die sich exklusiv über den ganz frisch erschienenen zweiten Band, sowie einem süßen Notizblock für eigene Liebesbriefe und einige Goodies freuen durften. Gerade, weil diese süße Überraschung völlig unerwartet bei mir ankam, habe ich mich riesig darüber gefreut. Vielen lieben Dank an den Verlag und Lovelybooks!

Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der erste aufhört. Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und Lara Jean hat Liebeskummer. Was als Fake-Beziehung zwischen ihr und dem Schulschönling Peter Kavinsky begann, um seine Exfreundin Genevieve eifersüchtig zu machen, wuchs den beiden schnell über den Kopf, als ihre Gefühle tiefer gingen.
Gleich zu Beginn der Geschichte nähern sich Lara Jean und Peter wieder an und wollen es diesmal „richtig“ machen: keine Fake-Beziehung mehr, aber ein paar Regeln müssen her. So versprechen die beiden sich z. B., immer ehrlich zu sein und einander nicht das Herz zu brechen.

Peter und Lara Jean sind ein tolles Paar. Obwohl Kavinsky in seiner Vergangenheit reichlich Erfahrungen mit Mädchen gesammelt hat, respektiert er Lara Jeans Unschuld und setzt sie niemals unter Druck. Ihre Liebe wächst langsam, aber die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist stets spürbar. Es könnte alles so schön sein, würde da nicht plötzlich ein Video im Internet auftauchen, dass die beiden in scheinbar eindeutiger Pose im Whirlpool zeigt. Schnell hat Lara Jean den „Schlampen-Stempel“ weg, während Peter als großer Macker gefeiert wird. Das junge Mädchen muss lernen, was es heißt, angefeindet und herabgewürdigt zu werden. Doch Peter setzt sich heldenhaft ein, um ihre Ehre zu retten. Überhaupt ist Peter ein Junge, wie ihn sich jedes Mädchen nur wünschen kann. Zwar hat auch er seine kleine Macken (ein bisschen selbstgefällig und eitel ist er z. B.), dennoch tut er alles, um Lara Jean zu beweisen, wie viel sie ihm bedeutet. Doch als seine Exfreundin Genevieve, die gleichzeitig Lara Jeans ex-beste Freundin ist, seine Nähe sucht, droht die junge Liebe auseinander zu brechen.
Und dann ist da noch der gut aussehende John, in den Lara Jean früher verliebt war. Eine harmlose Brieffreundschaft zwischen den beiden entwickelt sich bald zu einer ausgewachsenen Schwärmerei …

Dieses Buch hat alles zu bieten, was junge Mädchen sich von einem Jugendliebesroman wünschen können: Schmetterlinge, die erste große Liebe, der erste Krach, Liebeskummer, Intrigen und noch viel mehr warten darauf, der Leserin sämtliche Gefühle zwischen zuckersüßen Hach-Momenten und betrübtem Seufzen samt Herzschmerz zu bereiten. Da die Geschichte auch im zweiten Teil noch sehr unschuldig bleibt, kann die Reihe bedenkenlos bereits ab 12 Jahren empfohlen werden.

Neben den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe spielen auch Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt innerhalb der Familie, Verantwortungsbewusstsein und Moral eine große Rolle. Es ist einfach zauberhaft, die enge Verbindung zwischen den drei Song-Mädels und ihrem alleinerziehenden Vater zu erleben. Vor allem die 10-jährige Kitty hat es mir wieder besonders angetan. Die kleine Schwester von Lara Jean ist ein besonders aufgewecktes Mädchen, das gerne die Fäden in die Hand nimmt, um den Menschen, die sie liebt, einen kleinen Schubs in die richtige Richtung zu geben.
Sehr gut gefallen hat mir auch John, der vor allem ab der Hälfte des Buches eine wichtige Rolle spielt. Mit seiner liebenswürdigen, aufopferungsvollen Art hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. Aber ob auch er es sein wird, für den Lara Jean sich am Ende entscheidet? Nun, das müsst ihr selbst herausfinden.

Gut zu wissen: 2018 soll der finale Band der Reihe, Always and forever, Lara Jean, erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt, wie die junge Protagonistin, die mir beim Lesen so sehr ans Herz gewachsen ist, sich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben machen wird.

