Buchvorstellung „Der Zauber des Winters“

Heute möchte ich euch gerne auf ein ganz besonderes Projekt aufmerksam machen, denn heute erscheint die Anthologie „Der Zauber des Winters“ aus dem Zeilengold-Verlag. Darin findet ihr zehn Kurzgeschichten, die euch verzaubern werden. Auch ich hatte die Ehre, eine Geschichte zu diesem wundervollen Buch beitragen zu dürfen.

Zauber des Winters
Herausgeberin: Nadine Skonetzki
Erscheinungsdatum: 06.11.2017 (E-Book), 20.11.2017 (Taschenbuch)
Verlag: Zeilengold Verlag
Genre: Anthologie / Kurzgeschichten / Weihnachten
Preis: 11,90 € (Taschenbuch)
Autorinnen: Lillith Korn ~ Ney Sceatcher ~ Nicole Obermeier ~ Kat Rupin ~ Sabrina Schuh ~ Lin Rina ~ Bettina Auer ~ Mariella Heyd ~ Salome Fuchs ~ Christin Thomas
Beim Verlag kaufen

Der Autoren- und Herausgebererlös wird an verschiedene Organisationen gespendet.

inhalt

Winterliche Zeilen voller Magie

Ob am Hindukusch, in Griechenland oder fantastischen Welten, die Winter- und Weihnachtszeit hat überall ihren ganz besonderen Charme. Einsame Mädchen finden ein Zuhause, Feen werden von Flüchen erlöst und dem Weihnachtsmann ist kein Kinderwunsch zu ausgefallen, um ihn zu erfüllen.

Zehn wundervolle Geschichten warten nur darauf, dich auf Schiffe, Ballnächte und Waldlichtungen zu entführen, dich zu verzaubern und am Ende ein wenig nachdenklich zurückzulassen. Die erste Zeilengoldanthologie vereint in einzigartiger Weise die Geschichten des Winters mit Botschaften, die direkt ins Herz gehen.

Feuer in mir
Meine Kurzgeschichte heißt „Das Feuer in mir“ und handelt von der 18-jährigen Alba, die seit vielen Jahren in Begleitung ihrer treuen Wolfshündin Ziva durch das Land streift. Alba ist eine Außenseiterin. Sie hält sich nie lange an einem Ort auf und lässt niemanden zu nah an sich herankommen. Die junge Frau hütet ein Geheimnis, das ihr ein normales Leben unmöglich macht. Doch als sie kurz vor dem Jahreswechsel in einem verarmten Dorf ankommt und dort um einen Schlafplatz und eine Arbeitsstelle bittet, nimmt ihr tristes und einsames Leben eine wundervolle Wendung …
____________________________________________________________________________________________
Spricht euch das Buch an? Wäre das vielleicht etwas für die (Weihnachts-)Wunschliste oder zum Verschenken? ❤

 

Buchvorstellung „Eonvár – Zwischen den Welten“ von Kat Rupin

Heute erscheint der Debütroman von meiner Zeilengold-Autorenkollegin Kat Rupin. Nicht nur das Cover ist traumhaft schön. Fantasyfans werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Grund genug also, euch das Buch einmal näher vorzustellen:

Eonvar
Autorin: Kat Rupin
Erscheinungsdatum: 31.10.2017
Verlag: Zeilengold Verlag
Genre: Fantasy
Umfang: 330 Seiten
Preis: 4,99 € (E-Book), 14,90 € (Taschenbuch)
Beim Verlag kaufen

die-autorin

Kat Rupin ist zwar in Augsburg geboren, hat aber die rheinländische Frohnatur ihrer Eltern geerbt. 1986 geboren, beschäftigt sie sich mit Worten und Sprache, seit sie denken kann. 2012 hat sie an der Universität ihren Magister mit einer Arbeit über Geschlechterstereotypen in Frauenliteratur abgeschlossen.
Seit etwa drei Jahren betätigt sie sich neben ihrem Brotjob als freie Lektorin und Korrektorin, hat aber das eigene Schreiben nie aufgegeben.
Ihre erste Geschichte, verfasst im zarten Alter von acht Jahren, handelte von ihrem damals größten Idol, Winnetous Schwester, und umfasste ganze neun Seiten. Mittlerweile erfindet Kat Rupin eigene Welten, bevorzugt im Fantasy-Genre. Zwar sind ihre Figuren nicht die schönsten oder tapfersten und nicht immer retten sie die Welt, aber sie möchten ihre Leserinnen und Leser für ein paar Stunden aus dem grauen Alltag entführen.
In ihrem Debüt, einem Urban-Fantasy-Roman mit romantischem Einschlag, muss Kats junge Heldin herausfinden, was für sie im Leben am wichtigsten ist. Freundschaft oder Liebe? Abenteuer oder Vertrautes? Magie oder Realität?

