Rezension zu „Without Merit“ von Colleen Hoover

Without Merit

Erscheinungsdatum: 03.10.2017
Verlag: Atria Books
Genre: Young Adult
Umfang: 384 Seiten
Sprache: Englisch
Preis: 13,12 € (Taschenbuch), 17,71 € (Hardcover), 5,37 € (E-Book)
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die-autorin

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

inhalt

The Voss family is anything but normal. They live in a repurposed church, newly baptized Dollar Voss. The once cancer-stricken mother lives in the basement, the father is married to the mother’s former nurse, the little half-brother isn’t allowed to do or eat anything fun, and the eldest siblings are irritatingly perfect. Then, there’s Merit.

Merit Voss collects trophies she hasn’t earned and secrets her family forces her to keep. While browsing the local antiques shop for her next trophy, she finds Sagan. His wit and unapologetic idealism disarm and spark renewed life into her—until she discovers that he’s completely unavailable. Merit retreats deeper into herself, watching her family from the sidelines, when she learns a secret that no trophy in the world can fix.

Fed up with the lies, Merit decides to shatter the happy family illusion that she’s never been a part of before leaving them behind for good. When her escape plan fails, Merit is forced to deal with the staggering consequences of telling the truth and losing the one boy she loves.

meine-meinung

Colleen Hoover zählt zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Fast alle ihre Bücher habe ich geliebt. Auf ihren neuen Roman war ich sehr gespannt und habe ihn mir deshalb in der günstigen Kindle-Version gekauft.

„Without Merit“ ist kein typischer Hoover-Liebesroman, so viel wird schnell klar. Die Protagonistin ist ziemlich jung (17) und lebt in einer unkonventionellen Familie. Jedes Familienmitglied hat seine Geheimnisse, die zu hüten Merit leid ist. In der Kleinstadt, in der die Voss-Family lebt, kursieren die wildesten Gerüchte über die schräge Sippe – die meisten davon sind leider wahr. Merit fühlt sich missverstanden und ungeliebt. Während sie denkt, dass es normal ist, ein zorniger, leicht reizbarer Teenager zu sein, der die Schule schwänzt, muss sie bald erkennen, dass ihre eigenen Probleme tiefer liegen.
Als sie den attraktiven Sagan kennenlernt, der sie – dank einer Verwechslung – bei ihrem ersten Treffen schier um den Verstand küsst, scheint sich ihre dunkle Welt kurz aufzuhellen. Doch dann erkennt Merit, dass sie Sagan nicht haben kann und sinkt immer tiefer im Strudel ihrer persönlichen Probleme …

Ich bin ohne Erwartungen an das Buch herangegangen, wusste nicht einmal, worum es überhaupt geht. Aus den Posts der Autorin hatte ich noch in Erinnerung, dass es ein jüngeres Young-Adult-Buch ist und ließ mich überraschen.
Hoovers große Stärke ist es, tiefe, herzzerreißende Liebesromane zu schreiben, die den Leser emotional mitnehmen. So zählen zu meinen Lieblingsbüchern z. B. „It ends with us“, „November 9“ und „Love & Confess“. Auf eine solche Liebesgeschichte wartet man hier vergeblich. Im Mittelpunkt steht ein Teenager, der neben den ganz normalen Problemen des Alltags auch mit seiner verrückten Familie klar kommen muss. Die Liebesgeschichte zwischen Merit und Sagan passiert nur am Rande und geht kaum in die Tiefe. Das hat mich sehr enttäuscht.

Mich persönlich konnte der neueste Hoover-Roman emotional leider nicht fesseln. Zwar habe ich die Geschichte gerne gelesen und wollte auch wissen, wie es weitergeht, aber mir fehlte einfach die Verbindung zu Merit. Alle angesprochenen Geheimnisse, die jeder in ihrer Familie mit sich herumträgt, bleiben an der Oberfläche. Nicht mal Merits persönliche Probleme gehen in die Tiefe. Eine schwere Krankheit wird anhand einer Internet-Checkliste diagnostiziert. Der Syrien-Konflikt wird von einem traumatisierten Flüchtling auf Kindergarten-Niveau erklärt. Mit dem Thema Tattoos geht die Autorin wieder einmal sehr leichtfertig um. Ein lebenslanges Tattoo? Klar, wird spontan und ohne, dass die Tätowierte das Motiv vorher gesehen hat, gestochen. Da konnte ich nur den Kopf schütteln.

Gut gefallen haben mir hingegen die Plottwists und die Auflösungen am Ende, dank derer ich mit jedem Mitglied der Familie Voss versöhnt auseinander gehen konnte. Auch die Dialoge konnten mich überzeugen.
Doch insgesamt wird mir das Buch wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben. Dafür blieben Charaktere und Handlung einfach zu blass. Stellenweise hatte ich das Gefühl, als ob die Autorin einfach ein paar aktuelle politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen und irgendwie in ihre Jugendstory einbauen wollte. Doch dabei blieb die Emotion leider auf der Strecke.
3 Sterne

Deshalb kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

fazit

Von „Without Merit“ hatte ich mir leider mehr erhofft. So toll und ungewöhnlich die Grundidee und das Setting waren, so blass blieben leider die Charaktere und ihre persönlichen Hintergründe. Weder zu Merit noch zu ihren Familienangehörigen konnte ich eine Bindung aufbauen. Viele Themen werden nur oberflächlich angekratzt, sodass es mir persönlich an Emotionen fehlte.
Für Fans der Autorin sicher interessant, aber ansonsten kein Muss.

