Rezension zu „Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

gottertochter

Autorin: Jennifer Wolf

Veröffentlicht am: 06.10.2016

Verlag: Impress

Genre: Märchen / Romantasy

Reihe:

Geschichten der Jahreszeiten:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten
Spin-Off: Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten

Umfang: 246 Seiten

Format: E-Book only

Preis: 3,99 €

Mehr Infos hier

die-autorin

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

inhalt

Liora Vivian Götterkind ist eine direkte Nachfahrin der Jahreszeitengötter. Doch so schön es auch ist, einen Frühlingsgott zum Vater zu haben, der zur Aufmunterung Tausende Blumen um einen herum wachsen lässt, oder mit den Sommerkräften seiner Mutter den Wind und das Licht beeinflussen zu können, manchmal fühlt sich Liora als einziges Götterkind auf Erden ziemlich einsam. Dabei schließen sie die anderen Mädchen nicht nur aus Neid auf ihre Herkunft aus, sondern vor allem deswegen, weil sie mit Niklas Tagwind befreundet ist, dem absoluten Schulschwarm. Jeder denkt, dass die beiden über kurz oder lang ein Paar werden würden, doch Lioras Herz schlägt für jemand anderen. Jemanden, den gerade sie als Götterkind nicht lieben darf…

meine-meinung

Zum Abschluss der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe habe ich mich sehr auf Götterkind gefreut. Allein das tolle Cover hat mir richtig große Lust aufs Lesen gemacht.
Nachdem schon einige Wochen vergangen waren, seitdem ich Tagwind gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass es mir schwer fiel, die vielen Charaktere und Verwandtschaftsbeziehungen auf die Reihe zu kriegen. Deshalb mein Tipp: Lest diese tolle Reihe am besten am Stück.

Jennifer Wolf hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um ihre vielen Fans aus Hemera zu verabschieden. Liora, die Tochter des Frühlingsgottes Aviv und der neuen Sommergöttin Ilea, wird es nicht leicht gemacht, ihre große Liebe zu erobern. Der Weg dorthin ist mit vielen Hindernissen gespickt, die ein Happy End lange Zeit erschweren. Dieser Mix aus Drama und Romantik ist es, für den die Geschichten der Jahreszeiten stehen und den ich so sehr liebe. Man lacht, liebt und leidet gemeinsam mit der Protagonistin bis zum Schluss.

Besonders gut hat mir Lioras Familiengeschichte gefallen. Sie wächst als älteste von fünf Geschwistern bei ihren beiden Vätern, dem ehemaligen Sommergott Sol und seinem Auserwählten Yannis, auf. Die Liebe und Fürsorge innerhalb dieser wundervollen Patchworkfamilie ist auf jeder Seite spürbar und kommt sogar noch besser zur Geltung als im Vorgängerband Tagwind. Sol und Yannis sind so ein tolles Paar, das für ihre Liebe und ihr Glück gekämpft hat – genauso, wie Liora es jetzt tun muss.

Im Buch werden noch andere aktuellen Themen aufgegriffen und in die märchenhafte Welt Hemeras hineingewoben. Dabei steht die Familie in all ihren Facetten im Vordergrund, einmal als glückliches Vorzeigebeispiel und einmal als das genaue Gegenteil davon.

Das Ende war für mein Geschmack etwas zu happy und kitschig. Doch so muss es als Abschluss dieser tollen Reihe wahrscheinlich sein, um den vielen Fans gerecht zu werden. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein kleines Wiedersehen mit alten Bekannten.

Für Göttertochter vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

fazit

Mit „Göttertochter“ ist Jennifer Wolf ein wundervoller, runder Abschlussband ihrer erfolgreichen Jahreszeiten-Reihe gelungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleiten wir Liora bei ihrem Kampf um die Liebe und verabschieden uns gleichzeitig aus der märchenhaften Welt von Hemera.
Für mich ist die Reihe ein Must-Read, deshalb kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

Rezension zu „Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

Nachtblüte

Autorin: Jennifer Wolf

Erschienen am: 04.02.2016

Veröffentlicht bei: Impress

Genre: Jugendbuch / Fantasy / Liebe

Reihe: Geschichten der Jahreszeiten, Band 3:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten,
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten

Umfang: ca. 259 Seiten

Preis: 3,99 € (E-Book)

Mehr Infos hier.


Die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle


Inhalt:

Ilea Sola Sommerkind ist eine Jahreszeitentochter. Sie kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Wenn sie ihre Sommerkräfte einsetzt, verwandelt sich ihr sonst brünettes Haar in ein strahlendes Blond. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind, seit die Göttin Gaia ihren Söhnen erlaubt hat, sich unter die Menschen zu mischen, und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt von Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Doch als er dabei schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling. Den einzigen Jahreszeitengott, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat…


Meine Meinung:

Im Vergleich zu den beiden Vorgängerbänden gibt es bei „Nachtblüte“ einige Änderungen, die mich positiv überrascht haben.

