Rezension zu „Without Merit“ von Colleen Hoover

Without Merit

Erscheinungsdatum: 03.10.2017
Verlag: Atria Books
Genre: Young Adult
Umfang: 384 Seiten
Sprache: Englisch
Preis: 13,12 € (Taschenbuch), 17,71 € (Hardcover), 5,37 € (E-Book)
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die-autorin

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

inhalt

The Voss family is anything but normal. They live in a repurposed church, newly baptized Dollar Voss. The once cancer-stricken mother lives in the basement, the father is married to the mother’s former nurse, the little half-brother isn’t allowed to do or eat anything fun, and the eldest siblings are irritatingly perfect. Then, there’s Merit.

Merit Voss collects trophies she hasn’t earned and secrets her family forces her to keep. While browsing the local antiques shop for her next trophy, she finds Sagan. His wit and unapologetic idealism disarm and spark renewed life into her—until she discovers that he’s completely unavailable. Merit retreats deeper into herself, watching her family from the sidelines, when she learns a secret that no trophy in the world can fix.

Fed up with the lies, Merit decides to shatter the happy family illusion that she’s never been a part of before leaving them behind for good. When her escape plan fails, Merit is forced to deal with the staggering consequences of telling the truth and losing the one boy she loves.

meine-meinung

Colleen Hoover zählt zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Fast alle ihre Bücher habe ich geliebt. Auf ihren neuen Roman war ich sehr gespannt und habe ihn mir deshalb in der günstigen Kindle-Version gekauft.

„Without Merit“ ist kein typischer Hoover-Liebesroman, so viel wird schnell klar. Die Protagonistin ist ziemlich jung (17) und lebt in einer unkonventionellen Familie. Jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse, die zu hüten Merit leid ist. In der Kleinstadt, in der die Voss-Family lebt, kursieren die wildesten Gerüchte über die schräge Sippe – die meisten davon sind leider wahr. Merit fühlt sich missverstanden und ungeliebt. Während sie denkt, dass es normal ist, ein zorniger, leicht reizbarer Teenager zu sein, der die Schule schwänzt, muss sie bald erkennen, dass ihre eigenen Probleme tiefer liegen.
Als sie den attraktiven Sagan kennenlernt, der sie – dank einer Verwechslung – bei ihrem ersten Treffen schier um den Verstand küsst, scheint sich ihre dunkle Welt kurz aufzuhellen. Doch dann erkennt Merit, dass sie Sagan nicht haben kann und sinkt immer tiefer im Strudel ihrer persönlichen Probleme …

Ich bin ohne Erwartungen an das Buch herangegangen, wusste nicht einmal, worum es überhaupt geht. Aus den Posts der Autorin hatte ich noch in Erinnerung, dass es ein jüngeres Young-Adult-Buch ist und ließ mich überraschen.
Hoovers große Stärke ist es, tiefe, herzzerreißende Liebesromane zu schreiben, die den Leser emotional mitnehmen. So zählen zu meinen Lieblingsbüchern z. B. „It ends with us“, „November 9“ und „Love & Confess“. Auf eine solche Liebesgeschichte wartet man hier vergeblich. Im Mittelpunkt steht ein Teenager, der neben den ganz normalen Problemen des Alltags auch mit seiner verrückten Familie klar kommen muss. Die Liebesgeschichte zwischen Merit und Sagan passiert nur am Rande und geht kaum in die Tiefe. Das hat mich sehr enttäuscht.

Mich persönlich konnte der neueste Hoover-Roman emotional leider nicht fesseln. Zwar habe ich die Geschichte gerne gelesen und wollte auch wissen, wie es weitergeht, aber mir fehlte einfach die Verbindung zu Merit. Alle angesprochenen Geheimnisse, die jeder in ihrer Familie mit sich herumträgt, bleiben an der Oberfläche. Nicht mal Merits persönliche Probleme gehen in die Tiefe. Eine schwere Krankheit wird anhand einer Internet-Checkliste diagnostiziert. Der Syrien-Konflikt wird von einem traumatisierten Flüchtling auf Kindergarten-Niveau erklärt. Mit dem Thema Tattoos geht die Autorin wieder einmal sehr leichtfertig um. Ein lebenslanges Tattoo? Klar, wird spontan und ohne, dass die Tätowierte das Motiv vorher gesehen hat, gestochen. Da konnte ich nur den Kopf schütteln.

