Buchvorstellung: Cinderellas Prinzessin von Annie Laine

Ihr Lieben,

da ich mit dem Lesen momentan nicht so richtig hinterherkomme, möchte ich eine neue Kategorie etablieren und euch Neuerscheinungen vorstellen, die ich interessant finde und selbst bald lesen möchte.

Beginnen wir heute mit dieser märchenhaften Lesbian-Romance:

Cinderellas Prinzessin
Inhalt:

Charleen
ist die reichste Tochter der Stadt. Die Prinzessin des millionenschweren Hoteliers steht ständig im Rampenlicht und unterliegt dem Druck, perfekt sein zu müssen, denn schließlich muss der Ruf ihrer Familie gewahrt werden.

Bei Ashley sieht das ganz anders aus. Sie hat drei Jobs und schmeißt mit ihren neunzehn Jahren den Haushalt ihrer Familie. Freizeit und Schlaf kommen dabei zu kurz, aber sie nimmt es in Kauf, um irgendwann ihrer kleinen Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen und aus dem desolaten Haushalt verschwinden zu können.

Als die beiden auf dem Ball zu Charleens Geburtstag aufeinandertreffen, ahnen sie noch nicht, dass sich diese folgenschwere Begegnung fast wie im Märchen von Cinderella entwickelt.

Das E-Book ist momentan für 3,99 € erhältlich. Die Printvariante folgt demnächst.

Rezension zu „Mondprinzessin“ von Ava Reed

mondprinzessin

Autorin: Ava Reed

Erschien am: 01.10.2016

Verlag: Drachenmondverlag

Genre: Romantasy

Umfang: 252 Seiten

Preis: 3,99 € E-Book, 12 € Taschenbuch

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die-autorin

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen bestanden hat. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten und liebt es in ihre eigenen Welten abtauchen zu können. Quelle

inhalt

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

meine-meinung

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, die Mondprinzessin am Stand des Drachenmondverlages zu kaufen. Obwohl nicht jedes Fantasybuch mein Ding ist, war ich sehr neugierig auf die Geschichte. Von Ava Reed habe ich bisher For Good gelesen, was mir insgesamt gut gefallen hat.

Die Geschichte ist ein modernes Märchen: Ein junges Mädchen, das aus ärmlichen Verhältnissen stammt und scheinbar eine Waise ist, erfährt, dass sie eine Prinzessin ist, ihre Eltern noch am Leben sind und sie eine wichtige Aufgabe erfüllen soll. Der tapfere Mondkrieger Juri steht an ihrer Seite und hilft ihr dabei, sich in der fremden Welt Menua zurechtzufinden. Die Ideen, die im Roman aufgegriffen werden, haben mir durchweg gut gefallen. Ich konnte mir den Palast und Lynns neues Zuhause bildlich vorstellen und war ganz fasziniert von der unbekannten Welt auf dem Mond.

Lynn ist eine tolle Protagonistin: frech, ehrlich, ein wenig verunsichert anfangs, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und weiß, was richtig ist. Für ihre Eltern und ihr zukünftiges Königreich würde sie alles tun, selbst wenn es bedeutet, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss. Sie ist so ziemlich die Anti-Prinzessin: liebt es, zu kämpfen, hasst dafür Kleider und kennt sich nicht mit der Etikette aus. Ihr Schutzgeist ist die putzige Waschbärdame Tia, die mir den ein oder anderen Awww-Moment beschert hat.

Juri mochte ich auch sehr gerne. Er ist ein toller Mann und der perfekte Partner für Lynn, aber ihre Liebe darf nicht sein. Trotzdem verzehrt er sich nach ihr und würde alles für sie tun, sogar seine Pflichten als Mondkrieger verletzen und mit Lynn durchbrennen.

