Rezension zu „P.S. I still love you“ von Jenny Han

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Autorin: Jenny Han

Erschienen am: 30.01.2017

Verlag: Hanser

Genre: Jugendbuch

Umfang: 336 Seiten

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

die-autorin

Jenny Han, 1980 geboren, lebt in Brooklyn, New York. Der Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2009 mit ihrer Sommer-Trilogie; die Bestseller-Reihe wurde in 24 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschien 2011 der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde, 2012 folgten  Ohne dich kein Sommer und  Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt „Zitronensüß“ erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. Zusammen mit der Autorin Siobhan Vivian veröffentlichte Han außerdem die Trilogie  Auge um Auge(2013),  Feuer und Flamme (2014) und  Asche zu Asche (2015). Auch sie stand sofort nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste. Han gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. 2016 folgte mit  To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. Im Frühjahr 2017 erscheint mit  P.S. I still love you die Fortsetzung dieser Geschichte. Im Frühjahr 2018 folgt mit „Always and forever, Lara Jean“ der Abschluss der Reihe. Quelle

inhalt
Die 16-jährige Lara Jean hatte nie ernsthaft vor, sich in den gut aussehenden Peter zu verlieben. Ihre Beziehung sollte nur vorgetäuscht sein, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen. Aber dann werden die beiden tatsächlich ein Paar?–?auf einer Skifreizeit der Schule küssen sie sich überraschend. Dass sie zusammen im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Und dass sich John auf Laras letzten Liebesbrief meldet, macht das Chaos perfekt – denn kann man in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein? Die charmante Fortsetzung des Bestsellers „To all the Boys I`ve loved before“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Liebeskummer.

meine-meinung

Völlig überraschend erreichte mich Anfang Februar eine süße Geschenkbox aus dem Hanser-Verlag. Gemeinsam mit Lovelybooks wurden Leser/innen des ersten Teils der Reihe, To all the boys I’ve loved before, ausgewählt, die sich exklusiv über den ganz frisch erschienenen zweiten Band, sowie einem süßen Notizblock für eigene Liebesbriefe und einige Goodies freuen durften. Gerade, weil diese süße Überraschung völlig unerwartet bei mir ankam, habe ich mich riesig darüber gefreut. Vielen lieben Dank an den Verlag und Lovelybooks!

Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der erste aufhört. Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und Lara Jean hat Liebeskummer. Was als Fake-Beziehung zwischen ihr und dem Schulschönling Peter Kavinsky begann, um seine Exfreundin Genevieve eifersüchtig zu machen, wuchs den beiden schnell über den Kopf, als ihre Gefühle tiefer gingen.
Gleich zu Beginn der Geschichte nähern sich Lara Jean und Peter wieder an und wollen es diesmal „richtig“ machen: keine Fake-Beziehung mehr, aber ein paar Regeln müssen her. So versprechen die beiden sich z. B., immer ehrlich zu sein und einander nicht das Herz zu brechen.

Peter und Lara Jean sind ein tolles Paar. Obwohl Kavinsky in seiner Vergangenheit reichlich Erfahrungen mit Mädchen gesammelt hat, respektiert er Lara Jeans Unschuld und setzt sie niemals unter Druck. Ihre Liebe wächst langsam, aber die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist stets spürbar. Es könnte alles so schön sein, würde da nicht plötzlich ein Video im Internet auftauchen, dass die beiden in scheinbar eindeutiger Pose im Whirlpool zeigt. Schnell hat Lara Jean den „Schlampen-Stempel“ weg, während Peter als großer Macker gefeiert wird. Das junge Mädchen muss lernen, was es heißt, angefeindet und herabgewürdigt zu werden. Doch Peter setzt sich heldenhaft ein, um ihre Ehre zu retten. Überhaupt ist Peter ein Junge, wie ihn sich jedes Mädchen nur wünschen kann. Zwar hat auch er seine kleine Macken (ein bisschen selbstgefällig und eitel ist er z. B.), dennoch tut er alles, um Lara Jean zu beweisen, wie viel sie ihm bedeutet. Doch als seine Exfreundin Genevieve, die gleichzeitig Lara Jeans ex-beste Freundin ist, seine Nähe sucht, droht die junge Liebe auseinander zu brechen.
Und dann ist da noch der gut aussehende John, in den Lara Jean früher verliebt war. Eine harmlose Brieffreundschaft zwischen den beiden entwickelt sich bald zu einer ausgewachsenen Schwärmerei …