Gut gefallen haben mir hingegen die Plottwists und die Auflösungen am Ende, dank derer ich mit jedem Mitglied der Familie Voss versöhnt auseinander gehen konnte. Auch die Dialoge konnten mich überzeugen.
Doch insgesamt wird mir das Buch wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Dafür blieben Charaktere und Handlung einfach zu blass. Stellenweise hatte ich das Gefühl, als ob die Autorin einfach ein paar aktuelle politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen und irgendwie in ihre Jugendstory einbauen wollte. Doch dabei blieb die Emotion leider auf der Strecke.
3 Sterne

Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

fazit

Von „Without Merit“ hatte ich mir leider mehr erhofft. So toll und ungewöhnlich die Grundidee und das Setting waren, so blass blieben leider die Charaktere und ihre persönlichen Hintergründe. Weder zu Merit noch zu ihren Familienangehörigen konnte ich eine Bindung aufbauen. Viele Themen werden nur oberflächlich angekratzt, sodass es mir persönlich an Emotionen fehlte.
Für Fans der Autorin sicher interessant, aber ansonsten kein Muss.

Rezension zu „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler

Pubertier
Autor: Jan Weiler
Erscheinungsdatum: 03.07.2017
Verlag: Piper
Genre: Humor
Umfang: 176 Seiten
Preis: 14,00 €

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Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt’s nicht!« gehört zu den erfolgreichsten Büchern der vergangenen Jahrzehnte. Es folgten unter anderem: »Antonio im Wunderland« (2005), »Mein Leben als Mensch« (2009), »Das Pubertier« (2014), »Kühn hat zu tun« (2015) und »Im Reich der Pubertiere« (2016). Jan Weiler verfasst zudem Hörspiele und Hörbücher, die er auch selber spricht. Jan Weiler lebt bei München. Quelle

inhalt

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers!

meine-meinung

Die Pubertiere sind wieder da! Nachdem mir der Vorgänger „Im Reich der Pubertiere“ Lachtränen in die Augen getrieben hat, war ich sehr gespannt auf die neuen Abenteuer aus dem Hause Weiler.

Carla ist mittlerweile 17, hat einen festen Freund und einen ausgeprägten Kommunikationsdrang – nur leider nicht ihren Eltern gegenüber. Dafür klebt sie förmlich an ihrem Smartphone fest und verschickt am Tag gefühlte 5.000 Whats-App-Nachrichten, selbst wenn der Empfänger neben ihr sitzt.
Nick ist 13, schläft oft und viel, und wenn man ihn doch mal zu Gesicht bekommt, liegt meistens etwas im Argen. Zum Beispiel die neue Abo-Falle, die exklusive Premiumfotos leichtbekleideter Damen verspricht. Wie die auf sein Smartphone kommt? Natürlich, weil es neben dem ebenfalls infizierten Handy des besten Kumpels lag. Kenn doch jeder, diese spontane Handy-zu-Handy-Übertragung 😀

Die neuesten Geschichten der Pubertiere haben mich wieder verlässlich zum Lachen gebracht. In manchen Dingen erkannte ich mich sogar selbst wieder. Ob das jetzt gut ist? Auf jeden Fall ist es sehr authentisch, wenn der Vater von den ersten Fahrstunden der Tochter erzählt. Plötzlich wird der eigene Fahrstil kritisiert und die Tochter mutiert selbst zur Fahrlehrerin. Hach ja, kommt mir alles noch sehr bekannt vor.

Je älter die Kinder werden, desto mehr muss der Papa erkennen: Langsam gibt es nicht mehr viel, das er ihnen noch beibringen kann. Beim Abistoff der Tochter ist er raus – zu lange her. Selbst beim Berufsberatungstag an der Schule interessiert sich niemand für den Beruf des Journalisten. Stattdessen gibt Papa Weiler den drei Schülern, die sich zu ihm verirren, anderweitige Life-Hack-Tipps. Überhaupt beschreibt der Autor sich als völlig tiefenentspannt im Umgang mit seinen Pubertieren. So einen Papa wünscht sich jeder Teenager (auch wenn er es nicht zugeben würde, weil Eltern ja meistens trotzdem peinlich sind).