Rezension zu „Always and forever, Lara Jean“ von Jenny Han

Always and forever

Autorin: Jenny Han
Erscheinungstermin: 04.05.2017
Verlag: Scholastic (UK)
Sprache: Englisch
Genre: Young Adult
Umfang: 325 Seiten
Preis: 6,99 € (Taschenbuch)
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Reihe: To all the boys, Band #3
Band 1: To all the boys I’ve loved before
Band 2: P. S. I still love you

die-autorin

Jenny Han, 1980 geboren, lebt in Brooklyn, New York. Der Durchbruch als Schriftstellerin gelang ihr 2009 mit ihrer Sommer-Trilogie; die Bestseller-Reihe wurde in 24 Sprachen übersetzt. Bei Hanser erschien 2011 der erste Band Der Sommer, als ich schön wurde, 2012 folgten Ohne dich kein Sommer und Der Sommer, der nur uns gehörte. Hans Debüt „Zitronensüß“ erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. Zusammen mit der Autorin Siobhan Vivian veröffentlichte Han außerdem die Trilogie Auge um Auge(2013), Feuer und Flamme (2014) und Asche zu Asche (2015). Auch sie stand sofort nach Erscheinen auf der New York Times-Bestsellerliste. Han gehört zu den beliebtesten US-Autorinnen weltweit. 2016 folgte mit To all the boys I’ve loved before ein weiteres Jugendbuch der erfolgreichen Schriftstellerin. 2017 erschien mit P.S. I still love you die Fortsetzung dieser Geschichte. Im Frühjahr 2018 folgt mit „Always and forever, Lara Jean“ der Abschluss der Reihe.
Quelle

inhalt

Lara Jean is having the best senior year a girl could ever hope for. She is head over heels in love with her boyfriend, Peter; her dad’s finally getting remarried to their next door neighbor, Ms. Rothschild; and Margot’s coming home for the summer just in time for the wedding. But change is looming on the horizon. And while Lara Jean is having fun and keeping busy helping plan her father’s wedding, she can’t ignore the big life decisions she has to make. Most pressingly, where she wants to go to college and what that means for her relationship with Peter. She watched her sister Margot go through these growing pains. Now Lara Jean’s the one who’ll be graduating high school and leaving for college and leaving her family-and possibly the boy she loves-behind. When your heart and your head are saying two different things, which one should you listen to?

meine-meinung

Da das englische Taschenbuch so günstig auf Amazon angeboten wird, habe ich mich entschieden, mit dem Abschluss der Reihe nicht auf die deutsche Übersetzung zu warten (erscheint im Frühjahr 2018).

Das Buch setzt nahtlos dort an, wo der zweite Band aufgehört hat. Lara Jean ist glücklich, das College neigt sich dem Ende entgegen, mit Peter läuft es bestens und ihre Familie ist nach wie vor das Wichtigste für sie. Peter und sie machen Pläne, wollen auch auf dem College unbedingt zusammen bleiben und haben sich deshalb nahe ihrer Heimatstadt auf einen Platz beworben. Doch während Peter ein Sportstipendium erhält, bekommt Lara Jean eine Absage und von da an ist ihr schöner Plan zum Scheitern verurteilt. Für welches andere College soll Lara Jean sich nun entscheiden? Sollen sie und Peter eine Fernbeziehung wagen? Kann das überhaupt gut gehen?

Während die junge Protagonistin ihren 18. Geburtstag feiert, steht sie vor den ersten wichtigen Entscheidungen ihres Lebens. Nie wollte sie wegziehen und ihre Familie verlassen, doch eine Zulassung zu einem renommierten College außer Staates kann sie auch nicht einfach in den Wind schlagen. „Never be the girl who goes to College with a boyfriend“, hatte ihre Mutter ihren Mädchen einst geraten und auch Lara Jeans große Schwester Margot hat sich an diesen Rat gehalten. Doch Lara Jean ist nicht Margot und was sie und Peter haben, ist etwas ganz Besonderes, das sie auf keinen Fall wegwerfen will.

Zwischen Hochzeitsvorbereitungsstress, Prom-Night, Beach-Week und College-Wahl fühlt sich das junge Mädchen bald zunehmend überfordert. Nicht alle Freunde in ihrem Umfeld glauben daran, dass ihre Liebe zu Peter halten wird, wenn sie auf zwei verschiedene Colleges gehen und langsam beginnt auch Lara Jean daran zu zweifeln. Als sie beginnt, widersprüchliche Signale zu senden, geht Peter langsam auf Distanz. Hat ihre junge Liebe eine Chance?

One day all of this will be proof, proof that we were here, proof that we loved each other. It’s the guarantee that no matter what happens to us in the future, this time was ours.
(S. 259)

Der Schreibstil ist einfach gehalten, wie in den beiden Vorgängerbänden wird die Geschichte komplett aus Lara Jeans Sicht erzählt. Dabei kann man sich gut in die Gedankenwelt des jungen Mädchens hineinversetzen, das oftmals jünger als 18 wirkt. Ich hatte keine Probleme damit, dem Englischen zu folgen und kann den Abschlussband daher im Original empfehlen.

Leider bleibt die Lovestory zwischen Lara Jean und Peter bis zum Schluss sehr unschuldig. Vor allem die konservative Einstellung von Lara Jeans Dad in Bezug auf Sex hat mich oftmals mit den Augen rollen lassen. Auch wenn es mir sehr gut gefällt, dass der Zusammenhalt innerhalb der Familie stets im Fokus steht, so leben die Protagonisten doch in einer teilweise rosaroten, sehr unwirklichen Welt. Deshalb würde ich die Reihe nach wie vor eher jüngeren Mädchen ans Herz legen, die sich nach einer leichten Liebesgeschichte sehnen, aber keine echten Dramen und erst recht keine Erotik erwarten.

Das Ende kam relativ plötzlich. Ich hatte das Gefühl, dass ein paar wichtige Stationen ausgelassen wurden (z. B. die Korea-Reise), um schnell fertig zu werden. Das empfand ich als sehr schade. Auch einen anderen Ausgang der Geschichte hätte ich gut heißen können, aber so bleibt dieser relativ offen. Dennoch wird er die Leserinnen zufrieden stellen. Vieles bleibt der Fantasie überlassen und vielleicht ist das auch gerade gut so. Jedenfalls ist es eine erfrischende Abwechslung zu den sonstigen 5-Jahre-später-Epilogen, die für meinen Geschmack meist viel zu kitschig ausfallen.
Natürlich lässt die Autorin sich auf diese Weise auch ein kleines Hintertürchen für eine eventuelle Fortsetzung offen, auch wenn sie in ihrer Danksagung anmerkt, dass das nicht geplant ist.