Dieses Buch hat alles zu bieten, was junge Mädchen sich von einem Jugendliebesroman wünschen können: Schmetterlinge, die erste große Liebe, der erste Krach, Liebeskummer, Intrigen und noch viel mehr warten darauf, der Leserin sämtliche Gefühle zwischen zuckersüßen Hach-Momenten und betrübtem Seufzen samt Herzschmerz zu bereiten. Da die Geschichte auch im zweiten Teil noch sehr unschuldig bleibt, kann die Reihe bedenkenlos bereits ab 12 Jahren empfohlen werden.

Neben den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe spielen auch Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt innerhalb der Familie, Verantwortungsbewusstsein und Moral eine große Rolle. Es ist einfach zauberhaft, die enge Verbindung zwischen den drei Song-Mädels und ihrem alleinerziehenden Vater zu erleben. Vor allem die 10-jährige Kitty hat es mir wieder besonders angetan. Die kleine Schwester von Lara Jean ist ein besonders aufgewecktes Mädchen, das gerne die Fäden in die Hand nimmt, um den Menschen, die sie liebt, einen kleinen Schubs in die richtige Richtung zu geben.
Sehr gut gefallen hat mir auch John, der vor allem ab der Hälfte des Buches eine wichtige Rolle spielt. Mit seiner liebenswürdigen, aufopferungsvollen Art hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. Aber ob auch er es sein wird, für den Lara Jean sich am Ende entscheidet? Nun, das müsst ihr selbst herausfinden.

Gut zu wissen: 2018 soll der finale Band der Reihe, Always and forever, Lara Jean, erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt, wie die junge Protagonistin, die mir beim Lesen so sehr ans Herz gewachsen ist, sich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben machen wird.

4 1_2 Sterne
Für P.S. I still love you vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
P.S. I still love you ist der zweite Band der Lara-Jean-Reihe, in der die 16-jährige Protagonistin sich zwischen Schule und Familie mit den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe auseinandersetzen muss. Die liebenswerten Charaktere machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Lesegenuss. Durch die vermittelten Werte, wie z. B. Familienzusammenhalt, soziales Engagement und Freundschaft, kann die unschuldig-süße Geschichte bereits für junge Mädchen empfohlen werden.

Rezension zu „Santa’s Baby“ von Kira Gembri

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Autorin: Kira Gembri

Veröffentlicht am: 30.11.2013

Veröffentlicht über: CreateSpace

Genre: Weihnachten / Liebe / Erotik

Umfang: 200 Seiten

Preis: 2,99 € (E-Book), 7,99 € (Taschenbuch)

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Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes Kind von insgesamt fünf Geschwistern in Wien geboren. Dort schloss sie das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft mit dem Master ab und dort lebt sie auch weiterhin. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Tandem, spielt Cello, hält ihren Kater von Dummheiten ab und taucht liebend gerne in Schmökern ab. Ihre größte Leidenschaft aber gilt dem Schreiben von humorvollen und romantischen Geschichten.

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Lara ist alleinerziehende Mutter, Angestellte in einer Buchhandlung und darüber hinaus vor allen Dingen eins: ein riesengroßer Weihnachtsmuffel. Ausgerechnet sie lernt im Supermarkt einen Weihnachtsmann kennen, der ihre Gefühle bald Achterbahn fahren lässt. Unter dem falschen Bart und der roten Mütze steckt nämlich Finn, Besitzer des absolut unverschämtesten Grinsens und ein Weihnachtsfan durch und durch. Lara hat aus ihrer letzten gescheiterten Beziehung gelernt, in ihr Schlafzimmer und erst recht in ihr Herz keinen Mann mehr zu lassen – aber gilt das auch für einen Weihnachtsmann mit blaugrünen Augen …?

Ein humorvoller Kurzroman in 24 Kapiteln über eine prickelnde Liebe zur Weihnachtszeit.

meine-meinung

Ich habe das E-Book vor kurzem zum Schnäppchenpreis von 0,99 € gekauft. Auf die Geschichte habe ich mich schon sehr gefreut, eigentlich wollte ich sie schon letztes Jahr lesen. Kira Gembri gehört zu meinen Lieblingsautorinnen und konnte mich bisher noch mit jedem Buch überzeugen.