Der schmale Band kommt als Hardcover mit praktischem Lesebändchen daher. Das kleine Format liegt gut in der Hand und lässt sich prima transportieren. Die insgesamt 27 kurzen Geschichten können zwischendurch, vor dem Schlafengehen oder unterwegs verschlungen werden. Wie auch bei den beiden Vorgängern „Das Pubertier“ und „Im Reich der Pubertiere“ hat der Berliner Illustrator Till Hafenbrak tolle Grafiken gezaubert.

4 Sterne

Von mir gibt es vier Sterne.

fazit

Die Pubertiere sind wieder los! Ob in der ersten Fahrstunde, beim Whats-App-Marathon oder während der ersten Annäherung an das andere Geschlecht – Jan Weiler nimmt uns schon zum dritten Mal mit in die Welt seiner Kinder Carla und Nick.
In den authentischen und teils skurrilen Alltagsgeschichten habe ich mich selbst wiedererkannt und herzhaft dabei gelacht. Wie auch die beiden Vorgänger lege ich diesen Band allen Teenagern, den von ihnen geplagten Eltern oder allen, die es mal werden wollen, wärmstens ans Herz.
Da wünscht man sich, dass die Jugend der beiden niemals endet und Jan Weiler niemals die Geschichten ausgehen. Wer nicht genug von den Pubertieren bekommt, hat übrigens die Möglichkeit, ihre Abenteuer ab sofort im Kino zu bestaunen.

Rezension zu „The One“ von Maria Realf

The One
Autorin: Maria Realf
Erscheinungsdatum: 23.06.2017
Verlag: Rowohlt Taschenbuch-Verlag
Genre: Liebesroman
Umfang: 384 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
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die-autorin

Maria Realf ist Journalistin und hat für einige der größten britischen Frauenmagazine gearbeitet, u. a. Cosmopolitan, Cosmopolitan Bride, Fabulous, Marie Claire, Now und You & Your Wedding. Derzeit schreibt sie für das You-Magazin der Mail on Sunday. Sie hat die Romanschule der Agentur Curtis Brown absolviert, wie vor ihr bereits Jo Harper, Nicholas Searle u.v.m. Quelle

inhalt

Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet.

Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat – und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker …

meine-meinung

Verliebt habe mich als Erstes in dieses wunderschöne Cover. Ich bin normalerweise nicht so coverfanatisch, aber die Farben und die Gestaltung springen einfach ins Auge und ich könnte das Buch stundenlang anschauen.
Geschichte über die erste große Liebe, die gescheitert ist und später eine neue Chance bekommt, reizen mich generell sehr. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen!

Die Geschichte wird durch einen personalen Erzähler aus Lizzies Sicht wiedergegeben. Sie beginnt drei Monate vor ihrer Hochzeit mit dem verlässlichen, bodenständigen Sportlehrer Josh. Die beiden sind seit mehreren Jahren ein Paar, haben eine gemeinsame Wohnung und leben in einer stabilen Beziehung. An Josh weiß man, was man hat. Er ist einer von den „Guten“ und trotzdem bekam ich beim Lesen schnell den Eindruck, dass er vielleicht nicht genug für Lizzie ist.

Die Hochzeitsvorbereitungen wechseln sich mit Kapiteln aus der Vergangenheit ab. Man erfährt, wie Lizzie ihre erste große Liebe Alex kennengelernt hat. Da ihre Beziehung in größeren Zeitsprüngen erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck von der tiefen und innigen Verbundenheit zwischen den beiden.
Als er kurz vor der Hochzeit überraschend wieder in Lizzies Leben auftaucht und den Kontakt zu ihr sucht, steht ihre Welt zunächst Kopf. Zehn Jahre ist es her, seitdem er sie Hals über Kopf verlassen und ihr Herz gebrochen hat. Und plötzlich gibt es da etwas, das er ihr unbedingt sagen muss.