inhalt

Nichts vermag die toughe Elisa zu stoppen. Weder die Hindernisse des Alltags noch das raue Leben in der Großstadt. Plötzlich taucht ihr lange verschollener Jugendfreund Gabriel auf und mit ihm die Chance, in einer magischen Welt voller Abenteuer zu leben. Elisa steht vor einer schweren Entscheidung. Nur wer sich vollkommen von der irdischen Welt trennt, darf in Eonvár bleiben. Doch ist das Leben als Hexe und ohne Rollstuhl wirklich das, was sie sich wünscht? Kann sie die Menschen, die sie liebt, zurücklassen? Statt eine Wahl zu treffen, beginnt Elisa ein gefährliches Doppelleben zwischen den Welten.

_______________________________________________________________________________________
Na, klingt das nicht spannend? Wäre „Eonvár“ etwas für euch?

 

Rezension zu „Das Juwel – Der schwarze Schlüssel“ von Amy Ewing

Schwarze_Schlüssel
Autorin: Amy Ewing

Übersetzerin: Andrea Fischer

Veröffentlicht am: 27.04.2017

Verlag: Fischer Jugendbuch

Genre: Jugendbuch / Fantasy / Dystopie

Reihe: Das Juwel

Band 1: Die Gabe
Band 2: Die weiße Rose
Band 3: Der schwarze Schlüssel

Umfang: 400 Seiten

Preis: 18,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier.

die-autorin
Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem.
Bei FISCHER FJB erschienen die drei Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, ›Die Gabe‹, ›Die Weiße Rose‹ und ›Der Schwarze Schlüssel‹ die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren. Quelle

inhalt

Violet Lasting kehrt ins Juwel zurück – die Entscheidung.

Violet und der Geheimbund Der Schwarze Schlüssel bereiten einen Angriff auf den Adel vor, und Violet soll eine zentrale Rolle dabei spielen. Sie muss die jungen Frauen anführen, die die Auktion manipulieren und die Mauern der Einzigen Stadt zum Einstürzen bringen sollen. Doch Violet ist hin- und hergerissen. Ihre Schwester Hazel ist im Palast der Herzogin vom See gefangen. Um ihre Schwester zu retten, muss sie ihre Freunde und die gute Sache im Stich lassen und in das Juwel zurückkehren.

meine-meinung
Nachdem der zweite Band schon ein paar Monate zurückliegt, fiel mir der Einstieg in die Geschichte leider schwer. Zwar werden am Anfang die wichtigsten Ereignisse wiederholt und die Hauptpersonen noch einmal genauer beschrieben, aber dennoch konnte ich bis zum Schluss die vier Gründungshäuser nicht auseinanderhalten. Auch einige der zahlreichen Nebenfiguren habe ich ständig verwechselt. Schuld daran sind u. a.  Namensähnlichkeiten (z. B. Cora und Coral).

Leider hatte ich beim Lesen auch nicht das dringende Bedürfnisse, unbedingt wissen zu wollen, wie die Geschichte endet. Stattdessen nahm ich es hin, dass die Vorbereitungen und Pläne zum Niederschlag des Adels mehr oder weniger vor sich hinplätscherten und Violet ihr eigenes Ding durchzog – gegen den Rat ihrer Freunde.
Als sie schließlich tatsächlich ins Haus am See zurückkehrt, um ihre Schwester zu retten, wurde es zum Glück wieder einigermaßen spannend. Hinter den Kulissen erfährt der Leser viel Neues und teilweise auch Schockierendes. In veränderter Gestalt arbeitet Violet fortan als Kammerzofe, während der Tag der Auktion unweigerlich näher rückt.
Mir kam es so vor, als wenn bis zu diesem Tag sehr wenig geschieht. Zwar werden einige Geheimnisse aufgedeckt, aber für meinen Geschmack wurde sich auch viel mit Nebensächlichkeiten aufgehalten. Fast wirkte es so, als müsste der dritte Band noch ein wenig in die Länge gezogen werden.