Die Geschichte wird aus Laras Sicht erzählt. Als alleinerziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter findet sie sich oftmals zwischen dem Studium und ihrem Nebenjob in stressigen Situationen wieder. Vom Weihnachtsrummel hält sie nicht viel und auch Männer haben in ihrem Leben lange keine Rolle mehr gespielt – bis Finn auftaucht, der im Supermarkt als Weihnachtsmann jobbt. Und diesen Weihnachtsmann muss man einfach lieben! So unbeschwert und locker, wie er auf Lara zugeht und alles daran setzt, ihr Herz für sich zu gewinnen, ist er ein toller männlicher Protagonist mit Herz-Schmelz-Garantie. Aber er beweist auch viel Humor, Verantwortungsgefühl und Einfühlungsvermögen. Der perfekte Mann also! Aber bis Lara das erkennt, ist es noch ein langer Weg.

Kiras Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und sehr humorvoll. Die Geschichte lebt durch viele liebevolle Details und ich konnte mehr als einmal herzhaft lachen. Laras Handlungen konnte ich stets nachvollziehen, auch wenn ich sie manchmal schütteln wollte, um ihr die Augen zu öffnen. Aber ohne ein bisschen Hin und Her kommt eben keine spannende Liebesgeschichte aus. Bei all ihren Sorgen und Ängsten hatte Lara  nur das Wohl ihrer kleinen, bezaubernden Tochter im Sinn, deshalb verzeihe ich ihr manchmal übereifriges Urteil gerne. Nele ist so ein goldiges Kind, man muss sie einfach lieben.

Neben der wunderbar weihnachtlichen Stimmung, die der Kurzroman vermittelt, spielt auch Erotik eine große Rolle. Das hatte ich anfangs überhaupt nicht erwartet, auch wenn in der Beschreibung „prickelnde Liebe“ steht. Trotzdem war ich überrascht über die detaillierten Szenen zwischen Lara und Finn, aber im positiven Sinne. Kira Gembri schreibt sehr geschmackvoll und durchaus prickelnd. Besonders schön fand ich es, dass es eben nicht nur auf eine Bettgeschichte hinausläuft und vor allem von Finns Seite viel mehr kommt.

Insgesamt passt dieser wundervolle Roman bestens in die Adventszeit und ich wünsche mir ganz viele Leserinnen dafür. Ein kleiner Kritikpunkt wäre das Cover, das mich persönlich leider überhaupt nicht anspricht. Wäre der Roman nicht von Kira Gembri, hätte ich ihn allein schon wegen seines Äußeren nicht gekauft. Aber in meine Bewertung fließt nur der Inhalt ein.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine große Empfehlung.

fazit

Santa’s Baby ist ein wundervoller Kurzroman, der perfekt in die Adventszeit passt. Wie immer konnte mich Kira Gembri auch mit ihrer Weihnachtsgeschichte absolut überzeugen. Das Buch besticht durch sympathische Charaktere, die auch mal Schwäche zeigen, viele liebevolle Details und einen tollen Humor. Außerdem kommt auch geschmackvolle Erotik nicht zu kurz. Als Einstimmung für das Weihnachtsfest und auch darüber hinaus absolut empfehlenswert!

Rezension zu „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek

Therapie
Autor: Sebastian Fitzek

Erscheinungsdatum: Juni 2006

Veröffentlicht bei: Knaur

Genre: Psychothriller

Umfang: 336 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

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Der Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.

Inhalt:

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …


Meine Meinung:

Auf den ersten Psychothriller von Sebastian Fitzek war ich ganz besonders neugierig. „Die Therapie“ hat meine Erwartungen am Ende sogar übertroffen und war so spannend und düster, dass ich am liebsten die Nächte durchgelesen hätte, anstatt zu schlafen und Gefahr zu laufen, von Albträumen gequält zu werden.