4 SterneVon mir gibt es 4 Sterne.

fazit
„Always and forever, Lara Jean“ war ein schöner Abschluss der Reihe um die junge Protagonistin Lara Jean und ihre erste große Liebe Peter. Ein letztes Mal lässt die Autorin uns teilhaben an der wunderbaren Familienidylle der Song-Mädels und platziert rosa Schmetterlinge in unseren Bäuchen. Wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden, große Ereignisse stehen an und am Ende wird der Leser mit einem wohlig-warmen Gefühl im Bauch aus dieser kleinen amerikanischen Vorstadt-Seifenblase entlassen.
Als Reihenabschluss ein absolutes Muss. Besonders für jüngere Mädchen ist die Reihe zu empfehlen.

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Rezension zu „SnowFyre – Elfe aus Eis“ von Amy Erin Thyndal

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Autorin: Amy Erin Thyndal

Veröffentlicht am: 25.11.2016

Verlag: Dark Diamonds

Genre: Romantasy

Umfang: 316 Seiten

Preis: 4,99 € (E-Book only)

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die-autorin

Amy Erin Thyndal lässt sich von ihren Freunden gern damit aufziehen, dass sie Bücher doch toller fände als Menschen. Nichtsdestotrotz sind es die Menschen um sie herum, die sie zum Schreiben inspirieren und ihrem Leben das gewisse Etwas verleihen. Und zwischen Studium, Sport, Hobbys, Freunden und natürlich der obligatorischen Lesesucht widmet sie sich der großen Liebe – ob in ihren Büchern oder in der echten Welt. Quelle

inhalt

Wie Feuer und Eis

Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat…

meine-meinung

Ich habe das E-Book bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Auf die Geschichte aufmerksam geworden bin ich über die Facebook-Seite des neu gegründeten Carlsen-Imprints Dark Diamonds. Der neue Digitalverlag steht für erwachsenere und düstere Fantasy als sein Schwestern-Imprint Impress.

Dieses E-Book hat ein traumhaftes Äußeres bekommen, an dem man sich gar nicht sattsehen kann. Da hat der Grafiker ganze Arbeit geleistet. Ich wünsche mir viel mehr davon auf dem E-Book-Markt!

Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte von Fyre und Ciel. Die beiden verbindet eine lebenslange Freundschaft, sie sind Erwählte und damit vom Schicksal füreinander vorbestimmt. Doch in Fyres Vergangenheit sind viele Dinge passiert, die ihr Herz zu Eis gefroren haben. Ciel hat sie bitter enttäuscht und ihr Herz gebrochen, seitdem trägt sie eine Maske zur Schau, die ihre wahren Gefühle verbirgt.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren zunächst nicht ganz klar sind. Am meisten kommt Fyre zu Wort. Als Elfe ist ihr ein langes Leben beschieden, doch sie verhält sich ihrem jugendlichen Alter von 19 Jahren entsprechend. Ich denke, dass sich vor allem Leserinnen in diesem Alter für die Geschichte begeistern können. Nach außen hin gibt Fyre sich abgeklärt und emotionslos, doch wenn sie erzählt, beweist sie auch viel Humor und noch mehr Gefühl.
Der Schreibstil hat mir, vor allem am Anfang, gut gefallen. Er wird der märchenhaften Kulisse und dem fantastischen Setting gerecht. Leider haben mich im Verlauf der Geschichte einige Dialoge gestört, die zwar zum jungen Alter der Protagonistin passen, aber für meinen Geschmack schöner formuliert hätten sein können.
Neben Fyre kommt auch Ciel zu Wort, außerdem die Fee Luna und ihre Geisterkatze Skye. Letztere hat vor allem gegen Ende für den ein oder anderen Lacher bei mir gesorgt. Bei ihr waren die humorigen Szenen gut aufgehoben, an anderer Stelle hätte ich mir weniger davon gewünscht.

Die Geschichte wimmelt nur so von tollen Ideen. Sei es die Rolle der Tiere und ihre tiefe Verbundenheit zu ihren Besitzern oder die Bedeutung der Rosen auf Fyres Haut – all diese kleinen liebevollen Details machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Die Geschichte selbst fällt für mich eindeutig in den Romantasy-Bereich, mit einigen genreübergreifenden Elementen, z. B. bei der Aufklärung von Verbrechen im Elfenreich. Langweilig wurde mir beim Lesen jedenfalls nicht, aber atemlose Spannung und der unbedingte Wunsch, zu wissen, wie es weitergeht, kamen leider auch nicht auf.

Nachdem ich von der Philosophie des neu gegründeten Verlags-Imprints erfahren hatte, hätte ich mir allerdings etwas anderes unter dem Buch vorgestellt. Die Liebesgeschichte bleibt sehr unschuldig, innere Monologe wiederholten sich dafür tausendfach und es gab mehr als genug Hin und Her zwischen Fyres Kopf und ihrem Herzen. Das wurde mir mit der Zeit wirklich viel zu viel.
Ein paar düstere Anklänge gab es, aber auch da hätte es ruhig mehr sein können.
So bleibt die Geschichte am Ende ein netter Ausflug in die Romantasy-Welt für mich, bei dem meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt werden konnten.

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Von mir bekommt SnowFyre – Elfe aus Eis deshalb 3,5 Sterne.

fazit

Fans von Romantasy-Romanen werden bei Snowfyre gut aufgehoben sein. Dieses optisch wunderschön verpackte E-Book besticht durch viele tolle Ideen und Liebe zum Detail. Die sehr jugendlich agierende Protagonistin Fyre muss man mögen, mit dem ewigen Hin und Her in Bezug auf ihre Gefühle zu ihrem Erwählten Ciel bin ich leider nicht gut klar gekommen. Dafür hat mich der tolle Schreibstil größtenteils überzeugen können und der gut platzierte Humor hat für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.

