Rezension zu „Romina – Tochter der Liebe“ von Annie Laine

Romina
Autorin: Annie Laine
Erscheinungsdatum: 28.07.2017
Veröffentlicht bei: Dark Diamonds
Genre: Romantasy
Umfang: 395 Seiten
Preis: 4,99 € (E-Book only)
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Annie Laine wurde im schönen Osthessen geboren. Nach dem Realschulabschluss führt sie ihr Leben zunächst in ganz verschiedene Richtungen. Sie schließt eine Ausbildung ab und arbeitet ein halbes Jahr auf der Kanareninsel Teneriffa, findet aber nicht ihre Passion darin. Das zieht sie schließlich zurück zu den Büchern. Während sie tagsüber Buchhandel/Verlagswirtschaft studiert, verbringt sie ihre Nächte mit dem Schreiben eigener Texte und betreibt einen Bücherblog.  Quelle

inhalt

Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen

Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann…
meine-meinung

Als die 18-jährige Romina, Tochter des Liebesgottes Eros, vom Olymp auf die Erde verbannt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Ganz auf sich allein gestellt muss sie sich in einer Welt zurechtfinden, die ihr fremd ist. Zum Glück trifft sie Devin, den liebevollen und attraktiven Studenten, der sie spontan bei sich aufnimmt und auf den Spitznamen „Romy“ tauft.
Während Romina verzweifelt nach einer Möglichkeit sucht, um zurück nach Hause gehen zu können und endlich eine richtige Göttin zu werden, entwickelt Devin Gefühle für seinen ungewöhnlichen Gast. Es dauert nicht lange, bis er begreift, dass er kein gewöhnliches Mädchen bei sich aufgenommen hat, sondern eine stolze, wenn auch etwas verpeilte Halbgöttin.

Der Debütroman von Annie Laine verbindet die griechische Mythologie mit einer modernen, zuckersüßen Lovestory. Das ist ein wirklich spannender Mix. Dabei bleibt der Heldin wirklich nichts erspart: sie wird hintergangen, belogen, mit falschen Hoffnungen gelockt und obendrein muss sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben mit ihren eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht, als auf den Olymp zurückzukehren, begreift Romy langsam, was es heißt, zu lieben. Egal, wie sehr sie sich gegen ihre eigenen Gefühle wehrt, gegen die Kraft der Liebe ist auch eine Liebesgöttin machtlos.

Die Geschichte spielt im Winter in Toledo, einer Stadt im Osten der USA. Romys Schicksal ist eng an diesen Ort gebunden. Und auch Devins Weg hat ihn nicht zufällig nach Toledo geführt. Während langsam alle Fäden dort zusammenlaufen, beginnt Romina im Laufe der Geschichte zu verstehen, dass ihr Lebensweg schon lange vor ihrer Geburt von den Schicksalsgöttinnen geplant wurde. Nichtmal der Tod ihrer Mutter kann an ihrer Bestimmung etwas ändern.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und frisch. Die knapp 400 Seiten lassen sich recht schnell weglesen. Besonders gut haben mir die Dialoge und der Humor in der Geschichte gefallen. Auch an Dramatik wird, vor allem in den letzten Kapiteln, nicht gespart. Die Geschichte besticht durch viele liebevolle Details und Überlegungen. So fand ich z. B. Romys Liebespfeile sehr interessant und auch die Beschreibung des Olymp hat mir sehr gut gefallen. Man spürt, wie viel Herzblut die Autorin in ihr Erstlingswerk gesteckt hat.

Ein paar kleine Ungereimtheiten sind mir beim Lesen aufgefallen, aber die fallen nicht ins Gewicht. Insgesamt ist die Geschichte sehr gut durchdacht und überrascht den Leser an der ein oder anderen Stelle durch unvorhergesehene Wendungen.
Rominas und Devins Geschichte zu verfolgen, auch wenn sie an manchen Stellen für meinen Geschmack etwas zu süß oder zu sprunghaft war, hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Für mich hat dieses Buch alles, was einen gelungenen Debütroman ausmacht.

