Rezension zu „Cinderellas Prinzessin“ von Annie Laine

Cinderellas Prinzessin

Autorin: Annie Laine
Veröffentlicht am: 28.09.2017
Verlag: Moments
Genre: Liebesroman / Lesbian Romance / Moderne Märchenadaption
Umfang: 280 Seiten
Preis: 12,95 € (Taschenbuch), 3,99 € (E-Book)
Mehr Infos hier.

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Annie Laine wurde im schönen Osthessen geboren. Nach dem Realschulabschluss führt sie ihr Leben zunächst in ganz verschiedene Richtungen. Sie schließt eine Ausbildung ab und arbeitet ein halbes Jahr auf der Kanareninsel Teneriffa, findet aber nicht ihre Passion darin. Das zieht sie schließlich zurück zu den Büchern.
Während sie tagsüber Buchhandel/Verlagswirtschaft studiert, verbringt sie ihre Nächte mit dem Schreiben eigener Texte und betreibt einen erfolgreichen Bücherblog.

Hier finden Sie Annie Laines Facebook-Präsenz: https://www.facebook.com/AnnieLaineAutorin
Außerdem ist dies die offizielle Website der Autorin: https://www.annielaineautorin.com

Bücher der Autorin:
– Romina. Tochter der Liebe (Carlsen Dark Diamonds – 28. Juli 2017)
– Love like a Fairytale 1 – Cinderellas Prinzessin (Moments Verlag – 7. September 2017)
– Love like a Fairytale 2 – Rapunzels Märchen (Moments Verlag – 4. Januar 2018)

inhalt

Charleen ist die reichste Tochter der Stadt. Die Prinzessin des millionenschweren Hoteliers steht ständig im Rampenlicht und unterliegt dem Druck, perfekt sein zu müssen, denn schließlich muss der Ruf ihrer Familie gewahrt werden.

Bei Ashley sieht das ganz anders aus. Sie hat drei Jobs und schmeißt mit ihren neunzehn Jahren den Haushalt ihrer Familie. Freizeit und Schlaf kommen dabei zu kurz, aber sie nimmt es in Kauf, um irgendwann ihrer kleinen Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen und aus dem desolaten Haushalt verschwinden zu können.

Als die beiden auf dem Ball zu Charleens Geburtstag aufeinandertreffen, ahnen sie noch nicht, dass sich diese folgenschwere Begegnung fast wie im Märchen von Cinderella entwickelt.

meine-meinung

Nachdem mir bereits der Debütroman der Autorin („Romina – Tochter der Liebe“) gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf „Cinderellas Prinzessin“. Das wunderschöne Cover lässt bereits erahnen, was den Leser erwartet. Märchenadaptionen stehe ich zwar etwas kritisch gegenüber, da es aber hier keinerlei Fantasy gibt, sondern sich um eine realistische Liebesgeschichte handelt, konnte ich guten Gewissens zugreifen.

Der Schreibstil der Autorin ist schön locker, leicht und flüssig. Vor allem die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil erinnerte mich ein wenig an den von Jennifer Wolf, die ich auch sehr mag. Wer also z. B. die Jahreszeiten-Reihe mochte, wird sicherlich auch dieses Buch lieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen – Ashley und Charleen – erzählt. Beide Mädchen sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich konnte mit ihnen mitfiebern. So unterschiedlich sie auf den ersten Blick auch wirken, so toll passen sie zueinander. Da sie sich erst mit ihrer neuentdeckten Homosexualität auseinandersetzen müssen, verfolgt man die Entwicklung ihrer zarten Liebe mit Spannung. Doch das große Glück wartet nicht an der nächsten Ecke auf sie – beide müssen sich erst gegen widrige Umstände behaupten. Dabei erhalten sie zum Glück Hilfe. Auch die Nebencharaktere, die eine entscheidende Rolle beim Happy End spielen, fand ich toll. Natürlich gibt es in der Geschichte auch die „Bösen“. Hier kommen sie in Form eines alkoholkranken, gewalttätigen Vaters und eines egoistischen superreichen Schnösels daher. Die damit verbundenen Konflikte bringen die richtige Würze in die Geschichte.