Rezension zu „November 9“ von Colleen Hoover

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Autorin: Colleen Hoover

Erschienen am: 10.11.2015

Sprache: Englisch

Deutsche Ausgabe:
Frühjahr 2017 bei dtv unter dem Titel „Nächstes Jahr am selben Tag“

Umfang: 310 Seiten

Genre: Liebesroman / Junge Erwachsene

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die-autorin

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Quelle

inhalt

Fallon meets Ben, an aspiring novelist, the day of her scheduled cross-country move. Their untimely attraction leads them to spend Fallon’s last day in LA together, and her eventful life becomes the creative inspiration Ben has always sought for his novel. Over time and amidst the various relationships and tribulations of their own separate lives, they continue to meet on the same date every year. Until one day Fallon becomes unsure if Ben has been telling her the truth or fabricating a perfect reality for the sake of the ultimate plot twist.

meine-meinung

Einen Tag bevor Fallon von L.A. nach New York zieht, trifft sie auf den angehenden Schriftsteller Ben. Er drängt sich ungefragt in ihr Leben, als er beim Dinner mit ihrem Dad auftaucht und sich als ihr Freund ausgibt. Fallon lässt sich auf das Spiel ein und entscheidet sich dazu, den restlichen Tag gemeinsam mit Ben zu verbringen. Zwischen den beiden gibt es eine tiefe Verbindung, die für mich als Leser sofort spürbar war. Schon nach den ersten paar Seiten habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass die beiden zueinander finden. Colleen Hoover schafft es, unglaublich fesselnd von der Annäherung zwischen Ben und Fallon erzählen, ohne dabei klischeehaft oder unglaubwürdig zu wirken. Doch Fallon wird nach New York ziehen und so scheint der gemeinsame Weg ein viel zu frühes Ende zu finden – bis Ben ihr vorschlägt, sich im nächsten Jahr am selben Tag, dem 9. November, wieder in L.A. zu treffen. Für beide ist der 9. November viel mehr als bloß ein x-beliebiges Datum, beide verbinden schlimme Ereignisse mit diesem Tag, ohne es voneinander zu wissen. Und so stimmt Fallon zu, in der Hoffnung darauf, dieses Datum in Zukunft mit schöneren Erinnerungen in Verbindung bringen zu können.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ohne ihre Handynummern oder Social-Media-Profile zu tauschen, trennen sich Ben und Fallon und haben ein ganzes Jahr lang keinen Kontakt, bis sie sich im nächsten November wiedersehen.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir ausgesprochen gut. Ein wenig erinnert sie mich an „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls, einem meiner Lieblingsromane. In November 9 wird sogar einmal kurz Bezug darauf genommen. Doch anders als in diesem Roman haben Ben und Fallon keinen Kontakt und müssen jedes Jahr aufs Neue wieder bei Null anfangen und sich gewissermaßen neu kennenlernen. Und natürlich geht ihr Leben weiter. Sie werden erwachsen, lernen andere Partner kennen, entwickeln sich weiter. Und trotzdem bleibt die Chemie zwischen ihnen bestehen und intensiviert sich sogar immer wieder aufs Neue. Ben nimmt ihren Deal zum Anlass, die gemeinsame Geschichte in einem Buch niederzuschreiben, um seine Schreibblockade zu überwinden. Und dieses Buch wird schnell zum Dreh- und Angelpunkt in November 9. Denn bald wird klar, dass Ben Fallon keineswegs zufällig im Restaurant mit ihrem Vater getroffen hat und etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt ...

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Fallon ist eine junge Frau, die nichts weiter wollte, als Schauspielerin zu werden. Nach einem schrecklichen Unfall scheint dieser Traum geplatzt zu sein und Fallon ist seitdem von Selbstzweifeln zerfressen. Der Unfall hat Spuren auf ihrem Körper hinterlassen, die ihr jegliches Selbstwertgefühl genommen haben.

In Ben habe ich mich ab der ersten Seite verliebt. Nach all den Bad Boys ist er ein toller Romancharakter, der das Zeug zum Bookboyfriend hat. Ihr werdet ihn lieben. Er zeigt Fallon, wie schön sie ist und hilft ihr dabei, ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Obwohl er in der Vergangenheit verhängnisvolle Fehler gemacht hat, wünscht man ihm nichts mehr, als endlich glücklich zu werden. Doch davon ist er sehr lange weit entfernt.

Colleen Hoovers Schreibstil ist einfach, aber sehr intensiv. Im Mittelpunkt steht stets das Paar, das viele Probleme überwinden muss. Auf detailreiche Beschreibungen wird verzichtet, stattdessen werden Emotionen in den Fokus gerückt. Ich mag es, ihre Bücher auf Englisch zu lesen, weil sie gut verständlich sind. Trotzdem freue ich mich sehr darauf, wenn November 9 im Frühjahr 2017 auf Deutsch erscheint und möchte es auf jeden Fall noch einmal lesen.
Das Buch hat mir so gut gefallen, dass es zu meinen Lesehighlights 2017 gehört und sogar unter meine Top 3 Bücher der Autorin gerutscht ist (neben It ends with us und Love & Confess). Nachdem ich von Maybe Someday sehr und Zurück ins Leben geliebt etwas enttäuscht war, stimmt hier einfach alles und ich habe das Buch rundum zufrieden und ein bisschen wehmütig beendet. In letzter Zeit passiert es mir selten, dass ich mir wünsche, ein Buch wäre noch nicht zu Ende und hier war es endlich mal wieder soweit.

5 Sterne

Von mir gibt es fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

fazit

November 9 ist eine intensive Liebesgeschichte, die mir auf jeder Seite Herzklopfen bereitet hat. Mit ihrer tollen Mischung aus Romantik und Drama hat es Colleen Hoover wieder einmal geschafft, mich rundum zu überzeugen. Hier stimmt einfach alles! Für alle Fans der Bestsellerautorin ein Muss und für Leser von Young Adult Romance eine ganz klare Empfehlung. November 9 ist eines meiner Jahreshighlights.