4 1_2 Sterne
Von mir gibt es 4,5 Sterne.

fazit

„Romina – Tochter der Liebe“ verbindet die griechische Mythologie mit einer jugendlich-süßen Lovestory. Während die Heldin der Geschichte alles versucht, um ihren rechtmäßigen Platz im Olymp zurückerobern, muss sie bald feststellen, dass sie gegen ihre eigenen Gefühle nicht ankommt. Ihre Liebe, ihr Leben und ihr Schicksal sind ihr seit langer Zeit vorherbestimmt. Es macht großen Spaß Romina auf ihrem Weg zum Glück zu begleiten.

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Rezension zu „Pearl – Liebe macht sterblich“ von Julie Heiland

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Autorin: Julie Heiland
Erscheinungsdatum: 24.05.2017
Verlag: Fischer Jugendbuch
Genre: Jugendbuch / Liebe / Fantasy
Umfang: 352 Seiten
Preis: 16,99 € (gebunden)
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die-autorin

Julie Heiland hat Journalistik studiert. Parallel dazu hat sie eine Schauspiel- und Rhetorikausbildung absolviert und schon in einigen Fernsehfilmen mitgespielt. Julie Heiland ist 1991 geboren und lebt in der Nähe von München. Nach der Trilogie »Bannwald«, »Blutwald« und »Sternenwald« ist »Pearl« ihr vierter Roman. Quelle

inhalt

Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben.

„Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?

meine-meinung
Nachdem mir die Bannwald-Trilogie der Autorin so wahnsinnig gut gefallen hat, war schnell klar, dass ich auch „Pearl“ unbedingt lesen musste.

Die Grundidee hat mich sofort angesprochen: Pearl ist 200 Jahre alt. Sie starb als junge Erwachsene, bevor sie Liebe erfahren hat. Seither ist sie dazu verdammt, ewig zu leben – bis sie die wahre Liebe findet. Doch das ist nicht so einfach. Küsst sie den Falschen, entzieht sie ihm seine Gefühle und verdammt ihn dazu, sein Leben ohne Glück und Liebe fortzusetzen. Aus diesem Grund werden die Suchenden gejagt. Weil sie selbst ein kurzweiliges Glücksgefühl aus diesem Gefühlsraub ziehen können, stellen sie eine Bedrohung für die Menschheit dar und sollen auf barbarische Weise aus dem Weg geschafft werden.
Dabei wünscht sich Pearl nichts sehnlicher, als diese unstillbare Sehnsucht endlich hinter sich zu lassen und erlöst zu werden – oder zu sterben.

Gemeinsam mit ihren Freunden Damien und Alexa lebt sie seit 3 Jahren in Venedig und sucht dort nach der wahren Liebe. Der Schauplatz wird so lebendig und detailliert beschrieben, als wäre man dort. Obwohl die Stadt mich eigentlich nicht reizt, habe ich mich in den engen Gassen, den prunkvollen Palazzi und auf den zahlreichen Wasserstraßen sofort wohl gefühlt. Hier ist der Autorin eine richtig tolle Umgebungsbeschreibung gelungen. Man taucht ein in diese ungewöhnliche Stadt und möchte nicht mehr gehen.

Als Pearl auf Noah trifft, spürt sie zum ersten Mal in ihrem langen Leben so etwas wie Glück. Doch Noah birgt ein Geheimnis. Er ist gefährlich und undurchschaubar. Außerdem arbeitet er mit einem Mann namens Hubertus zusammen, der Pearl und ihren Freunden nach dem Leben trachtet.
Die Geschichte wird vorwiegend aus Pearls Sicht erzählt. Aber auch Hubertus kommt in kurzen Kapiteleinschüben zu Wort. Er ist der typische böse Gegenspieler, während Pearl das nicht ganz so typische „Gute“ in der Geschichte verkörpert. Obwohl Hubertus‘ Verhalten nicht besonders überraschend war, konnte ich es doch durch seine tragische Hintergrundgeschichte nachvollziehen.

Im Zentrum der Geschichte steht die Sehnsucht nach der einen, großen Liebe. Mir gefällt die Vorstellung, dass zwei Menschen ausschließlich füreinander geschaffen sind. Der romantische Aspekt kommt hier definitiv nicht zu kurz und lässt die Herzen der Leser/innen höher schlagen.
Auch die Idee der Suchenden und ihre jeweiligen Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Ich habe die Szenen beim Lesen wie in einem Film vor meinem inneren Auge ablaufen sehen und könnte mir das Buch sehr gut verfilmt vorstellen.