4 1_2 Sterne
Für P.S. I still love you vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
P.S. I still love you ist der zweite Band der Lara-Jean-Reihe, in der die 16-jährige Protagonistin sich zwischen Schule und Familie mit den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe auseinandersetzen muss. Die liebenswerten Charaktere machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Lesegenuss. Durch die vermittelten Werte, wie z. B. Familienzusammenhalt, soziales Engagement und Freundschaft, kann die unschuldig-süße Geschichte bereits für junge Mädchen empfohlen werden.

Rezension zu „So geht Liebe“ von Katie Cotugno

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Autorin: Katie Cotugno

Erscheinungsdatum: 19.09.2016

Verlag: Heyne

Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Drama

Umfang: 320 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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die-autorin

Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit So geht Liebe ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Mann Tom, mit dem sie in Boston lebt. Quelle

inhalt

Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, um ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit sechzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie; es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit achtzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt – hofft sie zumindest …

meine-meinung

Durch die liebe Inka von Lebens(LeseLiebe)Lust bin ich vor ein paar Wochen auf dieses wundervolle Buch aufmerksam geworden. Ich war so neugierig auf diese Geschichte, die ihr so gut gefallen hat, dass sie mir das Buch nach dem Lesen zugeschickt hat

Reena und Sawyer sind seit ihrer Kindheit miteinander verbunden. Ihre Eltern führen ein gemeinsames Restaurant, in dem beide nach der Schule aushelfen. Reena ist schon so lange in Sawyer verliebt, dass sie glaubt, alles über ihn zu wissen. Doch dann kommt ihre beste Freundin mit ihm zusammen und alles verändert sich.
Später bekommt sie endlich ihre Chance bei ihm und könnte glücklicher nicht sein. Doch je länger die beiden zusammen sind und je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr muss Reena sich eingestehen, dass sie ein völlig falsches Bild von Sawyer hatte.

Dies ist die Geschichte einer jungen, verzweifelten Liebe, die tief und echt ist und doch niemals einfach. Sawyer hat viele Probleme, die die Beziehung gefährden. Er scheint das genaue Gegenteil der besonnenen, strebsamen Reena zu sein. Die beiden werden voneinander angezogen, wie die Motten vom Licht, doch ihre gemeinsame Vergangenheit schweißt sie ebenso zusammen, wie sie das junge Paar auseinander treibt. Als Reena mit 16 schwanger wird und Sawyer verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Von den Mitschülern gemieden, muss sie sich dem Spott der Kleinstadt aussetzen und mit der grenzenlosen Enttäuschung ihres streng gläubigen Vaters leben, der sie fortan nicht einmal mehr ansehen kann. Einsam, allein gelassen und vom Leben enttäuscht, wirft sie ihre sorgfältig ausgearbeiteten Reisepläne über den Haufen, um sich fortan um ihre kleine Tochter Hannah zu kümmern.

Zwei Jahre später scheint Reena in ihrem Alltag gefestigt zu sein: Sie kellnert nach wie vor im Restaurant ihres Vaters, besucht sogar einige Kurse am örtlichen College und hat in Aaron einen bodenständigen Freund gefunden, der sie liebt. Doch als Sawyer wie aus dem Nichts wieder in ihrem Leben auftaucht und von der gemeinsamen Tochter erfährt, ändert sich ihr Leben schlagartig.

Reena ist ein mutiger Charakter, mit dem ich mich sofort identifizieren konnte. Was sie durchmachen musste, ist hart und ungerecht und trotzdem hält sie stets den Kopf über Wasser und meistert ihr Leben mit beeindruckender Stärke.
Sawyer kommt anfangs als der typische, problembeladene Schulschönling daher, doch mit der Zeit blickt man durch seine raue Schale und lernt ihn durch Reenas Augen zu sehen. Er arbeitet hart an sich und seinen Fehlern, um diesmal alles besser zu machen.

Das Buch wird abwechselnd aus der Zeit vor der Schwangerschaft und in der Jetzt-Zeit, aus Reenas Sicht, erzählt. Nach und nach erfährt der Leser, wie diese beiden jungen Menschen zueinander fanden und sich doch wieder verloren, bis sie sich nach zwei Jahren Funkstille wieder gegenüber stehen.
„So geht Liebe“ könnte die Leser mit dem romantischen Cover und dem verspielten Titel ein wenig in die Irre führen. Hier geht es nicht um eine locker-luftige Romanze, sondern um echte Probleme und tiefe, verletzte Gefühle und gescheiterte Chancen.