Fitzek schafft es, den Leser sofort ins Geschehen hineinzuwerfen und auf jeder Seite zu fesseln. Kurze Kapitel mit spannenden Cliffhangern machen es so gut wie unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Die Atmosphäre im Buch ist so  düster und gruselig, dass es mir mehr als einmal am helllichten Tag eiskalt den Rücken hinunter gelaufen ist. So muss ein Psychothriller sein!

Wer Fitzek kennt, der weiß, dass er sich in seinen Büchern geistigen Krankheiten, Wahnvorstellungen und psychischen Härtefällen widmet. In diesem Buch geht es um einen besonders schweren Fall der Schizophrenie, unter der die junge Anna leidet, die Viktor Larenz in der Abgeschiedenheit einer kleinen Nordseeinsel aufsucht. Zur Story will ich gar nicht viel mehr sagen, sonst würde ich nur spoilern.
Es ist unfassbar spannend, ihre Geschichte Stück für Stück mitzuerleben. Immer wieder werden die Therapiesitzungen unterbrochen, schlimme Dinge geschehen, dem Doktor geht es zunehmend schlechter. Je mehr sich die Handlung zuspitzt, desto spannender wird es, bis man gar nicht mehr anders kann, als unbedingt schnell weiterzulesen und das gerade aufgedeckte Puzzleteil an die anderen zu legen.
Nichts ist so, wie es scheint und auch, wenn ich zwischendurch dachte, der Lösung auf der Spur zu sein, so kam es am Ende nochmal ganz anders und völlig überraschend. Fitzeks große Stärke sind die Enden, bei denen er nochmal alles rausholt und den Leser mit offenem Mund und nicht enden wollendem Kopfschütteln zurücklässt.

Diese Geschichte wirkt noch lange nach und macht Lust auf mehr. Ich habe mir mittlerweile noch 4 Fitzek-Bücher gekauft, die ich bald lesen werde und natürlich freue ich mich auch auf „Das Paket“, das am 26.10.2016 erscheint. Mit meinen Freundinnen werde ich ihn auf seiner Jubiläums-Lesereise in Erfurt besuchen und kann es kaum erwarten.

Von mir gibt es die volle Punktzahl.

5 Sterne

Fazit:

Auch der erste Fitzek hat mich restlos umgehauen und sprachlos zurückgelassen. Die düstere Atmosphäre, die nervenaufreibende Spannung und die Entwicklung der Geschichte machen es unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Ein Muss für alle Fitzek-Fans und die, die es noch werden wollen.
Absolute Leseempfehlung – aber nicht an dunklen, einsamen Orten 😉

Rezension zu „Leons Erbe“ von Michael Theißen

Leons Erbe

Autor: Michael Theißen

Erscheinungsdatum: 02.05.2016

Veröffentlicht bei: Bastei Entertainment

Genre: Krimi

Umfang: 232 Seiten

Preis: 5,99 € (E-Book)

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Der Autor:

Michael Theißen, Jahrgang 1986, lebt in der Nähe von Mönchengladbach. Er hat Sozialwissenschaften in Köln studiert. In seiner Freizeit ist er als Handballschiedsrichter aktiv. „Leons Erbe“ ist sein Debütroman.

Inhalt:

Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit – nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet …

Meine Meinung:

Das E-Book wurde mir vor einigen Wochen vom Autor angeboten, der auf meinen Blog aufmerksam geworden ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei Autor und Verlag für die Bereitstellung des E-Books bedanken.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Katja in der Vergangenheitsform erzählt. Katja, die zunächst in ihrer Trauer gefangen ist und es ablehnt, gemeinsam mit ihrem Mann nach dem Unfallfahrer zu suchen, entwickelt sich im Laufe der Story zu einer mutigen und unerschrockenen Frau, die alles daran setzt, den Tod ihres Sohnes aufzuklären. Dabei findet sie viele unangenehme Dinge über ihre Familie heraus, die es zu verdauen gilt.

Der Schreibstil ist spannungsgeladen, temporeich und düster. Viele gut eingesetzte Stilmittel sorgen dafür, dass man sehr schnell weiterlesen und unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Dennoch finde ich den persönlichen Schreibstil des Autors ausbaufähig. Vor allem bei den Dialogen erschienen mir manche Stellen etwas holprig.
Die Kapitel sind sehr kurz und enden alle mit einem spannenden Cliffhanger.