Julie Heilands Schreibstil ist jugendlich und flüssig. Obwohl das Buch für mich leider einige Längen aufwies, wollte ich stets wissen, wie es weitergeht. Vor allem gegen Ende spitzen sich die Geschehnisse noch einmal auf dramatische Weise zu.
Dennoch muss ich sagen, dass mir der Schreibstil in der Bannwald-Trilogie noch besser gefallen hat. Er war weniger jugendlich, ich empfand ihn sogar als poetischer. Natürlich spielt Pearl in einer ganz anderen Welt, doch in diesem Punkt war ich leider etwas enttäuscht bzw. hatte vielleicht einfach zu viel erwartet. Nichtsdestotrotz gehört Julie Heiland für mich jetzt schon zu den besten deutschen (Nachwuchs)-Romantasy-Autorinnen und ich bin sehr gespannt, was sie als Nächstes schreibt.

4 SterneVon mir gibt es vier Sterne.

fazit

„Pearl“ ist ein toller romantischer Fantasyroman, der mich vor allem durch die Grundidee der Suchenden und ihrer Geschichte und das wundervolle Setting im Herzen Venedigs überzeugt hat. Große Gefühle treffen auf Spannung und unvorhersehbare Wendungen. Trotz kleinerer Längen im Mittelteil ist das Buch für mich ein wahrer Lesegenuss gewesen. Allen Romantikern da draußen wärmstens empfohlen.

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Rezension zu „SnowFyre – Elfe aus Eis“ von Amy Erin Thyndal

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Autorin: Amy Erin Thyndal

Veröffentlicht am: 25.11.2016

Verlag: Dark Diamonds

Genre: Romantasy

Umfang: 316 Seiten

Preis: 4,99 € (E-Book only)

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die-autorin

Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen Studium, Sport, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe – ob in ihren Büchern oder in der echten Welt. Quelle

inhalt

Wie Feuer und Eis

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

meine-meinung

Ich habe das E-Book bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Auf die Geschichte aufmerksam geworden bin ich über die Facebook-Seite des neu gegründeten Carlsen-Imprints Dark Diamonds. Der neue Digitalverlag steht für erwachsenere und düstere Fantasy als sein Schwestern-Imprint Impress.

Dieses E-Book hat ein traumhaftes Äußeres bekommen, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Da hat der Grafiker ganze Arbeit geleistet. Ich wünsche mir viel mehr davon auf dem E-Book-Markt!

Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fyre und Ciel. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft, sie sind Erwählte und damit vom Schicksal füreinander vorbestimmt. Doch in Fyres Vergangenheit sind viele Dinge passiert, die ihr Herz zu Eis gefroren haben. Ciel hat sie bitter enttäuscht und ihr Herz gebrochen, seitdem trägt sie eine Maske zur Schau, die ihre wahren Gefühle verbirgt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren zunächst nicht ganz klar sind. Am meisten kommt Fyre zu Wort. Als Elfe ist ihr ein langes Leben beschieden, doch sie verhält sich ihrem jugendlichen Alter von 19 Jahren entsprechend. Ich denke, dass sich vor allem Leserinnen in diesem Alter für die Geschichte begeistern können. Nach außen hin gibt Fyre sich abgeklärt und emotionslos, doch wenn sie erzählt, beweist sie auch viel Humor und noch mehr Gefühl.
Der Schreibstil hat mir, vor allem am Anfang, gut gefallen. Er wird der märchenhaften Kulisse und dem fantastischen Setting gerecht. Leider haben mich im Verlauf der Geschichte einige Dialoge gestört, die zwar zum jungen Alter der Protagonistin passen, aber für meinen Geschmack schöner formuliert hätten sein können.
Neben Fyre kommt auch Ciel zu Wort, außerdem die Fee Luna und ihre Geisterkatze Skye. Letztere hat vor allem gegen Ende für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Bei ihr waren die humorigen Szenen gut aufgehoben, an anderer Stelle hätte ich mir weniger davon gewünscht.

