Rezension zu „Karma Girl“ von Jennifer Estep

Karma Girl
Autorin: Jennifer Estep
Übersetzerin: Vanessa Lamatsch
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Verlag: Piper
Genre: Humorvolle Fantasy
Umfang: 400 Seiten
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
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die-autorin

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihen »Elemental Assassin« und »Bigtime«.
Quelle

inhalt
In der Welt von »Bigtime« hat jede Stadt mindestens einen Superhelden. Doch selbst der coolste Held kann nichts gegen die Irrungen und Wirrungen der Liebe ausrichten. Daher sollten sich die Heroen in Jennifer Esteps neuer Reihe besser zweimal überlegen, für wen sie aus dem Spandex schlüpfen: Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer – er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte daraufhin nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus …

meine-meinung
Im Frühjahr haben sich die begeisterten Rezensionen zu „Karma Girl“ geradezu überschlagen. Obwohl dieses Genre sonst nicht mein Fall ist und ich von der Autorin auch noch kein anderes Buch gelesen habe, musste ich es unbedingt haben. Lange lag das Buch auf meinem SUB, bevor ich es nun endlich erlöst habe.

Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber nun muss ich sagen, dass diese Geschichte nicht wirklich mein Fall war. Der Einstieg fiel mir sehr schwer, nach einem bis zwei Kapiteln musste ich das Buch wieder weglegen. Mir fehlte der Wille, unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht. Stattdessen musste ich mich bis zur Hälfte regelrecht durch das Buch kämpfen. Sogar über einen Abbruch habe ich nachgedacht.
Dabei ist die Geschichte keinesfalls schlecht. Man fühlt sich in einen Comic versetzt, erlebt den Alltag zusammen mit der taffen Journalistin Carmen Cole, die immer einen witzigen Spruch auf Lager hat und verfällt gemeinsam mit ihr dem attraktiven Superhelden Striker. Zwischen den beiden fliegen die Funken und auch die Erotik kommt im Buch nicht zu kurz.
Soweit, so gut. Doch so richtig viel passiert außerdem nicht. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass die Story sich zieht wie Kaugummi. Da haben leider auch die kessen Sprüche der Protagonistin nicht weitergeholfen.

Zudem musste ich beim Lesen öfter mal die Stirn runzeln, als ich über den ein oder anderen (Übersetzungs?)fehler gestolpert bin. Diese haben sich zum Teil wirklich gehäuft und das darf bei so einem großen Verlag eigentlich nicht in diesem Ausmaß passieren. Leider haben die kleinen Schusselfehlerchen, egal ob in Rechtschreibung oder Grammatik, meine Lesefreude noch zusätzlich geschmälert.

Insgesamt habe ich fast zwei Wochen für die 400 Seiten gebraucht – unverhältnismäßig lange für mich. Erst im letzten Viertel des Buches nahm die Geschichte an Fahrt auf und schaffte es, mich wenigstens ein bisschen in ihren Bann zu ziehen. Doch auch dieser positive Schlusseindruck reicht leider nicht aus, um das Buch weiterzuempfehlen. Die Reihe werde ich nicht weiter verfolgen. Zum Glück ist das Buch in sich abgeschlossen und wartet nicht mit einem Cliffhanger auf, obwohl es natürlich doch einige Fragen offen lässt. Aber die Antworten darauf werde ich nicht mehr erfahren.

3 Sterne
Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

fazit
Von „Karma Girl“ hatte ich mir mehr erhofft. Die langatmige Story, wenig Action in der ersten Hälfte des Buches und das allgemeine Setting waren einfach nicht mein Ding. Zwar konnte die Geschichte am Ende noch an Fahrt aufnehmen und Spannung aufbauen, doch insgesamt überwiegt die Zähigkeit in meinem Gesamteindruck. Fans von humorvollen Fantasygeschichten und Superheldenstories können einen Blick riskieren, doch für mich war das Buch leider nicht das Richtige.