Mir hat vor allem dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefallen. Nach und nach erfährt man, was damals vorgefallen und warum Alex verschwunden ist. Obwohl man ihn für sein Verhalten hassen möchte, so kann man es doch nachvollziehen. Die beiden verbringen wieder viel Zeit miteinander und versuchen, ihre alten Wunden zu heilen. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Josh und ihrer Loyalität gegenüber Alex findet sich Lizzie bald in einer Zwickmühle wieder. Kann sie Josh wirklich heiraten? Und ist es vielleicht doch mehr als Freundschaft, was sie und Alex heute verbindet?

Der Klappentext verspricht einen berührenden Roman und den bekommt der Leser auch geboten. Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden. Gegen Ende des Buches wird es sehr emotional und dramatisch. Das letzte Viertel des Buches spielt ausschließlich in der Gegenwart, kurz vor der Hochzeit, und hier passiert sehr viel. Man liebt und leidet mit Lizzie und wünscht und hofft mit Alex. Am Ende bekommt die Geschichte genau das Finale, das sie verdient.

5 Sterne

Mir hat das Buch rundum gut gefallen. Von mir gibt es fünf verdiente Sterne.

fazit

„The One“ ist ein berührender Roman über die zweite Chance für die erste Liebe. Vor dem Hintergrund einer großen Tragödie muss Lizzie sich zwischen ihrem bodenständigen Verlobten Josh und  ihrer Jugendliebe Alex, der ihr vor 10 Jahren das Herz gebrochen hat, entscheiden. Hier gibt es große Gefühle, spannende Wendungen und einen fesselnden Erzählstil. Romantisch, dramatisch und sehr empfehlenswert!

Gemeinsam Lesen #77 – Und ewig schläft das Pubertier

Heute mache ich zum 77. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

gemeinsam-lesen

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler und bin aktuell auf Seite 50.

Pubertier

Inhalt:

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers.

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Verträge sind in der heutigen Zeit offensichtlich nichts mehr wert.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die ersten beiden Bände habe ich geliebt! Umso mehr habe ich mich nun auf die Fortsetzung gefolgt. Carla ist mittlerweile 17, macht den Führerschein und hat einen festen Freund. Nick ist 13 und sein ausgeprägtes Schlafbedürfnis erinnert stark an Narkolepsie (Willkommen im Club!). Das Verhalten der beiden Pubertiere hat meine Lachmuskeln bereits auf den ersten 50 Seiten wieder zuverlässig trainiert. Ich bin sehr gespannt, was da noch alles kommt.

Meine eigene Teenagerzeit ist ja noch nicht sooo lange her und in manchen Stories erkenne ich mich durchaus wieder. Das ist erschreckend und witzig zugleich.
Außerdem werde ich selbst in einigen Wochen Mama und zur Abwechslung ist es mal ganz schön, sich nicht nur mit der Entwicklung von Säuglingen zu beschäftigen, sondern gleich im Jugendalter einzusteigen. Kann ja nicht schaden, zu wissen, was in 13 – 17 Jahren auf uns zukommt 😉

Welches Ende eines in 2017 gelesenen Buches würdest du gerne umschreiben? 

Sehr interessante Frage. Da muss ich erstmal recherchieren, was ich alles gelesen habe, denn spontan will mir gar kein Buch einfallen.
Eigentlich haben mich alle Enden versöhnlich zurückgelassen. Wenn, dann würde ich mir für „Franz oder gar nicht“ von Nikola Hotel ein nicht ganz so abruptes Ende wünschen. Da fehlte mir noch ein bisschen Happy-End-Ausschmückung, inklusive Romantik, Liebesschwüre usw. Aber das fällt wohl unter Jammern auf hohem Niveau, denn das Buch war trotzdem toll.

franz-oder-gar-nicht

Ausgerechnet dem berühmten und äußerst attraktiven Fernsehkoch Raphael Franz bricht die junge Anästhesistin Jo während der Narkose einen Schneidezahn ab. Zu dumm, dass sie mit ihren Versuchen, sich zu entschuldigen, alles nur noch schlimmer macht. Jo ist davon überzeugt, dass Raphael ihr den ganzen Ärger heimzahlen wird. Doch was sie nicht ahnt: Raphael kocht nicht nur exzellent, sondern auch vor Leidenschaft …