Die Geschichte wimmelt nur so von tollen Ideen. Sei es die Rolle der Tiere und ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Besitzern oder die Bedeutung der Rosen auf Fyres Haut – all diese kleinen liebevollen Details machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Geschichte selbst fällt für mich eindeutig in den Romantasy-Bereich, mit einigen genreübergreifenden Elementen, z. B. bei der Aufklärung von Verbrechen im Elfenreich. Langweilig wurde mir beim Lesen jedenfalls nicht, aber atemlose Spannung und der unbedingte Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht, kamen leider auch nicht auf.

Nachdem ich von der Philosophie des neu gegründeten Verlags-Imprints erfahren hatte, hätte ich mir allerdings etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Die Liebesgeschichte bleibt sehr unschuldig, innere Monologe wiederholten sich dafür tausendfach und es gab mehr als genug Hin und Her zwischen Fyres Kopf und ihrem Herzen. Das wurde mir mit der Zeit wirklich viel zu viel.
Ein paar düstere Anklänge gab es, aber auch da hätte es ruhig mehr sein können.
So bleibt die Geschichte am Ende ein netter Ausflug in die Romantasy-Welt für mich, bei dem meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt werden konnten.

3_1_2 Sterne
Von mir bekommt SnowFyre – Elfe aus Eis deshalb 3,5 Sterne.

fazit

Fans von Romantasy-Romanen werden bei Snowfyre gut aufgehoben sein. Dieses optisch wunderschön verpackte E-Book besticht durch viele tolle Ideen und Liebe zum Detail. Die sehr jugendlich agierende Protagonistin Fyre muss man mögen, mit dem ewigen Hin und Her in Bezug auf ihre Gefühle zu ihrem Erwählten Ciel bin ich leider nicht gut klar gekommen. Dafür hat mich der tolle Schreibstil größtenteils überzeugen können und der gut platzierte Humor hat für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.

Rezension zu „Mondprinzessin“ von Ava Reed

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Autorin: Ava Reed

Erschien am: 01.10.2016

Verlag: Drachenmondverlag

Genre: Romantasy

Umfang: 252 Seiten

Preis: 3,99 € E-Book, 12 € Taschenbuch

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die-autorin

Ava Reed lebt gemeinsam mit ihrem Freund im schönen Frankfurt am Main, wo sie gerade ihr Lehramtsexamen bestanden hat. Zur Entspannung liest sie ein gutes Buch oder geht mit ihrer Kamera durch die Stadt. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt und während des Studiums endlich ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Mit »Spiegelsplitter« verfasste sie ihren ersten eigenen Roman. Mittlerweile arbeitet sie an zahlreichen romantisch-fantastischen Geschichten und liebt es in ihre eigenen Welten abtauchen zu können. Quelle

inhalt

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm…

meine-meinung

Auf der Frankfurter Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, die Mondprinzessin am Stand des Drachenmondverlages zu kaufen. Obwohl nicht jedes Fantasybuch mein Ding ist, war ich sehr neugierig auf die Geschichte. Von Ava Reed habe ich bisher For Good gelesen, was mir insgesamt gut gefallen hat.

Die Geschichte ist ein modernes Märchen: Ein junges Mädchen, das aus ärmlichen Verhältnissen stammt und scheinbar eine Waise ist, erfährt, dass sie eine Prinzessin ist, ihre Eltern noch am Leben sind und sie eine wichtige Aufgabe erfüllen soll. Der tapfere Mondkrieger Juri steht an ihrer Seite und hilft ihr dabei, sich in der fremden Welt Menua zurechtzufinden. Die Ideen, die im Roman aufgegriffen werden, haben mir durchweg gut gefallen. Ich konnte mir den Palast und Lynns neues Zuhause bildlich vorstellen und war ganz fasziniert von der unbekannten Welt auf dem Mond.

Lynn ist eine tolle Protagonistin: frech, ehrlich, ein wenig verunsichert anfangs, aber sie hat das Herz am rechten Fleck und weiß, was richtig ist. Für ihre Eltern und ihr zukünftiges Königreich würde sie alles tun, selbst wenn es bedeutet, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken muss. Sie ist so ziemlich die Anti-Prinzessin: liebt es, zu kämpfen, hasst dafür Kleider und kennt sich nicht mit der Etikette aus. Ihr Schutzgeist ist die putzige Waschbärdame Tia, die mir den ein oder anderen Awww-Moment beschert hat.

