Gemeinsam Lesen #77 – Und ewig schläft das Pubertier

Heute mache ich zum 77. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

gemeinsam-lesen

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler und bin aktuell auf Seite 50.

Pubertier

Inhalt:

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers.

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Verträge sind in der heutigen Zeit offensichtlich nichts mehr wert.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die ersten beiden Bände habe ich geliebt! Umso mehr habe ich mich nun auf die Fortsetzung gefolgt. Carla ist mittlerweile 17, macht den Führerschein und hat einen festen Freund. Nick ist 13 und sein ausgeprägtes Schlafbedürfnis erinnert stark an Narkolepsie (Willkommen im Club!). Das Verhalten der beiden Pubertiere hat meine Lachmuskeln bereits auf den ersten 50 Seiten wieder zuverlässig trainiert. Ich bin sehr gespannt, was da noch alles kommt.

Meine eigene Teenagerzeit ist ja noch nicht sooo lange her und in manchen Stories erkenne ich mich durchaus wieder. Das ist erschreckend und witzig zugleich.
Außerdem werde ich selbst in einigen Wochen Mama und zur Abwechslung ist es mal ganz schön, sich nicht nur mit der Entwicklung von Säuglingen zu beschäftigen, sondern gleich im Jugendalter einzusteigen. Kann ja nicht schaden, zu wissen, was in 13 – 17 Jahren auf uns zukommt 😉

Welches Ende eines in 2017 gelesenen Buches würdest du gerne umschreiben? 

Sehr interessante Frage. Da muss ich erstmal recherchieren, was ich alles gelesen habe, denn spontan will mir gar kein Buch einfallen.
Eigentlich haben mich alle Enden versöhnlich zurückgelassen. Wenn, dann würde ich mir für „Franz oder gar nicht“ von Nikola Hotel ein nicht ganz so abruptes Ende wünschen. Da fehlte mir noch ein bisschen Happy-End-Ausschmückung, inklusive Romantik, Liebesschwüre usw. Aber das fällt wohl unter Jammern auf hohem Niveau, denn das Buch war trotzdem toll.

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Ausgerechnet dem berühmten und äußerst attraktiven Fernsehkoch Raphael Franz bricht die junge Anästhesistin Jo während der Narkose einen Schneidezahn ab. Zu dumm, dass sie mit ihren Versuchen, sich zu entschuldigen, alles nur noch schlimmer macht. Jo ist davon überzeugt, dass Raphael ihr den ganzen Ärger heimzahlen wird. Doch was sie nicht ahnt: Raphael kocht nicht nur exzellent, sondern auch vor Leidenschaft …

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Was lest ihr gerade? Welches Ende würdet ihr gerne umschreiben und wieso? Ich bin gespannt auf eure Beiträge und schau heute Abend gerne bei euch vorbei 🙂

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Rezension zu „Digby #02 – Zu cool zum Sterben“ von Stephanie Tromly

Digby#2

Autorin: Stephanie Tromly

Veröffentlicht am: 20.03.2017

Verlag: Oetinger

Reihe: Digby #01: Tot ermittelt es sich schlecht (hier geht’s zur Rezi)
Digby #02: Zu cool zum Sterben

Genre: Jugendbuch / Krimi

Umfang: 317 Seiten

Preis: 14,99 € (gebunden), 11,99 € (E-Book)

Mehr Infos hier.

die-autorin

Stephanie Tromly, in Manila auf den Philippinen geboren, in Hongkong aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Universitätsabschluss als Drehbuchautorin in Los Angeles. Heute ist sie freie Autorin und lebt mit ihrer Familie in Winnipeg. Die sarkastisch, frisch und witzig erzählten Geschichten von Digby sind ihr erfolgreiches Debüt im Jugendbuch-Bereich.

