Rezension zu „This new world“ von Laura Newman

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Autorin: Laura Newman

Erschienen: 03.03.2017

Verlegt über Books on Demand

Genre: Jugendbuch / Science-Fiction

Umfang: 392 Seiten

Preis: 12,99 € (Taschenbuch), 21,99  € (gebunden), 2,99 € (E-Book)

Mehr Infos hier.

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Die unter Pseudonym schreibende Laura Newman war lange als Mediengestalterin tätig, bevor sie sich ihren Traum vom Schreiben erfüllte. 2013 erschien ihr erstes Buch im Selbstverlag. Seitdem veröffentlichte sie mehrere Jugendbücher in verschiedenen Genres. Laura Newman ist ein echtes Multitalent, denn vom Buchsatz über das Cover, bis hin zu Buchtrailer und zur Vermarktung nimmt sie alles selbst in die Hand.
Mehr über Laura erfahrt ihr auf ihrer Facebook-Seite, ihrem Internetauftritt und ihrem Youtube-Kanal.

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Zoe ist im letzten Highschool-Jahr, als ihre Welt auf einmal kopfsteht.
Menschen benehmen sich seltsam. Unvorstellbare Dinge geschehen. Im Fernsehen und Internet ist von unerklärlichen Anomalien die Rede. Und spätestens als ihre Eltern plötzlich diese ganz erstaunlichen Dinge tun können, ist Zoe klar:
Diese Welt wird sich verändern.

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Zoe lebt mit ihrer Familie in der amerikanischen Kleinstadt Rigby. Sie befindet sich im letzten Jahr der Highschool, plant und genießt ihr Leben. Sie gehört zu den beliebtesten Mädchen der Schule, ist mit dem Footballstar Coben zusammen und feuert ihn als Cheerleaderin an. Mit ihrer besten Freundin Dilan wohnt sie seit Kindertagen Tür an Tür. Kurzum: ihr Leben ist perfekt! Bis eines Tages ein Meteorit in der Erdumlaufbahn auftaucht und sich alles ändert. Plötzlich entdecken immer mehr Menschen seltsame, superheldenmäßige Fähigkeiten an sich. Vom Fliegen über das Unsichtbar-Werden, dem Zerstören von Dingen mit Gedankenkraft oder der Gestaltwandlung ist alles dabei. Zunächst nehmen die Menschen an, sie wären von einer Art Krankheit befallen und das öffentliche Leben steht nahezu still, doch nach und nach kehrt Normalität ein. Willkommen in dieser schönen neuen Welt, in der jeder etwas mehr oder weniger Besonderes kann.

Auch Zoe entdeckt ihre Gabe, wenn auch etwas später als die anderen. Während der Zeit, in der sie auf das Auftauchen ihrer Fähigkeit wartet, beginnt sie allmählich an ihrem perfekten Leben zu zweifeln. Liebt sie ihren Freund wirklich? Haben ihre beste Freundin und sie überhaupt noch Gemeinsamkeiten? Und warum fühlt sie sich plötzlich zu dem Außenseiter der Schule, Josh, hingezogen?

Dieser Roman verbindet eine spannend erzählte Science-Fiction-Story mit den üblichen Problemen einer Highschool-Schülerin. Zwischen ihrer fliegenden Mama, ihrer Avatar-blauen Freundin und ihrem feuerkontrollierendem Freund lernt Zoe eine Menge über sich selbst und das Leben, das sie führen möchte.

Die Sprache ist angenehm locker und leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin und obwohl die Geschichte nicht durch knallharte Action oder atemlose Spannung besticht, sondern eher gemächlich erzählt wird, kann man kaum aufhören zu lesen.

This new world ist der erste Teil einer geplanten Dilogie. Gegen Ende häufen sich schlimme Zwischenfälle in Zoes Leben und langsam wird klar: die schönen neuen Fähigkeiten sind keineswegs ungefährlich. Das Ende ist durchaus dramatisch, dennoch kam es für mich zu abrupt. Für meinen Geschmack hätte das Buch mit einem schockierenden Knaller enden sollen, der den Leser kopfschüttelnd und atemlos zurücklässt. Leider fiel der Abschluss von Band eins eher unspektakulär aus. Schade.

4 Sterne
Für This new world vergebe ich 4 Sterne.

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Mit ihrem Science-Fiction-Jugendbuch This new world beweist Self-Publisher-Autorin Laura Newman einmal mehr, dass sie zu den Besten ihres Fachs gehört. Story, Charaktere und Erzählstil überzeugen auf ganzer Linie und machen es nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Obwohl die Geschichte eher gemächlich voranschreitet, hält die Autorin ihre Leser stets bei der Stange und offenbart fortlaufend neue, schockierende Geheimnisse in dieser schönen, neuen Welt. Science-Fiction trifft hier auf typische Highschool-Probleme und schafft es so, ein unkonventionelles Szenario in den Alltag der Schülerin Zoe zu integrieren. Einzig das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Trotzdem: Lesen lohnt sich!