Vor allem am Anfang der Geschichte sammelt Katja Hinweise wie Puzzlestücke, von denen lange nicht klar ist, wie sie zusammenhängen. Der Leser hat hier vielfältige Möglichkeiten, den Tathergang selbst zu konstruieren. Beim Finden dieser Hinweise hängt viel vom Zufall ab. Das ist einerseits Katjas Glück, war mir bei der Menge dann aber doch etwas zu viel des Guten.

Leider hatte ich den Eindruck, dass der Spannungsbogen zum Ende hin etwas abflaut, weshalb ich gar nicht mehr so sehr motiviert war, das Ende zu lesen. Dieses wurde dann auch sehr zügig aufgeklärt. Die Auflösung selbst hat mir gut gefallen, weil sie anders war, als erwartet, aber hier fehlten mir leider die Emotionen, die eine solche Offenbarung zwangsläufig mit sich bringen müsste.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne. Übrigens wird „Leons Erbe“ ab 11.07.2016 auch als Taschenbuch (Preis 12,90 €) erscheinen.

3_1_2 Sterne

Fazit:

Krimifans, die eine temporeiche Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen und spannenden Cliffhangern zum günstigen Preis für den E-Reader suchen, können bei „Leons Erbe“ ruhigen Gewissens zuschlagen.

Rezension zu „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell

Eleanor & Park

Autorin: Rainbow Rowell

Erscheinungsdatum: 02.02.2015

Veröffentlicht bei: Hanser Verlag

Umfang: 368 Seiten

Genre: Jugendbuch

Preis: 16,90 € (gebunden)

ISBN: 978-3446247406

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Die Autorin:

Rainbow Rowell studierte Journalismus an der University of Nebraska-Lincoln und arbeitete danach mehrere Jahre als Kolumnistin beim Omaha World-Herald. Mit ihrem ersten Jugendroman  Eleanor & Park gewann Rowell 2013 den Boston Globe Horn Book Award und den Printz Award. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Bundesstaat Nebraska. Sie schreibt Jugendliteratur und Romane für Erwachsene. Quelle


Inhalt:

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.


Meine Meinung:

Ich bin völlig unvoreingenommen, auf Empfehlung der lieben Inka von Lebens(LeseLiebe)Lust, an das Buch heran gegangen. Allein vom Cover her hätte ich es wohl nicht in die Hand genommen, umso mehr freut es mich, dass diese wunderbare Geschichte den Weg in mein (virtuelles) Bücherregal gefunden hat.

Der Klappentext verspricht definitiv nicht zu viel. Diese Liebesgeschichte ist anders als alles, was ich davor gelesen habe. Sie spielt in den konservativen USA der 80er Jahre. Eleanor zieht mit ihrer Mutter, ihren vier Geschwistern und dem verhassten Stiefvater in eine neue Stadt und wird aufgrund ihres schrägen Kleidungsstils, ihrer leuchtend roten Locken und ihrer fülligen Figur nicht gerade wohlwollend in der neuen Schule aufgenommen. Park ist der einzige (Halb-)Koreaner der Stadt. Er hat sich in seinem Leben arrangiert, ist mit den coolen Kids befreundet, aber trotzdem ein Außenseiter. Er liebt Musik und es fehlt ihm an nichts, während Eleanor fast nichts besitzt. Als die beiden zum ersten Mal aufeinandertreffen, finden sie sich zunächst abstoßend, doch ab sofort teilen sie sich dieselbe Sitzbank im Schulbus. Eleanor beginnt, Parks Comics mitzulesen und irgendwann bringt er ihr einfach welche mit und leiht sie ihr aus. Aus Comics werden Musikkassetten und schließlich freunden sie sich an. Ihre Gefühle füreinander entwickeln sich langsam, ständig hat Eleanor Angst,  dass sie Park vor seinen Freunden oder seiner Familie peinlich sein könnte. Was die beiden erleben ist die erste Liebe in ihrer reinsten und unschuldigsten Form. Sie treffen sich heimlich, Eleanor muss Ausreden und falsche Freunde erfinden, damit sie überhaupt das Haus verlassen darf. Jede Sekunde ohne den anderen schmerzt, nie ist die gemeinsame Zeit genug. Die bedingungslose Liebe und Sehnsucht der beiden ist auf jeder Seite spürbar.