Rezension zu „Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten“ von Jennifer Wolf

gottertochter

Autorin: Jennifer Wolf

Veröffentlicht am: 06.10.2016

Verlag: Impress

Genre: Märchen / Romantasy

Reihe:

Geschichten der Jahreszeiten:
Band 1: Morgentau – Die Auserwählte der Jahreszeiten
Band 2: Abendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten
Band 3: Nachtblüte – Die Erbin der Jahreszeiten
Band 4: Tagwind – Der Bewahrer der Jahreszeiten
Spin-Off: Göttertochter – Das Kind der Jahreszeiten

Umfang: 246 Seiten

Format: E-Book only

Preis: 3,99 €

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die-autorin

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben. Quelle

inhalt

Liora Vivian Götterkind ist eine direkte Nachfahrin der Jahreszeitengötter. Doch so schön es auch ist, einen Frühlingsgott zum Vater zu haben, der zur Aufmunterung Tausende Blumen um einen herum wachsen lässt, oder mit den Sommerkräften seiner Mutter den Wind und das Licht beeinflussen zu können, manchmal fühlt sich Liora als einziges Götterkind auf Erden ziemlich einsam. Dabei schließen sie die anderen Mädchen nicht nur aus Neid auf ihre Herkunft aus, sondern vor allem deswegen, weil sie mit Niklas Tagwind befreundet ist, dem absoluten Schulschwarm. Jeder denkt, dass die beiden über kurz oder lang ein Paar werden würden, doch Lioras Herz schlägt für jemand anderen. Jemanden, den gerade sie als Götterkind nicht lieben darf…

meine-meinung

Zum Abschluss der wunderschönen Jahreszeiten-Reihe habe ich mich sehr auf Götterkind gefreut. Allein das tolle Cover hat mir richtig große Lust aufs Lesen gemacht.
Nachdem schon einige Wochen vergangen waren, seitdem ich Tagwind gelesen hatte, musste ich leider feststellen, dass es mir schwer fiel, die vielen Charaktere und Verwandtschaftsbeziehungen auf die Reihe zu kriegen. Deshalb mein Tipp: Lest diese tolle Reihe am besten am Stück.

Jennifer Wolf hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um ihre vielen Fans aus Hemera zu verabschieden. Liora, die Tochter des Frühlingsgottes Aviv und der neuen Sommergöttin Ilea, wird es nicht leicht gemacht, ihre große Liebe zu erobern. Der Weg dorthin ist mit vielen Hindernissen gespickt, die ein Happy End lange Zeit erschweren. Dieser Mix aus Drama und Romantik ist es, für den die Geschichten der Jahreszeiten stehen und den ich so sehr liebe. Man lacht, liebt und leidet gemeinsam mit der Protagonistin bis zum Schluss.

Besonders gut hat mir Lioras Familiengeschichte gefallen. Sie wächst als älteste von fünf Geschwistern bei ihren beiden Vätern, dem ehemaligen Sommergott Sol und seinem Auserwählten Yannis, auf. Die Liebe und Fürsorge innerhalb dieser wundervollen Patchworkfamilie ist auf jeder Seite spürbar und kommt sogar noch besser zur Geltung als im Vorgängerband Tagwind. Sol und Yannis sind so ein tolles Paar, das für ihre Liebe und ihr Glück gekämpft hat – genauso, wie Liora es jetzt tun muss.

Im Buch werden noch andere aktuellen Themen aufgegriffen und in die märchenhafte Welt Hemeras hineingewoben. Dabei steht die Familie in all ihren Facetten im Vordergrund, einmal als glückliches Vorzeigebeispiel und einmal als das genaue Gegenteil davon.

Das Ende war für mein Geschmack etwas zu happy und kitschig. Doch so muss es als Abschluss dieser tollen Reihe wahrscheinlich sein, um den vielen Fans gerecht zu werden. Zum krönenden Abschluss gibt es noch ein kleines Wiedersehen mit alten Bekannten.

Für Göttertochter vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

fazit

Mit „Göttertochter“ ist Jennifer Wolf ein wundervoller, runder Abschlussband ihrer erfolgreichen Jahreszeiten-Reihe gelungen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begleiten wir Liora bei ihrem Kampf um die Liebe und verabschieden uns gleichzeitig aus der märchenhaften Welt von Hemera.
Für mich ist die Reihe ein Must-Read, deshalb kann ich sie euch nur wärmstens empfehlen.

Blogtour Tag 7: Die erste Liebe

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Willkommen zum letzten Tag der Blogtour zu Yvonne Westphals Debütroman „Du und ich und dieser Sommer.“ Heute geht es um die Liebe … hach ❤


Die erste große Liebe vergisst du nie.

Sie wird dich ein Leben lang begleiten, in deinem Gedächtnis und in deinem Herzen weiterleben, auch wenn die Beziehung schon lange vorbei ist, und dich dann und wann mit einer Erinnerung überfallen, wenn du nicht damit rechnest. Ausgelöst durch einen Song, einen Duft oder vielleicht etwas anderes, scheinbar völlig Unscheinbares, wirst du plötzlich etliche Jahre zurückversetzt, in eine Zeit, in der alles neu und aufregend war und du zum ersten Mal gespürt hast, was es heißt, zu lieben und geliebt zu werden.

