Rezension zu „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler

Pubertier
Autor: Jan Weiler
Erscheinungsdatum: 03.07.2017
Verlag: Piper
Genre: Humor
Umfang: 176 Seiten
Preis: 14,00 €

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Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ Magazins. Sein erstes Buch »Maria, ihm schmeckt’s nicht!« gehört zu den erfolgreichsten Büchern der vergangenen Jahrzehnte. Es folgten unter anderem: »Antonio im Wunderland« (2005), »Mein Leben als Mensch« (2009), »Das Pubertier« (2014), »Kühn hat zu tun« (2015) und »Im Reich der Pubertiere« (2016). Jan Weiler verfasst zudem Hörspiele und Hörbücher, die er auch selber spricht. Jan Weiler lebt bei München. Quelle

inhalt

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers!

meine-meinung

Die Pubertiere sind wieder da! Nachdem mir der Vorgänger „Im Reich der Pubertiere“ Lachtränen in die Augen getrieben hat, war ich sehr gespannt auf die neuen Abenteuer aus dem Hause Weiler.

Carla ist mittlerweile 17, hat einen festen Freund und einen ausgeprägten Kommunikationsdrang – nur leider nicht ihren Eltern gegenüber. Dafür klebt sie förmlich an ihrem Smartphone fest und verschickt am Tag gefühlte 5.000 Whats-App-Nachrichten, selbst wenn der Empfänger neben ihr sitzt.
Nick ist 13, schläft oft und viel, und wenn man ihn doch mal zu Gesicht bekommt, liegt meistens etwas im Argen. Zum Beispiel die neue Abo-Falle, die exklusive Premiumfotos leichtbekleideter Damen verspricht. Wie die auf sein Smartphone kommt? Natürlich, weil es neben dem ebenfalls infizierten Handy des besten Kumpels lag. Kenn doch jeder, diese spontane Handy-zu-Handy-Übertragung 😀

Die neuesten Geschichten der Pubertiere haben mich wieder verlässlich zum Lachen gebracht. In manchen Dingen erkannte ich mich sogar selbst wieder. Ob das jetzt gut ist? Auf jeden Fall ist es sehr authentisch, wenn der Vater von den ersten Fahrstunden der Tochter erzählt. Plötzlich wird der eigene Fahrstil kritisiert und die Tochter mutiert selbst zur Fahrlehrerin. Hach ja, kommt mir alles noch sehr bekannt vor.

Je älter die Kinder werden, desto mehr muss der Papa erkennen: Langsam gibt es nicht mehr viel, das er ihnen noch beibringen kann. Beim Abistoff der Tochter ist er raus – zu lange her. Selbst beim Berufsberatungstag an der Schule interessiert sich niemand für den Beruf des Journalisten. Stattdessen gibt Papa Weiler den drei Schülern, die sich zu ihm verirren, anderweitige Life-Hack-Tipps. Überhaupt beschreibt der Autor sich als völlig tiefenentspannt im Umgang mit seinen Pubertieren. So einen Papa wünscht sich jeder Teenager (auch wenn er es nicht zugeben würde, weil Eltern ja meistens trotzdem peinlich sind).

Der schmale Band kommt als Hardcover mit praktischem Lesebändchen daher. Das kleine Format liegt gut in der Hand und lässt sich prima transportieren. Die insgesamt 27 kurzen Geschichten können zwischendurch, vor dem Schlafengehen oder unterwegs verschlungen werden. Wie auch bei den beiden Vorgängern „Das Pubertier“ und „Im Reich der Pubertiere“ hat der Berliner Illustrator Till Hafenbrak tolle Grafiken gezaubert.