Rezension zu „The One“ von Maria Realf

The One
Autorin: Maria Realf
Erscheinungsdatum: 23.06.2017
Verlag: Rowohlt Taschenbuch-Verlag
Genre: Liebesroman
Umfang: 384 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
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die-autorin

Maria Realf ist Journalistin und hat für einige der größten britischen Frauenmagazine gearbeitet, u. a. Cosmopolitan, Cosmopolitan Bride, Fabulous, Marie Claire, Now und You & Your Wedding. Derzeit schreibt sie für das You-Magazin der Mail on Sunday. Sie hat die Romanschule der Agentur Curtis Brown absolviert, wie vor ihr bereits Jo Harper, Nicholas Searle u.v.m. Quelle

inhalt

Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet.

Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat – und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker …

meine-meinung

Verliebt habe mich als Erstes in dieses wunderschöne Cover. Ich bin normalerweise nicht so coverfanatisch, aber die Farben und die Gestaltung springen einfach ins Auge und ich könnte das Buch stundenlang anschauen.
Geschichte über die erste große Liebe, die gescheitert ist und später eine neue Chance bekommt, reizen mich generell sehr. Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich: Dieses Buch muss ich lesen!

Die Geschichte wird durch einen personalen Erzähler aus Lizzies Sicht wiedergegeben. Sie beginnt drei Monate vor ihrer Hochzeit mit dem verlässlichen, bodenständigen Sportlehrer Josh. Die beiden sind seit mehreren Jahren ein Paar, haben eine gemeinsame Wohnung und leben in einer stabilen Beziehung. An Josh weiß man, was man hat. Er ist einer von den „Guten“ und trotzdem bekam ich beim Lesen schnell den Eindruck, dass er vielleicht nicht genug für Lizzie ist.

Die Hochzeitsvorbereitungen wechseln sich mit Kapiteln aus der Vergangenheit ab. Man erfährt, wie Lizzie ihre erste große Liebe Alex kennengelernt hat. Da ihre Beziehung in größeren Zeitsprüngen erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck von der tiefen und innigen Verbundenheit zwischen den beiden.
Als er kurz vor der Hochzeit überraschend wieder in Lizzies Leben auftaucht und den Kontakt zu ihr sucht, steht ihre Welt zunächst Kopf. Zehn Jahre ist es her, seitdem er sie Hals über Kopf verlassen und ihr Herz gebrochen hat. Und plötzlich gibt es da etwas, das er ihr unbedingt sagen muss.

Mir hat vor allem dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefallen. Nach und nach erfährt man, was damals vorgefallen und warum Alex verschwunden ist. Obwohl man ihn für sein Verhalten hassen möchte, so kann man es doch nachvollziehen. Die beiden verbringen wieder viel Zeit miteinander und versuchen, ihre alten Wunden zu heilen. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Josh und ihrer Loyalität gegenüber Alex findet sich Lizzie bald in einer Zwickmühle wieder. Kann sie Josh wirklich heiraten? Und ist es vielleicht doch mehr als Freundschaft, was sie und Alex heute verbindet?

Der Klappentext verspricht einen berührenden Roman und den bekommt der Leser auch geboten. Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden. Gegen Ende des Buches wird es sehr emotional und dramatisch. Das letzte Viertel des Buches spielt ausschließlich in der Gegenwart, kurz vor der Hochzeit, und hier passiert sehr viel. Man liebt und leidet mit Lizzie und wünscht und hofft mit Alex. Am Ende bekommt die Geschichte genau das Finale, das sie verdient.

5 Sterne

Mir hat das Buch rundum gut gefallen. Von mir gibt es fünf verdiente Sterne.

fazit

„The One“ ist ein berührender Roman über die zweite Chance für die erste Liebe. Vor dem Hintergrund einer großen Tragödie muss Lizzie sich zwischen ihrem bodenständigen Verlobten Josh und  ihrer Jugendliebe Alex, der ihr vor 10 Jahren das Herz gebrochen hat, entscheiden. Hier gibt es große Gefühle, spannende Wendungen und einen fesselnden Erzählstil. Romantisch, dramatisch und sehr empfehlenswert!

Rezension zu „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog

Autorin: Katharina Herzog

Erschienen am: 22.04.2017

Verlag: Rowohlt Polaris

Genre: Familienroman

Umfang: 384 Seiten

Preis: 12,99 € (broschiert)

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die-autorin
Katharina Herzog hatte schon immer Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Nach einem Abstecher in den Journalismus kehrte sie zur wahren Liebe Belletristik zurück und begann, Romane zu veröffentlichen. Als E-Book-Autorin hat sie sich bereits in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Quelle

inhalt
Vom Mut, das Glück wiederzufinden.

Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan … die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter – und Max …

meine-meinung
Durch die liebe Maaraavillosa, die letztens eine Lesung der Autorin besucht hat, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich vor einer Weile meine Vorliebe für Familiengeschichten entdeckt habe, musste ich in der Buchhandlung nicht lange zögern, als ich das Buch dort sah.

Eigentlich hatte Anna sich ihren Kurzurlaub ganz anders vorgestellt. Doch anstatt ihrer Jugendliebe Jan heimlich auf Amrum zu treffen, findet sie sich plötzlich mit ihren zwei Töchtern, ihrer dementen Mutter plus Hund und ihrem untreuen Exmann im Auto wieder und das Abenteuer beginnt. Immer im Hinterkopf begleitet sie die seit Jahren präsente Frage: Gibt es eine zweite Chance für Jan und mich?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven aus der Sicht eines personalen Erzählers wiedergegeben. Obwohl ich die Ich-Form in Romanen favorisiere, fand ich die Erzählweise angenehm und gut verständlich. Man bekommt einen guten Einblick in die Köpfe von Anna und ihrer 14-jährigen, pubertär-zickigen Tochter Sophie und kann sich mit deren Gedanken und Sorgen identifizieren. Zwischendurch erzählt Frieda ihre Lebensgeschichte, die sie für ihre Tochter in einem Notizheft festhält.

Mit der Mischung aus Road-Trip, Strandurlaub, Familiengeschichte und leichter Lovestory ist Katharina Herzog ein überzeugender Sommerroman gelungen, der sich perfekt für warme Urlaubstage eignet. Nach und nach erfährt der Leser Annas Geschichte, die tiefer geht, als der Klappentext anfangs vermuten lässt. Neben Friedas Demenz spielen z. B. Mobbing in der Schule oder Versagensangst eine Rolle.

Der Schreibstil ist angenehm locker und leicht, passend zu einem Sommerroman und gut lesbar. Die angenehm kurzen Kapitel haben mir genauso gut gefallen, wie die Perspektivwechsel der Erzähler. Auch die landschaftlichen Beschreibungen der Insel Amrum habe ich genüsslich aufgesogen und freue ich mich jetzt schon mal auf meinen hoffentlich irgendwann einmal stattfindenden Nordseeurlaub.

Die Geschichte ist keinesfalls vorhersehbar und damit wirklich gut gelungen. Auch die Entwicklung von Annas Liebesleben hat mich gleichermaßen überrascht und überzeugt. Die Auflösung der Konflikte am Ende des Buches waren weder übertrieben, noch unrealistisch.

4 Sterne
Von mir gibt es 4 Sterne.

fazit
Wer einen locker-leichten Sommerroman für entspannte Urlaubstage sucht, der ist bei „Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog gut aufgehoben. Die liebevoll gestaltete Familiengeschichte überzeugt mit authentischen Charakteren und glaubhaften Wendungen. Durch wechselnde Erzählstimmen kommt keine Langeweile auf. Mein Buchtipp für den Sommer.

Rezension zu „#herzleer – Was ich noch sagen wollte“

herzleer

Inhalt:

Lena Gorelik: Die letzte Nachricht
Anke Weber: Herz Pogo
Sabine Schoder: Herzspieß
Ruth Olshan: Sockenkonferenz
Tanja Heitmann: Nur einmal
Katrin Zipse: Erdbeermond
Jennifer Benkau: Ungesagtes
Maike Stein: Ein halber Sommer lang