Yvonne Westphal brachte mir mit ihrem Romandebüt  „Du und ich und dieser Sommer“ die Erinnerung an die erste große Liebe zurück. Diese wunderschöne Geschichte ist perfekt geeignet für Mädchen und junge Frauen ab 14 Jahren und alle anderen Leserinnen, die ihr Herz für diese besondere Liebesgeschichte öffnen wollen.

du-ich-sommer

Die Protagonisten Nicole und Milias erleben gemeinsam alle Gefühle, die mit dieser außergewöhnlichen Zeit verbunden sind. Sie lernen sich kennen, spüren die Schmetterlinge in ihren Bäuchen, verlieben sich in ein Lächeln, einen Augenaufschlag, eine Charaktereigenschaft. Details werden zu Merkmalen, die für den Verliebten die Welt bedeuten:

Alles an ihr war niedlich. Wie sie die Stupsnase kräuselte, wie sie skeptisch die gerundeten Brauen zusammenzog, wie ihr Gesicht zu leuchten schien, wenn sie lächelte. Und ihre Augen waren der Wahnsinn.
                – Milias

Sein Duft raubte mir schon den ganzen Abend über fast den Verstand. Ich atmete ihn ganz tief ein. Sofort wurde mir wieder heiß, obwohl es hier draußen angenehm kühl war. Ich konnte nicht erklären, was, aber irgendetwas stelle dieser Mann mit mir an. Und es gefiel mir.
                – Nicole

Nicole ist ungeküsst, als sie sich Hals über Kopf in Milias verliebt. Mit ihm erlebt sie die gesamte Bandbreite der ersten Liebe in all ihren Facetten – den schönen und den weniger schönen.

Viele Jugendliche werden sich beim Lesen des Buches wiedererkennen und gemeinsam mit Nicole lieben, lachen, seufzen und vielleicht auch weinen. Doch was bedeutet das eigentlich: zum ersten Mal verliebt zu sein, in der heutigen Zeit?

Ich habe für euch ein paar Fakten zusammengetragen, damit wir uns gemeinsam ein Bild davon machen können, wie Jugendliche diese besondere Zeit erleben.

verliebt

Beziehungen im Jugendalter

Wie definieren Jugendliche eine Beziehung? Was gehört dazu? Wie lange dauert überhaupt eine Beziehung unter Jugendlichen? Die SINUS-Studie „Wie ticken Jugendliche 2016“ hat diese und weitere Fragen in 72 Einzelinterviews mit Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren untersucht und interessante Ergebnisse herausgefunden:

Von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren „überleben“ Beziehungen im Jugendalter. Häufiges Wechseln ist dabei aber eher ungewollt. Die Mehrzahl der Mädchen und Jungen wünschen sich eine langanhaltende, stabile Partnerschaft. Fast alle Jugendlichen waren schon einmal verliebt oder zumindest verknallt.
Das können wir sicher so unterschreiben, oder? Wer erinnert sich nicht an seinen allerersten Schwarm? Auch wenn man sich heute vielleicht wünscht, man hätte damals einen besseren Geschmack gehabt? Wenn ich so an meine ersten Schwärmereien zurückdenke … ugh, besser nicht.

Als Basis einer guten Beziehung gelten gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Interessen. Den Jugendlichen ist es wichtig, dass man gemeinsam Spaß haben und über die gleichen Dinge lachen kann. Ein ähnlicher Humor ist wichtig.

Doch auch wenn sich die Mädchen und Jungen eine Beziehung wünschen, so wollen sie sich durch sie nicht einschränken lassen. Ihnen ist es wichtig, sich gegenseitige Freiheiten zu lassen. So kommt es, dass die gemeinsame Zeit oftmals gut dosiert wird, anstatt ständig aufeinanderzuhängen.
Gute Entscheidung!

Für die Zukunft wünschen sich Jugendliche eine stabile Partnerschaft und idealerweise (mehrere) gemeinsame Kinder. Diese Ziele möchten die meisten befragten Mädchen und Jungen bis zu ihrem 35. Lebensjahr verwirklicht haben.
Puh, da habe ich ja noch ein wenig Zeit …

In Yvonnes Roman spielen das Schicksal und Seelenverwandtschaft eine große Rolle. Auch in der SINUS-Studie wurde danach gefragt. Gibt es das überhaupt? Können sich die Jugendlichen vorstellen, ihr Leben lang mit einem Partner zusammen zu sein, den sie schon seit ihrer Jugend kennen?

Die Antworten fallen gemischt aus. Zwar möchten manche Jugendliche gerne an diese schicksalhafte Fügung glauben, aber dennoch stehen sie diesem Thema eher skeptisch gegenüber. Nichtsdestotrotz halten sie es für möglich, den Partner fürs Leben schon in jungen Jahren zu treffen.
Ich persönlich finde diese romantische Vorstellung sehr schön ❤

Als wichtigstes Vorbild zum Thema Beziehungen werden durch alle Gesellschaftsschichten hinweg die Eltern angegeben. Werden den Kindern und Jugendlichen glückliche und stabile Beziehungen im Elternhaus vorgelebt, so wünschen sie sich das auch für ihr eigenes Leben.

Haben sich die Eltern allerdings getrennt oder scheiden lassen, so kann dies negative Auswirkungen auf die Kinder haben. Einige Jugendliche, die die unschönen und verletzenden Seiten einer Trennung hautnah miterlebt haben, bauen sogar einen Abwehrmechanismus auf. Das kann so weit gehen, dass sie Beziehungen generell skeptisch gegenüberstehen. Allerdings geben diese Kids an, es selbst besser machen zu wollen, um ihren eigenen Kindern solche Erfahrungen zu ersparen.
Richtig so!

Quelle: Wie ticken Jugendliche 2016? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland
http://bit.ly/2eaRA7k

Stokpic

 

Das erste Mal

Während Milias etwas älter ist und schon Erfahrungen mit Mädchen gesammelt hat, erlebt Nicole mit ihm ihr erstes Mal. Natürlich beschäftigt sie dieses Thema lange im Voraus. Die Beziehung zwischen den beiden ist zu diesem Zeitpunkt schon so weit gefestigt, dass Nicole Milias zu 100% vertraut und es gar nicht mehr abwarten kann, diesen großen Schritt gemeinsam mit ihm zu gehen. Milias 18. Geburtstag erweist sich als der perfekte Zeitpunkt.