Der Schreibstil ist angenehm leicht, aber nicht zu einfach. Die Geschichte wird aus der dritten Person in ganz kurzen Perspektivwechseln erzählt. Eine schöne Abwechslung zu der sonst vorherrschenden Erzählform in der Ich-Perspektive. Besonders toll finde ich, dass auch dieser Stil es schafft, mich emotional zu packen und jedes Gefühl und jeden Gedanken der Protagonisten nachvollziehen zu können.

Zitate:

„Ich möchte immerzu bei dir sein. Du bist das klügste Mädchen, dem ich je begegnet bin, und das lustigste, und alles an dir überrascht mich.“ (E-Book, Pos. 2211-2214)

Parks Gesicht (…) war ein Kunstwerk. Und zwar kein komisches, hässliches Kunstwerk. Parks Gesicht war wie gemalt, denn es war für die Ewigkeit gedacht. (E-Book, Pos. 2284-2286)

Eleanor hatte recht: Sie sah nie schön aus. Sie sah aus wie ein Kunstwerk, und Kunst musste nicht schön sein; Kunst sollte etwas in einem auslösen. (E-Book, Pos. 3232)

Es gibt noch mehr tolle Stellen, die ich zitieren könnte, aber das führt an dieser Stelle zu weit.

Gegen Ende der Geschichte kommen sich die beiden näher, aber auch Eleanors Familienverhältnisse spitzen sich immer weiter zu. Ich habe mit den beiden gebangt und gelitten. Es wird dramatisch und traurig und trotzdem ist es ein Ende ganz nach meinem Geschmack. Die Verzweiflung und Sehnsucht der beiden war intensiv spürbar.

Für diese tolle Geschichte vergebe ich 4 Sterne.

4 Sterne

Fazit:

„Eleanor & Park“ ist eine Liebesgeschichte, die unschuldig und rein ist und aus der Masse an Jugendbüchern hervorsticht. Der Sprachstil, die Handlung und die liebenswürdig-schrulligen Charaktere machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem.

 

Rezension zu „Zwei für immer“ von Andy Jones

Zwei für immer
Autor: Andy Jones

Erscheinungsdatum: 25.01.2016

Erschienen bei: Rütten & Loening

Genre: Liebes / Drama

Umfang: 432 Seiten

Preis: 14,99 € (Klappenbroschur)

ISBN: 978-3352006647

Mehr Infos hier


Der Autor:

Andy Jones lebt mit seiner Frau und seinen zwei kleinen Mädchen in London. Tagsüber arbeitet er in einer Werbeagentur, am Wochenende und furchtbar früh am Morgen schreibt er. Eigentlich sollte dieses Buch ein richtiges Männerbuch werden – dass dabei nun ein Liebesroman rausgekommen ist, hat ihn selbst überrascht. Quelle


Inhalt:

Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte …


Meine Meinung:

Dieses Buch fing schon vielversprechend an: gefühlvoll, witzig, gut geschrieben. Mir war vom ersten Moment an klar, dass es etwas ganz Besonderes ist und das Zeug dazu hat, ein neues Lieblingsbuch zu werden.

William, von allen bloß Fisher genannt, und Ivy kennen sich erst ein paar Tage, als sie schwanger wird. Die Phase der ersten Verliebtheit ist kurz, mit dem hemmungslosen Rumknutschen und wilden Sex ist es schnell vorbei. Was darauf folg ist Verunsicherung, Angst, Zweifel – bei beiden.
Fisher fragt sich die ganze Zeit, was Ivy damit meinte, als sie seine Frage nach Verhütung mit „Es ist okay“ beantwortete. Hat sie es etwa darauf angelegt, schwanger zu werden? Ist er nur Mittel zum Zweck? Immerhin ist Ivy bereits 40 und damit 9 Jahre älter als er, der keine Beziehung lange aufrechterhalten konnte. Hin- und hergerissen zwischen seinen Gefühlen, Zweifeln und Pflichtgefühlen muss Fisher sich auf seine zukünftige Vaterrolle einstellen.
Alles, was Fisher weiß, ist, dass er Ivy liebt. Doch über sie, über ihre Vergangenheit weiß er so gut wie nichts. Als Ivy sich immer weiter von ihm distanziert, wachsen die Zweifel an der Beziehung.