Erschienen am: 20.03.2017
Verlag: Oetinger
Genre: Kurzgeschichten
Umfang: 224 Seiten
Preis: 14,99 €
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inhalt
Was bleibt, wenn die Liebe geht. Acht letzte Nachrichten geliebter Menschen und die Geschichten, wie es zu dieser jeweils letzten Nachricht gekommen ist. Acht Autorinnen verleihen jugendlicher Melancholie eine Stimme und schreiben von der Liebe in ihren unterschiedlichsten Formen. Einer Liebe, die so intensiv ist, dass sie einem den Atem raubt, einer Liebe, die schmerzt, die zerreißt, die nicht sein darf oder zu der es nie gekommen ist. Am Ende bleibt stets die Frage: Was wäre, wenn?
Das zeitlose Thema Liebe modern aufbereitet und mit Leidenschaft von neuen, mutigen Stimmen im Bereich Jugendbuch erzählt.

meine-meinung

Als ich gehört habe, dass Sabine Schoder eine Geschichte zu diesem Buch beisteuert, konnte ich den Erscheinungstermin kaum abwarten. Auch das Thema „Letzte Nachricht“ / „Abschied“ im Bezug auf die Liebe spricht mich sehr an. Von meinen beiden Freundinnen habe ich das Buch schließlich direkt zur Buchmesse, an meinem Geburtstag, geschenkt bekommen. Besser geht’s doch gar nicht.

#herzleer beinhaltet acht Kurzgeschichten, die sich melancholisch mit der Liebe und deren Ende auseinandersetzen. Von verpassten Chancen ist hier zu lesen, genauso wie von gescheiterten Beziehungen oder denen, die gar nicht erst zustande kommen. Alle Geschichten waren auf ihre Weise faszinierend und konnten mich in ihren Bann ziehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich mich während des Lesens wie bei einem Roman fallen lassen konnte. Keine Geschichte kratzt nur an der Oberfläche, sondern nimmt den Leser mit in ihre eigene Welt und setzt dabei eine ganz bestimmte Atmosphäre frei.

Ein paar Worte zu meinen drei Favoriten im Buch:

In „Herz-Pogo“ erzählt Anke Weber die kurze, intensive Geschichte einer Festivalbegegnug, die mich einfach mitgerissen hat. Die Wucht der Gefühle wird so authentisch beschrieben, dass ich mir sehnlichst ein Happy End für Jo und Nayra gewünscht habe. Zudem hat mir besonders gut gefallen, dass Jo nicht nur umwerfend, sondern auch sehr liebevoll beschrieben wird. Endlich einmal ein männlicher Protagonist, der nicht nur durch sein blendendes Aussehen, sondern auch durch seinen Charakter punktet.
Der locker-leichte Schreibstil hat mich so schnell durch die Seiten fliegen lassen, dass mir beim unvermeidlich traurigen Ende der Geschichte das Herz schwer wurde. Festivalgänger und Musikliebhaber werden sich in dieser Story sofort zu Hause fühlen.

Ich hatte mich so sehr darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Sabine Schoder ist eine meisterhafte Erzählerin, die in „Herzspieß“ eine fesselnde Story rund um einen magisch-verstaubten Buchladen, die junge Vielleserin Elva und den frechen Levi spinnt, der das Geschäft seiner Oma ordentlich umkrempelt. Im Laufe der Geschichte kommen die beiden Jugendlichen sich näher und beweisen, dass Gegensätze sich tatsächlich anziehen. Bei dieser Geschichte konnte ich schmunzeln, seufzen und fühlte mich inmitten der Bücherberge sofort heimisch. Das Ende hat mich in seiner Dramatik nicht nur überrascht, sondern regelrecht betroffen zurück gelassen. Von allen Geschichten im Buch werde ich diese wohl so schnell nicht vergessen.

Erdbeermond“ von Katrin Zipse bringt das Sommergefühl der Jugend direkt zurück ins Gedächtnis der Leser. Marie, eigentlich vergeben, trifft beim Grillen am See auf ihr Gegenstück Levi. Liebe auf den ersten Blick – was für sie eigentlich undenkbar schien, entwickelt sich zur Nacht ihres Lebens. Auch hier wurde die Wucht der Gefühle so gut beschrieben, dass die Liebesgeschichte, trotz ihres Tempos, keineswegs unglaubwürdig ist. Die Umstände, die zum viel zu schnellen Ende dieser besonderen Nacht führen, sind genauso nachvollziehbar wie schade. Auch hier wäre eine Fortsetzung denkbar – und wünschenswert.