Die Story konnte mich absolut überzeugen. Bis zum Ende habe ich mit Charlie und Ash mitgefiebert und das Happy End herbei gesehnt. Wer modernen Märchenadaptionen gegenüber aufgeschlossen ist, sollte sich diese zarte Lovestory nicht entgehen lassen.

4 Sterne

Von mir gibt es vier Sterne.

fazit

„Cinderellas Prinzessin“ ist eine absolut gelungene Märchenadaption, die Leserherzen höher schlagen lässt. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten. Obwohl ich kein allzu großer Fan von LGBT-Büchern bin, kann ich diese hier wärmstens weiterempfehlen, denn es ist eben so viel mehr als nur eine lesbische Liebesgeschichte.

Rezension zu „Begin Again“ von Mona Kasten

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Autorin: Mona Kasten

Veröffentlicht am: 14.10.2016

Veröffentlicht bei: Lyx

Genre: New Adult

Umfang: 496 Seiten (inkl. Leseprobe zu Trust Again)

Preis: 12,00 € (broschiert)

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

Inhalt:

Er stellt die Regeln auf – sie bricht jede einzelne davon. 

Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …

Meine Meinung:

Dieses Buch war im Oktober in aller Munde – und auf alles Social Media Plattformen anzutreffen. Auch ich war sehr gespannt auf Mona Kastens Verlagsdebüt und konnte es nicht abwarten, das Buch in der Hand zu halten.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht, denn die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Monas angenehmer Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.
Allie gefiel mir als Protagonistin richtig gut. Sie weiß, was sie will und tut alles dafür, um es zu bekommen. Kaden geht sie anfangs aus dem Weg. Ich fand es toll, dass sie keine dieser weichgespülten Romanheldinnen war, die sofort zerfließen, wenn sie den Mann ihrer Träume sehen und plötzlich keinen anderen Lebensinhalt mehr haben, als Bad Boy Nummer 145. Doch leider wandelt sich Allie zum Ende hin und lässt sich Dinge gefallen, die für mich persönlich unentschuldbar wären. Egal, wie sehr man in jemanden verliebt ist, niemand sollte sich so behandeln lassen.
Kaden empfand ich einerseits zwar als klischeehaft beschrieben, andererseits hat mich seine mürrische Art gut unterhalten. Anfangs behandelt er Allie richtig scheiße und man möchte ihn am liebsten dafür hassen, aber man kann es nicht. Für seine guten Seiten möchte man ihn küssen, aber am Ende hat er sich für meinen Geschmack zu viel geleistet, was unverzeihlich ist. Dennoch lieben wir Bad Boys, oder etwa nicht?

Warum Allie nach Woodshill gezogen ist und sich neu erfunden hat, wird erst langsam im Laufe der Geschichte klar. Somit bleibt die Spannung erhalten. Als Kaden daraufhin jedoch total austickt und wieder anfängt, sich wie ein Arsch zu benehmen, konnte ich seine Gründe dafür nicht vollends nachvollziehen. Sein Motiv war mir nicht stark genug und hat mich leider nicht überzeugt.

Richtig gut gefallen haben mir die Dialoge. Sie waren authentisch, teilweise witzig und immer auf den Punkt gebracht. Würde ich nur die Dialoge bewerten, gäbe es sofort volle Punktzahl. Sie waren aus dem Leben gegriffen und haben der Geschichte Pepp verliehen, wenn ausufernde Beschreibungen und Gedankengänge manchmal zu viel des Gutes waren.Ab der Mitte des Buches fiel es mir leider etwas schwerer, am Ball zu bleiben. Da hat mir die Spannung gefehlt. Trotzdem lies es sich gut und flüssig lesen.