Wer die Bücher von Colleen Hoover mag, sollte sich „So geht Liebe“ einmal genauer ansehen. Weniger kitschig, dafür sehr authentisch wird hier der Weg einer jungen Liebe unter schwierigen Umständen erzählt, die die Leserinnen direkt ins Herz trifft.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne für diese wundervolle Geschichte.

fazit

„So geht Liebe“ von Katie Cotugno erzählt die Geschichte einer jungen Liebe, die unter schwierigen Umständen gewachsen ist und sich viel zu früh verloren hat, bevor sie eine zweite Chance bekommt. Ernste Themen und echte Probleme machen dieses Buch zu einem bitter-süßen Lesevergnügen mit Herzschmerz-Garantie. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.

Rezension zu „November 9“ von Colleen Hoover

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Autorin: Colleen Hoover

Erschienen am: 10.11.2015

Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe:
Frühjahr 2017 bei dtv unter dem Titel „Nächstes Jahr am selben Tag“

Umfang: 310 Seiten

Genre: Liebesroman / Junge Erwachsene

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die-autorin

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

inhalt

Fallon meets Ben, an aspiring novelist, the day of her scheduled cross-country move. Their untimely attraction leads them to spend Fallon’s last day in LA together, and her eventful life becomes the creative inspiration Ben has always sought for his novel. Over time and amidst the various relationships and tribulations of their own separate lives, they continue to meet on the same date every year. Until one day Fallon becomes unsure if Ben has been telling her the truth or fabricating a perfect reality for the sake of the ultimate plot twist.

meine-meinung

Einen Tag bevor Fallon von L.A. nach New York zieht, trifft sie auf den angehenden Schriftsteller Ben. Er drängt sich ungefragt in ihr Leben, als er beim Dinner mit ihrem Dad auftaucht und sich als ihr Freund ausgibt. Fallon lässt sich auf das Spiel ein und entscheidet sich dazu, den restlichen Tag gemeinsam mit Ben zu verbringen. Zwischen den beiden gibt es eine tiefe Verbindung, die für mich als Leser sofort spürbar war. Schon nach den ersten paar Seiten habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass die beiden zueinander finden. Colleen Hoover schafft es, unglaublich fesselnd von der Annäherung zwischen Ben und Fallon erzählen, ohne dabei klischeehaft oder unglaubwürdig zu wirken. Doch Fallon wird nach New York ziehen und so scheint der gemeinsame Weg ein viel zu frühes Ende zu finden – bis Ben ihr vorschlägt, sich im nächsten Jahr am selben Tag, dem 9. November, wieder in L.A. zu treffen. Für beide ist der 9. November viel mehr als bloß ein x-beliebiges Datum, beide verbinden schlimme Ereignisse mit diesem Tag, ohne es voneinander zu wissen. Und so stimmt Fallon zu, in der Hoffnung darauf, dieses Datum in Zukunft mit schöneren Erinnerungen in Verbindung bringen zu können.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ohne ihre Handynummern oder Social-Media-Profile zu tauschen, trennen sich Ben und Fallon und haben ein ganzes Jahr lang keinen Kontakt, bis sie sich im nächsten November wiedersehen.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir ausgesprochen gut. Ein wenig erinnert sie mich an „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls, einem meiner Lieblingsromane. In November 9 wird sogar einmal kurz Bezug darauf genommen. Doch anders als in diesem Roman haben Ben und Fallon keinen Kontakt und müssen jedes Jahr aufs Neue wieder bei Null anfangen und sich gewissermaßen neu kennenlernen. Und natürlich geht ihr Leben weiter. Sie werden erwachsen, lernen andere Partner kennen, entwickeln sich weiter. Und trotzdem bleibt die Chemie zwischen ihnen bestehen und intensiviert sich sogar immer wieder aufs Neue. Ben nimmt ihren Deal zum Anlass, die gemeinsame Geschichte in einem Buch niederzuschreiben, um seine Schreibblockade zu überwinden. Und dieses Buch wird schnell zum Dreh- und Angelpunkt in November 9. Denn bald wird klar, dass Ben Fallon keineswegs zufällig im Restaurant mit ihrem Vater getroffen hat und etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt ...

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Fallon ist eine junge Frau, die nichts weiter wollte, als Schauspielerin zu werden. Nach einem schrecklichen Unfall scheint dieser Traum geplatzt zu sein und Fallon ist seitdem von Selbstzweifeln zerfressen. Der Unfall hat Spuren auf ihrem Körper hinterlassen, die ihr jegliches Selbstwertgefühl genommen haben.