inhalt

Die Ermittlungen gehen weiter! Monatelang kein Lebenszeichen und jetzt steht er wieder vor Zoes Tür: Digby. Zähneknirschend hilft sie ihm auch diesmal bei seinen Ermittlungen zum Verschwinden seiner kleinen Schwester Sally. Von jetzt auf gleich stecken beide mittendrin im reinsten Chaos. Aber Digby wäre nicht Digby, hätte er nicht bereits einen Plan. Zumindest so ungefähr. Außerdem läuft es ja sowieso nie genau nach Plan. Schon gar nicht zwischen ihm und Zoe.
Großartige Fortsetzung von Band 1: clever, smart und witzig, eine rasante, actionreiche Unterhaltung mit Niveau!

meine-meinung

Band 1 gehörte für mich zu den Highlights des Jahres 2016. Ich habe letzten Winter regelrecht an den Seiten geklebt, so unterhaltsam und spannend fand ich Digby und seine schrägen Ermittlungsmethoden. Deshalb habe ich mich riesig darüber gefreut, als ich den zweiten Band für eine Leserunde auf Lovelybooks gewonnen habe. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Fünf Monate sind vergangen, seitdem Digby Zoe geküsst und sich dann aus dem Staub gemacht hat. Kein Lebenszeichen hat er seitdem von sich gegeben. Zoes Leben ist mittlerweile weitergegangen. Sie hat sich gut in der Kleinstadt River Heights integriert, Freundinnen gefunden und ist mit dem angesagten Footballspieler Austin zusammen. Die Aufnahmetests für die Colleges stehen an und eigentlich hätte Zoe damit schon genug zu tun, doch dann steht plötzlich Digby vor ihrer Tür und das Chaos bricht wieder aus.

Während Zoe sich mit den alltäglichen Dramen des Highschoollebens auseinandergesetzt hat, war Digby unterwegs, um neuen Spuren im Fall seiner entführten Schwester Sally nachzugehen. Viele bekannte Nebencharaktere aus Band 1 tauchen wieder auf und werden mehr oder weniger freiwillig in die Ermittlungen des ungleichen Paares verwickelt. Obwohl sich alle sicher sind, dass Zoe und Digby mehr als nur Freundschaft verbindet, weigern die beiden sich zunächst, sich das einzugestehen. Stattdessen bandelt Digby mit der ebenso schrägen wie nervigen Bill an, während Zoe weiter an ihrem Traum einer ganz normalen Teenagerromanze mit Austin festhält.

Auf ihrer Suche nach Sally werden sie in einen weiteren Fall verwickelt, der eng mit ihrem Freundeskreis und der Highschool verknüpft ist. Mehr als einmal finden die beiden sich in lebensgefährlichen Situationen wieder, aus denen sie sich kreativ zu befreien wissen.

Wie auch in Band 1 schafft es die Autorin spielend leicht, die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, was vor allem dem schrägen Humor und dem sarkastischen Schlagabtausch zwischen den Protagonisten geschuldet ist. Dennoch ist mir aufgefallen, dass ich – im Gegensatz zum ersten Band – nicht so oft gelacht habe.
Auch hat mich diesmal der Buchsatz sehr gestört. Da das Buch zu einem Großteil aus Dialogen besteht, die Absätze jedoch nicht eingerückt sind, fiel es mir manchmal schwer, zu erkennen, wer gerade redet. Da hätte ich mir vom Verlag ein übersichtlicheres Layout gewünscht.

Ingesamt kann Digby #02 locker mit Band 1 mithalten und hat mich auch ebenso gut unterhalten. Vor allem das Ende mit Aussicht auf einen weiteren Band, in dem hoffentlich der Entführungsfall Sally gelöst wird, lässt mich erwartungsvoll zurück. Ich würde mir sehr wünschen, nicht so lange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

4 1_2 Sterne
Für diese rundum gelungene Fortsetzung vergebe ich 4,5 Sterne.

fazit
Digby #02 – Zu cool zum Sterben ist die rundum gelungene Fortsetzung des starken ersten Bandes, der im letzten Jahr zu meinen Highlights gezählt hat. Schrullige Charaktere treffen auf spannende Kriminalfälle, die mit unkonventionellen Mitteln gelöst werden. Die witzigen Wortgefechte zwischen Digby und Zoe haben mich wieder einmal sehr gut unterhalten. Nach dem vielversprechenden Ende freue ich mich bereits jetzt wahnsinnig auf den nächsten Band.