4 Sterne

Von mir gibt es vier Sterne.

fazit

Die Pubertiere sind wieder los! Ob in der ersten Fahrstunde, beim Whats-App-Marathon oder während der ersten Annäherung an das andere Geschlecht – Jan Weiler nimmt uns schon zum dritten Mal mit in die Welt seiner Kinder Carla und Nick.
In den authentischen und teils skurrilen Alltagsgeschichten habe ich mich selbst wiedererkannt und herzhaft dabei gelacht. Wie auch die beiden Vorgänger lege ich diesen Band allen Teenagern, den von ihnen geplagten Eltern oder allen, die es mal werden wollen, wärmstens ans Herz.
Da wünscht man sich, dass die Jugend der beiden niemals endet und Jan Weiler niemals die Geschichten ausgehen. Wer nicht genug von den Pubertieren bekommt, hat übrigens die Möglichkeit, ihre Abenteuer ab sofort im Kino zu bestaunen.

Gemeinsam Lesen #77 – Und ewig schläft das Pubertier

Heute mache ich zum 77. Mal bei der Aktion “Gemeinsam Lesen” mit. Mehr Infos dazu gibt’s hier.

gemeinsam-lesen

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Und ewig schläft das Pubertier“ von Jan Weiler und bin aktuell auf Seite 50.

Pubertier

Inhalt:

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik.

Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle sowie auch die Wahl der richtigen Schuhmode.

Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: Eigentlich nie.

Chillen, relaxen, ausruhen: willkommen im Leben des Pubertiers.

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Verträge sind in der heutigen Zeit offensichtlich nichts mehr wert.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die ersten beiden Bände habe ich geliebt! Umso mehr habe ich mich nun auf die Fortsetzung gefolgt. Carla ist mittlerweile 17, macht den Führerschein und hat einen festen Freund. Nick ist 13 und sein ausgeprägtes Schlafbedürfnis erinnert stark an Narkolepsie (Willkommen im Club!). Das Verhalten der beiden Pubertiere hat meine Lachmuskeln bereits auf den ersten 50 Seiten wieder zuverlässig trainiert. Ich bin sehr gespannt, was da noch alles kommt.

Meine eigene Teenagerzeit ist ja noch nicht sooo lange her und in manchen Stories erkenne ich mich durchaus wieder. Das ist erschreckend und witzig zugleich.
Außerdem werde ich selbst in einigen Wochen Mama und zur Abwechslung ist es mal ganz schön, sich nicht nur mit der Entwicklung von Säuglingen zu beschäftigen, sondern gleich im Jugendalter einzusteigen. Kann ja nicht schaden, zu wissen, was in 13 – 17 Jahren auf uns zukommt 😉

Welches Ende eines in 2017 gelesenen Buches würdest du gerne umschreiben? 

Sehr interessante Frage. Da muss ich erstmal recherchieren, was ich alles gelesen habe, denn spontan will mir gar kein Buch einfallen.
Eigentlich haben mich alle Enden versöhnlich zurückgelassen. Wenn, dann würde ich mir für „Franz oder gar nicht“ von Nikola Hotel ein nicht ganz so abruptes Ende wünschen. Da fehlte mir noch ein bisschen Happy-End-Ausschmückung, inklusive Romantik, Liebesschwüre usw. Aber das fällt wohl unter Jammern auf hohem Niveau, denn das Buch war trotzdem toll.

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Ausgerechnet dem berühmten und äußerst attraktiven Fernsehkoch Raphael Franz bricht die junge Anästhesistin Jo während der Narkose einen Schneidezahn ab. Zu dumm, dass sie mit ihren Versuchen, sich zu entschuldigen, alles nur noch schlimmer macht. Jo ist davon überzeugt, dass Raphael ihr den ganzen Ärger heimzahlen wird. Doch was sie nicht ahnt: Raphael kocht nicht nur exzellent, sondern auch vor Leidenschaft …

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Was lest ihr gerade? Welches Ende würdet ihr gerne umschreiben und wieso? Ich bin gespannt auf eure Beiträge und schau heute Abend gerne bei euch vorbei 🙂

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Rezension zu „Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both

Sommer ohne uns

Autorin: Sabine Both

Erscheinungsdatum: 15.02.2016

Veröffentlicht bei: Löwe

Genre: Jugendbuch / Liebe / Drama

Umfang: 240 Seiten

Preis: 12,95 € (broschiert)