Das Finale selbst hat mich nicht enttäuscht. Es kommt zum großen Kampf, auf den ich seit dem zweiten Band gewartet habe. Wie es sich für einen Befreiungsschlag gehört, fließt viel Blut – sowohl auf der Seite der Verbündeten, als auch auf Seiten der Gegner. Einige Mädchen bekommen ihre Rache, andere fallen im Kampf. Auch eine wichtige Hauptfigur verlässt uns, wofür Violet sich selbst die Schuld gibt. Aber keine große Geschichte kommt ohne Opfer aus.

Insgesamt konnte mich der Finalband leider nicht wirklich mitreißen, was ich sehr schade fand, vor allem, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hatte.

3_1_2 SterneVon mir gibt es 3,5 Sterne.

fazit
Als Finalband kommt „Der schwarze Schlüssel“ leider etwas unspektakulär und auch vorhersehbar daher. Die letzten Geheimnisse werden gelüftet, bevor der große Showdown startet. Bis zum Ende des Buches passiert für meinen Geschmack leider zu wenig, stattdessen hält sich die Autorin mit Nebensächlichkeiten auf.
Insgesamt bildet das Buch einen soliden Abschluss der Reihe, die so vielversprechend begonnen hatte, aber schlussendlich kein Must-Read ist.

Rezension zu „SnowFyre – Elfe aus Eis“ von Amy Erin Thyndal

51d3k3utpal

Autorin: Amy Erin Thyndal

Veröffentlicht am: 25.11.2016

Verlag: Dark Diamonds

Genre: Romantasy

Umfang: 316 Seiten

Preis: 4,99 € (E-Book only)

Mehr Infos hier.

 

die-autorin

Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen Studium, Sport, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe – ob in ihren Büchern oder in der echten Welt. Quelle

inhalt

Wie Feuer und Eis

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

meine-meinung

Ich habe das E-Book bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Auf die Geschichte aufmerksam geworden bin ich über die Facebook-Seite des neu gegründeten Carlsen-Imprints Dark Diamonds. Der neue Digitalverlag steht für erwachsenere und düstere Fantasy als sein Schwestern-Imprint Impress.

Dieses E-Book hat ein traumhaftes Äußeres bekommen, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Da hat der Grafiker ganze Arbeit geleistet. Ich wünsche mir viel mehr davon auf dem E-Book-Markt!

Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fyre und Ciel. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft, sie sind Erwählte und damit vom Schicksal füreinander vorbestimmt. Doch in Fyres Vergangenheit sind viele Dinge passiert, die ihr Herz zu Eis gefroren haben. Ciel hat sie bitter enttäuscht und ihr Herz gebrochen, seitdem trägt sie eine Maske zur Schau, die ihre wahren Gefühle verbirgt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren zunächst nicht ganz klar sind. Am meisten kommt Fyre zu Wort. Als Elfe ist ihr ein langes Leben beschieden, doch sie verhält sich ihrem jugendlichen Alter von 19 Jahren entsprechend. Ich denke, dass sich vor allem Leserinnen in diesem Alter für die Geschichte begeistern können. Nach außen hin gibt Fyre sich abgeklärt und emotionslos, doch wenn sie erzählt, beweist sie auch viel Humor und noch mehr Gefühl.
Der Schreibstil hat mir, vor allem am Anfang, gut gefallen. Er wird der märchenhaften Kulisse und dem fantastischen Setting gerecht. Leider haben mich im Verlauf der Geschichte einige Dialoge gestört, die zwar zum jungen Alter der Protagonistin passen, aber für meinen Geschmack schöner formuliert hätten sein können.
Neben Fyre kommt auch Ciel zu Wort, außerdem die Fee Luna und ihre Geisterkatze Skye. Letztere hat vor allem gegen Ende für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Bei ihr waren die humorigen Szenen gut aufgehoben, an anderer Stelle hätte ich mir weniger davon gewünscht.