Rezension zu „Überlieben in 10 Schritten“ von Rachel McIntyre

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Autorin: Rachel McIntyre

Erschienen am: 18.01.2017

Verlag: Magellan

Genre: Jugendbuch

Umfang: 304 Seiten

Preis: 17,00 € (gebunden)

Mehr Infos hier.

die-autorin

Rachel McIntyre ist in einem Haus voller Bücher aufgewachsen und ihre Leidenschaft für Sprache gibt sie nun als Lehrerin weiter. Sie weiß, dass Jugendliche gute Geschichten lieben – Geschichten, die ihnen dabei helfen, mit den täglichen Herausforderungen ihres Lebens umzugehen. Rachel McIntyre lebt in Nordengland. Nach Sternschnuppenstunden ist Überlieben in 10 Schritten ihr zweiter Roman.

inhalt

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

meine-meinung
Ich habe das Buch im Rahmen einer Buchverlosung auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank an den Magellan-Verlag und Lovelybooks für den Gewinn!

Nachdem ihr langjähriger Freund und ihre einzig wahre Liebe Matt mit seiner Mutter nach Spanien gezogen ist, hat Daisy genug vom Trübsal-Blasen. Ein Neuanfang muss her. Daisy will weg von ihrer alten Schule, wo sie alles an die gemeinsame Zeit mit Matt erinnert. Sie freut sich auf das College und das damit verbundene, aufregende Studentenleben. Von Jungs hat sie die Nase voll und von ihrem alten Leben sowieso.
Doch am College angekommen, stellt sie schnell fest, dass die schöne, heile Welt aus den Hochglanzprospekten so gar nicht der Realität entspricht: Cliquenbildung, Zickenkrieg, langweilige Schulstunden – alles genau wie vorher. Nur sie steht ohne ihre Freundinnen da und muss sich an den neuen Alltag gewöhnen. Als dann auch noch der filmstarmäßig gutaussehende Toby in ihrem Kurs auftaucht und sich ausgerechnet für sie interessiert, steht Daisys Welt plötzlich Kopf.

Daisy ist eine wahnsinnig tolle Protagonistin. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ein sehr lockeres Mundwerk. Über ihre eigensinnigen Wortkreationen musste ich mehr als einmal herzhaft lachen. Der Roman quilt schier über vor herrlich schrägem und pechschwarzem Humor, Sarkasmus und flotten Sprüchen. Da haben die beiden Übersetzerinnen ganze Arbeit geleistet. So liebe ich das!
Inmitten ihres behüteten Elternhauses, der Hochzeitsagentur ihrer noch immer schwer verliebten Eltern und ihrer beiden besten Freundinnen, hat Daisy alles, was sie braucht – bis auf Matt, der ihr immer noch schrecklich fehlt. Da kommt Toby gerade recht. Ein Date oder zwei können ja nicht schaden. Immerhin hat ihr Ex auch schon längst eine bildschöne neue Freundin. Warum also nicht die Vergangenheit für ein paar Stunden vergessen? Doch Toby will mehr von Daisy. Innerhalb kurzer Zeit fährt er die schweren Beziehungsgeschütze auf und weicht kaum mehr von ihrer Seite. Blind vor Glück sieht Daisy nicht, dass ihr neuer Schwarm nicht nur gute Seiten hat. Wird sie sich voll und ganz auf ihn einlassen? Oder rennt Daisy am Ende in ihr Verderben?