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Was lest ihr gerade? Welches Ende würdet ihr gerne umschreiben und wieso? Ich bin gespannt auf eure Beiträge und schau heute Abend gerne bei euch vorbei 🙂

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Rezension zu „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog

Autorin: Katharina Herzog

Erschienen am: 22.04.2017

Verlag: Rowohlt Polaris

Genre: Familienroman

Umfang: 384 Seiten

Preis: 12,99 € (broschiert)

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Katharina Herzog hatte schon immer Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Nach einem Abstecher in den Journalismus kehrte sie zur wahren Liebe Belletristik zurück und begann, Romane zu veröffentlichen. Als E-Book-Autorin hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Quelle

inhalt
Vom Mut, das Glück wiederzufinden.

Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan … die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter – und Max …

meine-meinung
Durch die liebe Maaraavillosa, die letztens eine Lesung der Autorin besucht hat, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich vor einer Weile meine Vorliebe für Familiengeschichten entdeckt habe, musste ich in der Buchhandlung nicht lange zögern, als ich das Buch dort sah.

Eigentlich hatte Anna sich ihren Kurzurlaub ganz anders vorgestellt. Doch anstatt ihrer Jugendliebe Jan heimlich auf Amrum zu treffen, findet sie sich plötzlich mit ihren zwei Töchtern, ihrer dementen Mutter plus Hund und ihrem untreuen Exmann im Auto wieder und das Abenteuer beginnt. Immer im Hinterkopf begleitet sie die seit Jahren präsente Frage: Gibt es eine zweite Chance für Jan und mich?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven aus der Sicht eines personalen Erzählers wiedergegeben. Obwohl ich die Ich-Form in Romanen favorisiere, fand ich die Erzählweise angenehm und gut verständlich. Man bekommt einen guten Einblick in die Köpfe von Anna und ihrer 14-jährigen, pubertär-zickigen Tochter Sophie und kann sich mit deren Gedanken und Sorgen identifizieren. Zwischendurch erzählt Frieda ihre Lebensgeschichte, die sie für ihre Tochter in einem Notizheft festhält.

Mit der Mischung aus Road-Trip, Strandurlaub, Familiengeschichte und leichter Lovestory ist Katharina Herzog ein überzeugender Sommerroman gelungen, der sich perfekt für warme Urlaubstage eignet. Nach und nach erfährt der Leser Annas Geschichte, die tiefer geht, als der Klappentext anfangs vermuten lässt. Neben Friedas Demenz spielen z. B. Mobbing in der Schule oder Versagensangst eine Rolle.

Der Schreibstil ist angenehm locker und leicht, passend zu einem Sommerroman und gut lesbar. Die angenehm kurzen Kapitel haben mir genauso gut gefallen, wie die Perspektivwechsel der Erzähler. Auch die landschaftlichen Beschreibungen der Insel Amrum habe ich genüsslich aufgesogen und freue ich mich jetzt schon mal auf meinen hoffentlich irgendwann einmal stattfindenden Nordseeurlaub.

Die Geschichte ist keinesfalls vorhersehbar und damit wirklich gut gelungen. Auch die Entwicklung von Annas Liebesleben hat mich gleichermaßen überrascht und überzeugt. Die Auflösung der Konflikte am Ende des Buches waren weder übertrieben, noch unrealistisch.

4 Sterne
Von mir gibt es 4 Sterne.

fazit
Wer einen locker-leichten Sommerroman für entspannte Urlaubstage sucht, der ist bei „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog gut aufgehoben. Die liebevoll gestaltete Familiengeschichte überzeugt mit authentischen Charakteren und glaubhaften Wendungen. Durch wechselnde Erzählstimmen kommt keine Langeweile auf. Mein Buchtipp für den Sommer.