Nicht viel anfangen konnte ich leider mit der Geschichte „Nur einmal“ von Tanja Heitmann. Der Protagonist bleib ungreifbar, seine Motive wurden nicht deutlich und die Naivität der Protagonistin fand ich erschreckend. Auch das Ende ließ mich mehr ratlos als zufrieden zurück.

Thematisch interessant fand ich zwar „Ein halber Sommer lang“ von Maike Stein, dass im frühen geteilten Berlin spielt und sich um eine lesbische Liebe dreht. Doch die Charaktere, der Dialekt und das eingeflochtene Thema Fußball haben mich einfach nicht packen können. Der Schreibstil passt zwar in die Zeit, zu der die Geschichte spielt, war für mich aber leider unmodern und langatmig.

Mit 15 € ist das schmale Büchlein nicht gerade preiswert. Trotzdem möchte ich es euch ans Herz legen, wenn ihr melancholische Geschichten mögt, die euch für jeweils eine halbe Stunde in eine andere Welt entführen und dabei genauso atmosphärisch sind wie ein ganzer Roman. Wer die Möglichkeit hat, das Buch auszuleihen oder es geschenkt zu bekommen, der sollte nicht lange zögern.

4 Sterne
Insgesamt vergebe ich 4 Sterne.

fazit

„#herzleer“ beinhaltet acht melancholische Geschichten, die sich mit den verschiedenen Enden einer junge Liebe auseinandersetzen. Allein schon wegen der drei Highlights „Herz-Pogo“, „Herzspieß“ und „Erdbeermond“ hat sich dieses Buch einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und meinem Bücherregal erobert. Mit 15 € zählt das 220-Seiten umfassende Hardcover zwar nicht gerade zu den Schnäppchen, dennoch lohnt sich die Investition. Ich habe nicht nur vielversprechende Autorinnen kennengerlernt, sondern auch echten Herzschmerz verspürt. Bitte mehr davon!

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Tipp: Schaut euch unbedingt auch Charleens Traumbibliotheks Rezension zum Buch an!

Rezension zu „Überall bist du“ von Gerhild Stoltenberg

überall
Autorin: Gerhild Stoltenberg

Veröffentlicht am: 11.04.2017

Verlag: Atlantik

Genre: Gegenwartsliteratur

Umfang: 272 Seiten

Preis: 20,00 € (gebunden)

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die-autorin

Gerhild Stoltenberg, geboren 1979 in Hamburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Überall bist duist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Quelle

inhalt
Wenn Martha geahnt hätte, dass Tom vom einen auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwinden würde, hätte sie ihn nachts geweckt, statt ihn nur anzuschauen. Sie wäre mit Tom nur U-Bahn statt Fahrrad gefahren, dann gäbe es in der Stadt jetzt weniger Orte, die sie mit ihm verbindet. Und sie hätte versucht, viel weniger mit ihm zu erleben, damit die Liste der Dinge, die sie so sehr an ihn erinnern, jetzt nicht so lang ist. Zum Glück gibt es den fünfjährigen Oskar und seine Brüder, die ihr die unausgesprochenen Gesetze des Spielplatzes erklären und mit denen sie unbeschwerte Sommertage im Freibad verbringt. Doch wenn der Liebeskummer so schlimm wird, dass nicht mal Winnie Puuh-Pflaster helfen, weiß selbst der sehr weise Oskar nicht mehr weiter. Martha muss sich eingestehen, dass sie nicht die besten Ideen hat, um über Tom hinwegzukommen, und entscheidet kurzerhand, alles hinter sich zu lassen.

meine-meinung
Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, dachte ich sofort: „Das ist was für mich!“ Ich mag melancholische Bücher und auch Liebeskummer ist ein Thema, über das ich gerne lese. Der tolle Buchtitel hat sein übriges getan, um mich zu überzeugen. Vielen Dank an den Atlantik-Verlag für das Rezensionsexemplar und die tollen Goodies!

Doch so gut alles im Vorfeld klang – diese Geschichte ist ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte.
Martha ist Anfang dreißig und lebt ein eintöniges Leben, in dem sie so gut wie alles von ihren älteren Geschwistern geerbt hat: ihren langweiligen Listenjob, ihre kleine Wohnung und sogar die beste Freundin, die früher mit ihrem Bruder zusammen war. Ihren Namen erfahren wir erst in der Mitte des Buches, was eine Distanz zu der Ich-Erzählerin aufbaut.