Leider fiel mir der Eintstieg in das Buch nicht so leicht. Bis zur Hälfte der Geschichte musste ich mich selbst dazu motivieren, dranzubleiben, aber ich wurde belohnt, als sich die zarte Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn langsam entwickelt hat.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lynns und Juris Sicht erzählt, wobei Lynns Perspektive den Hauptteil des Buches ausmacht. Jedem Kapitel ist ein kleines Zitat vorangestellt. Im Buch finden sich etliche schöne Grafiken und Zeichnungen wieder, wie man es schon vom Drachenmondverlag gewohnt ist. Die Bücher sind alle mit viel Liebe zum Detail gestaltet und das wissen die zahlreichen Fans und Leser auch zu schätzen.

Dass das Ende bei vielen Leserinnen für Unstimmigkeiten sorgte, wusste ich bereits. Generell muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber warum diese Geschichte ausgerechnet so ausgehen musste, hat sich mir leider auch nicht ganz erschlossen. Trotzdem hat es seine Wirkung natürlich nicht verfehlt und mich mit schwerem Herzen zurückgelassen.

4 Sterne

Für die Mondprinzessin vergebe ich vier Sterne.

fazit

Mondprinzessin von Ava Reed ist ein modernes, kurzweiliges Märchen, das mit tollen Protagonisten und einem fantasievollen Setting zu überzeugen weiß. Viele schöne Ideen wurden hier umgesetzt und laden zum Träumen ein. Die zarte und verbotene Liebe zwischen Juri und Lynn hat mich in ihren Bann gezogen und traurig zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Rezension zu „Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

gottertochter

Autorin: Jennifer Wolf

Veröffentlicht am: 06.10.2016

Verlag: Impress

Genre: Märchen / Romantasy

Reihe:

Geschichten der Jahreszeiten:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten
Spin-Off: Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten

Umfang: 246 Seiten

Format: E-Book only

Preis: 3,99 €

Mehr Infos hier

die-autorin

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

inhalt

Liora Vivian Götterkind ist eine direkte Nachfahrin der Jahreszeitengötter. Doch so schön es auch ist, einen Frühlingsgott zum Vater zu haben, der zur Aufmunterung Tausende Blumen um einen herum wachsen lässt, oder mit den Sommerkräften seiner Mutter den Wind und das Licht beeinflussen zu können, manchmal fühlt sich Liora als einziges Götterkind auf Erden ziemlich einsam. Dabei schließen sie die anderen Mädchen nicht nur aus Neid auf ihre Herkunft aus, sondern vor allem deswegen, weil sie mit Niklas Tagwind befreundet ist, dem absoluten Schulschwarm. Jeder denkt, dass die beiden über kurz oder lang ein Paar werden würden, doch Lioras Herz schlägt für jemand anderen. Jemanden, den gerade sie als Götterkind nicht lieben darf…

meine-meinung

Zum Abschluss der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe habe ich mich sehr auf Götterkind gefreut. Allein das tolle Cover hat mir richtig große Lust aufs Lesen gemacht.
Nachdem schon einige Wochen vergangen waren, seitdem ich Tagwind gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass es mir schwer fiel, die vielen Charaktere und Verwandtschaftsbeziehungen auf die Reihe zu kriegen. Deshalb mein Tipp: Lest diese tolle Reihe am besten am Stück.

Jennifer Wolf hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um ihre vielen Fans aus Hemera zu verabschieden. Liora, die Tochter des Frühlingsgottes Aviv und der neuen Sommergöttin Ilea, wird es nicht leicht gemacht, ihre große Liebe zu erobern. Der Weg dorthin ist mit vielen Hindernissen gespickt, die ein Happy End lange Zeit erschweren. Dieser Mix aus Drama und Romantik ist es, für den die Geschichten der Jahreszeiten stehen und den ich so sehr liebe. Man lacht, liebt und leidet gemeinsam mit der Protagonistin bis zum Schluss.

Besonders gut hat mir Lioras Familiengeschichte gefallen. Sie wächst als älteste von fünf Geschwistern bei ihren beiden Vätern, dem ehemaligen Sommergott Sol und seinem Auserwählten Yannis, auf. Die Liebe und Fürsorge innerhalb dieser wundervollen Patchworkfamilie ist auf jeder Seite spürbar und kommt sogar noch besser zur Geltung als im Vorgängerband Tagwind. Sol und Yannis sind so ein tolles Paar, das für ihre Liebe und ihr Glück gekämpft hat – genauso, wie Liora es jetzt tun muss.