Neben der lockeren Liebesgeschichte, die sich rasant entwickelt, spielen auch Werte wie Freundschaft und Familienzusammenhalt eine wichtige Rolle in diesem Buch. Vor allem die enge Bindung zwischen den drei Freundinnen und ihre 10 „goldenen Regeln“ für alle Lebenslagen fand ich super.
Alle Charaktere waren liebevoll ausgearbeitet und man schließt sie schnell ins Herz.
Durch den herrlichen Humor und viele unvorhergesehene Wendungen wird die Geschichte nie langweilig. Die knapp 300 Seiten fliegen vobei wie nix. Neben dem absolut hochwertigen Print finde ich vor allem die Umschlag- und Buchdeckelgestaltung sehr süß. Dieses Buch spricht einfach alle Sinne an!

Was anfangs als locker-witziges Jugendbuch daherkommt, offenbart schnell seine Stärken: ernste Themen, gut verpackt in einer leichten Sprache, und ein offenes Ende ganz nach meinem Geschmack haben dieses Buch zu einem tollen Lesegenuss für mich gemacht. Überlieben in 10 Schritten war mein erstes Buch aus dem Magellan-Verlag, aber es wird definitiv nicht das letzte sein!

5 Sterne
Für dieses wunderbare Buch vergebe ich 5 Sterne.

fazit
Überlieben in 10 Schritten ist ein Jugendbuch ganz nach meinem Geschmack. Die ausgeflippte Protagonistin Daisy, die ihr Herz auf der Zunge trägt und dem Liebeskummer den Kampf ansagt, hat mich wunderbar unterhalten. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere, spannende Wendungen und die humorvolle Sprache haben dieses Buch zu einem echten Pageturner gemacht. Ein ganz besonderes Buch – von innen und von außen. Ein absoluter Geheimtipp.

Rezension zu „Franz oder gar nicht“ von Nikola Hotel

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Autorin: Nikola Hotel

Veröffentlicht am: 19.01.2017

Verlag: aufbau taschenbuch

Genre: Chick-Lit

Umfang: 303 Seiten

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

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Nikola Hotel wurde 1978 als jüngste von zwei Töchtern in Bonn geboren. In ihrer Jugend streifte sie durch den Wald, staute Bäche und eroberte Dachsbauten. Bereits als Schülerin begann Nikola Hotel, erste Kurzgeschichten zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrem Mann und drei Söhnen in Hennef. Im Aufbau Taschenbuch liegen bisher ihre Romane „Jetzt oder Nils“ und „Für immer und Emil“ vor. Quelle

inhalt

Manche mögen´s heiß!

Ausgerechnet dem berühmten und äußerst attraktiven Fernsehkoch Raphael Franz bricht die junge Anästhesistin Jo während der Narkose einen Schneidezahn ab. Zu dumm, dass sie mit ihren Versuchen, sich zu entschuldigen, alles nur noch schlimmer macht. Jo ist davon überzeugt, dass Raphael ihr den ganzen Ärger heimzahlen wird. Doch was sie nicht ahnt: Raphael kocht nicht nur exzellent, sondern auch vor Leidenschaft …

meine-meinung

Nikola Hotel war mir schon als erfolgreiche Self Publisherin ein Begriff. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, das Verlagsbuch Franz oder gar nicht (die bearbeitete Version von Fernsehköche küsst man nicht) bei einer Lovelybooks-Buchverlosung gewonnen zu haben. Vielen herzlichen Dank an den Aufbauverlag und Lovelybooks!

Die locker-leichte Geschichte um die schusselige Anästhesistin Josephine Henning und den selbstsicheren Fernsehkoch Raphael Franz hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Die Sprache ist einfach gehalten und das Buch sprüht nur so vor Situationskomik, Fettnäpfchen-Treffsicherheit und witzigen Dialogen. Der Großteil der Geschichte wird aus Josephines Sicht erzählt. In kurzen Einschüben erhält der Leser aber auch kleine Einblicke in Raphaels Gedankenwelt. Zusätzlich lockern Auszüge aus Raphaels Biographie die Geschichte auf und erzählen uns, wie er es vom einfachen Koch zum berühmten Fernsehstar geschafft hat. Die Kapitel sind angenehm kurz und knackig, genauso wie ich es mag und für das Genre als angemessen empfinde.