Die Geschichte erstreckt sich über den gesamten Zeitraum der Schwangerschaft und noch ein paar Wochen darüber hinaus. Sie wird komplett aus Fishers Sicht erzählt. Einen Liebesroman aus der Sicht eines Mannes habe ich schon lange nicht mehr gelesen, umso erfreuter, faszinierter und glücklicher war ich darüber. Fisher ist witzig, liebevoll, fürsorglich, hat kleine Schwächen und große Ängste, vor allem in Bezug auf Ivy, die er als die Frau seines Lebens bezeichnet. Und obwohl bei den beiden alles Hals über Kopf passiert, bemüht er sich, für sie da zu sein und alles richtig zu machen.
Ivy war mir am Anfang sehr unsympathisch. Als sie von der Schwangerschaft erfährt, geht sie auf Distanz und ich habe mich, genau wie Fisher, die ganze Zeit nach ihren wahren Beweggründen gefragt. Doch im Laufe der Schwangerschaft wird sie zugänglicher. Trotzdem war sie für mich als Person bis zum Ende nur schwer zugänglich. Der Leser erfährt einiges über ihre Vergangenheit und kann sich besser in sie hineinversetzen, trotzdem bleibt sie unnahbar.

Im Buch werden so ziemliche alle Facetten des Lebens, mit seinen schönen und schrecklichen Seiten, angesprochen. Fishers bester Freund El leidet an der Huntigton-Krankheit. Er verliert nach und nach die Kontrolle über seinen Körper und seinen Geist. Die Zeit, die die beiden einmal wöchentlich miteinander verbringen ist kostbar, für mich als Leser waren diese Szenen aber nur schwer auszuhalten. Die Krankheit ist nicht heilbar, es gibt keine Hoffnung auf Besserung. Els Lebensgefährte Phil nähert sich im Laufe der Geschichte einem anderen Mann an, der auch bei ihm und El übernachtet. Obwohl ich Phils Beweggründe, sich nach einer neuen Liebe umzusehen, verstehen kann, empfand ich seine Handlungen als verwerflich.
Neben Els Krankheit sind auch Scheidung, Mobbing, und Fremdgehen Thema des Buches.

Anfangs dachte ich, es geht in „Zwei für immer“ um eine leichte Liebesgeschichte, die durch die plötzliche Schwangerschaft auf die Probe gestellt wird und das war’s. Doch so ist es nicht. Die Geschichte glänzt durch Wendungen, die ich nicht kommen sehen habe, die auch schicksalhaft und dramatisch sind. Wer witzige und  gleichermaßen melancholische  Bücher mit einem hoffnungsvollen Ende mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Zitat: 

Ich liebe Ivy. Ich finde sie klug und witzig und schön (…) Ist sie die Frau, mit der du den Rest deines Lebens verbringen solltest? Ist sie die Richtige? Oder bist du nur noch hier, weil dich das Pflichtgefühl plagt und du hoffst, dass am Ende doch noch alles gut ausgeht? (S. 277)

Ivys Distanziertheit hat es mir schwer gemacht, mich mit ihr anzufreunden. Mir kam es so vor, als ob die große Liebe, von der die Rede ist, vor allem einseitig ist. Erst gegen Ende taut Ivy etwas auf. Obwohl ich ihre Beweggründe aufgrund ihrer Vergangenheit verstehen kann, fand ich sie für einen Liebesroman zu unnahbar. Dafür hat es das Ende des Buches in sich. Was mir im Mittelteil an Gefühl gefehlt hat, wird hier wieder rausgeholt.

Von mir gibt es 4 Sterne.

4 Sterne
Fazit:

„Zwei für immer“ ist ein wundervolles Buch, das alle Emotionen der Liebe und des Lebens abbildet. Dieser Liebesroman geht ans Herz und verlangt dem Leser einiges ab. Bitte mehr davon!