Im Buch werden noch andere aktuellen Themen aufgegriffen und in die märchenhafte Welt Hemeras hineingewoben. Dabei steht die Familie in all ihren Facetten im Vordergrund, einmal als glückliches Vorzeigebeispiel und einmal als das genaue Gegenteil davon.

Das Ende war für mein Geschmack etwas zu happy und kitschig. Doch so muss es als Abschluss dieser tollen Reihe wahrscheinlich sein, um den vielen Fans gerecht zu werden. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein kleines Wiedersehen mit alten Bekannten.

Für Göttertochter vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

fazit

Mit „Göttertochter“ ist Jennifer Wolf ein wundervoller, runder Abschlussband ihrer erfolgreichen Jahreszeiten-Reihe gelungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleiten wir Liora bei ihrem Kampf um die Liebe und verabschieden uns gleichzeitig aus der märchenhaften Welt von Hemera.
Für mich ist die Reihe ein Must-Read, deshalb kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

Rezension zu „Tagwind – der Bewahrer der Jahreszeiten“

Tagwind
Autorin: Jennifer Wolf

Erscheinungsdatum: 02.06.2016

Veröffentlicht bei: Impress

Genre: Liebe / Märchen

Reihe: Die Geschichten der Jahreszeiten

Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten

Spin-Off: Götterkind – Die Tochter der Jahreszeiten (ab Oktober 2016)

Umfang: ca. 244 Seiten

Preis: 3,99 € (E-Book)

Mehr Infos: hier

Die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Quelle

Inhalt:

Yannis Tagwind zählt nicht nur zu den attraktivsten Junggesellen Hemeras, sondern ist auch mit Abstand der warmherzigste und liebenswerteste Mann, der jemals unter der Göttin Gaia gelebt hat. Mit einer bewundernswerten Fürsorglichkeit kümmert er sich neben seinen Geschwistern auch um das jüngste Götterkind der Jahreszeiten und würde sofort sein Leben für seine Familie geben. Während diese darauf hofft, dass er sich bald eine Frau sucht, gehört sein Herz jedoch jemandem, den er nicht lieben darf. Nicht nur trennen die beiden ganze Welten an gelebter Zeit, auch ist die Person dafür bekannt, niemandem jemals ihre Liebe geschenkt zu haben. Doch Yannis könnte den Lauf der gesamten Erdengeschichte ändern…

Meine Meinung:

Bereits am Ende von „Nachtblüte“ hat sich angedeutet, worum es in „Tagwind“ gehen wird und wer Sols Herz erobern soll. Lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich den finalen Band überhaupt lesen soll, da diese Art von Liebesgeschichte eigentlich nicht meinen Geschmack trifft. Am Ende bin ich sehr froh darüber, das Buch gelesen zu haben. Warum? Lest selbst:

Die vierte und letzte Band der Geschichten der Jahreszeiten von Jennifer Wolf konnte mich wieder von Anfang an in seinen Bann ziehen. Der märchenhaft schöne Schreibstil beschreibt die Welt von Hemera so wunderbar, dass ich mich fühlte, als wäre ich dort. Ich konnte mir alle Schauplätze bildlich vorstellen und habe jeden einzelnen Charakter lieb gewonnen.

Im Vorgänger entscheidet sich der Sommergott Sol auf der Erde zu bleiben, um seiner Enkelin Ilea die Möglichkeit zu geben, mit ihrer großen Liebe, dem Frühlingsgott Aviv, in Gaias Welt glücklich zu werden. Das Leben als Mensch ist neu für ihn und auch seine Gefühle, die in eine Richtung gehen, mit der er niemals gerechnet hätte, verwirren ihn anfangs.
Wie in den ersten drei Bänden der Reihe muss auch in „Tagwind“ um die Liebe gekämpft werden. Nichts wird den Liebenden geschenkt und es gibt viele dramatische Szenen und Konflikte, die dem Leser sehr ans Herz gehen. Das Leid und Unglück der Protagonisten ist dabei richtig spürbar und ich musste auch einige Tränchen verdrücken.