Die Liebesgeschichte von Jo und Raphael gleicht einem Katz- und Mausspiel. Bereits ihr erstes Aufeinandertreffen im OP steht unter keinem guten Stern. Nach ihrer ersten 24-Stunden-Schicht ist die junge Ärztin so fasziniert von der Schönheit ihres Patienten, dass sie ihm kurzerhand ein Stück Schneidezahn ausschlägt. Als wäre das noch nicht genug, bringt Josephine sich immer wieder in brenzlige Situationen, in denen sie dem attraktiven Fernsehkoch mehr oder weniger großen Schaden zufügt. Aber auch er lässt keine Gelegenheit aus, um sie zu piesacken und zu verwirren. Was seine Kollegin im Restaurant als eine Art „Vorspiel“ bezeichnet, ist für den Leser herrlich amüsant nachzulesen. Ich habe mich öfter kringelig gelacht.

Besonders gut gefallen hat mir die Rollenverteilung in diesem Roman. Zwar haben wir es auch hier mit einer schusselig-verträumten weiblichen Protagonistin zu tun, aber als bodenständige Karrierefrau hat Josephine mir gut gefallen. Dass der männliche Part ebenfalls ein bodenständiger Typ ist und zur Abwechslung mal kein superreicher Multimillionär mit Bindungsängsten, fand ich toll. Gerne mehr davon im modernen Frauenroman!

Das Buch lebt durch humorvolle Situationen und Dialoge. An manchen Stellen war es ein bisschen viel für meinen Geschmack, doch ingesamt habe ich mich stets gut unterhalten gefühlt.
Die Geschichte selbst ist leider schon nach 270 Seiten vorüber. Das Ende kam so abrupt, dass ich noch überhaupt gar nicht damit gerechnet hatte. Das fand ich sehr schade und gibt leider einen großen Minuspunkt. Gerne hätte ich noch mehr Liebesszenen zwischen Josephine und Henning gelesen, doch bis es endlich soweit war, war die Geschichte auch schon wieder vorbei. Über einen kleinen Epilog hätte ich mich z. B. sehr gefreut.

4 Sterne
Für Franz oder gar nicht vergebe ich vier Sterne.

fazit
Franz oder gar nicht von Nikola Hotel gehört zu den unterhaltsamsten und besten Chick-Lit-Büchern, die ich bisher gelesen habe. Mit seinen herrlich erfrischenden Protagonisten und den humorvollen Situationen und Dialogen habe ich das 300-Seiten-Buch regelrecht verschlungen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Liebhaberinnen von gutem Essen und modernen, leichten Frauenromanen!

Rezension zu „Plötzlich Banshee“ von Nina MacKay

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Autorin:
Nina MacKay

Veröffentlicht am: 01.09.2016

Veröffentlicht bei: ivi

Genre: Humorvolle Jugendfantasy

Umfang: 392 Seiten

Preis: 15,00 € (broschiert)

Mehr Infos hier


Die Autorin:

Nina MacKay, geboren irgendwann in den ausgeflippten 80er Jahren, arbeitet als Marketing Managerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Charakteren. Gerüchten zufolge hat sie früher als Model gearbeitet und einige Misswahlen auf der ganzen Welt gewonnen. Schreiben ist und war allerdings immer ihre größte Leidenschaft. Quelle


Inhalt:

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?


Meine Meinung:

Dieses Buch war im September in aller Munde. Viele Blogger haben es gelesen und waren begeistert. Schnell war auch mir klar: Das muss ich haben!

Nun ist es so, dass ich nicht mit jedem Fantasyroman etwas anfangen kann. High Fantasy geht gar nicht und auch die Subgenres müssen einen gewissen Anteil Realität und zumindest eine kleine Liebesgeschichte beinhalten, um mich zu begeistern. All das ist in „Plötzlich Banshee“ gegeben. Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich umhauen. Woran lag’s?