Die Geschichte wird dieses Mal aus verschiedenen Sichtweisen erzählt: der Frühlingsgott Aviv und die Enkelin des Sommergottes Sol – Ilea – kommen abwechselnd zu Wort. Diese neue Erzählperspektive hat mir besonders gut gefallen, weil der Leser die Geschehnisse diesmal nicht nur aus der Sicht der „Auserwählten“ wiedergegeben werden. Aviv ist ein toller Charakter und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn durch seine eigenen Gedanken näher kennenzulernen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich alle drei bisher „abgearbeiteten“ Götter gleich gerne mag. Nach Nevis dachte ich ja eigentlich, besser geht’s nicht, aber Pustekuchen. Zuerst hat Jesien mein Herz zum Schmelzen gebracht und jetzt auch noch Aviv – ich wäre eine schreckliche Auserwählte gewesen, ich hätte sie einfach alle genommen 😀

Das Konzept der Auswahl fällt ab Band 3 auch weg, so wie es schon im Epilog von „Abendsonne“ angekündigt wurde. Ich bin sehr gespannt, was sich die Autorin für das große Finale einfallen lassen hat. Ohne zu viel verraten zu wollen, hat es mich doch ein wenig gewundert, dass sie schon in diesem Band auf Sols Liebesgeschichte eingegangen ist. Ob sich Band vier wieder um eines der „Götterkinder“ dreht? Ich lasse mich überraschen.

Die Geschichte an sich ist wie immer märchenhaft schön. Ich mag die tolle Schreibweise der Autorin sehr, da gibt es nicht viel Überraschendes im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Woran sie bei dieser Geschichte jedenfalls nicht gespart hat, war der Humor. Viele Witze, Wortgefechte und lustige Bemerkungen fallen – manchmal auch auf Kosten anderer. Für meinen Geschmack war es fast ein bisschen viel Herumgewitzel.

Den Plot fand ich teilweise etwas verwirrend. Im Prolog wird ein großes, scheinbar allumfassendes Problem aufgeworfen, das den Verlauf der Geschichte stark lenkt. Das Wieso und Warum dahinter wurde aber total weggelassen – oder habe ich da was verpasst? Ich hatte den Eindruck, dass der Grund für den ganzen Ärger nur kurz angeschnitten wurde, so nach dem Motto „das ist halt so“ und das hat mir leider überhaupt nicht als aussagekräftiges Argument gereicht.

Bereits bekannte Charaktere aus den ersten beiden Bänden tauchen in „Nachtblüte“ wieder auf und haben einen überraschenden Gastauftritt. Zwar habe ich mich darüber gefreut, aber trotzdem waren es mir dann teilweise zu viele Menschen für das Geschehen.

Natürlich kommt auch die Liebe, die den Kern der Geschichte bildet, nicht zu kurz. Die Szenen zwischen Ilea und Aviv haben mir ganz besonders gefallen und ich hätte mir gerne noch mehr davon gewünscht. Der Leser ist es schon gewohnt, dass das Ende zwar irgendwie gut ausgeht, aber doch anders als erwartet und vielleicht auch etwas unbefriedigend ist. So ist es auch bei Nachtblüte, dennoch bin ich mit dem Ausgang der Geschichte mehr als zufrieden. Einfach gestrickte Happy Ends mochte ich noch nie besonders gerne. Ich bin wirklich gespannt, wie es in Band 4 weitergeht und ob es am Ende für alle Paare doch eine andere Lösung gibt.

Was mir ein wenig gefehlt hat, war der spannende Cliffhanger am Ende. Mit „Abendsonne“ hat die Autorin mich richtig neugierig auf „Nachtblüte“ gemacht, aber das fehlt hier völlig. Ich hätte mir diesen kleinen Appetithappen bis zur Veröffentlichung des letzten Bandes gewünscht.

Ansonsten habe ich nichts auszusetzen. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird auch von „Nachtblüte“ nicht enttäuscht sein. Von mir gibt es vier Sterne für diese schöne Jahreszeitengeschichte rund um den Frühlingsgott Aviv und das Sommerkind Ilea.

4 Sterne
Fazit:

Tolle Fortsetzung der Jahreszeitengeschichten. Wieder anders als erwartet, wieder gut geschrieben. Große Gefühle wechseln sich diesmal mit viel Humor ab. Diese märchenhafte und romantische Reihe muss man gelesen haben.

Meine Rezension zu „Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

morgentauAutorin: Jennifer Wolf

Erscheinungsdatum: 06.03.2014 (eBook) bzw. 02.07.2015 (Taschenbuch)

Veröffentlicht bei Carlsen Impress

Umfang: 269 Seiten

Genre: Jugendbuch / Fanstasy

ISBN: 978-3551314963

Preis: 3, 99 € (Kindle e-Book) bzw. 4,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos gibt’s hier.