Die Botschaft, die im Vordergrund der Geschichte steht, könnte leider nicht aktueller sein: Jede Liebe ist heilig. Obwohl „Tagwind“ in einer fantastischen Welt spielt, hat die Autorin es geschafft, die Konflikte und Ängste, die mit dieser außergewöhnlichen Liebesgeschichte verbunden sind, greifbar und authentisch darzustellen. Die Liebe zwischen Sol und demjenigen, nach dem sein Herz sich sehnt, könnte nicht tiefer, sehnsüchtiger und reiner sein und doch ist sie stets von Zweifeln, Neid und Missgunst begleitet.
Auch der Wert der Familie spielt eine große Rolle im Buch. Wer selbst Kinder hat oder aus einer großen Familie kommt, wird sich im turbulenten Geschehen des Hauses Tagwind sicher wie Zuhause fühlen.

Ich würde euch empfehlen, zuerst die Vorgängerbände „Morgentau“, „Abendsonne“ und „Nachtblüte“ zu lesen, bevor ihr „Tagwind“ zur Hand nehmt. Da ich mit einigen der vielen Namen durcheinander gekommen bin, würde ich euch außerdem dazu raten, die vier Geschichten direkt nacheinander zu lesen. Ein E-Bundle mit allen vier Bänden ist bereits erhältlich auch die Taschenbuchausgaben werden, aufgrund des großen Erfolges der Reihe, nach und nach erscheinen. Zu meiner großen Freude wird es außerdem ein Spin-Off mit dem Titel „Götterkind“ geben, das am 06.10.2016 erscheinen soll. So fällt der Abschied aus Hemera doch gleich viel leichter.
Einen kleinen Kritikpunkt muss ich für einige falsch gesetzte oder fehlende Kommas aussprechen, die den Lesefluss leider erschweren.
Ansonsten ist „Tagwind“ für mich nach dem Reihenauftakt „Morgentau“ der beste Band der Reihe.

Für diese wundervolle Geschichte vergebe ich 4,5 Sterne.

4 1_2 Sterne

Fazit:

Auch der letzte Band um die Jahreszeitengötter konnte mich voll und ganz überzeugen. Der wunderschöne Schreibstil versetzt den Leser in die Welt Hemeras, wo es diesmal um die Liebe des Sommergottes Sol zu kämpfen gilt. Selten habe ich eine so zarte, reine und intensive Liebesgeschichte gelesen.
Lasst euch diese märchenhafte Reihe nicht entgehen und haltet die Taschentücher bereit.

 

Rezension zu „Zorn und Morgenröte“ von Renée Ahdieh

Zorn und Morgenröte
Autorin: Renée Ahdieh

Erscheinungdatum: 12.02.2016

Veröffentlicht bei: One

Genre: Jugendbuch / Märchen

Umfang: 397 Seiten

Band 1 einer Reihe

Preis: 16, 99 €

Mehr Infos hier

Die Autorin:

Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern. Mit Zorn und Morgenröte legt sie ihren ersten Roman vor, zu dem es eine Fortsetzung geben wird, der im Mai 2016 auf Englisch erschienen ist. Quelle

Inhalt:

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein … Und doch werden sie magisch voneinander angezogen …
Meine Meinung:

Normalerweise ist das nicht unbedingt die Art von Buch, die ich gerne lese. Die begeisterte Rezi von Inka auf Lese-Liebe.com (klick) hat mich dann aber doch überzeugt, das Buch für die Bibliothek zu bestellen und jetzt endlich zu lesen.

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir der Einstieg in die Geschichte äußerst schwer gefallen ist. Ein- oder zweimal habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, das Buch wieder abzubrechen. Vor allem mit den vielen ähnlich klingenden, orientalischen Namen bin ich (leider bis zum Schluss) oft durcheinander gekommen. Ein Personenverzeichnis, zusätzlich zum Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden, hätte dem Buch nicht geschadet.
Nachdem ich aber einmal am Ball geblieben bin, wurde ich positiv überrascht. Die Geschichte entwickelt sich zügig und macht geradezu süchtig. Nach der Hälfte konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen.