Zuerst einmal gefällt mir die Grundidee ausgesprochen gut. Von Vampiren, Engeln, Dämonen und jungen Frauen mit übernatürlichen Kräften hat man schon einiges gelesen, von irischen Todesfeen allerdings noch nichts. So plötzlich, wie der Titel es beschreibt, tritt ihre Gabe oder ihr Fluch (je nachdem) nun aber doch nicht in Alanas Leben. Immerhin sieht sie die Lebensuhren ihrer Mitmenschen schon seit ihrer Kindheit ablaufen und brüllt dabei wie am Spieß. Bisher hat sie sich allerdings strikt dagegen gewehrt, sich mit ihrem Schicksal auseinanderzusetzen. Das ändert sich, als in ihrem kleinen Heimatort eine Reihe Morde an Jugendlichen verübt wird, von denen sich schnell herausstellt, dass sie Magische waren – genau wie Alana, ihr bester Freund Clay und alle ihre Freunde. Surprise! Schnell findet sich die junge, schusselige Privatdetektivin an der Seite des attraktiven Detective Shane wieder und ist mitten in die Aufklärung der Morde involviert.

Nina MacKay hat einen locker-leichten und sehr flüssigen Schreibstil. Insgesamt lässt sich das Buch gut lesen, trotzdem musste ich manchmal zurückblättern, um einige Zusammenhänge zu verstehen oder um bei der Vielzahl der Nebenfiguren den Durchblick zu behalten. Die Autorin schreibt durchaus humorvoll und hat mir auch an der ein oder anderen Stelle ein Schmunzeln entlockt, aber mehr auch leider nicht. Die meisten Witze und Sprüche haben bei mir nicht gezündet und auch der – für meinen Geschmack viel zu häufig verwendete – Spitzname Detective Sockenschuss konnte mir nach der dritten Erwähnung nur noch ein müdes Gähnen entlocken. Trotzdem lockert Alanas unkonventionelle Art die Geschichte auf und sorgt für Pepp.

Ich weiß nicht woran es genau lag, aber ich habe unverhältnismäßig lange an dem knapp 400 Seiten starken Buch gelesen. Das ist kein gutes Zeichen und hat am meisten mich selbst enttäuscht. Im Mittelteil empfand die Geschichte als zu lang gezogen und vor allem die immer wiederkehrenden Fragen, die sich Alana stellt, wurden zu oft wiederholt. Nichts langweilt mich mehr als ausufernde innere Monologe.

Das Ende hat mich dann aber doch mit der Geschichte versöhnt. Die Auflösung, die gebrachten Opfer und alle aufgeklärten Verwicklungen haben mich zufriedengestellt.
Warum also hinterlässt das Buch dann trotzdem nur einen mittelmäßigen Eindruck bei mir? Ich weiß es nicht. Vermutlich ist es wie mit allen Hypes – einfach Geschmackssache.

Von mir gibt es jedenfalls 3,5 Sterne.

3_1_2 Sterne
Fazit:

Die Grundidee der tollpatschigen, irischen Todesfee hat mir durchaus gut gefallen. Trotzdem habe ich bei „Plötzlich Banshee“ wieder einmal feststellen müssen, dass nicht jedes Fantasybuch etwas für mich ist.
Wer humorvolle Jugendfantasy mag, sollte dennoch einen Versuch wagen. Ihr werdet mit einer ungewöhnlichen, gut ausgearbeiteten, locker-leichten Geschichte belohnt, die ihr so schnell nicht vergessen werdet.

Rezension zu „Tage zum Sternepflücken“ von Kyra Groh

Tage zum Sternepflücken


Autorin:
Kyra Groh

Erscheinungsdatum: 14.03.2016

Veröffentlicht bei: Blanvalet

Genre: Junge Erwachsene / Liebe / Musik

Umfang: 480 Seiten (ink. Leseprobe)

Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier

 

Die Autorin:

Kyra Groh, geboren 1990, hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Sie lebt in Frankfurt, wo sie als Texterin arbeitet.