Rezension zu „Überall bist du“ von Gerhild Stoltenberg

überall
Autorin: Gerhild Stoltenberg

Veröffentlicht am: 11.04.2017

Verlag: Atlantik

Genre: Gegenwartsliteratur

Umfang: 272 Seiten

Preis: 20,00 € (gebunden)

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Gerhild Stoltenberg, geboren 1979 in Hamburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Überall bist duist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Quelle

inhalt
Wenn Martha geahnt hätte, dass Tom vom einen auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwinden würde, hätte sie ihn nachts geweckt, statt ihn nur anzuschauen. Sie wäre mit Tom nur U-Bahn statt Fahrrad gefahren, dann gäbe es in der Stadt jetzt weniger Orte, die sie mit ihm verbindet. Und sie hätte versucht, viel weniger mit ihm zu erleben, damit die Liste der Dinge, die sie so sehr an ihn erinnern, jetzt nicht so lang ist. Zum Glück gibt es den fünfjährigen Oskar und seine Brüder, die ihr die unausgesprochenen Gesetze des Spielplatzes erklären und mit denen sie unbeschwerte Sommertage im Freibad verbringt. Doch wenn der Liebeskummer so schlimm wird, dass nicht mal Winnie Puuh-Pflaster helfen, weiß selbst der sehr weise Oskar nicht mehr weiter. Martha muss sich eingestehen, dass sie nicht die besten Ideen hat, um über Tom hinwegzukommen, und entscheidet kurzerhand, alles hinter sich zu lassen.

meine-meinung
Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, dachte ich sofort: „Das ist was für mich!“ Ich mag melancholische Bücher und auch Liebeskummer ist ein Thema, über das ich gerne lese. Der tolle Buchtitel hat sein übriges getan, um mich zu überzeugen. Vielen Dank an den Atlantik-Verlag für das Rezensionsexemplar und die tollen Goodies!

Doch so gut alles im Vorfeld klang – diese Geschichte ist ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte.
Martha ist Anfang dreißig und lebt ein eintöniges Leben, in dem sie so gut wie alles von ihren älteren Geschwistern geerbt hat: ihren langweiligen Listenjob, ihre kleine Wohnung und sogar die beste Freundin, die früher mit ihrem Bruder zusammen war. Ihren Namen erfahren wir erst in der Mitte des Buches, was eine Distanz zu der Ich-Erzählerin aufbaut.

Das Buch beginnt in Belgrad, wohin Martha Hals über Kopf geflüchtet ist. Wie und warum es soweit gekommen ist, erzählt sie detailliert von Anfang an.
Als ihre vermeintlich große Liebe Tom sie verlässt, bricht für Martha eine Welt zusammen, hätte sie doch schwören können, dass die beiden füreinander bestimmt sind und ihre Liebe ewig hält. All die kleinen Warnsignale, die im Vorfeld der Trennung aufgetaucht sind, hat sie übersehen. Nun schleppt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben und trauert um ihre verlorene Liebe. Nichts kann sie tun oder ansehen, ohne an ihren Verlust erinnert zu werden. Ein Gang durch ihre Heimatstadt wird zum Spießrutenlauf der Erinnerungen.
Erst als sie auf das alternde Model Stella und ihre vier Kinder trifft und spontan einen Job als Kindermädchen annimmt, kehrt die Sonne in ihr Leben zurück. Die Passagen, in denen sich die unbeholfene Martha um die altkluge Rasselbande gekümmert hat, haben mir am besten gefallen. Vor allem der 5-jährige Oskar hat sich mit seiner liebenswert-oberlehrerhaften Art direkt in mein Herzen geschlichen. Auch wenn Martha mit Kindern vorher nicht viel zu tun hatte, werden die fünf schnell zu einem eingespielten Team. Die Kinder bringen ein Stück weit Lebensfreude in Marthas tristen Alltag zurück. Doch das kleine Glück hält nicht lange – nach einer Weile wird der Kummer wieder übermächtig.

Die Autorin hat einen angenehmen, leicht poetischen, aber auch anspruchsvollen Schreibstil. Verschachtelte Sätze sind keine Seltenheit in diesem besonderen Debütroman. Dennoch liest sich das Buch wunderbar flüssig. Gerade der außergewöhnliche Stil fesselt den Leser.