In Ben habe ich mich ab der ersten Seite verliebt. Nach all den Bad Boys ist er ein toller Romancharakter, der das Zeug zum Bookboyfriend hat. Ihr werdet ihn lieben. Er zeigt Fallon, wie schön sie ist und hilft ihr dabei, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Obwohl er in der Vergangenheit verhängnisvolle Fehler gemacht hat, wünscht man ihm nichts mehr, als endlich glücklich zu werden. Doch davon ist er sehr lange weit entfernt.

Colleen Hoovers Schreibstil ist einfach, aber sehr intensiv. Im Mittelpunkt steht stets das Paar, das viele Probleme überwinden muss. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, stattdessen werden Emotionen in den Fokus gerückt. Ich mag es, ihre Bücher auf Englisch zu lesen, weil sie gut verständlich sind. Trotzdem freue ich mich sehr darauf, wenn November 9 im Frühjahr 2017 auf Deutsch erscheint und möchte es auf jeden Fall noch einmal lesen.
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass es zu meinen Lesehighlights 2017 gehört und sogar unter meine Top 3 Bücher der Autorin gerutscht ist (neben It ends with us und Love & Confess). Nachdem ich von Maybe Someday sehr und Zurück ins Leben geliebt etwas enttäuscht war, stimmt hier einfach alles und ich habe das Buch rundum zufrieden und ein bisschen wehmütig beendet. In letzter Zeit passiert es mir selten, dass ich mir wünsche, ein Buch wäre noch nicht zu Ende und hier war es endlich mal wieder soweit.

5 Sterne

Von mir gibt es fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

fazit

November 9 ist eine intensive Liebesgeschichte, die mir auf jeder Seite Herzklopfen bereitet hat. Mit ihrer tollen Mischung aus Romantik und Drama hat es Colleen Hoover wieder einmal geschafft, mich rundum zu überzeugen. Hier stimmt einfach alles! Für alle Fans der Bestsellerautorin ein Muss und für Leser von Young Adult Romance eine ganz klare Empfehlung. November 9 ist eines meiner Jahreshighlights.

Rezension zu „All the boys I’ve loved before“ von Jenny Han

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Autorin: Jenny Han

Veröffentlicht am: 25.07.2016

Veröffentlicht bei: Carl Hanser Verlag

Genre: Jugendbuch / Liebe

Umfang: 352 Seiten

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

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Fortsetzung: P. S. I still love you

Die Autorin:

Jenny Han, 1980 in Virginia, USA, geboren, besuchte die Universität Chapel Hill in North Carolina. Sie lernte professionell Kinderbücher zu schreiben und machte ihren Master of Fine Arts an der New School University in New York City. Mit ihrer Sommer-Trilogie gelang ihr 2009 der Durchbruch als Schriftstellerin. Die drei Bände standen wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste. Sie gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. Ihre Jugendromane werden in 24 Sprachen übersetzt. Jenny Han lebt in New York. Quelle


Inhalt:

Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer Kontrolle gerät …

Meine Meinung:

Über dieses Buch habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich es unbedingt selbst lesen wollte. Eigentlich war der Plan, es auf Englisch zu lesen, aber dann ist die deutsche Übersetzung erschienen und der Titel war in der Onleihe verfügbar. Also habe ich zugeschlagen und meinen neuen Tolino eingeweiht.

Unter der Gesichte habe ich mir zugegebenermaßen etwas anders vorgestellt. Die Liebesbriefe, die unfreiwillig an an ihre Empfänger geraten, spielen nur eine kleine Rolle. Der Brief an den Nachbarsjungen Josh, der seit Jahren mit Lara Jeans großer Schwester Margot zusammen war, bringt das Fass erst so richtig ins Rollen. Seit der Middle School ist Lara Jean in Josh verliebt, doch niemand darf es wissen – am allerwenigsten Margot, die zum Studium nach Schottland gezogen ist und sich kurz vorher von Josh getrennt hat. Eigentlich könnte man meinen, wäre jetzt die Bahn frei, aber stattdessen lässt Lara Jean sich auf eine Fake-Beziehung mit Schulschönling Peter Kavinsky ein. Der ist ebenfalls frisch getrennt und will seine Ex eifersüchtig machen. Eine Dreiecksgeschichte beginnt, bei der Lara Jean bald nicht mehr weiß, wem ihre Gefühle gelten …