Ein klarer Pluspunkt sind die sympathischen Nebencharaktere, die Allie und Kaden als Freunde haben. In den folgenden Bänden wird es mit einigen von ihnen weitergehen. Ob ich diese Bände auch lesen werde, weiß ich aber noch nicht.

Begin Again zählt zum Genre New Adult und natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden. Mich hat die Story stark an Colleen Hoovers Ugly Love erinnert. Wer dieses Buch mochte, wird hier also gut aufgehoben sein.
Insgesamt hat mir Begin Again, trotz einiger Längen und des wechselhaften Verhaltens der Charaktere, gut gefallen. Von mir gibt es solide 4 Sterne.

4 Sterne

Fazit:

Mit Begin Again ist Mona Kasten ein überzeugender und gefühlvoller New-Adult-Roman gelungen, der auch in die Tiefe geht. Neben der eigentlichen Liebesgeschichte haben mir besonders die lebensechten Dialoge und die sympathischen Nebenfiguren gefallen. Ob die Story überzeugt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann das Buch allen Fans des Genres empfehlen.

Rezension zu „Was auch immer geschieht“ von Bianca Iosivoni

Was auch immer geschieht

Autorin: Bianca Iosivoni

Erscheinungsdatum: 01.07.2016

Veröffentlicht bei: Lyx

Genre: New Adult

Umfang: 332 Seiten

Preis: 6,99 € (E-Book) bzw. 10 € (Taschenbuch, erscheint am 11.11.2016)

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Die Autorin:

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Quelle

Inhalt:

Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr Vater bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben gekommen – einem Unfall, an dem Keith die Schuld trug. Callie konnte ihrem Stiefbruder nie verzeihen. Noch heute leidet sie unter den Erinnerungen an das schreckliche Ereignis. Doch als sie für den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester in das Haus ihrer Stiefmutter zurückkehrt, begegnet sie Keith zum ersten Mal nach all den Jahren wieder. Sofort flammen ihre Wut und ihr Hass auf ihn auf. Aber auch die gefährlichen Gefühle, die Keith schon damals in ihr ausgelöst hat …

Meine Meinung:

Die guten Bewertungen dieses New-Adult-Romans haben mich neugierig gemacht. Ich habe mich gefreut, als das E-Book über Netgalley zur Verfügung stand und nicht lange gezögert. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar.

Kurz zum Inhalt: Die Protagonistin Callie muss einen schweren Schicksalsschlag überwinden, mit dem sich auseinanderzusetzen sie in den letzten Jahren völlig verdrängt hat. Auch ihr Highschool-Schwarm und Stiefbruder Keith war sieben Jahre lang aus ihrem Leben und ihren Gedanken verschwunden, bis sie ihm am Flughafen begegnet und zunächst nicht wiedererkennt. Sofort sprühen die Funken zwischen Callie und dem attraktiven Unbekannten, doch als sich herausstellt, dass es Keith ist, der ebenfalls den Sommer über nach Hause zurückgekehrt ist, fährt Callie ihre Scheuklappen wieder hoch und schaltet sofort in den Verdrängungs- und Hassmodus. Ihre Devise lautet: bloß nicht mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern alles schön unter den Teppich kehren. Lieber hält sie an den Erinnerungen an ihren Vater fest und studiert ihm zuliebe sogar Medizin, obwohl das Studium sie aufzehrt und nicht glücklich macht.

Callie ist nicht so eine weichgespülte Protagonistin, wie man sie in manchen NA-Romanen findet, sondern geht ihren eigenen Weg und kann auch ganz schön stur sein. Sie hat in ihrem jungen Leben bereits ihre zwei Elternteile verloren und leidet noch immer sehr darunter. Ihre Schwester Holly und ihre Stiefmutter Stella bedeuten ihr alles.

Keith kommt zunächst wie der typische Badboy rüber: verdammt gut aussehend, immer ein überhebliches Grinsen im Gesicht, mit einer gehörigen Portion Arroganz ausgestattet und natürlich kein Kind von Traurigkeit. Dennoch liegt mehr unter seiner harten Schale und auch er kämpft mit den Geistern der Vergangenheit. Er ist ein vielschichtiger Protagonist, den ich von Anfang an mochte, mehr sogar als Callie.