Das Buch beginnt in Belgrad, wohin Martha Hals über Kopf geflüchtet ist. Wie und warum es soweit gekommen ist, erzählt sie detailliert von Anfang an.
Als ihre vermeintlich große Liebe Tom sie verlässt, bricht für Martha eine Welt zusammen, hätte sie doch schwören können, dass die beiden füreinander bestimmt sind und ihre Liebe ewig hält. All die kleinen Warnsignale, die im Vorfeld der Trennung aufgetaucht sind, hat sie übersehen. Nun schleppt sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben und trauert um ihre verlorene Liebe. Nichts kann sie tun oder ansehen, ohne an ihren Verlust erinnert zu werden. Ein Gang durch ihre Heimatstadt wird zum Spießrutenlauf der Erinnerungen.
Erst als sie auf das alternde Model Stella und ihre vier Kinder trifft und spontan einen Job als Kindermädchen annimmt, kehrt die Sonne in ihr Leben zurück. Die Passagen, in denen sich die unbeholfene Martha um die altkluge Rasselbande gekümmert hat, haben mir am besten gefallen. Vor allem der 5-jährige Oskar hat sich mit seiner liebenswert-oberlehrerhaften Art direkt in mein Herzen geschlichen. Auch wenn Martha mit Kindern vorher nicht viel zu tun hatte, werden die fünf schnell zu einem eingespielten Team. Die Kinder bringen ein Stück weit Lebensfreude in Marthas tristen Alltag zurück. Doch das kleine Glück hält nicht lange – nach einer Weile wird der Kummer wieder übermächtig.

Die Autorin hat einen angenehmen, leicht poetischen, aber auch anspruchsvollen Schreibstil. Verschachtelte Sätze sind keine Seltenheit in diesem besonderen Debütroman. Dennoch liest sich das Buch wunderbar flüssig. Gerade der außergewöhnliche Stil fesselt den Leser.

Leider empfand ich die Passagen ohne die Kinder als langatmig. Vor allem die letzten Kapitel, die wieder in Belgrad spielen, haben sich sehr in die Länge gezogen. Auch wenn der Schluss überzeugend und konsequent war, hätte ich mir am Ende vielleicht noch eine Aussprache oder einen eindeutigeren Abschluss für Martha gewünscht.
Leider fürchte ich, dass außer den zauberhaften Kids nicht viel von diesem Buch bei mir hängen bleiben wird. Trotzdem wünsche ich der Geschichte zahlreiche Leser/innen.

3_1_2 Sterne
Für „Überall bist du“ vergebe ich 3,5 Sterne

fazit
„Überall bist du“ ist ein melancholischer Roman über die Trauer und das Verlassenwerden. Obwohl Martha sich alle Mühe gibt, will ihre Liebe einfach nicht enden. Dieser besondere Roman besticht durch einen anspruchsvollen, wunderbaren Schreibstil und liebenswerte Nebenfiguren. Leider empfand ich den Anfangs- und Endteil als sehr langwierig, trotzdem wünsche ich der Geschichte viele Leser.

Rezension zu „Ein geschenkter Anfang“ von Lorraine Fouchet

geschenkter anfang
Autorin: Lorraine Fouchet

Erschienen am: 17.03.2017

Verlag: Atlantik

Genre: Familienroman

Umfang: 368 Seiten

Preis: 20 € (gebunden), 15,99 € (E-Book), 19,99 € (Hörbuch)

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die-autorin

Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von Ein geschenkter Anfang.

inhalt

»Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens – Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

meine-meinung

Dieses wundervolle Buch habe ich bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle!

Ein geschenkter Anfang ist mein erstes Buch aus dem Atlantik-Verlag, aber es wird bestimmt nicht das letzte sein. Unter dem unscheinbaren Schutzumschlag verbirgt sich eine berührende und ganz besondere Familiengeschichte, die darauf wartet, entdeckt zu werden.