Vor allem die Liebesgeschichte um die stolze, furchtlose Sharzad und den missverstandenen, gequälten Chalid hat mich vollends überzeugt. Die beiden werden sehr jung verheiratet, Sharzad kommt mit der Absicht in den Palast, den Kalifen zu töten, um den Mord an ihrer besten Freundin Shiva zu rächen. Dabei scheint ihr Leben so gut wie verwirkt. Doch je besser sich die beiden kennen lernen, auch wenn sie versuchen, nichts von sich preiszugeben, desto stärker wird das Band zwischen ihnen. Selten habe ich eine so zarte, intensive und schöne Liebesgeschichte gelesen.
Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Vieles steht ihnen im Weg und so gibt es neben dem häuptsächlichen Erzählstrang noch mehrere Ebenen, die von Sharzads Jugendliebe Tarik, ihrem Kindheitsfreund Rahim und ihrem Vater handeln, die ihre eigenen Umsturzpläne hegen. Mehr als einmal ist Sharzads Leben in Gefahr.

Die Sprache ist einzigartig. Dieses Buch lässt sich nicht nebenbei lesen, es erfordert volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum mir der Einstieg so schwer gefallen ist. Wenn man sich aber einmal darauf eingelassen hat, wird man mit einer wunderschönen, poetischen Sprache belohnt, die den Leser in die Tiefen des Orients zieht und nicht mehr loslässt. Farben, Gerüche, Kleidung, Speisen werden so lebendig beschrieben, als befände man sich auf einem orientalischen Markt. Ich konnte alles bildlich vor mir sehen und habe diese wunderbare Erzählkunst auf jeder Seite genossen.

Die Geschichte endet in einem furiosen Finale, in dem alles drunter und drüber geht. Zum Schluss gibt es einen Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.
Dieses Buch ist ein ganz besonderer Schatz und verdient vier Sterne.

4 SterneFazit:

Ein orientalischer Traum, der Märchen wahr werden lässt. Die tiefe, widerwillige Liebesgeschichte und der poetisch-schöne Schreibstil machen das Buch zu einem außergewöhnlichen Schatz, der ganz viele begeisterte Leser verdient.

Rezension zu „Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

Nachtblüte

Autorin: Jennifer Wolf

Erschienen am: 04.02.2016

Veröffentlicht bei: Impress

Genre: Jugendbuch / Fantasy / Liebe

Reihe: Geschichten der Jahreszeiten, Band 3:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten,
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten

Umfang: ca. 259 Seiten

Preis: 3,99 € (E-Book)

Mehr Infos hier.


Die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle


Inhalt:

Ilea Sola Sommerkind ist eine Jahreszeitentochter. Sie kann Licht brechen und eine warme Brise herbeirufen. Wenn sie ihre Sommerkräfte einsetzt, verwandelt sich ihr sonst brünettes Haar in ein strahlendes Blond. Sie ist nicht das einzige Jahreszeitenkind, seit die Göttin Gaia ihren Söhnen erlaubt hat, sich unter die Menschen zu mischen, und dennoch ist sie etwas Besonderes, denn nur sie stammt von Sommer ab. Und so ist ihr Heim auch dasjenige, das sich der Sommergott diesmal für seinen Aufenthalt ausgesucht hat. Doch als er dabei schwer verunglückt, muss sie einen weiteren Gott beherbergen: Aviv, den Frühling. Den einzigen Jahreszeitengott, der seit fünfhundert Jahren den Frauen entsagt und die Erde gemieden hat…


Meine Meinung:

Im Vergleich zu den beiden Vorgängerbänden gibt es bei „Nachtblüte“ einige Änderungen, die mich positiv überrascht haben.