Die Geschichte ist sehr jung. Ich kann das Buch bedenkenlos schon ab 12 Jahren empfehlen. Der Schreibstil ist auch eher jung und hat mich leider ein wenig enttäuscht. Lara Jean erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, aber dabei scheint es manchmal, als wäre sie noch viel jünger als 16. Jungs hat sie bisher nur aus der Ferne angeschmachtet und die Briefe gingen an all jene, die sie sowieso nicht haben kann. Als Peter ihr das klar macht, ist sie erst einmal sauer, doch dann erkennt sie, dass er recht hat.   Die Probleme, mit denen sich Lara Jean außerhalb ihres Gefühlschaos herumschlagen muss, sind typische Teenieprobleme. Die Geschichte plätschert auch eher belanglos vor sich hin. Action oder besondere Höhepunkte sucht man hier vergebens.

Mir sind vor allem die Nebenfiguren sehr ans Herz gewachsen, allen voran Lara Jeans kleine Schwester Kitty. Das Mädchen ist zuckersüß und spielt auch gerne mal Amor. Auch der Vater der beiden ist ein herzensguter Mensch und kümmert sich rührend um seine drei Mädels.
Die Liebesgeschichte an sich entwickelt sich so schön, dass man am Ende nicht mehr weiß, ob man nun Team Josh oder Team Peter sein soll. Da das Ende offen gelassen wird, muss diese Entscheidung sowieso auf die Fortsetzung „P. S. I still love you“ vertagt werden, die aber momentan noch nicht auf Deutsch erschienen ist. Ob ich die Dilogie weiter verfolge, halte ich mir an dieser Stelle mal offen. So süß das Buch auch war, so unscheinbar ist es im Grunde auch und ich fürchte, dass ich es schnell wieder vergessen haben werde.

Von mir gibt es 3,5 Sterne.

3_1_2 Sterne

Fazit:

„To all the boys I’ve loved before“ von Jenny Han ist ein süßes Jugendbuch, das die erste Liebe thematisiert. Die Geschichte ist sehr jung und unschuldig, sodass schon jüngere Mädchen bedenkenlos zugreifen können. Ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt und wurde ein wenig vom Schreibstil und dem offenen Ende enttäuscht. Wer wissen möchte, ob Lara Jean ihr Glück findet, wird um die Fortsetzung „P. S. I still love you“ nicht herumkommen.
Für Fans von Geschichten über die erste Liebe durchaus zu empfehlen.

Rezension zu „Mein bester letzter Sommer“ von Anne Freytag

Mein bester letzter Sommer

Autorin: Anne Freytag

Erscheinungsdatum: 08.03.2016

Veröffentlicht bei: Heyne fliegt

Genre: Jugendbuch / Junge Erwachsene / Liebe / Drama

Umfang: 367 Seiten

Preis: 14,99 € (gebunden)

ISBN: 978-3453270121

Mehr Infos: hier

 

Die Autorin:

Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und für eine Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Romane für Erwachsene, unter anderem unter ihrem Pseudonym Ally Taylor. Mein bester letzter Sommer ist ihr erstes Jugendbuch. Anne Freytag liebt Musik, Serien sowie die Vorstellung, durch ihre Geschichten tausend und mehr Leben führen zu können.
In diesem Leben wohnt und arbeitet sie derzeit in München – wenn sie nicht gerade in ferne Länder und fremde Städte reist. Manchmal auch nur in Gedanken … Quelle
Inhalt:

Wann du die große Liebe triffst, kannst du dir nicht aussuchen

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …
Meine Meinung:

Das Thema des Buches hat mich sehr angesprochen. Ich liebe emotionale Bücher, bei denen von vorne herein klar ist, dass es kein Happy End geben kann. Wir alle kennen „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und lieben es, auf welche Art uns dieses Buch berühren konnte. Von „Mein bester letzter Sommer“ habe ich im Vorfeld viel Gutes gelesen und gehört, umso gespannter war ich auf die Umsetzung der Geschichte, zumal sie von einer deutschen Autorin geschrieben wurde. Ich freue mich immer über tolle Jugendbücher von deutschen Autoren. Leider habe ich das Gefühl, dass mittlerweile 8 von 10 Jugendbüchern aus dem Englischen übersetzt werden.