ISBN: 978-3785582220

Mehr Infos: hier 

Die Autorin:

Bestsellerautorin Sabine Both lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Neuss. Mit dem Schreiben von berührenden Romanen hat sie ihren absoluten Traumjob gefunden. Unter dem Pseudonym Franziska Moll erschienen bereits „Was ich dich träumen lasse“ und „Egal wohin“. Auch in ihrem neuen Band geht es um die Spielarten der Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Quelle

Inhalt:

Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Meine Meinung:

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Das Thema ist, meines Wissens, im Jugendbuch neu und sehr spannend. Die Meinungen zum Buch gehen weit auseinander, die Bewertung fällt eher mittelmäßig aus. Nachdem das Buch meine Freundin nicht mehr losgelassen hat, musste ich es mir auch kaufen und meine eigene Meinung dazu bilden.

Die Geschichte setzt 5 Jahre vor der eigentlichen Handlung ein. Tom und Verena sind Nachbarskinder, die sich schon ihr Leben lang kennen. Die Eltern sind eng befreundet und glücklich. Die beiden gestehen sich ein, dass sich ihre kindlich-freundschaftflichen Gefühle füreinander geändert haben und es kommt zum ersten Kuss. Von diesem Tag an sind Tom und Verena ein Paar. Sie verstehen sich ohne Worte, sehen sich jeden Tag, kennen den anderen besser als sich selbst und sind füreinander geschaffen.
Fünf Jahre später: Tom und Verena sind 18 und stehen kurz vorm Abi. Die Zukunft ist geplant, beide werden gemeinsam in Marburg studieren und dort zusammen wohnen. Verenas Zwillingsbruder Rollo musste die Klasse wiederholen und lebt von einer Party zur nächsten. Frauen sind austauschbar, er kommt gut an bei den Mädchen. Auch die Stimmung zwischen den Eltern hat sich gewandelt. Als Verena auf den Rocksänger Jesse trifft und Tom sich zu Rollos Affäre Isabell hingezogen fühlt, beschließen die beiden, die Zeit bis zum Studium zu nutzen, um Erfahrungen mit anderen zu sammeln.

Geschichte und Handlung konnten mich überzeugen. Die Entwicklung ist authentisch und ich konnte beide Protagonisten und ihre Entscheidungen stets verstehen. Neben der eigentlichen Haupthandlung werden auch andere Themen angesprochen: Versagensängste (Rollo), sich trennende Eltern, Sehnsucht und Eifersucht, nur um ein paar Stichworte zu nennen. Es gibt außerdem eine manipulative Person, die für Spannung sorgt und Tom und Verena auseinander treiben will.
Der Leser ahnt schnell, dass die Abmachung zwischen beiden nicht lange gut gehen kann. Auch wenn Verena und Tom daran glauben, dass ihre große Liebe den Treuebruch unbeschadet übersteht, zeichnet sich schon relativ früh ab, dass dem nicht so ist. Nun handelt es sich bei „Ein Sommer ohne uns“ um ein Jugendbuch. Dementsprechend wurde das Ende gestaltet. Ich kann damit leben und finde es vollkommen okay. Es hätte allerdings auch anders ausgehen können. Mich würde eure Meinung über das Ende interessieren, sofern ihr das Buch schon gelesen habt.

Kommen wir nun zum großen Haken: der Schreibstil. Amazon beschreibt ihn als „ganz eigen und poetisch„, ich nenne ihn kühl, einfach und distanziert. Die Geschichte wird aus der 3. Person, immer abwechselnd aus Verenas und Toms Sicht, erzählt. Dabei wechseln sich die Perspektiven absatzweise ab. Das ist neu und kannte ich so noch nicht. Durch unterschiedliche Schriftarten sind die Perspektiven aber immer gut voneinander zu unterscheiden. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, die Sätze fallen kurz und knackig aus. Die Autorin formuliert auf den Punkt genau. Auf den ersten Blick wirkt das sehr einfach, ich finde es jedoch gut, dass dem Leser dadurch viel Raum zum Lesen zwischen den Zeilen gegeben wird.
Wenn man sich einmal an diese außergewöhnliche Erzählform gewöhnt hat, liest sich das Buch flott weg. Einige Wendungen geben der Geschichte zum Ende hin nochmal Würze, manche Entwicklungen waren mir dann allerdings zu viel des Guten.
Durch die gewählte Erzählperspektive bleiben die Protagonisten immer fern. Ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen, auch wenn an der ein oder anderen Stelle auf ihre Gedanken eingegangen wird.