Juri mochte ich auch sehr gerne. Er ist ein toller Mann und der perfekte Partner für Lynn, aber ihre Liebe darf nicht sein. Trotzdem verzehrt er sich nach ihr und würde alles für sie tun, sogar seine Pflichten als Mondkrieger verletzen und mit Lynn durchbrennen.

Leider fiel mir der Eintstieg in das Buch nicht so leicht. Bis zur Hälfte der Geschichte musste ich mich selbst dazu motivieren, dranzubleiben, aber ich wurde belohnt, als sich die zarte Liebesgeschichte zwischen Juri und Lynn langsam entwickelt hat.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Lynns und Juris Sicht erzählt, wobei Lynns Perspektive den Hauptteil des Buches ausmacht. Jedem Kapitel ist ein kleines Zitat vorangestellt. Im Buch finden sich etliche schöne Grafiken und Zeichnungen wieder, wie man es schon vom Drachenmondverlag gewohnt ist. Die Bücher sind alle mit viel Liebe zum Detail gestaltet und das wissen die zahlreichen Fans und Leser auch zu schätzen.

Dass das Ende bei vielen Leserinnen für Unstimmigkeiten sorgte, wusste ich bereits. Generell muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein, aber warum diese Geschichte ausgerechnet so ausgehen musste, hat sich mir leider auch nicht ganz erschlossen. Trotzdem hat es seine Wirkung natürlich nicht verfehlt und mich mit schwerem Herzen zurückgelassen.

4 Sterne

Für die Mondprinzessin vergebe ich vier Sterne.

fazit

Mondprinzessin von Ava Reed ist ein modernes, kurzweiliges Märchen, das mit tollen Protagonisten und einem fantasievollen Setting zu überzeugen weiß. Viele schöne Ideen wurden hier umgesetzt und laden zum Träumen ein. Die zarte und verbotene Liebe zwischen Juri und Lynn hat mich in ihren Bann gezogen und traurig zurückgelassen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Rezension zu „Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

gottertochter

Autorin: Jennifer Wolf

Veröffentlicht am: 06.10.2016

Verlag: Impress

Genre: Märchen / Romantasy

Reihe:

Geschichten der Jahreszeiten:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten
Spin-Off: Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten

Umfang: 246 Seiten

Format: E-Book only

Preis: 3,99 €

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die-autorin

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

inhalt

Liora Vivian Götterkind ist eine direkte Nachfahrin der Jahreszeitengötter. Doch so schön es auch ist, einen Frühlingsgott zum Vater zu haben, der zur Aufmunterung Tausende Blumen um einen herum wachsen lässt, oder mit den Sommerkräften seiner Mutter den Wind und das Licht beeinflussen zu können, manchmal fühlt sich Liora als einziges Götterkind auf Erden ziemlich einsam. Dabei schließen sie die anderen Mädchen nicht nur aus Neid auf ihre Herkunft aus, sondern vor allem deswegen, weil sie mit Niklas Tagwind befreundet ist, dem absoluten Schulschwarm. Jeder denkt, dass die beiden über kurz oder lang ein Paar werden würden, doch Lioras Herz schlägt für jemand anderen. Jemanden, den gerade sie als Götterkind nicht lieben darf…

meine-meinung

Zum Abschluss der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe habe ich mich sehr auf Götterkind gefreut. Allein das tolle Cover hat mir richtig große Lust aufs Lesen gemacht.
Nachdem schon einige Wochen vergangen waren, seitdem ich Tagwind gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass es mir schwer fiel, die vielen Charaktere und Verwandtschaftsbeziehungen auf die Reihe zu kriegen. Deshalb mein Tipp: Lest diese tolle Reihe am besten am Stück.

Jennifer Wolf hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um ihre vielen Fans aus Hemera zu verabschieden. Liora, die Tochter des Frühlingsgottes Aviv und der neuen Sommergöttin Ilea, wird es nicht leicht gemacht, ihre große Liebe zu erobern. Der Weg dorthin ist mit vielen Hindernissen gespickt, die ein Happy End lange Zeit erschweren. Dieser Mix aus Drama und Romantik ist es, für den die Geschichten der Jahreszeiten stehen und den ich so sehr liebe. Man lacht, liebt und leidet gemeinsam mit der Protagonistin bis zum Schluss.