Was mich sofort gefesselt hat, war der Schreibstil der Autorin. Leicht und fließend, packend und voller wundervoller Lebensweiten. Ich habe auf gefühlt jeder 10. Seite ein tolles Zitat entdeckt, dass ich unbedingt in meine Rezension packen wollte. Aber dann bräuchtet ihr das Buch wahrscheinlich gar nicht mehr lesen.

Die Geschichte wird überwiegend von Tessa in der Ich-Form erzählt. Gegen Ende des Buches kommt auch Oskar zu Wort. Ich konnte mich von Anfang an in Tessas Kopf einfühlen, habe mit ihr gelitten und gelacht. Das Leben ist ungerecht, das wissen wir alle. Warum muss ein 17-jähriges Mädchen, dem alle Türen offen stehen, so früh sterben? Obwohl es sich natürlich um eine erfundene Geschichte handelt, regt sie den Leser sehr zum Nachdenken an. Hinter der Geschichte steckt die einfache, aber unglaublich wichtige Message: Genieße dein Leben, mach das Beste daraus. Lebe. Viel zu oft vergessen wir, dass alles ein Ende hat.

Oskar ist schon fast zu gut, um wahr zu sein. Er hat keine Angst vor Tessas Krankheit, er bleibt bis zum bitteren Ende bei ihr und zeigt ihr, dass das Leben lebenswert ist. Für seine 19 Jahre ist er sehr erwachsen. Durch ihn lernt Tessa eine andere Seite von sich kennen. Aus dem schüchternen Mädchen, das sich hässlich fühlt, wird eine junge Frau, die viel über sich und das Leben lernt und Frieden mit ihrem Schicksal schließen kann. Anfangs war ich skeptisch, ob sich eine so junge Liebe glaubhaft über diesen kurzen Zeitraum entwickeln kann, aber meine Zweifel verstummten schnell. Oskar und Tessa befinden sich in einer Ausnahmesituation und lassen sich auf das Abenteuer ihres Lebens ein, als sie sich begegnen. Die beiden sind verbunden durch Zweifel, Ängste und Schulgefühle und tragen Narben auf der Haut und in der Seele. Je besser sie sich kennenlernen, umso mehr können sie sich füreinander öffnen.

Zitate:

Ja, kann sein, dass das Leben macht, was es will, aber vielleicht weiß es, was es tut. Vielleicht sollte ich endlich einsehen, dass ich nichts in der Hand habe außer dem Moment. (S. 151)

Das, was mir am meisten leidtut, ist, dass ich erst sterben musste, um zu verstehen, wie wunderbar das Leben sein kann. (S. 182)

Vor Oskar wusste ich nicht, wie viel ich fühlen kann, Ich wusste nicht, wie laut ich lachen kann. Und ich wusste nicht, wie sehr ich lieben kann. (S. 349)

Auch optisch ist das Buch wunderbar gelungen. Von dem wunderschönen Papierumschlag über die Zeichnungen, die jedes Kapitel einleiten, hin zu der Innengestaltung der Buchdeckel – dieses Buch ist eine Augenweide. Ein besonderes Highlight ist die Playlist am Ende des Buches, in der alle Lieder aufgeführt sind, die Tessa und Oskar auf ihrem gemeinsamen Weg begleiten. Wer zum tragischen Schluss der Geschichte noch nicht weinen musste, wird es spätestens bei der Musikauswahl tun.

Für dieses wundervolle Buch vergebe ich 4,5 Sterne.

4 1_2 Sterne

Fazit:

Ein Buch, das mich tief berührt hat und traurig zurücklässt, voller wunderbarer Lebensweisheiten steckt und das ich so schnell nicht vergessen werde. Wer emotionale Geschichten über die erste Liebe mag, sollte unbedingt zugreifen. Taschentücher bereithalten!

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Ich danke Lovelybooks und dem Heyne fliegt für den Gewinn dieses Buches 🙂

Rezension zu „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell

Eleanor & Park

Autorin: Rainbow Rowell

Erscheinungsdatum: 02.02.2015

Veröffentlicht bei: Hanser Verlag

Umfang: 368 Seiten

Genre: Jugendbuch

Preis: 16,90 € (gebunden)

ISBN: 978-3446247406

Mehr Infos hier.


Die Autorin:

Rainbow Rowell studierte Journalismus an der University of Nebraska-Lincoln und arbeitete danach mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald. Mit ihrem ersten Jugendroman  Eleanor & Park gewann Rowell 2013 den Boston Globe Horn Book Award und den Printz Award. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Bundesstaat Nebraska. Sie schreibt Jugendliteratur und Romane für Erwachsene. Quelle


Inhalt:

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.