Zitate:

Es ist raus, ehe er es hat prüfen können. Und er weiß, dass es sich anhört wie etwas, das Tom noch nie zu Verena gesagt hat. Alles an dir ist Vanille. Er hätte so etwas nicht sagen dürfen. Er hätte nicht eine Sekunde länger warten können, so etwas zu sagen. (E-Book, Pos. 1016-1018)

„Eines Tages willst du es wissen. Wie es mit jemand anderem ist. Und wenn du es nicht ausprobierst, wirst du den Gedanken nie los. Und das macht deine Beziehung kaputt. Erst unbemerkt, dann immer deutlicher. Um am Ende hasst ihr euch.“ (E-Book, Pos. 1381-1383)

Jetzt ist das Bild so deutlich wie die Realität. Es macht ihn fertig. Verena mit einem anderen Mann. Mit Schutz. Aber was schützt ihn? (E-Book, Pos. 1617-1619)

Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Buch genossen habe. Das Thema war spannend, die Entwicklung von der unschuldigen Jugendliebe hin zur offenen Beziehung auf Zeit mit all ihren Konsequenzen empfand ich als konsequent und nachvollziehbar. Der Schreibstil hat zwar durchaus etwas Poetisches, aber die Erzählperspektive aus der 3. Person hat mir in diesem Buch nicht so gut gefallen wie z. B. bei „Wie das Licht von einem erloschenen Stern“. Sie sorgt für Distanz, was einerseits gut zur Story passt, mich andererseits aber gestört hat.
Wer mal eine etwas andere Geschichte über die erste Liebe kennenlernen möchte, gerne zwischen den Zeilen liest und sich von der ungewöhnlichen Erzählform nicht abschrecken lässt, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen.

Viele Blogger bewerten auch die Cover. Das mache ich nicht, aber zu diesem hier möchte ich etwas sagen: die kunstvolle Gestaltung hat was. Auf der Vorderseite zieht man Verena, die sich gegen eine Wand lehnt. Wenn man das Buch aufklappt, steht da Tom.

sommer_cover Quelle

Ein echter Blickfang also. Dennoch gefallen mir die Zeichnungen nicht. Mit echten Menschen hätte es mir wesentlich besser gefallen, aber das ist ja Geschmackssache. Von weitem würde ich jedoch denken, es wäre ein Kinderbuch (ab 10 vielleicht).
Auch der Preis (12,95 € für 240 Seiten Klappenbroschur) kommt mir sehr überzogen vor. Ich habe das nur wenig günstigere E-Book gewählt (für 8,99 €).

Zur Bewertung: Abzüge gibt es für manch übertriebene Entwicklung am Schluss, teilweise gestelzte Dialoge und den Erzählstil, obwohl er mir zeitweise sogar gefallen hat. Aber insgesamt konnte ich durch ihn nicht richtig an Tom und Verena herankommen. Deshalb vergebe ich gute 3 Sterne.

3 Sterne

Fazit:

Über den knappen, distanzierten Stil lässt sich sicher streiten. Mir hat er den Zugang zu den Charakteren erschwert, andererseits konnte ich zwischen den Zeilen lesen. Handlung und Entwicklung haben mich überzeugt. Am Ende wurde es mir etwas too much, doch der Ausgang der Geschichte hat mich versöhnt.
Ein besonderes Buch zu einem spannenden Thema, dem ihr eine Chance geben solltet.