Besonders gut hat mir Lioras Familiengeschichte gefallen. Sie wächst als älteste von fünf Geschwistern bei ihren beiden Vätern, dem ehemaligen Sommergott Sol und seinem Auserwählten Yannis, auf. Die Liebe und Fürsorge innerhalb dieser wundervollen Patchworkfamilie ist auf jeder Seite spürbar und kommt sogar noch besser zur Geltung als im Vorgängerband Tagwind. Sol und Yannis sind so ein tolles Paar, das für ihre Liebe und ihr Glück gekämpft hat – genauso, wie Liora es jetzt tun muss.

Im Buch werden noch andere aktuellen Themen aufgegriffen und in die märchenhafte Welt Hemeras hineingewoben. Dabei steht die Familie in all ihren Facetten im Vordergrund, einmal als glückliches Vorzeigebeispiel und einmal als das genaue Gegenteil davon.

Das Ende war für mein Geschmack etwas zu happy und kitschig. Doch so muss es als Abschluss dieser tollen Reihe wahrscheinlich sein, um den vielen Fans gerecht zu werden. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein kleines Wiedersehen mit alten Bekannten.

Für Göttertochter vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

fazit

Mit „Göttertochter“ ist Jennifer Wolf ein wundervoller, runder Abschlussband ihrer erfolgreichen Jahreszeiten-Reihe gelungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleiten wir Liora bei ihrem Kampf um die Liebe und verabschieden uns gleichzeitig aus der märchenhaften Welt von Hemera.
Für mich ist die Reihe ein Must-Read, deshalb kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

Rezension zu „Light & Darkness“ von Laura Kneidl

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Autorin: Laura Kneidel

Erscheinungsdatum (E-Book): 07.11.2013

Veröffentlicht bei: Carlsen Impress

Umfang: 393 Seiten

Genre: Jugendbuch / Fantasy

ISBN: 978-3551315946

Preis: 3,99 € (E-Book) bzw. 8,99 € (Taschenbuch)

Mehr Infos hier.

Die Autorin:

Laura Kneidl, 1990 geboren, wuchs in der Nähe von Erlangen auf. Heute studiert sie an der Hochschule der Medien »Bibliotheks- und Informationsmanagement«. Inspiriert von zahlreichen Fantasyromanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Projekt zu schreiben. Neben dem Verfassen von Romanen gilt ihr Interesse dem Lesen und Rezensieren solcher, weshalb sie einen eigenen Bücherblog betreibt. Seit Anfang 2013 ist sie Mitbegründerin des Schreibwahnsinns, einer Gruppe möwenverrückter Autoren, die gerne über das Schreiben schnattern. Sie hat bereits diverse Bücher veröffentlicht. Quelle

Klappentext:

Er sollte ihr Wesen sein? Er war ein Mann! Und ein Dämon. Ihre Eltern sagten oft, sie sei ihr Engel, uns ausgerechnet sie, ein „Engel“, sollte einen Dämon als Wesen bekommen?

Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch in der Öffentlichkeit dürfen sie sich nur in Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Entgegen aller Regeln wird ihr der männliche Dämon Dante zugewiesen. Schon bald stellt sich ihr die Frage, wen sie schützen muss – ihn oder sich selbst?

Mehr zum Inhalt:

Light Adam befindet sich in der Ausbildung zur Delegierten und lebt zusammen mit ihren Eltern, ihrem Bruder Jude und dessen Wesen, dem Vampir Kane, unter einem Dach. Mit Vollendung des 17. Lebensjahres wird ihr zum ersten Mal ein paranormales Wesen zugeteilt. Die Gesetze sehen vor, dass Delegierte und paranormale Wesen dem selben Geschlecht angehören müssen. Doch durch einen Fehler im System bekommt Light kein weibliches Wesen, sondern den überheblichen Dämon Dante zugeteilt, der nichtmal freiwillig an der Delegation teilnimmt. Ihm sind Light und das System der Delegation zuwider. Mit allen Mitteln versucht er, ihr das Leben schwer zu machen – koste es, was es wolle. Die beiden lassen sich auf eine fatale Wette ein, die über Dantes zukünftiges Leben entscheidet. Doch bald stellt sich heraus, dass Dante nicht nur irgendein Dämon ist, sondern ein gefährliches Geheimnis birgt …