Inhalt:

Liebe ist ein bisschen wie Jazz: Manchmal muss man eben improvisieren …

Layla studiert Musik und ist daran gewöhnt, die zweite Geige zu spielen. Oder vielmehr: das zweite Saxofon. Ihrer Meinung nach liegt es an dem ihr fehlenden Rampensau-Gen. Sie spielt auch in Orchestern, unterrichtet in einer Schule und arbeitet für ihren fahrigen Professor. Hinzu kommen noch ihre Familie – u.a. ihre Mutter, die hauptberuflich Glücksseminare gibt – und Freunde, die sie auf Trapp halten. Für die Liebe bleibt dabei nur wenig Zeit. Bis sie eines feuchtfröhlichen Abends in Julius‘ Bett stolpert – und am nächsten Morgen feststellen muss, dass sie wieder mal nur die Zweitbesetzung ist …


Meine Meinung:

Ich bin durch Instagram auf das Buch aufmerksam geworden und dachte: Mensch, das klingt gut, das muss ich auch lesen! Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Kyra Groh hat einen locker-leichten Schreibstil, der genau die richtige Mischung aus Emotion und Humor beinhaltet. Die Geschichte, die sie rund um Layla und Julius gestrickt hat, hat mir sehr gut gefallen. An vielen Stellen gibt es musikalisches Wissen, das in den Text hinein gewoben wird. Zeitlich erstreckt sich die Geschichte über ungefähr ein halbes Jahr, genau den Zeitraum, in dem das Musical Sweeney Todd an Laylas Privatuni auf die Beine gestellt wird.
Beim Vorsingen für die Hauptrolle stolpert der gutaussehende, aufstrebende YouTube-Star und Gitarrenstudent Julius in Laylas Leben und verdreht ihr gehörig den Kopf. Der Klappentext verrät ja schon, dass die beiden miteinander im Bett landen, aber leider entwickelt sich daraus nicht die von Layla erhoffte große Liebesgeschichte.Als Layla erfährt, dass Julius vergeben ist, ist sie erstmal stocksauer. Seit der unglücklichen Ben-Geschichte wollte sie schließlich nichts mehr mit selbstverliebten Musikern anfangen. Doch Julius ist nicht Ben und obwohl man ihn im ersten Moment dafür hassen möchte, dass er seine Freundin betrügt und Layla Hoffnungen macht, kann man sich bald nicht mehr gegen seinen Charme wehren und verliebt sich zusammen mit Layla in ihn. Ich konnte seine Beweggründe sogar nachvollziehen. Wer allerdings die moralische Keule ganz hoch hält, sollte von dem Buch lieber die Finger lassen. Alle anderen dürfen sich jedoch gerne hineinstürzen in diese turbulente Geschichte, die sich bald irgendwo zwischen Freundschaft und Affäre einpendelt.

Das Buch wird durch viele liebenswerte Nebencharaktere und unzählige witzige Sprüche aufgelockert. Der locker-leichte Erzählton hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Kyra Groh ist ein großes Talent und über ihre witzigen Wortkreationen musste ich mehr als einmal herzhaft lachen. Wer moderne Unterhaltungsromane für junge Frauen sucht, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich freue mich schon darauf, die anderen Bücher der Autorin zu lesen.

Leider empfand ich das Ende als etwas zu einfach gestrickt, da hätte ich mir mehr Initiative und Kämpferwillen von Julius gewünscht. Trotzem ist es natürlich das einzig richtige Ende für den hoffnungslos verzückten Laylius-Shipper. Auch hätte ich mich über einen Bezug zum Buchtitel im Text gefreut, doch der kam leider nicht. Nichtsdestotrotz ist „Tage zum Sternepflücken“ ein toller Roman, der von mir verdiente 4,5 Sterne bekommt.

4 1_2 Sterne

Fazit:

„Tage zum Sternepflücken“ ist ein wundervoller, moderner Liebesroman mit viel musikalischem Hintergrund, der in einem locker-leicht-humorvollen Ton erzählt wird. Mir hat die turbulente Liebesgeschichte um Layla und Julius sehr gefallen, deshalb möchte ich sie euch unbedingt ans Herz legen.