Die Geschichte wimmelt nur so von tollen Ideen. Sei es die Rolle der Tiere und ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Besitzern oder die Bedeutung der Rosen auf Fyres Haut – all diese kleinen liebevollen Details machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Geschichte selbst fällt für mich eindeutig in den Romantasy-Bereich, mit einigen genreübergreifenden Elementen, z. B. bei der Aufklärung von Verbrechen im Elfenreich. Langweilig wurde mir beim Lesen jedenfalls nicht, aber atemlose Spannung und der unbedingte Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht, kamen leider auch nicht auf.

Nachdem ich von der Philosophie des neu gegründeten Verlags-Imprints erfahren hatte, hätte ich mir allerdings etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Die Liebesgeschichte bleibt sehr unschuldig, innere Monologe wiederholten sich dafür tausendfach und es gab mehr als genug Hin und Her zwischen Fyres Kopf und ihrem Herzen. Das wurde mir mit der Zeit wirklich viel zu viel.
Ein paar düstere Anklänge gab es, aber auch da hätte es ruhig mehr sein können.
So bleibt die Geschichte am Ende ein netter Ausflug in die Romantasy-Welt für mich, bei dem meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt werden konnten.

3_1_2 Sterne
Von mir bekommt SnowFyre – Elfe aus Eis deshalb 3,5 Sterne.

fazit

Fans von Romantasy-Romanen werden bei Snowfyre gut aufgehoben sein. Dieses optisch wunderschön verpackte E-Book besticht durch viele tolle Ideen und Liebe zum Detail. Die sehr jugendlich agierende Protagonistin Fyre muss man mögen, mit dem ewigen Hin und Her in Bezug auf ihre Gefühle zu ihrem Erwählten Ciel bin ich leider nicht gut klar gekommen. Dafür hat mich der tolle Schreibstil größtenteils überzeugen können und der gut platzierte Humor hat für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.

Rezension zu „Mondprinzessin“ von Ava Reed

mondprinzessin

Autorin: Ava Reed

Erschien am: 01.10.2016

Verlag: Drachenmondverlag

Genre: Romantasy

Umfang: 252 Seiten

Preis: 3,99 € E-Book, 12 € Taschenbuch

Mehr Infos hier.

die-autorin

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen bestanden hat. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten und liebt es in ihre eigenen Welten abtauchen zu können. Quelle

inhalt

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

meine-meinung

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, die Mondprinzessin am Stand des Drachenmondverlages zu kaufen. Obwohl nicht jedes Fantasybuch mein Ding ist, war ich sehr neugierig auf die Geschichte. Von Ava Reed habe ich bisher For Good gelesen, was mir insgesamt gut gefallen hat.

Die Geschichte ist ein modernes Märchen: Ein junges Mädchen, das aus ärmlichen Verhältnissen stammt und scheinbar eine Waise ist, erfährt, dass sie eine Prinzessin ist, ihre Eltern noch am Leben sind und sie eine wichtige Aufgabe erfüllen soll. Der tapfere Mondkrieger Juri steht an ihrer Seite und hilft ihr dabei, sich in der fremden Welt Menua zurechtzufinden. Die Ideen, die im Roman aufgegriffen werden, haben mir durchweg gut gefallen. Ich konnte mir den Palast und Lynns neues Zuhause bildlich vorstellen und war ganz fasziniert von der unbekannten Welt auf dem Mond.

Lynn ist eine tolle Protagonistin: frech, ehrlich, ein wenig verunsichert anfangs, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und weiß, was richtig ist. Für ihre Eltern und ihr zukünftiges Königreich würde sie alles tun, selbst wenn es bedeutet, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss. Sie ist so ziemlich die Anti-Prinzessin: liebt es, zu kämpfen, hasst dafür Kleider und kennt sich nicht mit der Etikette aus. Ihr Schutzgeist ist die putzige Waschbärdame Tia, die mir den ein oder anderen Awww-Moment beschert hat.

Juri mochte ich auch sehr gerne. Er ist ein toller Mann und der perfekte Partner für Lynn, aber ihre Liebe darf nicht sein. Trotzdem verzehrt er sich nach ihr und würde alles für sie tun, sogar seine Pflichten als Mondkrieger verletzen und mit Lynn durchbrennen.