Milias‘ Lächeln wurde zu einem Grinsen, bevor er langsam auf mich zutrat und sich mit beiden Händen zu meinen Seiten auf dem Bett abstützte, bis sein Gesicht direkt vor meinem war.
Weiteratmen, Nicole.
Er sah mir tief in die Augen. Ich lächelte zaghaft, mein Blick fiel auf seine Lippen. Das Herz schlug mir bis zum Hals.
Weiteratmen, Nicole.

Wer kann sich nicht an diesen besonderen Moment erinnern? An seinen hämmernden Herzschlag, die nervös zitternden Hände und all die tausend Fragen, die einem in diesem Moment durch den Kopf gingen?

In der Literatur und im richtigen Leben ist das erste Mal ein wichtiges Ereignis im Leben von Jugendlichen. Und natürlich gehört zu einer Beziehung auch irgendwann der (erste) Sex dazu. Die Studie „Jugendsexualität 2015“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat über 5000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren zu diesem Thema befragt:

Im Idealfall findet das erste Mal in einer stabilen Partnerschaft statt, in der man dem Partner vertrauen und sich fallen lassen kann. Der Partner ist auch die Vertrauensperson Nummer eins, wenn es um Verhütungsfragen geht. Noch vor der Mutter oder den Freunden werden die Themen Verhütung und Geschlechtskrankheiten am häufigsten mit dem Freund / der Freundin besprochen.

Um sich über Sex zu informieren, nutzen Mädchen und Jungen unterschiedliche Medien als Informationsquellen. Während die Mädchen am häufigsten nach Jugendzeitschriften greifen, informieren sich die meisten Jungen lieber im Internet.
Zu meiner Zeit habe ich mich tatsächlich auch in der Bravo informiert 😀 Aber da war die Zugänglichkeit des Internets auch wesentlich schwieriger als heute.

Jugendliche sind zum Zeitpunkt ihres ersten Males i.d.R. zwischen 16 und 17 Jahre alt. Oftmals hört man, dass Jugendliche immer früher sexuell aktiv sind, doch der Schein trügt. Das Gegenteil ist nämlich der Fall – die BZgA-Studie zeigt, dass sich das Alter des ersten Sex‘ sogar leicht nach hinten verschiebt. Nur ein ganz geringer Prozentsatz der befragen Jugendlichen sind schon sehr früh aktiv, nämlich gerade mal 6% der 14-jährigen.
14 ist meiner Meinung nach auch viel zu früh für Sex. Wie seht ihr das?
Insgesamt sind heute aber wesentlich mehr Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren sexuell aktiv, als noch vor 35 Jahren.

Während auch Nicole den Zeitpunkt ihres ersten Males im Buch plant, wird der perfekte Zeitpunkt auch im wahren Leben selten dem Zufall überlassen. Dabei gibt fast die Hälfte der Jugendlichen an, das Gefühl zu haben, dass es jetzt bald passieren könnte. Genauso wie Nicole hat ein Drittel sogar den exakten Tag geplant.
Auch das kann ich gut verstehen. Man möchte ja schließlich vorbereitet sein und keine unangenehmen Überraschungen in Form von plötzlich hereinschneienden Geschwistern, Eltern o. Ä. erleben.

Quelle: Jugendsexualität : repräsentative Wiederholungsbefragung ; die Perspektive der 14 – 15jährigen ; 2015 / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
http://www.bzga.de/infomaterialien/sexualaufklaerung/studien/?idx=2711

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Einblick einen kleinen Einblick in die Liebesgeschichte zwischen Nicole und Milias geben und euch ein bisschen neugierig auf das Buch machen. Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn euch meine recherchierten Informationen zur ersten Liebe und Jugendsexualität nicht allzu sehr gelangweilt haben 😀

Gewinnspiel

Im Rahmen der Blogtour gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen – und das kann sich sehen lassen!

Yvonne hat keine Kosten und Mühen gescheut, um exklusive und mit ganz viel Liebe gestaltete Goodies zu verlosen. So sieht das Ganze aus:

gewinn-yvonne

1. Platz = kostenloses eBook (ePub oder mobi)
2. Platz = handgemachtes Engel-Lesezeichen
3. bis 5. Platz = Signierte Postkarten

Was müsst ihr tun, um in den Lostopf zu hüpfen?

Für jeden Kommentar, den ihr im Rahmen der Blogtour abgebt, erhaltet ihr ein Los. Je mehr Blogbeiträge ihr kommentiert, desto größer ist also eure Gewinnchance.

Um heute mitmachen zu können, beantwortet einfach folgende Frage:

Glaubt ihr, dass die erste große Liebe etwas Besonderes ist? Wenn ja, warum?

Heute ist der letzte Tag der Blogtour. Schon morgen werden die Gewinner bekannt gegeben. Ich drücke euch ganz doll die Daumen!

Rezension zu „Du und ich und dieser Sommer“ von Yvonne Westphal

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Autorin: Yvonne Westphal

Erscheinungsdatum: 09.09.2016

Veröffentlicht bei: Forever

Genre: Jugendbuch / Liebe

Umfang: 349 Seiten

Format: E-Book only

Preis: 3,99 €

Mehr Infos hier


Die Autorin:

Yvonne Westphal wurde am 9. April 1989 als waschechter Widder in Regensburg geboren und ist in der Voreifel nahe Köln aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Medienmanagement der Fachrichtung PR & Kommunikation und arbeitet seit 2012 als Filmproduzentin und Medienstrategin. Privat hat sie die große Liebe schon gefunden und ist seit mehr als zehn Jahren glücklich liiert.
„Du und ich und dieser Sommer“ ist ihr erster veröffentlichter Roman und richtet sich wie all ihre Werke an Jugendliche und (junge) Erwachsene, die an die große Liebe glauben und sich verzaubern lassen wollen.