Lou, Mittelpunkt der Familie, liebende Mutter, Ehefrau und Großmutter, ist tot. Mit nur Ende fünfzig erliegt sie der tückischen Krankheit Alzheimer, die ihr nach und nach ihre Erinnerungen und ihren Lebenswillen nahm. Sie hinterlässt ihren Mann Jo, Kardiologe im Ruhestunde, ihre zwei Kinder Cyrian und Sarah, sowie die Enkeltöchter Pomme und Charlotte.
Lou und ihr Mann leben auf Groix, einer kleinen Insel vor der französischen Küste, auf der jeder jeden kennt und immer etwas los ist. Mit ihrer liebenswürdigen und mütterlichen Art hat sie die Familie stets zusammengehalten und doch war ihr klar, dass ihre Kinder nicht glücklich waren. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und lebt vor sich hin. Die Beziehung der Kinder zu ihrem Workaholic-Vater Jo ist schwierig. Nach Lous Tod droht die Familie zu zerbrechen. Um das zu verhindern, überträgt Lou ihrem Mann eine Aufgabe, die er in zwei Monaten lösen soll. Als Belohnung erhält er einen letzten Brief seiner großen Liebe.

Die Geschichte wird einer zarten, leicht poetischen Sprache erzählt. In kurzen Kapiteln kommen über einen Zeitraum von zwei Monaten alle wichtigen Personen zu Wort und schildern die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Auch die weniger wichtigen Nebenfiguren erhalten eine Stimme und vermitteln so ein rundum gelungenes Bild um Jo und seine Bemühungen, an den letzten Brief seiner Frau zu gelangen.
Obwohl Lou gestorben ist, steht sie noch lange im Mittelpunkt der Gespräche und Gedanken ihrer Lieben. Auch sie bringt ihre Gefühle zum Ausdruck, vom „Ort, an den wir alle einmal gehen“.

Die Geschichte spielt um die Zeit vor und nach Weihnachten. Gerade jetzt ist es besonders schwer für Jo, den Verlust seiner geliebten Frau zu verkraften. Doch er setzt alles daran, ihre letzte Aufgabe zu erfüllen und seine Kinder wieder glücklich zu sehen.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Mädchen Pomme und Charlotte (10 und 9 Jahre alt). Die ungleichen Halbschwestern lernen erst langsam, was es heißt, eine Familie zu sein und füreinander einzustehen.

Durch die wundervolle Sprache und einige dramatische Ereignisse fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Gleichzeitig habe ich mir gewünscht, dass es noch lange nicht zu Ende ist.

5 Sterne
Für dieses wundervolle Buch gibt es von mir volle fünf Sterne.

fazit
Ein geschenkter Anfang von Lorraine Fouchet ist die berührende Geschichte um die verstorbene Lou und ihren Plan, ihre Familie nach ihrem Tod wieder zusammenzuführen. In einer zarten, leicht poetischen Sprache wird der Leser auf die Insel Groix entführt und von ihrer rauen Schönheit verzaubert. Durch zahlreiche Perspektivwechsel und dramatische Entwicklungen fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Hier wartet eine ganz besondere, sehr berührende Familiengeschichte auf euch! Unbedingt lesen!

 

 

 

 

Rezension zu „Überlieben in 10 Schritten“ von Rachel McIntyre

uberlieben-in-10-schritten
Autorin: Rachel McIntyre

Erschienen am: 18.01.2017

Verlag: Magellan

Genre: Jugendbuch

Umfang: 304 Seiten

Preis: 17,00 € (gebunden)

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die-autorin

Rachel McIntyre ist in einem Haus voller Bücher aufgewachsen und ihre Leidenschaft für Sprache gibt sie nun als Lehrerin weiter. Sie weiß, dass Jugendliche gute Geschichten lieben – Geschichten, die ihnen dabei helfen, mit den täglichen Herausforderungen ihres Lebens umzugehen. Rachel McIntyre lebt in Nordengland. Nach Sternschnuppenstunden ist Überlieben in 10 Schritten ihr zweiter Roman.

inhalt

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …

meine-meinung
Ich habe das Buch im Rahmen einer Buchverlosung auf Lovelybooks gewonnen. Vielen Dank an den Magellan-Verlag und Lovelybooks für den Gewinn!