Meine Meinung:

Ich bin völlig unvoreingenommen, auf Empfehlung der lieben Inka von Lebens(LeseLiebe)Lust, an das Buch heran gegangen. Allein vom Cover her hätte ich es wohl nicht in die Hand genommen, umso mehr freut es mich, dass diese wunderbare Geschichte den Weg in mein (virtuelles) Bücherregal gefunden hat.

Der Klappentext verspricht definitiv nicht zu viel. Diese Liebesgeschichte ist anders als alles, was ich davor gelesen habe. Sie spielt in den konservativen USA der 80er Jahre. Eleanor zieht mit ihrer Mutter, ihren vier Geschwistern und dem verhassten Stiefvater in eine neue Stadt und wird aufgrund ihres schrägen Kleidungsstils, ihrer leuchtend roten Locken und ihrer fülligen Figur nicht gerade wohlwollend in der neuen Schule aufgenommen. Park ist der einzige (Halb-)Koreaner der Stadt. Er hat sich in seinem Leben arrangiert, ist mit den coolen Kids befreundet, aber trotzdem ein Außenseiter. Er liebt Musik und es fehlt ihm an nichts, während Eleanor fast nichts besitzt. Als die beiden zum ersten Mal aufeinandertreffen, finden sie sich zunächst abstoßend, doch ab sofort teilen sie sich dieselbe Sitzbank im Schulbus. Eleanor beginnt, Parks Comics mitzulesen und irgendwann bringt er ihr einfach welche mit und leiht sie ihr aus. Aus Comics werden Musikkassetten und schließlich freunden sie sich an. Ihre Gefühle füreinander entwickeln sich langsam, ständig hat Eleanor Angst,  dass sie Park vor seinen Freunden oder seiner Familie peinlich sein könnte. Was die beiden erleben ist die erste Liebe in ihrer reinsten und unschuldigsten Form. Sie treffen sich heimlich, Eleanor muss Ausreden und falsche Freunde erfinden, damit sie überhaupt das Haus verlassen darf. Jede Sekunde ohne den anderen schmerzt, nie ist die gemeinsame Zeit genug. Die bedingungslose Liebe und Sehnsucht der beiden ist auf jeder Seite spürbar.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, aber nicht zu einfach. Die Geschichte wird aus der dritten Person in ganz kurzen Perspektivwechseln erzählt. Eine schöne Abwechslung zu der sonst vorherrschenden Erzählform in der Ich-Perspektive. Besonders toll finde ich, dass auch dieser Stil es schafft, mich emotional zu packen und jedes Gefühl und jeden Gedanken der Protagonisten nachvollziehen zu können.

Zitate:

„Ich möchte immerzu bei dir sein. Du bist das klügste Mädchen, dem ich je begegnet bin, und das lustigste, und alles an dir überrascht mich.“ (E-Book, Pos. 2211-2214)

Parks Gesicht (…) war ein Kunstwerk. Und zwar kein komisches, hässliches Kunstwerk. Parks Gesicht war wie gemalt, denn es war für die Ewigkeit gedacht. (E-Book, Pos. 2284-2286)

Eleanor hatte recht: Sie sah nie schön aus. Sie sah aus wie ein Kunstwerk, und Kunst musste nicht schön sein; Kunst sollte etwas in einem auslösen. (E-Book, Pos. 3232)

Es gibt noch mehr tolle Stellen, die ich zitieren könnte, aber das führt an dieser Stelle zu weit.

Gegen Ende der Geschichte kommen sich die beiden näher, aber auch Eleanors Familienverhältnisse spitzen sich immer weiter zu. Ich habe mit den beiden gebangt und gelitten. Es wird dramatisch und traurig und trotzdem ist es ein Ende ganz nach meinem Geschmack. Die Verzweiflung und Sehnsucht der beiden war intensiv spürbar.

Für diese tolle Geschichte vergebe ich 4 Sterne.

4 Sterne

Fazit:

„Eleanor & Park“ ist eine Liebesgeschichte, die unschuldig und rein ist und aus der Masse an Jugendbüchern hervorsticht. Der Sprachstil, die Handlung und die liebenswürdig-schrulligen Charaktere machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.