Zwischen den beiden sprühen die Funken und sie haben große Mühe, sich voneinander fernzuhalten. Denn obwohl Callie sich irgendwann eingestehen muss, dass ihre kleine Schwärmerei für Keith viel mehr ist, quälen sie zwei Probleme:
1. Er ist Schuld am Tod ihres Vaters und das kann sie ihm niemals verzeihen
2. Er ist ihr Stiefbruder und ihre Gefühle füreinander haben in diesem Quasi-Verwandtschaftsverhältnis nichts zu suchen.

Bianca Iosivoni hat einen tollen, bildhaften Schreibstil. Ich habe es richtig genossen, ihre Worte in mich aufzunehmen und habe das Buch wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen sehen. Bitte mehr davon!
Am besten haben mir die Dialoge gefallen. Die sind auf den Punkt gebracht und unglaublich gut gelungen. Treffende Dialoge zu schreiben ist eine Kunst, die nicht jeder Autor beherrscht. Hier stimmt einfach alles, es gab keine Ausschweifungen und auch keine Knappheiten.
Geschichten über Stiefgeschwister scheinen gerade wieder in zu sein, trotzdem ist dieses Buch etwas anderes und bietet noch mehr Tiefgründigkeit, als nur das eine Problem: Stiefbruder und Stiefschwester verlieben sich verbotenerweise ineinander. Die gesamte Handlung mit all ihren Wendungen und allen Nebenfiguren, die zum Verlauf beigetragen haben, hat mir sehr gut gefallen.

Kritisieren muss ich leider das komplette zweite Drittel des Buches, das sich für mein Empfinden endlos gezogen hat. Callie verliert sich in ihren Gedanken und stellt sich immer wieder die gleichen Fragen. Der innere Monolog hat so sehr überhandgenommen, dass diese ständigen Wiederholungen meine Lesefreude drastisch geschmälert haben. Ich empfand die ganze Story im zweiten Drittel als viel zu sehr in die Länge gezogen. Das hat dazu geführt, dass ich das Buch zwischenzeitlich abgebrochen und ein anderes gelesen habe, was ich sonst so gut wie nie tue. Wäre dieser lange, unspannende Part nicht gewesen, würde meine Bewertung besser ausfallen. Wirklich schade.

Dafür hat mir die Geschichte ab ca. 80% wieder gefallen. Das Ende empfand ich als gut gelungen und mitreißend gestaltet. Sprachlich hat die Autorin hier noch mal alles herausgeholt und mich sehr gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Das hätte ich vorher nicht mehr für möglich gehalten.

Für den Epilog dagegen hätte ich gewünscht, dass er zu einem späteren Zeitpunkt einsetzt, weil er für meinen Geschmack noch zu viele Fragen offen lässt. Sicher ist es so gewollt, dass der Neubeginn im Vordergrund steht und das finde ich auch vollkommen in Ordnung, nur leider habe ich mich viele Dinge gefragt, die nicht (mehr) geklärt werden, obwohl sie vorher angeschnitten wurden.

3_1_2 Sterne

Fazit:

„Was auch immer geschieht“ ist eine insgesamt gut gelungene New-Adult-Geschichte, die positiv aus dem sehr überladenen Genre heraussticht. Der leichte, bildhaft schöne Schreibstil und die sympathischen Charaktere haben mir gut gefallen. Leider gab es innerhalb der Geschichte viele Längen und für meinen Geschmack zu viel inneren Monolog, die meine Lesefreude über einen längeren Zeitraum drastisch geschmälert haben. Trotz dieser kleinen Schwächen hat mich das Ende versöhnt. Wenn ihr gefühlvolle New-Adult-Stories mit Tiefgang sucht, solltet ihr hier zugreifen.