Leider fiel mir der Eintstieg in das Buch nicht so leicht. Bis zur Hälfte der Geschichte musste ich mich selbst dazu motivieren, dranzubleiben, aber ich wurde belohnt, als sich die zarte Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn langsam entwickelt hat.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lynns und Juris Sicht erzählt, wobei Lynns Perspektive den Hauptteil des Buches ausmacht. Jedem Kapitel ist ein kleines Zitat vorangestellt. Im Buch finden sich etliche schöne Grafiken und Zeichnungen wieder, wie man es schon vom Drachenmondverlag gewohnt ist. Die Bücher sind alle mit viel Liebe zum Detail gestaltet und das wissen die zahlreichen Fans und Leser auch zu schätzen.

Dass das Ende bei vielen Leserinnen für Unstimmigkeiten sorgte, wusste ich bereits. Generell muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber warum diese Geschichte ausgerechnet so ausgehen musste, hat sich mir leider auch nicht ganz erschlossen. Trotzdem hat es seine Wirkung natürlich nicht verfehlt und mich mit schwerem Herzen zurückgelassen.

4 Sterne

Für die Mondprinzessin vergebe ich vier Sterne.

fazit

Mondprinzessin von Ava Reed ist ein modernes, kurzweiliges Märchen, das mit tollen Protagonisten und einem fantasievollen Setting zu überzeugen weiß. Viele schöne Ideen wurden hier umgesetzt und laden zum Träumen ein. Die zarte und verbotene Liebe zwischen Juri und Lynn hat mich in ihren Bann gezogen und traurig zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Rezension zu „Die weiße Rose“ von Amy Ewing

weise-rose

Autorin: Amy Ewing

Veröffentlicht am: 25.08.2016

Verlag: Fischer Jugendbuch

Genre: Jugendbuch / Fantasy

Umfang: 400 Seiten

Reihe: Das Juwel

Band 1: Die Gabe
Band 2: Die weiße Rose
Band 3: Der schwarze Schlüssel (ET: 24.05.2017)
zusätzlich E-Book-Only: Das Haus vom Stein, Garnets Geschichte (ET: 24.05.2017)

Mehr Infos hier.

die-autorin

Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem.
Bei FISCHER FJB erschienen die ersten beiden Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren. Quelle

inhalt

Sie kann dem Juwel entkommen – aber nicht ihrer Bestimmung.

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

meine-meinung

Achtung, dies ist der zweite Band einer Reihe. Die folgende Rezension enthält Spoiler. Meine Rezension zum ersten Band Die Gabe findet ihr hier.

Als ich endlich Die weiße Rose in die Finger bekam, lag der erste Band schon eine ganze Weile zurück. Erstaunlicherweise habe ich aber sehr gut in die Geschichte hineingefunden, die direkt nach dem Ende des ersten Bandes einsetzt. Die Autorin wiederholt die wichtigsten Ereignisse und erklärt kurz einige Zusammenhänge, sodass mein Gedächtnis wieder aufgefrischt wurde.

Von den märchenhaft schönen Covern dieser Buchreihe sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Diese Bücher haben es in sich und die darin enthaltenen Themen sind nichts für schwache Nerven. Die Reihe spielt in der Einzigen Stadt, die sich auf einer geheimnisvollen Insel befindet und vom Adel regiert wird. Die Stadt ist in mehrere Kreise eingeteilt, die durch hohe Mauern voneinander abgeschottet wurden. Gerade in den äußeren Randbezirken (dem Schlot, der Farm und dem Sumpf), aber auch im prächtigen Juwel selbst trifft man auf alle Arten der modernen Sklaverei. Die Autorin versteht es, die Schicksale der verschiedenen Nebencharaktere, die Violet bei ihrer Flucht helfen, lebendig werden zu lassen und den Leser mitfühlen zu lassen. Ich habe beim Lesen einen regelrechten Hass auf den Adel entwickelt.
Violet, Raven und Ash entkommen ihrem Gefängnis und treffen auf Sil, eine ältere, verbitterte Frau, die einst selbst ein Surrogat war. Doch, anders als die anderen Surrogate, überlebte sie die Geburt ihres Kindes und entkam dem Juwel vor vielen Jahren. Seitdem ist sie Teil einer Widerstandsbewegung, die sich Der schwarze Schlüssel nennt. Ihr Ziel: Den Adel stürzen und das Gleichgewicht in der Stadt und auf der Insel wiederherstellen.