Die Geschichte wird dieses Mal aus verschiedenen Sichtweisen erzählt: der Frühlingsgott Aviv und die Enkelin des Sommergottes Sol – Ilea – kommen abwechselnd zu Wort. Diese neue Erzählperspektive hat mir besonders gut gefallen, weil der Leser die Geschehnisse diesmal nicht nur aus der Sicht der „Auserwählten“ wiedergegeben werden. Aviv ist ein toller Charakter und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn durch seine eigenen Gedanken näher kennenzulernen. Die Autorin hat es geschafft, dass ich alle drei bisher „abgearbeiteten“ Götter gleich gerne mag. Nach Nevis dachte ich ja eigentlich, besser geht’s nicht, aber Pustekuchen. Zuerst hat Jesien mein Herz zum Schmelzen gebracht und jetzt auch noch Aviv – ich wäre eine schreckliche Auserwählte gewesen, ich hätte sie einfach alle genommen 😀

Das Konzept der Auswahl fällt ab Band 3 auch weg, so wie es schon im Epilog von „Abendsonne“ angekündigt wurde. Ich bin sehr gespannt, was sich die Autorin für das große Finale einfallen lassen hat. Ohne zu viel verraten zu wollen, hat es mich doch ein wenig gewundert, dass sie schon in diesem Band auf Sols Liebesgeschichte eingegangen ist. Ob sich Band vier wieder um eines der „Götterkinder“ dreht? Ich lasse mich überraschen.

Die Geschichte an sich ist wie immer märchenhaft schön. Ich mag die tolle Schreibweise der Autorin sehr, da gibt es nicht viel Überraschendes im Vergleich zu den beiden Vorgängern. Woran sie bei dieser Geschichte jedenfalls nicht gespart hat, war der Humor. Viele Witze, Wortgefechte und lustige Bemerkungen fallen – manchmal auch auf Kosten anderer. Für meinen Geschmack war es fast ein bisschen viel Herumgewitzel.

Den Plot fand ich teilweise etwas verwirrend. Im Prolog wird ein großes, scheinbar allumfassendes Problem aufgeworfen, das den Verlauf der Geschichte stark lenkt. Das Wieso und Warum dahinter wurde aber total weggelassen – oder habe ich da was verpasst? Ich hatte den Eindruck, dass der Grund für den ganzen Ärger nur kurz angeschnitten wurde, so nach dem Motto „das ist halt so“ und das hat mir leider überhaupt nicht als aussagekräftiges Argument gereicht.

Bereits bekannte Charaktere aus den ersten beiden Bänden tauchen in „Nachtblüte“ wieder auf und haben einen überraschenden Gastauftritt. Zwar habe ich mich darüber gefreut, aber trotzdem waren es mir dann teilweise zu viele Menschen für das Geschehen.

Natürlich kommt auch die Liebe, die den Kern der Geschichte bildet, nicht zu kurz. Die Szenen zwischen Ilea und Aviv haben mir ganz besonders gefallen und ich hätte mir gerne noch mehr davon gewünscht. Der Leser ist es schon gewohnt, dass das Ende zwar irgendwie gut ausgeht, aber doch anders als erwartet und vielleicht auch etwas unbefriedigend ist. So ist es auch bei Nachtblüte, dennoch bin ich mit dem Ausgang der Geschichte mehr als zufrieden. Einfach gestrickte Happy Ends mochte ich noch nie besonders gerne. Ich bin wirklich gespannt, wie es in Band 4 weitergeht und ob es am Ende für alle Paare doch eine andere Lösung gibt.

Was mir ein wenig gefehlt hat, war der spannende Cliffhanger am Ende. Mit „Abendsonne“ hat die Autorin mich richtig neugierig auf „Nachtblüte“ gemacht, aber das fehlt hier völlig. Ich hätte mir diesen kleinen Appetithappen bis zur Veröffentlichung des letzten Bandes gewünscht.

Ansonsten habe ich nichts auszusetzen. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird auch von „Nachtblüte“ nicht enttäuscht sein. Von mir gibt es vier Sterne für diese schöne Jahreszeitengeschichte rund um den Frühlingsgott Aviv und das Sommerkind Ilea.