Leider empfand ich die Passagen ohne die Kinder als langatmig. Vor allem die letzten Kapitel, die wieder in Belgrad spielen, haben sich sehr in die Länge gezogen. Auch wenn der Schluss überzeugend und konsequent war, hätte ich mir am Ende vielleicht noch eine Aussprache oder einen eindeutigeren Abschluss für Martha gewünscht.
Leider fürchte ich, dass außer den zauberhaften Kids nicht viel von diesem Buch bei mir hängen bleiben wird. Trotzdem wünsche ich der Geschichte zahlreiche Leser/innen.

3_1_2 Sterne
Für „Überall bist du“ vergebe ich 3,5 Sterne

fazit
„Überall bist du“ ist ein melancholischer Roman über die Trauer und das Verlassenwerden. Obwohl Martha sich alle Mühe gibt, will ihre Liebe einfach nicht enden. Dieser besondere Roman besticht durch einen anspruchsvollen, wunderbaren Schreibstil und liebenswerte Nebenfiguren. Leider empfand ich den Anfangs- und Endteil als sehr langwierig, trotzdem wünsche ich der Geschichte viele Leser.

Rezension zu „P.S. I still love you“ von Jenny Han

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Autorin: Jenny Han

Erschienen am: 30.01.2017

Verlag: Hanser

Genre: Jugendbuch

Umfang: 336 Seiten

Preis: 16,00 € (Taschenbuch)

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Jenny Han, 1980 geboren, lebt in Brooklyn, New York. Der Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2009 mit ihrer Sommer-Trilogie; die Bestseller-Reihe wurde in 24 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschien 2011 der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde, 2012 folgten  Ohne dich kein Sommer und  Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt „Zitronensüß“ erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. Zusammen mit der Autorin Siobhan Vivian veröffentlichte Han außerdem die Trilogie  Auge um Auge(2013),  Feuer und Flamme (2014) und  Asche zu Asche (2015). Auch sie stand sofort nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste. Han gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. 2016 folgte mit  To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. Im Frühjahr 2017 erscheint mit  P.S. I still love you die Fortsetzung dieser Geschichte. Im Frühjahr 2018 folgt mit „Always and forever, Lara Jean“ der Abschluss der Reihe. Quelle

inhalt
Die 16-jährige Lara Jean hatte nie ernsthaft vor, sich in den gut aussehenden Peter zu verlieben. Ihre Beziehung sollte nur vorgetäuscht sein, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen. Aber dann werden die beiden tatsächlich ein Paar?–?auf einer Skifreizeit der Schule küssen sie sich überraschend. Dass sie zusammen im Whirlpool gefilmt werden: peinlich. Dass das Video plötzlich in der ganzen Schule kursiert: ein Desaster. Und dass sich John auf Laras letzten Liebesbrief meldet, macht das Chaos perfekt – denn kann man in zwei Jungen gleichzeitig verliebt sein? Die charmante Fortsetzung des Bestsellers „To all the Boys I`ve loved before“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die Liebe und den Liebeskummer.

meine-meinung

Völlig überraschend erreichte mich Anfang Februar eine süße Geschenkbox aus dem Hanser-Verlag. Gemeinsam mit Lovelybooks wurden Leser/innen des ersten Teils der Reihe, To all the boys I’ve loved before, ausgewählt, die sich exklusiv über den ganz frisch erschienenen zweiten Band, sowie einem süßen Notizblock für eigene Liebesbriefe und einige Goodies freuen durften. Gerade, weil diese süße Überraschung völlig unerwartet bei mir ankam, habe ich mich riesig darüber gefreut. Vielen lieben Dank an den Verlag und Lovelybooks!

Der zweite Band setzt nahtlos dort an, wo der erste aufhört. Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe, und Lara Jean hat Liebeskummer. Was als Fake-Beziehung zwischen ihr und dem Schulschönling Peter Kavinsky begann, um seine Exfreundin Genevieve eifersüchtig zu machen, wuchs den beiden schnell über den Kopf, als ihre Gefühle tiefer gingen.
Gleich zu Beginn der Geschichte nähern sich Lara Jean und Peter wieder an und wollen es diesmal „richtig“ machen: keine Fake-Beziehung mehr, aber ein paar Regeln müssen her. So versprechen die beiden sich z. B., immer ehrlich zu sein und einander nicht das Herz zu brechen.