Im Laufe der Geschichte erfährt man viel über die Hintergründe, die Insel und die Rolle der Surrogate, die weit mehr sind als reine Brutkästen für den Adel. Violet erkennt ihre Bestimmung und erfährt, dass ihre Gabe weit über die verhassten Auspizien hinausgeht. Gemeinsam mit Raven, Sil und Ash schmiedet sie einen Plan, um das Juwel zu stürzen. Doch auch der Adel ist nicht untätig und so drängt die Zeit. Zu allem Überfluss setzt die Herzogin vom Haus am See alle Hebel in Bewegung, um die Flucht ihres Surrogats und des Gefährten Ash zu rächen. Und so endet die Geschichte mit einem spannenden Cliffhanger, als Violets schlimmste Alpträume wahr werden.

Wie auch der erste Band lies sich das Buch zügig weglesen. Die Geschichte ist spannend, geheimnisvoll und steckt voller psychischer Gewalt, die dem Leser oftmals Gänsehaut bereitet. Trotzdem konnte das Buch für mich nicht restlos mit dem ersten Band mithalten.  Wie oftmals bei Mittelbänden führen alle Geschehnisse auf das große Finale hin, das ich auch gar nicht mehr erwarten kann. Aber außer Flucht, Pläne-Schmieden und Vorbereitungen treffen passiert leider auch nicht wirklich viel.

3_1_2 Sterne

Deshalb gibt es von mir solide 3,5 Sterne.

fazit

Die weiße Rose von Amy Ewing ist etwas schwächer als der erste Band, aber dennoch sehr spannend und geheimnisvoll. Von den wunderschönen Covern der Reihe sollte man sich nicht täuschen lassen, denn die enthaltenen Themen sind nichts für schwache Nerven. Einige Geheimnisse werden gelüftet und neue Verbündete gefunden. Es handelt sich um einen „typischen“ Mittelband, in dem alle Vorbereitungen auf ein großes Finale getroffen werden und ansonsten wenig passiert – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Rezension zu „These broken stars – Lilac und Tarver“ von Amie Kaufman und Meagan Spooner

These broken stars

Autorinnen: Amie Kaufman, Meagan Spooner

Erscheinungsdatum: 27.05.2016

Veröffentlicht bei: Carlsen

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction / Romantasy

Umfang: 496 Seiten

Preis: 19,99 € (gebunden)

Mehr Infos hier.

Die Autorinnen:

Amie Kaufman wuchs in Australien und Irland auf und hatte als Kind das Glück, in der Nähe einer Bücherei zu wohnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund Jack in Melbourne und schreibt Science-Fiction- und Fantasy-Romane für Jugendliche.

Meagan Spooner wuchs in Washington, D.C., auf. Sie las und schrieb schon als Kind in jeder freien Minute, träumte damals aber noch von einer Karriere als Archäologin, Meeresbiologin oder Astronautin. Heute lebt sie ihre Abenteuerlust beim Schreiben und beim Reisen aus.

Inhalt:

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls…

Meine Meinung:

Ich gebe es zu: Das wunderschöne Cover hat mich zum Kauf verleitet. Aber dieses Buch hat so viel mehr zu bieten, als nur sein schönes Äußeres.