Meine Meinung:

Ich habe ehrlich gesagt nicht viel von dem Buch erwartet. Der Neugierde halber habe ich es endlich mal in die Hand genommen und zu lesen begonnen – und war positiv überrascht. Der Schreibstil war viel besser, als ich erwartet hatte und die Geschichte hat mich sofort gefesselt. Die Autorin beschreibt die Personen so, dass ich das Gefühl hatte, sie zu kennen. Light war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist die typische „Gute“ in der Geschichte, trotzdem hat sie einen angenehmen Sturkopf und will sich und allen anderen unbedingt beweisen, dass sie mit dem störrischen Dämon umgehen kann. Auch Lights Familie bleibt nicht im Hintergrund der Geschichte verborgen. Der Vampir Kane, der das Wesen ihres Bruders ist, spielt bald eine wichtige Rolle und sorgt für ordentlich Verwirrung in Lights Gefühlsleben.

Der Autorin ist es gelungen, das politische System der Delegation durch Gesetzestexte, die den einzelnen Kapiteln vorangestellt sind, glaubhaft zu vermitteln. Auch auf einer anderen, wichtigen Ebene spielt die Politik in dieser Gesellschaft eine Rolle. Es gibt einige brutale Szenen, die der Geschichte Düsternis und Tiefe verleihen.
Die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Light und Dante verlief sehr langsam und war deshalb für mich absolut glaubhaft. Aus anfänglichem Abscheu und Desinteresse entwickeln sich zarte Gefühle, die sich Light anfangs nicht eingestehen will, und später wird ganz langsam mehr daraus. In manchen Büchern ist die Liebesgeschichte auf einmal da und man fragt sich, wo denn jetzt bitteschön auf einmal die tiefen Gefühle herkommen, das war hier definitiv anders. Diese Entwicklung hat mir also sehr gut gefallen.

Vom Anfang der Geschichte war ich noch ziemlich begeistert, leider wurde es gegen Mitte etwas entspannter und ich hatte manchmal das Gefühl, die Szenen plätschern ein bisschen belanglos vor sich hin. Doch diese Längen dauerten nicht allzu lang an und es wurde bald wieder spannend. Es gibt einige Wendungen, die die Geschichte in die richtige Richtung schubsen und die ich auch so nicht erwartet hätte. Insgesamt konnte mich „Light & Darkness“ also doch vollkommen überzeugen, was vor allem an den liebevoll ausgearbeiteten Figuren, der absolut überzeugenden (Liebes)geschichte und der tollen Grundidee liegt. Laura Kneidls Schreibstil hat mich positiv überrascht, auch wenn sie mit einigen Formulierungen für meinen Geschmack an manchen Stellen ein bisschen zu dick aufgetragen hat.

Lieblingszitate:

„Es waren nicht seine Worte, die sie nervös machten, sondern seine Nähe. Die Art, wie sein Atem ihre Haut streifte. Die Art, wie er sie musterte, als wäre sie etwas Wunderschönes, das nur darauf wartete, zerstört zu werden.“ (S. 70)

„Sie musste ihm begreiflich machen, dass zwischen ihnen nie mehr sein würde, aber sie wusste nicht wie. Ein leichter Ausweg wäre schön, doch den gab es nicht. Denn Liebe war nicht einfach, sie war kompliziert, schmerzhaft und alles dazwischen.“ (S. 149)

Insgesamt vergebe ich für „Light & Darkness“ 4 Sterne und möchte euch das Buch ans Herz legen, wenn ihr ein Fantasy gepaart mit einer tollen, überzeugenden Liebesgeschichte mögt.

4 Sterne
Fazit:

Überzeugende Charaktere, eine tolle Grundidee und eine absolut wunderbare (Liebes)geschichte. Wer Fantasy mag, sollte sich die spannende Geschichte um Light und Dante nicht entgehen lassen.