Peter und Lara Jean sind ein tolles Paar. Obwohl Kavinsky in seiner Vergangenheit reichlich Erfahrungen mit Mädchen gesammelt hat, respektiert er Lara Jeans Unschuld und setzt sie niemals unter Druck. Ihre Liebe wächst langsam, aber die tiefe Verbundenheit zwischen ihnen ist stets spürbar. Es könnte alles so schön sein, würde da nicht plötzlich ein Video im Internet auftauchen, dass die beiden in scheinbar eindeutiger Pose im Whirlpool zeigt. Schnell hat Lara Jean den „Schlampen-Stempel“ weg, während Peter als großer Macker gefeiert wird. Das junge Mädchen muss lernen, was es heißt, angefeindet und herabgewürdigt zu werden. Doch Peter setzt sich heldenhaft ein, um ihre Ehre zu retten. Überhaupt ist Peter ein Junge, wie ihn sich jedes Mädchen nur wünschen kann. Zwar hat auch er seine kleine Macken (ein bisschen selbstgefällig und eitel ist er z. B.), dennoch tut er alles, um Lara Jean zu beweisen, wie viel sie ihm bedeutet. Doch als seine Exfreundin Genevieve, die gleichzeitig Lara Jeans ex-beste Freundin ist, seine Nähe sucht, droht die junge Liebe auseinander zu brechen.
Und dann ist da noch der gut aussehende John, in den Lara Jean früher verliebt war. Eine harmlose Brieffreundschaft zwischen den beiden entwickelt sich bald zu einer ausgewachsenen Schwärmerei …

Dieses Buch hat alles zu bieten, was junge Mädchen sich von einem Jugendliebesroman wünschen können: Schmetterlinge, die erste große Liebe, der erste Krach, Liebeskummer, Intrigen und noch viel mehr warten darauf, der Leserin sämtliche Gefühle zwischen zuckersüßen Hach-Momenten und betrübtem Seufzen samt Herzschmerz zu bereiten. Da die Geschichte auch im zweiten Teil noch sehr unschuldig bleibt, kann die Reihe bedenkenlos bereits ab 12 Jahren empfohlen werden.

Neben den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe spielen auch Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt innerhalb der Familie, Verantwortungsbewusstsein und Moral eine große Rolle. Es ist einfach zauberhaft, die enge Verbindung zwischen den drei Song-Mädels und ihrem alleinerziehenden Vater zu erleben. Vor allem die 10-jährige Kitty hat es mir wieder besonders angetan. Die kleine Schwester von Lara Jean ist ein besonders aufgewecktes Mädchen, das gerne die Fäden in die Hand nimmt, um den Menschen, die sie liebt, einen kleinen Schubs in die richtige Richtung zu geben.
Sehr gut gefallen hat mir auch John, der vor allem ab der Hälfte des Buches eine wichtige Rolle spielt. Mit seiner liebenswürdigen, aufopferungsvollen Art hat er sich sofort in mein Herz geschlichen. Aber ob auch er es sein wird, für den Lara Jean sich am Ende entscheidet? Nun, das müsst ihr selbst herausfinden.

Gut zu wissen: 2018 soll der finale Band der Reihe, Always and forever, Lara Jean, erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich bin gespannt, wie die junge Protagonistin, die mir beim Lesen so sehr ans Herz gewachsen ist, sich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben machen wird.

4 1_2 Sterne
Für P.S. I still love you vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
P.S. I still love you ist der zweite Band der Lara-Jean-Reihe, in der die 16-jährige Protagonistin sich zwischen Schule und Familie mit den Irrungen und Wirrungen der ersten Liebe auseinandersetzen muss. Die liebenswerten Charaktere machen dieses Buch zu einem ganz besonderen Lesegenuss. Durch die vermittelten Werte, wie z. B. Familienzusammenhalt, soziales Engagement und Freundschaft, kann die unschuldig-süße Geschichte bereits für junge Mädchen empfohlen werden.