Nachdem ihr langjähriger Freund und ihre einzig wahre Liebe Matt mit seiner Mutter nach Spanien gezogen ist, hat Daisy genug vom Trübsal-Blasen. Ein Neuanfang muss her. Daisy will weg von ihrer alten Schule, wo sie alles an die gemeinsame Zeit mit Matt erinnert. Sie freut sich auf das College und das damit verbundene, aufregende Studentenleben. Von Jungs hat sie die Nase voll und von ihrem alten Leben sowieso.
Doch am College angekommen, stellt sie schnell fest, dass die schöne, heile Welt aus den Hochglanzprospekten so gar nicht der Realität entspricht: Cliquenbildung, Zickenkrieg, langweilige Schulstunden – alles genau wie vorher. Nur sie steht ohne ihre Freundinnen da und muss sich an den neuen Alltag gewöhnen. Als dann auch noch der filmstarmäßig gutaussehende Toby in ihrem Kurs auftaucht und sich ausgerechnet für sie interessiert, steht Daisys Welt plötzlich Kopf.

Daisy ist eine wahnsinnig tolle Protagonistin. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ein sehr lockeres Mundwerk. Über ihre eigensinnigen Wortkreationen musste ich mehr als einmal herzhaft lachen. Der Roman quilt schier über vor herrlich schrägem und pechschwarzem Humor, Sarkasmus und flotten Sprüchen. Da haben die beiden Übersetzerinnen ganze Arbeit geleistet. So liebe ich das!
Inmitten ihres behüteten Elternhauses, der Hochzeitsagentur ihrer noch immer schwer verliebten Eltern und ihrer beiden besten Freundinnen, hat Daisy alles, was sie braucht – bis auf Matt, der ihr immer noch schrecklich fehlt. Da kommt Toby gerade recht. Ein Date oder zwei können ja nicht schaden. Immerhin hat ihr Ex auch schon längst eine bildschöne neue Freundin. Warum also nicht die Vergangenheit für ein paar Stunden vergessen? Doch Toby will mehr von Daisy. Innerhalb kurzer Zeit fährt er die schweren Beziehungsgeschütze auf und weicht kaum mehr von ihrer Seite. Blind vor Glück sieht Daisy nicht, dass ihr neuer Schwarm nicht nur gute Seiten hat. Wird sie sich voll und ganz auf ihn einlassen? Oder rennt Daisy am Ende in ihr Verderben?

Neben der lockeren Liebesgeschichte, die sich rasant entwickelt, spielen auch Werte wie Freundschaft und Familienzusammenhalt eine wichtige Rolle in diesem Buch. Vor allem die enge Bindung zwischen den drei Freundinnen und ihre 10 „goldenen Regeln“ für alle Lebenslagen fand ich super.
Alle Charaktere waren liebevoll ausgearbeitet und man schließt sie schnell ins Herz.
Durch den herrlichen Humor und viele unvorhergesehene Wendungen wird die Geschichte nie langweilig. Die knapp 300 Seiten fliegen vobei wie nix. Neben dem absolut hochwertigen Print finde ich vor allem die Umschlag- und Buchdeckelgestaltung sehr süß. Dieses Buch spricht einfach alle Sinne an!

Was anfangs als locker-witziges Jugendbuch daherkommt, offenbart schnell seine Stärken: ernste Themen, gut verpackt in einer leichten Sprache, und ein offenes Ende ganz nach meinem Geschmack haben dieses Buch zu einem tollen Lesegenuss für mich gemacht. Überlieben in 10 Schritten war mein erstes Buch aus dem Magellan-Verlag, aber es wird definitiv nicht das letzte sein!

5 Sterne
Für dieses wunderbare Buch vergebe ich 5 Sterne.

fazit
Überlieben in 10 Schritten ist ein Jugendbuch ganz nach meinem Geschmack. Die ausgeflippte Protagonistin Daisy, die ihr Herz auf der Zunge trägt und dem Liebeskummer den Kampf ansagt, hat mich wunderbar unterhalten. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere, spannende Wendungen und die humorvolle Sprache haben dieses Buch zu einem echten Pageturner gemacht. Ein ganz besonderes Buch – von innen und von außen. Ein absoluter Geheimtipp.