Rezension zu „Rush of Love – Verführt“ von Abbi Glines

rush of love
Autorin: Abbi Glines

Erscheinungsdatum: 14.05.2013

Veröffentlicht bei: Piper

Genre: New Adult

Umfang: 240 Seiten

ISBN: 978-3492304382

Preis: 8,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos: hier

Die Autorin:

Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren »New Adult«-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama). Quelle

Inhalt:

Wenn du willst, was du nicht haben kannst …

Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt Blaire ihr Zuhause, um bei ihrem Vater und dessen neuer Familie in einem luxuriösen Strandhaus zu leben. Vor allem ihr attraktiver Stiefbruder Rush lässt sie jedoch immer wieder spüren, dass sie nicht willkommen ist. Er ist so abweisend wie anziehend, so verletzend wie faszinierend, er ist verwirrend und unwiderstehlich – und er kennt ein Geheimnis, das Blaires Herz mit einem Schlag für immer brechen könnte.

Meine Meinung:

Ich habe das E-Book vor ein paar Wochen günstig bei Amazon bekommen und hatte nun über Ostern Zeit zum Lesen. Dies ist mein zweiter Versuch, mich mit dem Genre „New Adult“ anzufreunden.

Blaire musste in ihrem jungen Leben schon viel Schlimmes durchmachen. Ihre Zwillingsschwester starb bei einem Autounfall, der Vater verließ die Familie kurz darauf, die Mutter starb an Krebs und hinterließ nichts als Schulden. Blaire musste die Highschool abbrechen und jobben, sich nebenbei um die Mutter kümmern und war ganz allein. Ihr Jugendfreund hat sie verlassen, bevor es ernst zwischen ihnen wurde. Am Ende hat Blaire gerade noch genug Geld, um ihren alten Jeep voll zu tanken und zu ihrem Vater zu fahren, obwohl sie so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Doch statt ihren Vater und seine neue Frau trifft sie auf ihren Stiefbruder Rush, der von ihrem plötzlichen Auftauchen alles andere als begeistert ist. Trotzdem lässt er sie vorübergehend im Zimmer der Haushälterin wohnen, bis seine Mutter und Blaires Vater aus dem Urlaub zurückkommen. Zwischen den beiden knistert es vom ersten Moment an, doch Rush legt keinen Wert auf eine feste Freundin. Er wechselt die Betthäschen so oft wie seine Unterwäsche und mehr als einmal wird Blaire Zeugin davon. Sie sucht sich einen Job im örtlichen Golfclub und will so schnell es geht wieder verschwinden.

Die Geschichte wird aus Blaires Sicht in der Vergangenheitsform erzählt. Im Buch haben sich einige Fehlerchen eingeschlichen, was mich beim Lesen etwas gestört hat. Außerdem fand ich manche Beschreibungen nicht gut gewählt, aber das könnte auch an der Übersetzung liegen.

Am Anfang dachte ich, die Story könnte ein wenig wie „Eiskalte Engel“ sein. Die verbotene Stiefgeschwister-Beziehung klang reizvoll, aber leider hatte das Buch keinerlei Ähnlichkeit mit meinen Erwartungen. Stattdessen entwickelt sich die Handlung voraussehbar, Blaire verknallt sich in Rush und auch er kann gegen seine Gefühle für sie bald nicht mehr ankämpfen. Was dann folgt sind überspitzte, schreckliche Erotikszenen, die ordinär und total übertrieben waren. Wahrscheinlich gehört das zum Genre, aber ich fand die Umsetzung und Beschreibung einfach nur schrecklich.
Am Ende wird ein Geheimnis gelüftet und Blaire verliert ihr Vertrauen in Rush. Vorerst jedenfalls. Dies ist der erste Band einer Reihe, aber ich habe nicht vor, sie weiter zu verfolgen.

Kennt ihr das Lied „Lush Life“ von Zara Larsson? (Ich dachte bis gerade eben das wäre Rihanna). Sie singt:

It was a crush
But I couldn’t, couldn’t get enough
It was a rush
But I gave it up

Immer wenn ich den Namen Rush gelesen habe, gingen mir diese Songtextzeilen durch den Kopf. Das hat das Lesen nicht vereinfacht 😀

Von mir gibt es für „Rush of Love – Verführt“ leider nur 2,5 Sterne.

2 1_2 Sterne
Fazit:

Typischer und kurzweiliger New-Adult-Roman. Aufgrund der vielen Klischees, einer vorhersehbaren Handlung und der schrecklichen Erotikszenen war dieses Buch leider nichts für mich.