Der Schreibstil ist leicht und fließend. Die Geschichte wird abwechselnd aus Tarvers und Lilacs Sicht erzählt. Alles beginnt auf der Icarus, dem größten und modernsten Raumschiff, das LaRoux Industries – die Firma, die Lilacs Vater gehört – je gebaut hat. Tarver, ein einfacher Soldat und gefeierter Kriegsheld, der seit Wochen in allen Medien präsent ist, darf am Empfang der feinen Gesellschaft teilnehmen und stößt dort auf Lilac. Sie macht ein Spiel daraus, mit ihm zu flirten, obwohl sie genau weiß, dass kein Mann sich ihr nähern darf. Tarver weiß nicht, wer das schöne Mädchen ist, doch er fühlt sich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen. Und auch Lilac wünschte, dass die beiden sich wiedersehen könnten, doch in ihrer Welt ist das unmöglich. Und so stößt sie ihn beim nächsten Aufeinandertreffen vor den Kopf und demütigt ihn, bis sie sich sicher ist, dass er sie hasst.
Als es zu Turbulenzen kommt, rettet Tarver Lilac, die im Strom der flüchtenden Menschen auf den Weg zu den Rettungskapseln über das Geländer fällt und droht, in die Tiefe zu stürzen. Gemeinsam finden sie den Weg zu einer Kapsel und schaffen es nach anfänglichen Schwierigkeiten auch, sie zu starten.
Die beiden landen auf einem fremden Planeten, der zwar Lebensformen aufweist, aber diese hat Tarver noch nie zuvor gesehen. Die beiden müssen mit ansehen, wie die Icarus abstürzt und nichts als Schrott und Rauch übrig lässt. Um zu überleben, beginnen sie, sich auf den Weg zum Schiff zu machen, das mehrere Kilometer entfernt, hinter einem Gebirgskamm, abgestürzt ist. Sie hoffen, in den Wrackteilen funktionierende Kommunikationssysteme zu finden, um ein Notsignal senden zu können. Lilac rechnet fest damit, dass ihr Vater – der einflussreichste und reichste Mensch im Universum – Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine einzige Tochter zu finden.

Auf ihrem Weg geraten Lilac und Tarver sehr oft aneinander. Dass die beiden so unterschiedlich sind wie Eis und Feuer ist auf jeder Seite spürbar und Lilac machte es mir am Anfang nicht leicht, sie zu mögen. Doch bald bröckelt ihr Schutzmantel und spätestens, nachdem Tarver sie aus einer gefährlichen Situation gerettet hat, beginnen sie, einander zu vertrauen.
Auf dem Planeten werden viele offene Fragen aufgeworfen. Es geschehen merkwürdige, gruselige Dinge. Teilweise hat sich der Roman wie ein Thriller gelesen. Das hatte ich am Anfang gar nicht erwarten, war dann jedoch positiv überrascht. Was sie auf dem Planeten entdecken, ist so grausam wie unvorstellbar und Lilac muss ihre Welt und ihre Familie in Frage stellen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und wirkt daher sehr authentisch. Es müssen viele Rückschläge überwunden und Krisen gemeistert werden, bis die beiden erkennen, was sie einander bedeuten. Doch gerade, als alles gut zu werden scheint, passiert das Undenkbare. Lilac und Tarver drohen sich zu verlieren.
An dieser Stelle war die Geschichte so unglaublich intensiv und gefühlvoll, dass mir sogar ein Paar Tränchen über die Wangen gelaufen sind. Ich habe wirklich mit den zwei Helden mitgelitten und so sehr gehofft, dass alles gut wird.

Besonders gut hat mir die Entwicklung der Charaktere gefallen. Vor allem Lilac entwickelt sich zu einer starken und mutigen jungen Frau, die für ihre Liebe zu kämpfen beginnt.
Auch das Ende konnte mich überzeugen. Es hätte nicht besser sein können. Ich bin rundum zufrieden mit dieser wunderbaren Geschichte.
Wer viel Science-Fiction oder Action erwartet, wird allerdings enttäuscht sein. „These broken stars“ ist vor allem eine intensive Liebesgeschichte, die zwar in den Weiten des Alls spielt, aber ansonsten wenig typische SciFi-Anteile enthält, da sie sich fast ausschließlich auf einem scheinbar unbewohnten Planeten abspielt.

Die Geschichte um Lilac und Tarver ist Band 1 einer Reihe, der aber in sich abgeschlossen ist. Es werden noch zwei weitere Bände erscheinen, die im selben Universum spielen, sich aber um andere Liebespaare drehen. Teil 2 trägt den Namen „Jubilee und Flynn“ und erscheint im November 2016.

5 Sterne

Fazit:

„These broken stars“ ist die unglaublich spannende, eindringliche und düstere Liebesgeschichte um die reiche Erbin Lilac und den einfachen Soldaten Tarver, die auf einem einsamen Planeten nicht nur ums nackte Überleben kämpfen, sondern auch lernen, was es heißt, bedingungslos zu lieben.
Für mich ist dieses Buch ein Jahreshighlight, das ich allen Romantikern da draußen wärmstens ans Herz legen möchte.