4 Sterne
Fazit:

Tolle Fortsetzung der Jahreszeitengeschichten. Wieder anders als erwartet, wieder gut geschrieben. Große Gefühle wechseln sich diesmal mit viel Humor ab. Diese märchenhafte und romantische Reihe muss man gelesen haben.

[E-Book] Rezension zu „Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

abendsonne
Autorin: Jennifer Wolf

Reihe: Geschichten der Jahreszeiten, Band 2

Erscheinungsdatum: 02.07.2015

Veröffentlicht bei: Impress

Genre: Fantasy, Liebe

Umfang: 1781 KB

Preis: 3,99 €

Printausgabe: Ab Herbst 2016 erhältlich

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

Inhalt:

Niemals hätte sich Dahlia träumen lassen, dass sie einst zu den Auserwählten der Jahreszeiten gehören könnte. Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört sie nicht in die Nähe von Göttern, sondern aufs Feld, wo sie von klein auf Lavendelblüten pflückt und ihre Familie unterstützt. Aber die Anweisung der Göttin Gaia hätte klarer nicht sein können: Dieses Mal soll ein Mädchen aus Hemera zu ihren vier Söhnen geschickt werden und sich ein Jahrhundert lang an einen von ihnen binden. Sollte Daliah die Auserwählte werden, für wen würde sie sich entscheiden? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?

Meine Meinung:

Ich bin immer noch total begeistert von der Grundidee dieser außergewöhnlichen Reihe. Lange habe ich darauf gewartet, endlich „Abendsonne“ lesen zu können – und wurde nicht enttäuscht.
Dahlia Evangeline Abendsonne ist eine Protagonistin, die sich angenehm sturköpfig in dieser märchenhaften Welt durchsetzt. Als Bauerstochter hat sie ihren eigenen Kopf und sagt, was sie denkt. Ein schöner Kontrast zu den braven Hüterinnen aus Band eins.
Ich möchte gar nicht so viel verraten, denn sonst würde ich vermutlich nur spoilern. Wenn ihr „Morgentau“ kennt, ist es ja quasi schon Pflicht, „Abendsonne“ zu lesen. Solltet ihr diese tolle Reihe noch gar nicht kennen und fantastische Romantik mögen, dann greift zu!
Die zweite Jahreszeitengeschichte hat mir in ihrer Entwicklung besonders gut gefallen, denn es passieren viele Dinge, als ich ganz anders erwartet hätte und das hat mich positiv überrascht. Natürlich fehlt es auch nicht an einer gehörigen Portion Dramatik. In dieser Reihe gibt es keine Liebe ohne Schmerz, Verlust und Sehnsucht. Genau so, wie ich es mag! Ich kann verstehen, wenn viele Leserinnen berichten, dass sie zu Taschentüchern greifen mussten. Der Ausgang der Geschichte ist der Autorin auch hier wieder sehr gut gelungen – anders als erwartet, aber genauso toll wie in Band eins.
Leider muss ich aber, wie bei „Morgentau“, wieder die fehlerhafte Zeichensetzung und etliche Flüchtigkeitsrechtschreibfehler kritisieren. Auch viele Brüche innerhalb der Kapitel kamen für mich teilweise zu abrupt. Da hätten die Übergänge zwischen zwei Zeitspannen ruhig etwas fließender und ausgedehnter ausfallen können. Leider kam es mir gegen Ende so vor, dass die Geschichte schnell fertig erzählt werden sollte und darunter hat dann die Qualität etwas gelitten.
Insgesamt hat mir „Abendsonne“ jedoch wieder sehr gut gefallen, aber leider nicht ganz so gut wie „Morgentau“. Doch das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung „Nachtblüte“, die schon am 04.02.2016 erscheint und bereits auf meinem Kindle vorbestellt ist.
Für diese wundervoll märchenhaft-romantische Geschichte mit kleinen oberflächlichen Schönheitsfehlerchen vergebe ich vier Sterne und spreche für die gesamte Reihe eine absolute Leseempfehlung aus.

4 SterneFazit:

Gelungene Fortsetzung von „Morgentau“. Diese romantische Fantasyreihe ist wirklich etwas ganz Besonderes und verdient ganz viele begeisterte Leserinnen.