Gemeinsam Lesen #47 – Tage zum Sternepflücken

Heute mache ich zum 47. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

 

Gemeinsam Lesen Logo

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Tage zum Sternepflücken“ von Kyra Groh und bin aktuell auf Seite 205.

Tage zum Sternepflücken

 

 

Inhalt:

Liebe ist ein bisschen wie Jazz: Manchmal muss man eben improvisieren …

Layla studiert Musik und ist daran gewöhnt, die zweite Geige zu spielen. Oder vielmehr: das zweite Saxofon. Ihrer Meinung nach liegt es an dem ihr fehlenden Rampensau-Gen. Sie spielt auch in Orchestern, unterrichtet in einer Schule und arbeitet für ihren fahrigen Professor. Hinzu kommen noch ihre Familie – u.a. ihre Mutter, die hauptberuflich Glücksseminare gibt – und Freunde, die sie auf Trapp halten. Für die Liebe bleibt dabei nur wenig Zeit. Bis sie eines feuchtfröhlichen Abends in Julius‘ Bett stolpert – und am nächsten Morgen feststellen muss, dass sie wieder mal nur die Zweitbesetzung ist …

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Am nächsten Mittwoch veranstalte ich einen Kuchenabend mit Kara und Mimi.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich bin durch Instagram auf das Buch aufmerksam geworden und habe gesehen, dass die Autorin auch dort angemeldet ist. Ehrlich gesagt bin ich ohne große Erwartungen herangegangen und habe das Buch sogar mehrere Wochen sträflich im Regal warten lassen, bevor ich es endlich mal zur Hand nahm. Und jetzt kann ich gar nicht mehr damit aufhören!

Der Schreibstil ist locker und witzig. Ich liebe den Humor und musste schon an einigen Stellen laut auflachen. Layla ist eine super sympathische, sarkastische Protagonistin mit Identifikationspotential. Und Julius … hach. Man will ihn doof finden, weil er eigentlich eine Freundin hat, aber eigentlich merkt man schon, dass da irgendwas nicht stimmt und will die ganze Zeit herausfinden, was er verheimlicht. Er kümmert sich so liebevoll um Layla und gibt ihrem muffeligen Teenagerbruder Gitarrenunterricht, sieht umwerfend aus und singen kann er auch noch! Ich mag den musikalischen Hintergrund der Geschichte und bin schon so gespannt, wie es weitergeht.

Falls ihr die Autorin noch nicht kennt, solltet ihr das unbedingt ändern. Ich habe zwar gerade erst die Hälfte des Buches gelesen, aber bin jetzt schon total verzaubert.

Haben Autoren bei dir Star-Charakter?

Ich verfolge Autoren, die ich gut finde, schon gerne auf Facebook und noch lieber auf Instagram. Es gefällt mir, einen Einblick in ihren Alltag und ihre Arbeit zu bekommen und ich finde es richtig toll, wenn man ganz locker mit ihnen über ihre Social Media Kanäle plaudern kann. Die großen internationalen Bestsellerautoren haben dafür natürlich keine Zeit, aber deutsche Autoren nehmen sich schon Zeit, um Kommentare zu beantworten oder persönliche Gewinnspiele zu organisieren ❤

Ich sehe meine Lieblingsautorinnen nicht als Stars, sondern vielmehr als Vorbilder und Inspiration. Durch Facebook durfte ich schon an Leserunden mit Kira Gembri teilnehmen, auf Instagram habe ich ein persönliches Dankeschön von Julie Heiland für meine Begeisterung über ihre Bannwald-Trilogie bekommen und Anne Freytag hat mich gefragt, ob ich ihr ein Foto schicken kann, das ich von ihrem Buch in der Buchhandlung gemacht habe. Über diesen freundlichen, persönlichen Kontakt freue ich mich immer sehr 🙂