 

Rezension zu „Rush of Love – Verführt“ von Abbi Glines

rush of love
Autorin: Abbi Glines

Erscheinungsdatum: 14.05.2013

Veröffentlicht bei: Piper

Genre: New Adult

Umfang: 240 Seiten

ISBN: 978-3492304382

Preis: 8,99 € (Taschenbuch)

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Die Autorin:

Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren »New Adult«-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama). Quelle

Inhalt:

Wenn du willst, was du nicht haben kannst …

Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt Blaire ihr Zuhause, um bei ihrem Vater und dessen neuer Familie in einem luxuriösen Strandhaus zu leben. Vor allem ihr attraktiver Stiefbruder Rush lässt sie jedoch immer wieder spüren, dass sie nicht willkommen ist. Er ist so abweisend wie anziehend, so verletzend wie faszinierend, er ist verwirrend und unwiderstehlich – und er kennt ein Geheimnis, das Blaires Herz mit einem Schlag für immer brechen könnte.

Meine Meinung:

Ich habe das E-Book vor ein paar Wochen günstig bei Amazon bekommen und hatte nun über Ostern Zeit zum Lesen. Dies ist mein zweiter Versuch, mich mit dem Genre „New Adult“ anzufreunden.

Blaire musste in ihrem jungen Leben schon viel Schlimmes durchmachen. Ihre Zwillingsschwester starb bei einem Autounfall, der Vater verließ die Familie kurz darauf, die Mutter starb an Krebs und hinterließ nichts als Schulden. Blaire musste die Highschool abbrechen und jobben, sich nebenbei um die Mutter kümmern und war ganz allein. Ihr Jugendfreund hat sie verlassen, bevor es ernst zwischen ihnen wurde. Am Ende hat Blaire gerade noch genug Geld, um ihren alten Jeep voll zu tanken und zu ihrem Vater zu fahren, obwohl sie so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Doch statt ihren Vater und seine neue Frau trifft sie auf ihren Stiefbruder Rush, der von ihrem plötzlichen Auftauchen alles andere als begeistert ist. Trotzdem lässt er sie vorübergehend im Zimmer der Haushälterin wohnen, bis seine Mutter und Blaires Vater aus dem Urlaub zurückkommen. Zwischen den beiden knistert es vom ersten Moment an, doch Rush legt keinen Wert auf eine feste Freundin. Er wechselt die Betthäschen so oft wie seine Unterwäsche und mehr als einmal wird Blaire Zeugin davon. Sie sucht sich einen Job im örtlichen Golfclub und will so schnell es geht wieder verschwinden.

Die Geschichte wird aus Blaires Sicht in der Vergangenheitsform erzählt. Im Buch haben sich einige Fehlerchen eingeschlichen, was mich beim Lesen etwas gestört hat. Außerdem fand ich manche Beschreibungen nicht gut gewählt, aber das könnte auch an der Übersetzung liegen.

Am Anfang dachte ich, die Story könnte ein wenig wie „Eiskalte Engel“ sein. Die verbotene Stiefgeschwister-Beziehung klang reizvoll, aber leider hatte das Buch keinerlei Ähnlichkeit mit meinen Erwartungen. Stattdessen entwickelt sich die Handlung voraussehbar, Blaire verknallt sich in Rush und auch er kann gegen seine Gefühle für sie bald nicht mehr ankämpfen. Was dann folgt sind überspitzte, schreckliche Erotikszenen, die ordinär und total übertrieben waren. Wahrscheinlich gehört das zum Genre, aber ich fand die Umsetzung und Beschreibung einfach nur schrecklich.
Am Ende wird ein Geheimnis gelüftet und Blaire verliert ihr Vertrauen in Rush. Vorerst jedenfalls. Dies ist der erste Band einer Reihe, aber ich habe nicht vor, sie weiter zu verfolgen.

Kennt ihr das Lied „Lush Life“ von Zara Larsson? (Ich dachte bis gerade eben das wäre Rihanna). Sie singt:

It was a crush
But I couldn’t, couldn’t get enough
It was a rush
But I gave it up

Immer wenn ich den Namen Rush gelesen habe, gingen mir diese Songtextzeilen durch den Kopf. Das hat das Lesen nicht vereinfacht 😀

Von mir gibt es für „Rush of Love – Verführt“ leider nur 2,5 Sterne.

2 1_2 Sterne
Fazit:

Typischer und kurzweiliger New-Adult-Roman. Aufgrund der vielen Klischees, einer vorhersehbaren Handlung und der schrecklichen Erotikszenen war dieses Buch leider nichts für mich.