 

 

 

 

 

Rezension zu „Die 5. Welle“ von Rick Yancey

5. welle
Autor: Rick Yancey

Erscheinungsdatum: 11.01.2016 (Filmausgabe des Taschenbuches)

Veröffentlicht bei: Goldmann

Genre: Jugendbuch / Dystopie / Science-Fiction

Umfang: 479 Seiten + Leseprobe aus Band 2

ISBN: 978-3442482801

Preis: 9,99 €

Mehr Infos: hier

 

Der Autor:

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida. Quelle

Inhalt:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Cassie hat seit der Ankunft der Anderen fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie vor dem Tod. Aber kann sie ihm trauen? Sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält …

Meine Meinung:

Was. Für. Ein. Buch. Leute, ich bin immer noch total geflasht.
Normalerweise kann ich mich nicht besonders für Science-Fiction und Alien-Geschichten begeistern, aber „Die 5. Welle“ ist so grandios, dass ich die Fortsetzung „Das unendliche Meer“ am liebsten sofort verschlingen will.

Die 16-jährige Protagonistin Cassie ist eine kleine Rotzgöre, eine Kratzbürste, die auf die harte Tour lernen muss, sich allein zurechtzufinden und zu überleben. Die ersten vier Wellen haben ihr alles genommen, aber sie haben sie auch abgehärtet. Auf sich allein gestellt versucht sie, ihren kleinen Bruder Sammy zu finden, dem sie ein Versprechen gegeben hat, als die Soldaten die Kinder mitnahmen und später alle anderen töteten.

Als Cassie nach einem Angriff angeschossen im Schneesturm versinkt, ist sie so gut wie tot, als der Farmersjunge Evan sie rettet. Er ist der einzige Mensch, dem sie seit langem begegnet ist, doch kann sie ihm trauen? Obwohl sie sich wünscht, es zu können, bringen ihre nagenden Zweifel die Fassade seiner Geschichte zum Bröckeln. Dennoch ist er der Einzige, der ihr helfen kann, ihren Bruder zu retten.
Ich habe mich sofort mit Cassie angefreundet. Sie eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack: stark, entschlossen, mutig. Gerade ihre Schwächen verleihen ihr Authentizität. Cassies sarkastische Bemerkungen in den ausweglosesten Situationen haben mich oft zum Lachen gebracht. So muss eine überzeugende Protagonistin sein, wenn sie die Welt retten soll! Um ihren Bruder zu retten, würde sie alles tun. Genauso wie Evan für sie. Er ist ihre Rettung und sie seine.

Das Buch ist in 12 Abschnitte geteilt, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Cassie erzählt überwiegend, aber auch ihr kleiner Bruder Sammy, der zum Alienkiller ausgebildete Soldat Ben (und gleichzeitig Cassies Highschoolliebe) und Evan kommen zu Wort. Ganz kurze Kapitel sorgen für packende Spannung. Wie in einem Spielfilm erfährt der Leser Stück für Stück was es mit der Alieninvasion und ihrem Plan, die Menschheit auszurotten, auf sich hat. Jeder Aspekt der Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten beleuchtet, bis sich das Gesamtbild wie ein Puzzle zusammensetzt.

Die Sprache ist jugendlich und authentisch, oftmals wird der Leser direkt angesprochen. Mir haben besonders die Kapitel aus Cassies Sicht sehr gefallen, was natürlich auch an Evan liegen könnte, für den ich, zugegebenermaßen, eine ziemliche Schwäche habe 😀 Zwischen den beiden entwickelt sie eine zarte Romanze, die stetig zwischen Misstrauen und Abhängigkeit schwankt. Kann mir bitte jemand Evan zum Mitnehmen einpacken? Dass er Geheimnisse hat, ist von Anfang an klar und obwohl es den Leser nicht wirklich überrascht, als diese aufgedeckt werden. Trotzdem ist die Geschichte nie langweilig. Vor allem das furiose Finale ist an Spannung und Action kaum zu überbieten. Atemlos bin ich durch die Seiten geflogen, während mein Herz gehämmert hat und ich fast schon gebetet habe, dass alles gut ausgeht. Aber natürlich bleibt Vieles offen, schließlich geht es in Band 2 „Das unendliche Meer“ weiter. Ich hoffe, dass ich die Fortsetzung ganz schnell lesen kann, denn ich will unbedingt wissen, was als Nächstes passiert. Auch auf die Filmumsetzung des ersten Bandes bin ich gespannt. Zwar glaube ich nicht, dass die Protagonistin so toll rüberkommt wie im Buch, dennoch muss ich mir die DVD kaufen, wenn sie im Sommer erscheint. Allein schon wegen Evan, haha! Habt ihr den Film schon gesehen?
„Die 5. Welle“ ist auf drei Teile angelegt. Der zweite Band „Das unendliche Meer“ ist schon auf deutsch erschienen, der dritte und letzte Teil „The final Star“ erscheint im Mai auf Englisch.

Mein Lieblingszitat:

Vielleicht bin ich die Letzte, aber ich bin diejenige, die noch da ist. Ich bin diejenige, die dem gesichtslosen Jäger im Wald auf einem verlassenen Highway gegenübertreten wird. (…) Denn wenn ich die Letzte bin, dann bin ich die Menschheit. Und wenn das der letzte Krieg der Menschheit ist, dann bin ich das Schlachtfeld. (Cassie, S. 123)

Bei diesem Buch hat der Autor alles richtig gemacht. Für „Die 5. Welle“ vergebe ich deshalb die volle Punktzahl.

5 Sterne

Fazit:

„Die 5. Welle“ ist der packende Reihenauftakt eines dystopischen Sci-Fi-Abenteuers voller Action und Spannung. Dieser Pageturner überzeugt auf allen Ebenen. Unbedingt lesen!