Ein paar Worte vorweg:

Ich habe sooo viel Gutes über das Buch gehört und gelesen, dass ich es nun endlich kaufen musste. Und ganz ehrlich: Für 5 € macht man da auch gar nichts verkehrt. Ich habe mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt. Es bringt die märchenhafte Stimmung des Romans sehr gut zur Geltung, auch wenn mir das Cover von Band zwei sogar noch besser gefällt.

Die Autorin:

Jennifer Wolf, Jahrgang 1984, hat schon einige fantastische Romane bei Carlsen Impress veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Einen Überblick über die Autorin und ihre Werke könnt ihr euch hier verschaffen.

Klappentext:

Die Erde liegt unter einer Schneedecke. Eis und Kälte herrschen überall, nur ein kleiner Fleck ist noch bewohnbar. Dort lebt auch Maya Morgentau. Von der Erdgöttin Gaia wurde sie dazu auserkoren, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten und einen ihrer Söhne für ein Jahrhundert an sich zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter. Doch hat sie sich für einen entschieden, zahlt sie einen hohen Preis dafür.

Zum Inhalt:

Maya Jasemine Morgentau ist 19 Jahre alt und lebt als eine der Hüterinnen des heiligen Ordens auf dem letzten bewohnbaren Fleck Erde. Zwischen Maya und ihren gleichaltrigen Ordensschwestern wählt Gaia, der Götting aller Dinge, eine aus, die fortan für hundert Jahre als Ehefrau an der Seite von einer der vier Jahreszeiten lebt. Dies ist die Bestimmung der Auserwählten, in dieser Zeit bleibt sie jung, bis sie nach hundert Jahren schließlich stirbt und ein neues Mädchen erwählt wird. Aufgrund ihres reinen Herzens wird Maya von der Götting erwählt und muss nun zwischen deren Söhnen wählen: dem schüchterne Frühling Aviv, dem attraktive Sommer Sol, dem liebenswerten Herbst Jesien oder dem einsamen, abweisenden Winter Nevis. Maya muss ihren geliebten Orden, ihre Mutter, ihre beste Freundin und die Erde verlassen und lebt fortan in Gaias Welt. Dort lernt sie die vier Männer kennen und fühlt sich vom ersten Augenblick an zu einem ganz bestimmten der vier Brüder hingezogen. Um dennoch unvoreingenommen und fair an die Wahl heranzugehen, verbringt Maya jeweils eine Woche in jeder der vier Jahreszeiten. Doch sie erkennt schnell, dass ihr Herz sich eigentlich nur nach einem sehnt. Und gerade der versucht sie mit allen Mitteln davon zu überzeugen, ihn nicht zu wählen und stattdessen mit einem seiner Brüder glücklich zu werden …

Meine Meinung:

Von diesem schmalen Band habe ich eigentlich nicht sehr viel erwartet. Eine schöne, nette Lovestory für Zwischendurch, dachte ich. Und dann wurde es so viel mehr als das für mich.
Für mich ist „Morgentau“ ein sehr romantisches Buch, das all das hat, was ich mir von einer Liebesgeschichte wünsche: unterschiedliche, sympathische Charaktere, starke Motive, unvorhersehbare Wendungen, Spannung, Hoffnung, Sehnsucht und noch so Vieles mehr. Die Idee, das alte Sprichwort

„Es war eine Mutter,
die hatte vier Kinder:
den Frühling,
den Sommer,
den Herbst
und den Winter.
Der Frühling bringt Blumen,
der Sommer den Klee,
der Herbst bringt die Trauben,
der Winter den Schnee.“

zu einem Roman zu verarbeiten, ist so einfach wie genial. Und noch dazu wunderbar umgesetzt.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht, erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Maya. Obwohl ihr Herz eigentlich von vorn herein für einen ganz bestimmten der vier Brüder schlägt, bleibt lange offen, wie sie sich schlussendlich entscheidet. Und ob diese, schwere Entscheidung schließlich die richtige war, denn immerhin ist sie unwiderruflich.
An einigen traurigen Stellen musste ich sogar ein kleines Tränchen verdrücken, dennoch wird es nie kitschig.
Obwohl Fantasy nicht unbedingt mein Lieblingsgenre ist, wurde ich von diesem Buch so berührt und mitgerissen, dass ich auf jeden Fall die Fortsetzungen lesen möchte („Abendsonne“ gibt es momentan für den eReader, nächstes Jahr soll die gedruckte Ausgabe erscheinen).
Einziges Manko: Es fehlen sehr viele Kommas. Ja, ich gebe es zu, mich stört das extrem.

4 1_2 Sterne

Fazit:

Ein romantisches Märchen voller Liebe, Hoffnung, Sehnsucht und Einsamkeit mit einem Ende ganz nach meinem Geschmack. Ganz klare Leseempfehlung für alle Romantiker unter euch!