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Inhalt:

Eigentlich hatte Nicole überhaupt nicht vor, sich zu verlieben, aber ihr Herz hat einen eigenen Plan. Blöd nur, dass ihr Schwarm ausgerechnet der größte Aufreißer der Schule sein muss, der auch noch unverschämt gut aussieht. Milias mit seinen dunklen Haaren, braunen Augen und der sommergebräunten Haut. Nicole ist überglücklich, als Milias tatsächlich mit ihr zusammen sein will. Doch sie ahnt nicht, dass sich das Leben der beiden für immer verändern wird. In diesem Sommer werden ihre junge Liebe und ihre Freundschaften auf eine harte Probe gestellt…


Meine Meinung:

Diese Geschichte hat mich in meinem Urlaub begleitet. Zum ersten Mal habe ich mich an ein Buch herangewagt, das im selben Verlag erschienen ist wie mein eigenes und zum ersten Mal maße ich mir an, über ein Werk zu urteilen, dass eine direkte Kollegin von mir geschrieben hat. Yvonne durfte ich übrigens zur Frankfurter Buchmesse persönlich kennenlernen und war ganz verzaubert von ihr. Sie ist nicht nur bildhübsch, sondern auch total lieb und zuckersüß ❤

„Du und ich und dieser Sommer“ ist ihr Debütroman, der im September als E-Book bei Forever, dem digitalen Imprint von Ullstein für Liebesromane, erschienen ist. Das Buch umfasst 34 Kapitel, die abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen, Nicole und Milias, erzählt werden. Dabei wechseln sich die Erzählperspektiven jedoch nicht pro Kapitel ab, sondern pro Szene innerhalb der Kapitel. Diese Einteilung war für mich mal etwas Neues und sehr erfrischend.

Im Fokus der Geschichte steht die erste große Liebe. Nicole ist 16 Jahre alt und Einzelkind. Sie wächst in einer scheinbar behüteten Familie auf, vor allem ihr Vater ist sehr liebe- und verständnisvoll. Nicoles Mutter hingegen ist mit Vorsicht zu genießen. Seit dem Tod ihres Vaters leidet sie unter Depressionen und starken Stimmungsschwankungen, mit denen sie ihrer Tochter das Leben schwer macht.
Nicole ist ein liebes, gutmütiges Mädchen. Sie hat ein reines Herz, ist manchmal ein bisschen naiv, aber insgesamt die Art Mädchen, die man sich selbst als Freundin wünscht. In Bezug auf Jungs ist sie noch sehr unerfahren, als sie ihr Herz ausgerechnet an den attraktiven Schulschwarm Milias verliert. Die beiden begegnen sich im Schwimmbad; der Sommer und die Ferien stehen vor der Tür und dieses unbeschwerte Feeling bringt die Autorin super rüber. Da wünscht man sich glatt selbst noch einmal in seine eigene Schulzeit zurück. Dank ihrer besten Freundin Lucy, die immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat und gerne flirtet, finden Nicole und Milias zueinander und verabreden sich. Die beiden kommen sich schnell näher, die Funken fliegen mit Schallgeschwindigkeit und das Herzklopfen ist auf jeder Seite spürbar. Doch bevor die beiden eine echte Chance haben, muss ihre junge Liebe einige Hürden überwinden. Damit bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend.

Yvonne Westphal hat einen angenehmen, lockeren Schreibstil. Sie schreibt in der Vergangenheitsform, was mir gut gefallen hat, weil diese Erzählperspektive immer ein bisschen anspruchsvoller klingt, als die Präsens-Variante (die ich z. B. benutze). Sie benutzt viel Jugendsprache, was die Dialoge der Clique einerseits authentisch macht, aber manchmal etwas anstrengend ist. Das muss man mögen, zugegeben, aber als ich mich einmal richtig eingelesen hatte, stellte das kein Problem mehr dar. Das Verhalten von Milias und seinen Freunden, aber auch von Nicoles Freunden ist oftmals sehr wechselhaft und nicht immer moralisch einwandfrei, aber für mich durchaus nachvollziehbar und in Anbetracht des Alters der Protagonisten authentisch. Besonders gut hat mir gefallen, dass Nicole und Milias, egal wie aussichtslos die Umstände manchmal wirken, immer wieder zueinander finden und an die Kraft ihrer Liebe glauben. Die Szenen, in denen sich ihre junge Liebe entwickelt, haben mir Herzklopfen und weiche Knie bereitet und mich wünschen lassen, diese einzigartigen Gefühle selbst noch einmal zu ersten Mal erleben zu dürfen. Yvonne Westphal schafft es spielend leicht, die Besonderheit der ersten Liebe auf unbeschwerte Weise direkt in das Herz ihrer Leserinnen zu katapultieren. Wer hier keinen „Hach“-Moment erlebt, der hat vermutlich kein Herz.

Ganz toll haben mir auch die Kapitelüberschriften gefallen, die den Inhalt kurz zusammenfassen. Sie haben mich immer total neugierig auf das folgende Kapitel gemacht.

„Du und ich und dieser Sommer“ ist nicht nur eine süße Liebesgeschichte für Jugendliche und jung(geblieben)e Erwachsene, sondern hat auch einen tiefergehenden Hintergrund, auf den ich hier nicht näher eingehen möchte. Das muss jede Leserin selbst herausfinden. Auf jeden Fall macht die Auflösung am Ende sehr neugierig darauf, wie es mit Nicole, Milias und ihren Freunden weitergeht.

Lieblingszitate:

Ich beschloss, dass es an der Zeit war, aufzuhören zu zweifeln und anzufangen zu glauben.

Schicksal. Es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir daran glauben wollen oder nicht. Es macht das Leben weder leichter noch schwerer. Aber es macht die Liebe ein kleines bisschen magischer.

Von mir gibt es 4 Sterne für diese schöne Geschichte.

4 Sterne

Fazit:

Wer sich noch einmal an die Zeit der ersten großen Liebe zurückerinnern möchte, der sollte unbedingt „Du und ich und dieser Sommer“ von Yvonne Westphal lesen. Die Geschichte ist nicht nur jugendlich-frisch und toll erzählt, sondern bescherte mir auch den ein oder anderen „Hach“-Moment.
Dieses vielversprechende Debüt bringt den Sommer nicht nur zurück in den Herbst, sondern auch in die Herzen der Leserinnen.